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Thema: Spieltagsgedichte

  1. #301
    Senior Member
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    Orakel

    Am Sonntag gegen Hoffenheim,
    möchten wir gern Sieger sein,
    ohne Frage, ohne Makel,
    daher schwor ich ein Orakel.

    Macht der Liebsten schöne Augen,
    ging zum Strand und ließ sie glauben,
    dass es um Erholung geht,
    bis sie´s checkte – war´s zu spät.

    Denn es wird Herbst, der Nordwind stürmt,
    der Sturm, der Wellen haushoch türmt,
    und der die Drachen fliegen lässt,
    ein Orakel – welch ein Fest.

    Ich band die Liebste heimlich an,
    setzte noch zwei Flüglein dran,
    und ließ sie steigen – in den Äther,
    Sorgen? Mache ich mir später!

    Kinderlachen klingt um mich,
    der Wind bläst kräftig, er bläst frisch,
    und die Liebste steigt im Wind,
    was ich mache – das gelingt.

    Wird sie den höchsten Punkt erreichen,
    wäre das ein gutes Zeichen,
    dann schick ich ihr – das fällt nicht schwer,
    den Geißbockwimpel hinterher.

    Sie stieg in ungeahnte Höhen,
    trotzte Regen und den Böen,
    so wie der Club in der Tabelle,
    eben so, grad auf die Schnelle.

    Nur hab ich Angst, erwähn es knapp,
    vor dem was kommt, kommt sie herab,
    doch hoffe ich auf ihr Verstehen,
    und falls nicht – man wird es sehen.

    Zu lieben heißt, auch zu verzeihen,
    ich will das Ende nicht beschreien,
    doch fühl ich – dass mein Ende naht,
    zum Übermut – ist´s ein Spagat.

    Hätt ich besser doch verzichtet,
    würde ich auch nicht gerichtet,
    denn mein Orakel nützt nur dann,
    wenn sie die Sucht verstehen kann.

    FC-Fan sein – heißt durchzudrehen,
    an meinem Reim wohl klar zu sehen,
    ein Sieg – vorbei ist alle Not,
    und alles schimmert weiß und rot.

    Ich bin nicht da, bin nicht Zuhause,
    vielleicht geht’s aufwärts, ohne Pause,
    vielleicht ein Ja, vielleicht auch nicht,
    vielleicht….verschont die Liebste mich.

  2. #302
    Senior Member
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    Zitat Zitat von Reimbock Beitrag anzeigen
    Orakel
    Ich bin nicht da, bin nicht Zuhause,
    vielleicht geht’s aufwärts, ohne Pause,

    Wer beantragt Henrys Zwangsausbürgerung nach Dänemark?

  3. #303
    Senior Member
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    Ernesto!!!! Das ist gemein!!!!!! )


    Blutdruckspitzen

    Wenn der Blutdruck mich erdrückt,
    wenn ich leide wie verrückt,
    wenn der Dampf den Ohren weicht,
    spielt mein Club – das ist nicht leicht.

    Wellen höchster Blutdruckspitzen,
    lassen mich unsäglich schwitzen,
    ich zittere wie Espenlaub,
    bin jeden anderen Worten taub.

    Urlaub – eine schöne Zeit,
    egal ob nah, egal ob weit,
    Muße, um sich zu erholen,
    alles andere sei gestohlen.

    Wenn da nicht der Geißbock wär,
    ihn ignorieren – das fällt schwer,
    und so sitz ich, gar nicht froh,
    im Urlaubsort – am Radio.

    Hör die Stimmung, Emotionen,
    hör von Szenen, die sich lohnen,
    hör die Fans im Hintergrund,
    der Ball, er läuft – denn er ist rund.

    Dann lässt die Liebste mich in Frieden,
    (irgendwie muss sie mich lieben),
    so auch heut – sprich, Hoffenheim,
    ach, wäre ich doch schon Daheim.

    Ich hört Jajalos Führungstor,
    ich stellte mir den Jubel vor,
    und nach Poldis zweitem Streich,
    ward mein Herz mir fast schon weich.

    Und doch muss ich stets weiter zittern,
    ein Anschlusstor wär mehr als bitter,
    sodass ich erst im Frieden war,
    nach dem Abpfiff – das ist klar.

    Poldi spielte erste Sahne,
    in Dänemark hiss ich die Fahne,
    zeig jedem, den es interessiert,
    was ein Fan nach Siegen spürt.

    Und interessiert es jemand nicht,
    sagt jemand, ich sei nicht ganz dicht,
    dann nicke ich – und sage: Ja!
    Er hat recht – und es ist wahr!

    Nur eines traf mich heute sehr,
    denk ich dran, wird’s Herz mir schwer,
    denn der Stadion-Freundeskreis,
    sprach, sei ich fort – winkt Sieg als Preis.

    Leute, Ihr habt sicher recht,
    doch mich zu foppen, das ist schlecht,
    wir sprechen drüber, seid gewiss,
    beim nächsten Heimspiel – ich hab Schiss!

  4. #304
    Senior Member
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    Papst

    Berlin träumt noch vom Papstbesuch,
    doch damit ist es nicht genug,
    denn Samstag kommt - welch Sonnenschein,
    der stolze Geißbockclub vom Rhein.

    Wir sind Papst? Na bitteschön!
    Jedoch - ich will es anders sehn.
    Denn wir sind - und das noch mehr,
    auch der FC - das fällt nicht schwer.

    Wir kommen mit sehr breiter Brust,
    zu Siegen, das macht einfach Lust,
    und fängt man einmal damit an,
    ist's so, dass man's nicht lassen kann.

    Ich weiß, dann geht es mit mir durch,
    dann kenn ich plötzlich kaum mehr Furcht,
    dann träum ich - Siege und Pokal,
    das ist halt so - und auch egal.

    So lasst mich doch, dem Bock den Lauf,
    irgendwann wach ich schon auf,
    doch bis dahin - find ich's geil,
    denkt Euch ruhig dazu ein Teil.

    Seid Ihr anders? Sicher nicht!
    Ein Sieg - schon ist man nicht mehr frisch,
    und mit dem Herzen voll dabei.
    1 Sieg? Vielleicht sogar ja 3!

    Fahrt nach Berlin, die Punkte rauben,
    man muss nur wirklich fest dran glauben.
    Wir sind Papst - da klappt das schon,
    der Weg hinauf winkt uns als Lohn.

    Erneut ein Sprung in der Tabelle,
    einfach so, grad auf die Schnelle,
    bis Samstag, Freunde träume ich,
    erkennt man das an dem Gedicht?

    Wär ich daheim - ja Leute, glaubt datt,
    macht ich mich auf den Weg zur Hauptstadt,
    selbst wenn die Liebste mich erschießt,
    vielleicht gar in den Keller schließt.

    Denn sie meint - wie Ihr ja wisst,
    dass es mehr als crazy ist,
    stellt man seinen Club, als Mann,
    in seinem Leben so hoch an.

    Egal, wie es auch immer sei,
    ich bin nun leider nicht dabei,
    sitz brav daheim, vor dem TV,
    bei Kindern, Hund und meiner Frau.

    Und werde wieder furchtbar leiden,
    die Lust von meinem Herzen schreiben.
    Oder Frust? Das wär entsetzlich!
    Denkt dran - ich bin sehr verletzlich!

  5. #305
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    Zitat Zitat von Reimbock Beitrag anzeigen


    ...
    Wär ich daheim - ja Leute, glaubt datt,
    macht ich mich auf den Weg zur Hauptstadt,
    ...

    ich bin nun leider nicht dabei,
    sitz brav daheim, vor dem TV,


    Henry, sehr schönes Gedicht!

    Aber was denn nun: daheim oder nicht daheim?
    Dänemark oder nicht Dänemark?

    Oder wie der Prinz aus Dänemark zu sagen pflegte:
    Sein oder Nichtsein - das ist hier die Frage!
    Sieg oder Nichtsieg? Henry: welche Antwort?

  6. #306
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    Lieber Ernesto,

    ich bin wieder daheim, aber komme erst kurzfristig an. Zu knapp, um nach Berlin zu fahren. So war das gemeint!!!
    Ich sollte mich klarer ausdrücken....

    Liebe Grüße, Henry-der-vom-Sieg-träumende

  7. #307
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    Konstanz

    Konstanz - die Stadt am Bodensee,
    doch leider nicht beim Bock - oh je,
    was gestern gut - ist heute schlecht,
    das war noch nicht mal dummes Pech.

    Das war mal wieder Unvermögen,
    nach Sonnenschein folgt meistens Regen,
    dieses Spiel bei BSC,
    das tat beim Anschauen fast schon weh.

    Also schau ich besser fort,
    such die Flügel mir beim Wort,
    da war kein Spielwitz und kein Kampf,
    nur Stolpern, Fehlpass, Frust und Krampf.

    Kaum ein Torschuss, nichts gelingt,
    nur Berlin spielt wirklich flink,
    und der FC - schaut hilflos drein,
    das soll frischer Fußball sein?

    Keiner riss mich heut vom Hocker,
    Berlin hat wenigstens Lasogga,
    und wir? Wir haben die Erkenntnis,
    das kaum was passte - welch Geständnis.

    Wieder wachsen Zornesfalten,
    nicht fähig, etwas zu gestalten,
    das ganze Spiel nur hinterher,
    das kann ich auch - das ist nicht schwer.

    Wer auch reinkommt - Not und Pein,
    reiht sich fix und nahtlos ein,
    und Lanig, mein besonderer Schatz,
    fliegt dabei noch fast vom Platz.

    Wir schlugen Hamburg, schlugen Bayer,
    war das schon Grund genug zur Feier?
    Wohl kaum, da bin ich ganz gewiss,
    nur heute - war das einfach Driss.

    Berlin - wär gern dabei gewesen,
    jedoch, nur vorher - jetzt zu lesen,
    von diesem Spielstand - 0:3,
    das ist nah an Quälerei.

    Kein Erfolg, ideenlos,
    mein Frust ist wieder riesengroß,
    man kann verlieren, irgendwo,
    doch mein Bock - warum nur so?

    Jetzt kommt Hannover - das wird schwer,
    bin nicht zufrieden, ich will mehr,
    der Hertha-Sieg war hoch verdient,
    der FC spielt wie geschient.

    Rensings Wort - es passt genau:
    "FC spielt unter aller Sau,
    in Halbzeit 1" - ich bin so frei:
    Das passte auch für Halbzeit 2.

  8. #308
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    Zitat Zitat von Reimbock Beitrag anzeigen
    ...
    was gestern gut - ist heute schlecht,
    das war noch nicht mal dummes Pech.
    ...
    Das war mal wieder Unvermögen,
    nach Sonnenschein folgt meistens Regen,
    ...
    Also schau ich besser fort,
    such die Flügel mir beim Wort,

    Ich sage nix.

  9. #309
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    Lieber Ernesto, vernehme ich da so einen Unterton? Nach dem Motto, ich wäre besser in Dänemark geblieben... :-))

  10. #310
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    Aura

    Meine Frau meint just zu mir,
    dass sie die Geduld verliert:
    Zwei Wochen ohne Fußballspiel,
    das sei ihr einfach viel zu viel.

    Überall entdeckt sie Zeichen,
    dass mir meine Sinne weichen,
    ich bin nervös, die Aura fehlt,
    das ist so – ich bin angezählt.

    Sie geht durchs Haus – mit offenen Augen,
    und was sie sieht, mag sie kaum glauben:
    Die Tapeten angenagt,
    im Warten auf den großen Tag.

    Mein Strohbett, englisch kurz gemäht,
    mit Kreidelinien übersät,
    die Lampen rot-weiß angemalt,
    auf dass es fast wie Flutlicht strahlt.

    Den Hund mit Deckchen reich geschmückt,
    sie schaut mich an – ich sei verrückt,
    obgleich sie keine Hörner seh,
    …ich danke ihr – für die Idee.

    Ständig schau ich auf die Uhr,
    mein Bock, die Zeit, sie tröpfelt nur,
    die Eieruhr stell ich – zack, zack,
    im anderthalben Stundentakt.

    In meiner Not schau ich mir an,
    was ich auf Sky so finden kann,
    selbst Bayers Spiel im Blechpalast,
    beginnt der Wahnsinn? Sicher, fast!

    Ich freue mich auf unser Match,
    die Verbindung ist gepatcht,
    Hannover kommt – und ich muss lesen,
    für Nova sei´s das heut gewesen.

    Die Mannschaft stellt sich, nehmt´s in Kauf,
    heut zum Spiel fast selber auf,
    für meinen kaum vorhandenen Mut,
    ist das – Ehrlich – gar nicht gut.

    Fünf Stunden, bis ich fahren darf,
    meine Frau entgegnet scharf,
    dass sie das kaum überlebt,
    ich sei einfach – überdreht.

    Daher sei sie auch ehrlich froh,
    setze ich mich irgendwo,
    still und leise zum PC,
    und reime heimlich vom FC.

    Darf ich daher angstvoll fragen,
    bin nur ich – an solchen Tagen,
    leicht vom Wahnsinn eingesackt?
    Hätt ich besser nicht gefragt…!

  11. #311
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    Neuss
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    Die Antwort ist ein klares "Nein" -
    das MUSS als Fußballfan so sein!
    Ein Wochenende ohne Kölle
    ist für FC-Fans reinste Hölle
    Geteiltes Leid ist halbes Leid,
    drum überbrückt man diese Zeit
    im Forum und mit Kölnberichten
    und mit Reimbocks Spielgedichten.
    Vorbei ist heut' die öde Zeit,
    Schals und Trikots sind bereit,
    am Himmel lacht sogar die Sonne -
    ach, Fußball ist die reinste Wonne!
    Ich habe einen ganzen Schrank voll nix anzuziehen.

  12. #312
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    Danke Novaesium, da fühle ich mich nicht so alleine....

    Unterschied

    Einer macht den Unterschied,
    ein linker Fuß, der Vollgas gibt,
    ein Freistoß und ein sauberer Schuss,
    fast, als wenn's so kommen muss.

    Das war ein Krimi, wie das brennt,
    noch dazu mit Happyend,
    meine Nerven swingen noch,
    oh, wie hab ich das gemocht.

    Ein Stadion übt Karneval,
    solche Stimmung ist mein Fall,
    ein Sonntagabend - gegen acht,
    der mir richtig Freude macht.

    Ein Freistoß, erster Schuss ins Glück,
    vor Freude ward ich schier verrückt,
    wenn Poldi sich nicht halten lässt,
    wird manches Match ein wahres Fest.

    Rensing, der der Rückhalt war,
    so werden meine Träume wahr,
    hinten Null - und vorne zwei,
    und ich - war wieder live dabei.

    So langsam greift jetzt das System,
    ob's weiter klappt - man wird schon sehn,
    jedoch, ich bin voll Zuversicht,
    an solchen Tagen seh ich Licht.

    Auch wenn das Spiel ja beinah kippt,
    zum Ausgleich fehlt ein kleiner Schritt,
    wer weiß, wie's dann gelaufen wär,
    doch zu vergessen, fällt nicht schwer.

    Ob's Abseits war, vielleicht auch nicht,
    wen juckt das schon? Bestimmt nicht mich.
    Und was Hannover davon denkt,
    ist mir egal - das bleibt geschenkt.

    Als meine Angst fast greifbar war,
    war Poldis linker Hammer da,
    er zimmert einen Ball ins Tor,
    zum kollektiven kölschen Chor.

    Erst da ging die Frequenz zurück,
    mein Puls ward ruhiger, Stück für Stück,
    so ein Spiel - bei uns daheim,
    kann schlimmer als ein Krimi sein.

    Die Punkte nimmt uns niemand mehr,
    danke sagen fällt nicht schwer,
    13 Zähler sind es schon,
    der Leistung klar verdienter Lohn.

    Danke Geißbock, top FC,
    nächsten Samstag - BVB,
    nehmt von Eurem Schwung was mit,
    dann wird's vielleicht was - Schritt um Schritt.

  13. #313
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    Samstagmorgen-Blues

    Ich sitz im Keller – und mich friert,
    das ganze Haus fast renoviert,
    nur für Heizung, Wasser, Licht,
    reicht´s dort unten leider nicht.

    Nun ja – vielleicht hätt´s doch gereicht,
    doch meine Frau sagt: „Nimm es leicht.
    Du bist schon alt – trag´s nicht so schwer,
    die Kälte spürst du lang nicht mehr.“

    Und noch dazu und außerdem,
    sei der fest gestampfte Lehm,
    in unserem alten Fachwerkhaus,
    doch historisch – so sieht´s aus.

    Dann wirft sie mir fix eine Decke,
    um mich darunter zu verstecken,
    sie sei jetzt das Gejammer leid,
    und außerdem – wär´s an der Zeit.

    Die Decke nerve sie schon lang,
    weil darauf der Geißbock prangt,
    so was, das erträgt sie nicht,
    im Wohnbereich – bei Tageslicht.

    Ich soll dort unten bei den Spinnen,
    den Traum nur träumen – vom Gewinnen,
    und wenn ich mich benehmen kann,
    darf ich nach oben – irgendwann.

    In meiner so bedrängten Lage,
    hat man(n) Angst vor jeder Frage,
    und trotzdem habe ich´s gewagt,
    und die Liebste leis gefragt:

    „Sag mein Herzblatt, wär´s genehm,
    ich verlasse heut den Lehm,
    so ab halb 4 – geht’s los, auf Sky,
    ach, ich wär so gern dabei.“

    Prompt fiel mir meine Kindheit ein,
    zur Mutter sprach ich oft daheim,
    das manch Freund so manches darf…,
    „Kein Interesse“ – hieß es scharf.

    Sie sei hier die Regierungsmacht.
    Eigener Wille? Laut gelacht!
    ….und irgendwo, im fahlen Lichte,
    wiederholt sich die Geschichte.

    Sie löscht die Kerze – bin allein,
    ich hülle mich in Decken ein,
    und warte, was der Tag mir bringt,
    ob mein Antrag doch gelingt?

    Ich träum vom Sommer, träum von Wärme,
    träum von Freiheit – unter Sternen,
    und wein mich fröstelnd in den Schlaf,
    ob ich heut noch vors Fernsehen darf?

  14. #314
    Senior Member
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    Bist ein armer Kerl!

    Oder hättst Dus besser nicht gesehn?
    (An mir ist dieser Kelch vorüber gegangen. Musste mit meiner Mutter ins Krankenhaus.)

    Lieber Samstagmorgen- als Samstagabendblues!

  15. #315
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    Lieber Ernesto,

    so schön es auch gewesen wäre, wenn das Spiel an mir vorbeigegangen wäre - Krankenhaus muss es dann auch nicht sein.
    Ich hoffe, es ist nicht gar so schlimm. Liebe Grüße unbekannterweise.

    Nachdem ich wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen bin, hier nun doch mein neuer Reim. Dachte gar nicht, dass mir danach ist. Und wenn Ihr über mich Spinner nur den Kopf schüttelt - dann bitte heimlich, sodass ich´s nicht sehe.

    Fassungslos

    Würde meine Frau mich lieben,
    wäre ich wohl dort geblieben,
    wo ich die Verbannung wähne,
    doch das Schicksal – zeigt die Zähne.

    Ich durfte (?) aus dem Kellerloch,
    das war schlimm – ich sag es doch,
    denn mir blieb der lange Bart,
    des öden Spieltags nicht erspart.

    Ein bisschen was, das geht doch immer,
    doch leider kommt es manchmal schlimmer,
    als selbst ich mir das erträumt,
    und meine Wut – die schäumt und schäumt.

    Sicherlich kann man verlieren,
    doch wie wär´s, dabei zu spüren,
    dass die Mannschaft sich bemüht?
    Immerzu dasselbe Lied.

    Beim 0:5 – Erleichterung,
    zerbrach mir jede Sicherung,
    und ich drückte – hier Zuhaus,
    den Fernseher ganz einfach aus.

    Da ward es ruhig – ganz ruhig um mich,
    das anzuschauen – ist keine Pflicht,
    stattdessen ging ich mit dem Hund,
    Bewegung ist halt sehr gesund.

    Ich war davor zu sehr im Saft,
    ich kündigte die Mitgliedschaft,
    ich schmiss am liebsten alles hin,
    auf jeden Fall – ganz tief im Sinn.

    Ich war dabei, mich zu vergessen,
    was dann kam – sind SMSen,
    die holten mich – war das jetzt Glück?
    Auf den Boden schnell zurück.

    Die sprachen, tut das auch jetzt weh,
    ich sei doch Fan des Bocks, FC,
    und das, was ich dort heute sah,
    Momentaufnahme – ist schon wahr.

    Und doch – ich bin ganz mächtig sauer,
    vielleicht nur heut, vielleicht auf Dauer,
    ich könnte in den Esstisch beißen,
    die Dauerkarte fix zerreißen.

    Ich könnte dies, ich könnte das,
    doch bring ich mich auch um den Spaß,
    nach einem Sieg – das ist gewiss,
    auch wenn´s heut wieder furchtbar ist.

    Wie lang muss ich das noch ertragen?
    Prognose? Nein, ich will´s nicht wagen.
    Denn heute ist mein Frust so groß,
    ich bin einfach fassungslos.

  16. #316
    Senior Member
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    Lieber Ernesto,

    so schön es auch gewesen wäre, wenn das Spiel an mir vorbeigegangen wäre - Krankenhaus muss es dann auch nicht sein.
    Ich hoffe, es ist nicht gar so schlimm. Liebe Grüße unbekannterweise.

    Nachdem ich wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen bin, hier nun doch mein neuer Reim. Dachte gar nicht, dass mir danach ist. Und wenn Ihr über mich Spinner nur den Kopf schüttelt - dann bitte heimlich, sodass ich´s nicht sehe.

    Fassungslos

    Würde meine Frau mich lieben,
    wäre ich wohl dort geblieben,
    wo ich die Verbannung wähne,
    doch das Schicksal – zeigt die Zähne.

    Ich durfte (?) aus dem Kellerloch,
    das war schlimm – ich sag es doch,
    denn mir blieb der lange Bart,
    des öden Spieltags nicht erspart.

    Ein bisschen was, das geht doch immer,
    doch leider kommt es manchmal schlimmer,
    als selbst ich mir das erträumt,
    und meine Wut – die schäumt und schäumt.

    Sicherlich kann man verlieren,
    doch wie wär´s, dabei zu spüren,
    dass die Mannschaft sich bemüht?
    Immerzu dasselbe Lied.

    Beim 0:5 – Erleichterung,
    zerbrach mir jede Sicherung,
    und ich drückte – hier Zuhaus,
    den Fernseher ganz einfach aus.

    Da ward es ruhig – ganz ruhig um mich,
    das anzuschauen – ist keine Pflicht,
    stattdessen ging ich mit dem Hund,
    Bewegung ist halt sehr gesund.

    Ich war davor zu sehr im Saft,
    ich kündigte die Mitgliedschaft,
    ich schmiss am liebsten alles hin,
    auf jeden Fall – ganz tief im Sinn.

    Ich war dabei, mich zu vergessen,
    was dann kam – sind SMSen,
    die holten mich – war das jetzt Glück?
    Auf den Boden schnell zurück.

    Die sprachen, tut das auch jetzt weh,
    ich sei doch Fan des Bocks, FC,
    und das, was ich dort heute sah,
    Momentaufnahme – ist schon wahr.

    Und doch – ich bin ganz mächtig sauer,
    vielleicht nur heut, vielleicht auf Dauer,
    ich könnte in den Esstisch beißen,
    die Dauerkarte fix zerreißen.

    Ich könnte dies, ich könnte das,
    doch bring ich mich auch um den Spaß,
    nach einem Sieg – das ist gewiss,
    auch wenn´s heut wieder furchtbar ist.

    Wie lang muss ich das noch ertragen?
    Prognose? Nein, ich will´s nicht wagen.
    Denn heute ist mein Frust so groß,
    ich bin einfach fassungslos.

  17. #317
    Senior Member
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    Gerechtigkeit

    Denkt bitte jetzt von mir nicht schlecht,
    jedoch, das Leben ist gerecht:
    Die Liebste zwingt mich in die Knie,
    doch die Strafe – die hat sie.

    Der Keller ist so feucht und klamm,
    ich zünde meinen Strohsack an,
    hab neben Wärme – so auch Licht,
    ich fröstele, es ist so frisch.

    Die Uhr ward gestern umgestellt,
    und wenn es mir auch nicht gefällt,
    so dauert meine Nacht, die Schicht,
    ein Stündchen mehr – bei kargem Licht.

    Bald klirrt schon der erste Frost,
    hier ist es feucht, ich bilde Rost,
    im Hirn verklemmt mir die Mechanik,
    und was ich fühle – das ist Panik.

    Was wird, wenn sie mich jetzt vergisst?
    Wenn´s Bleiben hier von Dauer ist?
    Und da der Strohsack nun verbrannt,
    lehn ich mich an die kühle Wand.

    Ich schaue zaudernd auf die Uhr:
    Wo bleibt sie mit dem Schlüssel nur?
    Diese eine Stunde mehr,
    auszuharren – fällt so schwer.

    Hoffnungslos – heißt pures Gift,
    denn das Geräusch, das mich betrifft,
    ist nur das Krabbeln an der Wand,
    Spinnenbein auf losem Sand.

    In Dunkelheit sind sie so groß,
    meine Angst lässt mich nicht los.
    Ich weiß, ich weiß – das ist Phobie,
    aufgrund der starken Phantasie.

    Als mir die Hoffnung fast versiegt,
    als mir nur noch das Beten blieb,
    da hör ich – kurz vor dem Erfrieren,
    ihre Schlüssel in den Türen.

    Sie schließt mir auf – ein Bild des Jammers,
    und lässt mich still aus meiner Kammer,
    die Stimme weg, der Husten plagt,
    Schnupfen, heiser – welch ein Tag.

    Sie meint zur mir: „Gib dir mal Mühe,
    koch mir eine heiße Brühe,
    du siehst es ja, es geht mir mies…
    Der Herr aalt sich im Paradies!“

    Ich werde sie von Herzen pflegen,
    dann gibt sie mir bestimmt den Segen.
    Heut Nachmittag spielt – wie bekannt,
    mein Bock ja gegen Lummerland.

  18. #318
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    Leckerbissen

    Ein Leckerbissen war das nicht,
    es war ein Sieg - und der war Pflicht.
    Drei Punkte, die man holen muss,
    die Mannschaft hat es wohl gewusst.

    Und doch lag es erneut an Einem,
    manches kann so einfach scheinen,
    wenn man den linken Hammer hat,
    Poldi dankt die ganze Stadt.

    Drei Schläge in die Puppenkiste,
    ein weiteres Häkchen auf der Liste,
    3 Punkte auf dem Weg zum Glück,
    ein weiteres, ein kleines Stück.

    Peszko schießt sein erstes Tor,
    jubelnd schreit der kölsche Chor,
    alles liegt sich in den Armen,
    die Brille rutscht - so habt Erbarmen.

    Unser Lukas ist der Zug,
    Augsburgs Lukas - hat genug,
    fährt leise heim nach Lummerland,
    im Getriebe reichlich Sand.

    Klingt's als sei ich unzufrieden,
    stimmt das nicht - jedoch, Ihr Lieben,
    hab ich Angst vor dem Infarkt,
    spielt der Gegner wirklich stark.

    Augsburg war kein Grad zum Messen,
    die Leistung konnte man vergessen,
    und trotzdem machte sich vielleicht,
    unsere Elf sich's nicht ganz leicht.

    Nächsten Samstag geht's nach Bremen,
    dort will man unseren Geißbock zähmen,
    ein Auswärtspunkt - ich glaub's zwar nicht,
    ständ uns prima zu Gesicht.

    Doch dazu muss die Abwehr beißen,
    sich an ihrem Riemen reißen,
    und ein Herr Lanig auch mal zeigen,
    dass da mehr ist - als nur Schweigen.

    Heut ein Sieg - nicht mehr, nicht wenig,
    heute fühl ich mich als König,
    heute hab ich einfach Spaß,
    Ballett auf kurzem grünen Gras.

    Dann hörte ich - oh, lieber Heiland,
    schon erstes Singen - Rom und Mailand,
    ein Sieg - schon ist der Fan verklärt,
    3 Punkte sind ja auch was wert.

    Wahrscheinlich ist mein Sinn zu klein,
    wahrscheinlich muss halt Köln so sein,
    wahrscheinlich liebe ich den Bock,
    auch grad deswegen - Spaß en bloc.

  19. #319
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    Zitat Zitat von Reimbock Beitrag anzeigen
    Leckerbissen

    Ein Leckerbissen war das nicht,
    es war ein Sieg - und der war Pflicht.
    Drei Punkte, die man holen muss,
    die Mannschaft hat es wohl gewusst.

    Und doch lag es erneut an Einem,
    manches kann so einfach scheinen,
    wenn man den linken Hammer hat,
    Poldi dankt die ganze Stadt.

    Drei Schläge in die Puppenkiste,
    ein weiteres Häkchen auf der Liste,
    3 Punkte auf dem Weg zum Glück,
    ein weiteres, ein kleines Stück.

    Peszko schießt sein erstes Tor,
    jubelnd schreit der kölsche Chor,
    alles liegt sich in den Armen,
    die Brille rutscht - so habt Erbarmen.

    Unser Lukas ist der Zug,
    Augsburgs Lukas - hat genug,
    fährt leise heim nach Lummerland,
    im Getriebe reichlich Sand.

    Klingt's als sei ich unzufrieden,
    stimmt das nicht - jedoch, Ihr Lieben,
    hab ich Angst vor dem Infarkt,
    spielt der Gegner wirklich stark.

    Augsburg war kein Grad zum Messen,
    die Leistung konnte man vergessen,
    und trotzdem machte sich vielleicht,
    unsere Elf sich's nicht ganz leicht.

    Nächsten Samstag geht's nach Bremen,
    dort will man unseren Geißbock zähmen,
    ein Auswärtspunkt - ich glaub's zwar nicht,
    ständ uns prima zu Gesicht.

    Doch dazu muss die Abwehr beißen,
    sich an ihrem Riemen reißen,
    und ein Herr Lanig auch mal zeigen,
    dass da mehr ist - als nur Schweigen.

    Heut ein Sieg - nicht mehr, nicht wenig,
    heute fühl ich mich als König,
    heute hab ich einfach Spaß,
    Ballett auf kurzem grünen Gras.

    Dann hörte ich - oh, lieber Heiland,
    schon erstes Singen - Rom und Mailand,
    ein Sieg - schon ist der Fan verklärt,
    3 Punkte sind ja auch was wert.


    Wahrscheinlich ist mein Sinn zu klein,
    wahrscheinlich muss halt Köln so sein,
    wahrscheinlich liebe ich den Bock,
    auch grad deswegen - Spaß en bloc.
    Mal wieder schön gereimt, Böckchen

    In der Tat hat Augsburg nur die Emma
    doch der FC-Lukas den Hamma


    ........

    und

    ...im rheinischen, im kölschen Eiland
    verehrt man nur den Hippen-Heiland

  20. #320
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    Bitte um Nachsicht - mal ohne FC

    Halloween

    Die Liebste sprach: "So bleib heut drin.
    Denk dran, es ist Halloween.
    Verängstige die Kinder nicht,
    mit deinem Anblick - und Gesicht.

    Auch für mich war's einst ein Grauen,
    dich jeden Morgen neu zu schauen.
    Beileibe nicht - das war nicht schön,
    doch habe ich mich – dran gewöhnt.

    Und hin und wieder kommt die Zeit,
    da nutzt man die Gelegenheit,
    denn Sonntagmorgen – in der Früh,
    schreckst du die Eier ab wie nie.“

    Hört´s sich für Euch grausam an?
    Ich stumpfte ab – so irgendwann,
    und in den Spiegel – bitte sehr,
    schaue ich schon lang nicht mehr.

    Die Liebste war es leid, zu fegen,
    an trautem Heim ist mir gelegen,
    und da ich weiß, der Spiegel springt,
    helf ich mit, damit´s gelingt.

    Jeder Spiegel ward verhängt,
    nur beim Rasieren wird es eng,
    die morgendliche Nassrasur,
    hinterlässt so manche Spur.

    Und rinnt der Saft dann hemmungslos,
    ist das Geschrei ganz riesengroß,
    das Blut es schmiert – Gesicht voll Pein,
    Erinnerung an Frankenstein.

    Mein Chef dreht um – er muss sich legen,
    es kreischen heftigst die Kollegen,
    so manche sind der Ohnmacht nah,
    nachdem man mich bei Tag-Licht sah.

    Die Liebste meinte jetzt verschmitzt,
    sie habe was für mich geschnitzt,
    einen Kürbis – groß, zum Schutze,
    auf dass ich ihn als Maske nutze.

    Und vom Inhalt gibt es Suppe,
    sie ist halt von der fixen Truppe,
    nichts kommt fort – und nichts geht um,
    Wegzuwerfen – wär ja dumm.

    Seitdem – ich gebe es ja zu,
    kam mein Umfeld mehr zur Ruh,
    der Anblick – vorher – war unsäglich,
    jetzt – mit Kürbis – ist´s erträglich.

    Halloween ist meine Zeit,
    zur Schreckverbreitung – bin bereit,
    so schließt die Augen – nicht zu knapp,
    ich nehme jetzt den Kürbis ab.



    P.S. Danke WEb53

  21. #321
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    Futter

    Der Hund, sie hungert - so wie ich,
    kein Gramm für sie - kein Brot für mich,
    so leer der Magen, leer der Bauch,
    und Magenknurren hab ich auch.

    Die Frau spricht, es sei halbe Nacht,
    Frühstück gäb es erst ab Acht,
    der Tag, er fange grad erst an,
    und dass ich wohl noch warten kann.

    Außerdem erschwert die Lage,
    der Blick von gestern auf die Waage:
    Ein wenig mehr - und zwar drei Pfund,
    das ist fürs Ego nicht gesund.

    Da heißt´s ab heute wieder darben,
    grau der Tag und grau die Farben,
    denn spüre ich den Hungerast,
    dann bin ich leidend - oder fast.

    Ich schaue zu der Liebsten auf,
    lass meinem Unmut seinen Lauf,
    und deute klagend auf das Tier:
    "Schau, wie verhungert liegt sie hier!"

    Das wirklich Dumme dabei ist,
    die Liebste weiß um jede List,
    und meint nur, dass ich's besser lass,
    ansonsten: "Herzblatt, setzt es was!

    Und eines weißt du sicher auch,
    wenn ich schlage - dann zum Bauch,
    zum Rücken - stets das gleiche Lied,
    immer dort - wo man´s nicht sieht."

    Dann steht sie auf, lässt mich dort kauern,
    nein, Ihr müsst mich nicht bedauern,
    denn meine Knie sind das gewöhnt,
    gespickt mit Hornhaut - das ist schön.

    Und so bereitet sie dem Hund,
    das Futter - Wasser fließt im Mund,
    nicht nur bei Luna, auch bei mir,
    mich überfällt die reine Gier.

    Ich dräng mich hungrig an den Napf,
    das erste Bröckchen - yeah, ich hab's,
    da knurrt das Fell-Bund mich schon an,
    und ich verstehe - lieber Mann.

    Denn sie ist - das ist nicht gelogen,
    im Sinne meiner Frau erzogen,
    ich komm bei uns - zähl auf die Schnelle,
    so an 108er Stelle.

    Ich träum von einem Brot - samt Butter,
    oh Herr, schenk deinem Kind doch Futter,
    und drei Punkte dem FC,
    so nebenbei - das tut nicht weh.

  22. #322
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    Pizarro

    Hab keine Ahnung - davon viel,
    hoffte auf ein faires Spiel,
    und bin vom Können - das ist dämlich,
    leider Schiri Weiner ähnlich.

    Heut kam alles wohl zusammen,
    nach Führung gehen wir mit Schrammen,
    und geschlagen still vom Platz,
    jedes Mühen für die Katz.

    Clemens macht ein feines Tor,
    Poldi legt das nächste vor,
    da habe ich bei mir gedacht,
    das wird eine tolle Nacht.

    Doch wenn Pizarro dreimal trifft,
    ist das für das Ergebnis Gift,
    und am Ende bleibt uns nur,
    der Erinnerung trübe Spur.

    Ein Bremer Handspiel, das ganz klar,
    mit Vorsatz ein Elfmeter war,
    doch das der Schiri übersieht,
    schade Geißbock, angeschmiert.

    im Gegenzug dafür - natürlich!
    Benehme ich mich ungebührlich,
    wenn mir da der Kragen platzt?
    Pfiff und Tor und Spiel und Satz.

    Dazu die Karte - dunkles Rot,
    das bringt den Bock in große Not,
    und am Ende - ich könnt weinen,
    waren wir nur noch zu Neunen.

    Verletzungspech - auch Unvermögen?
    Begossen stehen wir im Regen,
    das dritte Tor der Bremer war,
    Pizarros Riecher - ist doch wahr.

    Bremen ist für uns kein Pflaster,
    und Fußball ist mein großes Laster,
    doch morgen - morgen klappt das schon,
    da winkt ein Kölner Sieg als Lohn.

    In Bergheim - bringt's auch leider nichts,
    ist das Anschauen für mich Pflicht,
    obwohl mir fast die Lust vergeht,
    ich hör jetzt auf - es ist schon spät.

    Drei Punkte, bitte gegen Mainz,
    das müsste klappen - ja, so scheint's,
    denn ich bin - das ist Euch neu,
    bei diesem Spiel nicht mit dabei.

    Dann noch ein Sieg - so lasst mich lauern,
    gegen Gladbachs grüne Bauern,
    so wäre meine Welt perfekt,
    auch wenn's mir heute - gar nicht schmeckt.

  23. #323
    Senior Member
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    Samstagmorgen

    Ich habe gestern nicht gedacht,
    dass ich nach einer langen Nacht,
    heute Morgen Kleinkind hüte,
    und mein Können überbiete.

    Die Eltern sind heut kurz verreist,
    Haus und Hof komplett verwaist,
    und meine Liebste schläft gerecht,
    so ist's an mir - das ist nicht schlecht.

    Brav sitz ich, bewach den Schlaf,
    und da nichts bleibt - ich sonst nichts darf,
    reime ich - das ist nicht schwer,
    mir einfach meinen Speicher leer.

    Erzähl von einem Tag voll Sonne,
    vom Wochenende und von Wonne,
    von einem großen Eis, das winkt,
    von einem Schlüssel - der versinkt.

    Von 30 Jahren "Mitgliedschaft",
    fast so was wie Sippenhaft,
    bei "meiner" Firma", - ach und weh,
    fast so schön - wie beim FC.

    Von meiner Frau, die heut vergisst,
    dass sie mich in den Keller schließt,
    von einem Schloss - ganz nah beim Dom,
    neben dem von unserem Sohn.

    Erzähl vom Hund - kurz im Asyl,
    für eine Nacht - so nach Gefühl,
    ging es ihr - und das ist dämlich,
    fast wie mir - zumindest ähnlich.

    Obwohl ich - ist denn das zu fassen?
    Nicht vor Freude Wasser lasse,
    wenn meine Frau mich wieder holt,
    der Hund ist da wohl falsch gepolt.

    Erzähle von dem Spaß - am Reisen,
    vom Fliegen, Spielen und vom Speisen,
    Reisen ist für uns Genuss,
    der "alten Menschen" wahre Lust.

    Ein Wochenende - Sonne pur,
    fürs Nervenkleid fast eine Kur,
    weil der Geißbock Pause hat.
    Ohne Fußball? Ob das klappt?

    Dafür heißt’s beste Freunde treffen,
    um bei Musik sich zu vergessen,
    am Sonntagabend - das wird schön,
    Gesang, Genuss - von 8 bis 10.

    Ich lieb mein Leben, wie es ist,
    und wenn Banales man vergisst,
    ist man(n) doch wirklich glücklich dran,
    der Samstagmorgen fängt grad an.

  24. #324
    Senior Member
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    Woosch

    Dieses Thema wär jetzt durch:
    Herr Präsident – denn um die Woosch,
    gibt’s jetzt einen neuen Kampf.
    Was war? Was ist? Was bleibt? – Nur Krampf?

    Was wird denn nun, Herr Overath?
    Erneut jetzt wieder der Spagat,
    zwischen Sport und Wirtschaftskraft?
    Auf Dauer fühlt man sich geschafft.

    Ob der Zeitpunkt richtig war,
    ob so geplant – ist mir nicht klar.
    Vielleicht zum Wohle des Vereins?
    Das zeigt die Zukunft, ganz allein.

    Vielleicht ein Aufbruch – bin bereit,
    in eine schöne neue Zeit,
    an deren Ende man erkennt,
    Erfolg ist uns ja doch nicht fremd.

    Doch kommt man trotz der neuen Welle,
    auch weiterhin – nicht von der Stelle,
    liegt´s vielleicht an dem System.
    Kritisieren ist bequem.

    Wer jetzt kommt – um anzufassen,
    muss sich an dem messen lassen,
    was bisher als Usus galt,
    bei Overath, der Lichtgestalt.

    Ich hoffe – und das ist bekannt,
    es kommt ein Mann mit Sachverstand,
    der leitet – und sich leiten lässt,
    mit Visionen – klar und fest.

    Wie er heißt, ist ganz egal,
    trefft mit Verstand nun diese Wahl,
    nur eins ist wichtig, wie ich´s seh:
    Allein das Wohl – für den FC,

    Der Berg an Schulden ist so groß,
    die Aufgabe ein schweres Los,
    und tauschen – ehrlich – wirklich, nein,
    schon schwer genug war dieser Reim.

    Neu strukturieren, Poldi halten,
    in den Machtzentralen schalten,
    in der Hoffnung, dass sich´s dreht,
    nicht irgendwann das Licht ausgeht.

    Um das Schiff jetzt neu zu steuern,
    um den Kessel anzufeuern,
    muss ein neuer Mann dorthin,
    mit dem Geißbock, tief im Sinn.

    Ein Mann, der auch besonnen bleibt,
    wenn sich die Presse an ihm reibt,
    die Presse, Gott und alle Welt,
    en Präsident – demnächst für Geld?

  25. #325
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    Nun wär es Zeit - auf dass der Dichter wieder zu uns spricht!
    So ne lange Pause - ganz die Sprach verlorn hat er wohl nicht.

    Verehrter lieber Reimbock,
    so schüttel ab den Heimschock!

  26. #326
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    Hallo lieber Ernesto,

    ich bitte um Vergebung. War 1 Woche in den USA und habe das Drama zum Heimspiel Mainz gar nicht wirklich mitbekommen. Aber heute Abend bin ich wieder da.
    Und dann gibts auch wieder einen Reim - zum Guten oder zum Schlechten.... Gib mir Hoffnung!!!!

    Gruß Henry

  27. #327
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    Warum

    Mein lieber Geißbock, Mann oh Mann,
    warum tu ich mir das noch an?
    Und bleib nicht besser brav Zuhaus,
    schalt bei Bedarf – das Fernsehen aus?

    Mein lieber Poldi, lieber Mann,
    warum tust Du Dir das noch an?
    Und spielst statt Fußball – bitte, sorry,
    nur Operette – so don´t worry.

    Warum – die Frage sei erlaubt,
    hab ich vor dem Spiel geglaubt,
    dass alles einmal besser wird?
    Der Mensch ist schwach – der Mensch, er irrt.

    Warum ist nach dem Gegentor,
    alles anders als zuvor,
    warum spielt Ihr dann plötzlich so,
    als ging es nur um Domino?

    Warum sagt Ihr dem Stürmer Hanke,
    für sein Bemühen gerne Danke?
    Und ladet ihn zum Torschuss ein?
    In Köln kann vieles einfach sein.

    Wundert Ihr Euch künftig auch,
    wenn´s mehr als gute Worte braucht,
    dass man die Fans zum Stadion lockt?
    Mancher hat nicht wirklich Bock.

    Ich hab so manchen Spruch gehört,
    dass beim FC das Glücksspiel stört,
    und dass man jetzt schon überlegt,
    ob man gegen Mainz noch geht.

    Damit schadet Ihr fatal,
    dem Anspruch und dem Kapital,
    denn die Seele im Verein,
    ist auch der Fan – Ihr wollt´s gern sein.

    Doch wenn man gerne Fußball schaut,
    und sieht die Operettenbraut,
    die tänzelnd übers Spielfeld schleicht,
    dann überlegt man – NOCH vielleicht.

    Dazu kommt noch die KVB,
    Kölns System tut manchmal weh,
    wenn man wie blöd am Stadion steht,
    und vorher noch von Weiden – geht.

    Fußball kommt ja stets so plötzlich,
    ja, ich weiß – das ist entsetzlich,
    so geht es unseren Profis auch,
    das ist in Kölle scheinbar Brauch.

    Und so hoffe ich gern weiter,
    werd am Ende gar gescheiter,
    und sehe noch mal – nicht zu spät,
    dass der Bock dies Spiel versteht.

  28. #328
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    Freiburg und Mainz

    1 Punkt in Stuttgart – Heimspiel 3,
    das wär doch was – ich bin dabei,
    sofern die Liebste mich auch lässt,
    stell ich unumwunden fest.

    Ich weiß ja stets, was sich gehört,
    hab sie kurz – und leis – gestört,
    und habe ihr, ganz ungefragt,
    so manches nette Wort gesagt.

    Ich sprach zu ihr, sie sei mein Herz,
    säuselte vom Liebesschmerz,
    und lief komplett zur Hochform auf,
    da meint sie knapp: „Lass es nur raus!

    Wenn du so schleimst – dann willst du was,
    dein Verhalten – ist echt krass,
    ich denke – ohne jeden Hohn,
    du willst bestimmt zum Stadion.“

    Da war es raus – ich war ertappt,
    sie sprach es aus – so denkbar knapp,
    doch kannte sie den Spielplan nicht,
    so führte ich sie – hinters Licht.

    Ich sprach daher: „Es kommen bald,
    die Kicker aus dem Schwarzen Wald,
    das muss ich sehen – da muss ich hin,
    weil ich – ein wenig – süchtig bin.“

    Oh, mein Bock – es schien gelungen,
    ich biss mir heftig auf die Zunge,
    sprach nicht vom Dienstag, nicht von Mainz,
    das war klug – nun ja, so scheint´s.

    Drum unterschätze niemals nicht,
    das Eheweib – das dich verdrischt,
    denn sie las – per Zufall heute,
    die Tageszeitung – Wahnsinns Beute.

    „Hast du“, meint sie, „nichts vergessen?
    Versuche nur nicht. dich zu messen,
    mit mir, die hier das Sagen hat,
    glaube nur nicht, dass das klappt.

    Doch sei beruhigt – du kommst zum Ziele,
    ich gönne dir die beiden Spiele,
    wünsch dir gar – der Punkte 6.“
    Glaubt es mir – ich war perplex.

    Sie liebt mich scheinbar wirklich doch,
    nie hab ich sie so gemocht,
    sie gibt mir zweimal Fußball-frei,
    wie schön – ich bin dann live dabei.

    Jubele auf der Südtribüne,
    fühle weder Schuld noch Sühne,
    und hoffe auf den Doppelsieg…,
    ob ich wohl damit richtig lieg?
    Geändert von Reimbock (09.12.11 um 16:47 Uhr)

  29. #329
    Senior Member
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    Schutz

    Dideldei und dideldum,
    heute noch - bringt sie mich um,
    dideldum und dideldei,
    sie wetzt die Klingen - ist dann frei.

    Ich habe mir - ist das zu fassen,
    nichts zuschulden kommen lassen,
    ich laberte sie nur kurz voll,
    sie meint, dass ich das lassen soll.

    Sie sei nun grad bei der Lektüre,
    ob ich's denn immer noch nicht spüre,
    dass sie Ruh und Frieden braucht,
    sie fühle sich mental missbraucht.

    Dann zog sie - trügerisches Zeichen,
    und ein Grund zur Flucht, zum Weichen,
    ihre Augenbraue links,
    diese Warnung - ja, die bringt's.

    Ich schränke ein: Normalerweise,
    doch diesmal waren meine Kreise,
    war der Empfang massiv gestört,
    hab's nicht erkannt - und nicht gehört.

    Da sprach sie nur - gefährlich still,
    zu dem, der heut nicht hören will:
    "Stell dich nicht so furchtbar dumm,
    noch ein Wort - ich bring dich um!"

    Das war der Warnung mir genug,
    jetzt zu schweigen - wäre klug,
    denn wenn ich auf der Bahre liege,
    verpasse ich - die Kölner Siege.

    Und außerdem - das soll so sein,
    fiel mir ein kluger Ratschlag ein,
    da sprach mir jemand, frei heraus:
    "Such Schutz in einem Männerhaus.

    Das gibt's gewiss, mit Sicherheit,
    auch in Köln - ich lebe weit,
    doch merke ich - an jedem Stück,
    du wirst methodisch unterdrückt."

    Ich schaute gleich ins Internet,
    die Gelben Seiten - A bis Z,
    und fragte dann - ich bin ein Schaf,
    die Liebste, ob ich wohl auch darf.

    Das End vom Lied - Ihr kennt's genau,
    ich bin an solchen Stellen blau,
    die man - steht's das gleiche Lied,
    auf den ersten Blick nicht sieht.

    Dass ich nun gleich im Stadion bin,
    hat letztlich seinen Grund darin,
    dass meine Frau heut gnädig ist,
    dieser Fakt ist mir gewiss.

  30. #330
    Senior Member
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    400

    4:0 – und auch 400,
    wobei die Zahl wohl kaum verwundert,
    denn seit Bestehen der Bundesliga,
    waren wir zuhause so oft Sieger.

    Gestern zweimal Doppelpack,
    Freiburg wurde eingesackt,
    mit einem Schleifchen nett bestückt,
    und in den Schwarzen Wald geschickt.

    Poldi, der ein Traumtor macht,
    Clemens, der verschmitzt und sacht,
    ein Tor mit Schwung vom Eckpunkt schießt,
    und uns erneut froh jubeln ließ.

    Cissé, der keinen Stich bekam,
    da Pedro aus dem Spiel ihn nahm,
    am Ende stimmte – nahe alles,
    doch nicht aus Sicht des 1. Falles.

    Denn Halbzeit 1 hat mich verwirrt,
    nun gut, vielleicht hab ich geirrt,
    doch fand ich unser Spiel – verschämt,
    nicht wirklich gut und souverän.

    Ich hab geschimpft, dem Rohrspatz gleich,
    bestimmt viel Unsinn, dummes Zeug,
    doch das gehört für mich zum Bild,
    damit´s nicht aus den Ohren quillt.

    Ich würde platzen – wär ich still,
    verzeiht mir bitte meinen Müll,
    wie gut, dass es den Freund dann gibt,
    der mir schon mal den Riegel schiebt.

    Der mir sagt, ich solle schweigen,
    und mal wahre Größe zeigen,
    so abgeklärt – so cool wie er,
    das – lieber Kalle – fällt mir schwer.

    Zumal es da – besehen bei Licht,
    (Namen nenne ich jetzt nicht),
    auch noch solche Freunde gibt,
    die kennen keinen Unterschied.

    Die werfen – ach, ich schmeiß mich fott,
    alles rein in einen Pott,
    egal ob Eckstoß, Strafstoß gar,
    Du weißt genau – mein Wort ist wahr.

    Wobei wir grad beim Pott jetzt sind:
    Ist Schlacke wirklich völlig blind?
    Sieht nicht wo Poldis Wurzeln sind?
    Nur wer sich wohlfühlt – der gewinnt.

    Ich hoffe so, es bleibt beim Alten,
    und Poldi bleibt dem Bock erhalten,
    er ist die Seele im Verein,
    lieber Poldi – bleib Daheim.

  31. #331
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    Zitat Zitat von Reimbock Beitrag anzeigen
    400

    Zumal es da – besehen bei Licht,
    (Namen nenne ich jetzt nicht),
    auch noch solche Freunde gibt,
    die kennen keinen Unterschied.

    Die werfen – ach, ich schmeiß mich fott,
    alles rein in einen Pott,
    egal ob Eckstoß, Strafstoß gar,
    Du weißt genau – mein Wort ist wahr.

    Ja ich bezeug es gern: Dein Wort ist wahr!
    Und eins bei unserm Freund ist sonnenklar:
    Gerät er mal - durch was egal - in Überschwang,
    die Zahlen, Daten, Fakten kriegen einen falschen Klang.

    Wo, wenn nicht hier, bei unsrer Liebe, dem FC,
    sei ihm verziehen eh, wählt er auch sonst die....
    - Ein schönes Spiel und Reimbock trug ne neue Kapp;
    zwei Reihn dahinter freute sich dat Könk un och der Papp.

  32. #332
    Senior Member
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    Wenn

    Immer wenn´s nach oben geht,
    spielt die Mannschaft wie verdreht,
    und es bleibt beim Wörtchen "wenn",
    erneut ward eine Chance verpennt.

    Platz 7 wär Momentaufnahme,
    1 Punkt nicht schlimm - nicht wirklich Drama,
    doch beiß ich mich im Hintern fest,
    um alles - das man liegen lässt.

    Abgerechnet wird zum Schluss,
    und nicht, dass man dann sagen muss:
    "Hätte, Aber und Vielleicht,
    fast, ja fast, hätt es gereicht".

    Den Punkt zu holen, das war glücklich,
    das ganze Match verschnarcht und nicklig,
    die Stimmung war rundum perfekt,
    nur die Elf - nicht aufgeweckt.

    Erneut war´s Poldi, der dann traf,
    die anderen wieder viel zu brav,
    was machen wir, falls er nun geht,
    die Null dann auf der Tafel steht?

    Da hilft nur wirklich kräftig Üben,
    sonst bleibt der Platz ab Nummer 7,
    für uns nicht mehr als bloßer Traum,
    rot und weiß gequirlter Schaum.

    Der Abschlag - oftmals grauenhaft,
    die Ballannahme - sie klappt (fast),
    das Kurzpassspiel - zum Haare raufen,
    vieles könnte besser laufen.

    Wenn man uns die Regie andreht,
    dann ist es oftmals schon zu spät.
    Da ist Bedarf im Mittelfeld.
    Erkannt? Bestimmt! Doch wenig Geld.

    Und in der Abwehr kam´s mir vor,
    als suchte Brecko nach dem Tor,
    auch wenn´s vielleicht das Eigene ist,
    das ist Können - das zeigt Biss.

    1 Punkt gewonnen? 2 verschenkt?
    Bockseidank den Ball versenkt,
    immerzu das gleiche Spiel,
    auch knapp vorbei - verfehlt das Ziel.

    Jetzt geht's nach Bayern - rot und blau,
    dort zu punkten - eine Schau,
    ich geb die Hoffnung niemals auf,
    in München haben wir den Lauf.

    Vielleicht wird uns der Ar… verhauen,
    vielleicht auch nicht - was soll´s? Mal schauen.
    Gestern Frust - heut neuer Mut,
    ein wenig Schlaf tut oft sehr gut.

  33. #333
    Senior Member
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    Weihnachtsreim_2011

    Weihnachten – wie jedes Jahr,
    wieder mal so plötzlich da,
    jedoch – ich passe schließlich auf,
    und die Geschenke sind gekauft.

    Spielzeug, Bücher und Geschmeide,
    auf dass ich nächstes Jahr nicht leide,
    und die Familie schließlich sieht:
    Oh ja, er hat sich wohl bemüht.

    Doch dann – der Schweiß rinnt mir vom Haupt,
    die Frage, die Verstand mir raubt,
    das bisschen – das mir übrig blieb:
    „Was wünschst Du Dir? Ach, sei so lieb!“

    Ich wünsche nichts, ich habe alles,
    jedoch im Falle eines Falles,
    wünsch ich mir – Ist´s auch fatal:
    Ich wäre furchtbar gern – normal.

    Ich sagte es der liebsten Frau,
    die sieht mich an – und meint nur: „Schau,
    manche Wünsche – drauf mein Wort,
    sind unerfüllbar – weißt Du doch!“

    Da fragte ich kurz meine Kinder,
    die schüttelten das Haupt, nicht minder,
    und wendeten sich gruselnd ab,
    mein Gott – ich hab nur nett gefragt.

    Ich fragte Chef – und die Kollegen,
    niemand gab mir seinen Segen,
    und auch der Geißbock meckert nur,
    von Verständnis keine Spur.

    Unser Hund – ein Tier fürs Hätz,
    klemmte jaulend ihren Stätz,
    und verkroch sich auf die Schnelle,
    immer trifft´s dieselbe Stelle.

    Ich bat kurz meine Schwägerin,
    die meinte knapp: „Wo denkst Du hin?
    So kenne ich Dich schon so lange,
    und heute – macht´s mich nicht mehr bange.“

    Mein Hausarzt gab mir sein Bedauern,
    und ich glaub, ich sah ihn schauern,
    ich mein, er hätte gar gegrinst,
    und gewispert: „Jung, Du spinnst!“

    Ach, sie ist mir lieb und teuer,
    die Beraterin der Steuern,
    sie schaut mich an – bei Tageslicht,
    und meint nur knapp: „Das schaffst Du nicht!“

    Ich sprach mit Schwager und mit Schwester,
    die meinten grinsend: „Ach, mein Bester,
    träum nicht diesen steten Traum,
    diese Chance – die gibt es kaum.“

    Auch die „Hexe“ aus der Eifel,
    äußerte die größten Zweifel,
    und Fußballfreunde – die aus Basel,
    meinten nur: „Hör auf zu faseln!“

    Da sucht ich mir nen Rechtsanwalt,
    edel, eine Lichtgestalt,
    der meint nur, dass ich erst bezahl,
    er habe schließlich keine Wahl.

    Denn der Wunsch – auch wenn verständlich,
    sei vom Schriftsatz her unendlich,
    dann schaute er ins BGB,
    und schüttelt´s Haupt – das tat mir weh.

    Am Ende schrieb ich einen Brief,
    ans Christkind – denn ich glaube tief,
    dass nur die allerhöchste Macht,
    mich retten kann – hab ich gedacht.

    Ich hing den Brief an eine Tanne,
    dort hing er zwar – doch nicht für lange,
    denn der Sturm trug ihn hinweg,
    alles Jammern – keinen Zweck.

    In dieser Nacht schlief ich sehr fest,
    im Keller – dort im Stroh, im Nest,
    und wurde in der halben Nacht,
    von hellem Licht – ganz plötzlich wach.

    Da stand ein Engel – dort im Licht,
    meinte nur: „So fürchte nichts.
    In bin gekommen – heimlich still,
    auf dass Dein Wunsch sich nun erfüllt.

    Ich hab Dein Hirn kurz aufgemacht,
    und ich erschrak – denn, Gute Nacht,
    da ist nichts drin – auf jeden Fall,
    wohl nichts mit Sinn – Du hast nen Knall.

    Was ich fand, das ist verdreht,
    zu Reparieren – viel zu spät,
    zu viel Bock, zu viel Musik,
    zu viel Reisen, zu viel Glück.

    Zu viel Worte, die dort warten,
    zu viel Konzerte, zu viel Karten,
    zu viel Bücher, zu viel Steuern,
    das ist unmöglich – viel zu teuer.

    Doch wenn ich wirklich ehrlich bin:
    Man nimmt Dich – weitestgehend – hin,
    mit dem Schaden, den Du hast,
    bist Du auch manchmal eine Last.

    Drum schlafe jetzt, so schlaf ruhig weiter,
    vielleicht wirst Du im Traum gescheiter,
    ich bin dann weg – und außerdem,
    ist´s mir hier – zu unbequem.“

    Ein Blitz, ein Donnern – er war fort,
    ich fühlte mich so leer, verdorrt,
    doch nahm ich es letztendlich hin,
    da ich – erzogen – folgsam bin.

    Wünscht mir stattdessen ne Krawatte,
    ein Buch, das ich zur Planung hatte,
    und für mein Bett mal frisches Heu,
    Weihnachten! Wie ich mich freu.

    Ihr müsst mich nehmen – wie ich bin,
    oftmals mit verdrehtem Sinn,
    flackernd Licht im Oberstübchen,
    und manchmal noch – das kleine Bübchen.

    Ich bin ganz ehrlich – denn gescheit,
    täte ich mir selbst fast leid,
    daher hab ich den Wunsch storniert,
    fürs nächste Jahr kurz ausradiert.

    Drum wünsch ich jetzt ein schönes Fest,
    das keine Wünsche offen lässt,
    ein wenig Ruhe – keine Hast,
    ich denk – dass das mit uns schon passt.

    Und ich verspreche Euch (mitnichten),
    Weihnachten jetzt nicht zu dichten,
    ein wenig Ruhe (sei Euch fremd),
    habe ich Euch wohl gegönnt.

  34. #334
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    Jahreswechsel 2011_2012

    Jedes Jahr das gleiche Spiel:
    Platz im Kalender – und ein Ziel:
    Dass das Jahr – der Wunsch, er gilt,
    sich nur mit schönen Dingen füllt.

    Ist manch Wunsch auch überheblich,
    ist manch Wunsch vielleicht vergeblich:
    Wünschen darf ich – ganz genau,
    das akzeptiert selbst meine Frau.

    Ich muss nicht lange überlegen,
    den Wunsch zu kennen – ist ein Segen,
    ich weiß zwar nicht, wie Ihr das seht,
    wenn ganz vorn – Gesundheit steht.

    Spaß an Familie – meinen Lieben,
    Spaß am „Stetig-vorwärts-schieben“,
    Spaß am Spaß, verdrehten Wort,
    ich bin dabei – und zwar sofort.

    Zufriedenheit, ein wenig Glück,
    vom leckeren Kuchen auch ein Stück,
    Freunde, die auch Freunde bleiben,
    Muße – ein Gedicht zu schreiben.

    Zeit zum Lesen – nicht beschweren:
    Zeit – um viel Musik zu hören,
    auf CD und auf der Bühne,
    mit viel Spaß – und ohne Sühne.

    Zeit für Urlaub, Zeit zum Reisen,
    in Gesellschaft lecker speisen,
    und Zeit – ist´s oftmals auch ne Plage:
    Zeit – für Blicke auf die Waage.

    Muße für die Zweisamkeit,
    wenig Ärger, keinen Streit,
    und selbst dann ein treuer Blick,
    wenn SIE mich in den Keller schickt.

    Spaß an Arbeit, meiner Stelle,
    mal in Ruhe, mal sehr schnelle,
    vielleicht dabei den Überblick?
    Wenn das klappt – dann ist das Glück.

    Punkte für die Geißbock-Skala,
    und wird die Börse auch stets schmaler,
    vielleicht ja mal ein neuer Held,
    für das kölsche Mittelfeld.

    Einfach Spaß am Leben, Dasein,
    am End des Jahres soll es wahr sein:
    dass sich das Wichtigste erfüllt,
    erst dann – ist´s ein perfektes Bild.

    Der Wunsch, die Menschen nicht zu nerven,
    beim „Wort-mit-vollen-Händen-werfen“,
    ich wünsche uns ein tolles Jahr,
    wenn alles klappt – na wunderbar.

  35. #335
    Senior Member
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    Riegel

    Die Liebste fährt nach Dänemark,
    der Fakt alleine ist schon stark,
    denn sie lässt mich hier im Stich,
    und weiß genau – ich fürchte mich.

    Allein zu sein ist mir ein Gräuel,
    jedes Mal und stets aufs Neue,
    ich zieh das Plumeau übers Haupt,
    auch wenn mir das – den Atem raubt.

    Ich hör des Nachts stets leise Schritte,
    zähl die Perlen – mit der Bitte:
    Schütze mich, oh Rosenkranz,
    nicht ein bisschen – sondern ganz.

    Die Furcht, sie macht mich komatös,
    ob sie wohl auch den Riegel löst,
    den vor meiner Kellertür,
    falls nicht – so bleibe ich halt hier.

    Kann nicht zur Arbeit – das tät weh,
    und verpasse – den FC,
    zum Heimspiel mit dem HSV,
    Schuld daran hätt – meine Frau.

    Die Gedanken – nicht zu fassen,
    sprechen: Ob ich was verpasse,
    das sei mal dahingestellt,
    denn der Verein – er hat kein Geld.

    Gerüchte, die seit Wochen kreisen,
    um am Ende zu beweisen:
    Da tut sich nichts – zu keiner Zeit,
    ich glaub nicht dran, es tut mir leid.

    Also wär das mit dem Riegel,
    nicht so schlimm – ich bin flexibel.
    Und hocke ich dort ganz allein,
    reich ich vorher Urlaub ein.

    Damit´s nicht heißt – nicht zu verhehlen,
    ich würde unentschuldigt fehlen,
    und werde schließlich abgemahnt,
    da mein Chef – den Grund nicht ahnt.

    Denn meine Frau tut immer friedlich,
    gibt sich gar dabei fast niedlich,
    deshalb traut ihr das niemand zu,
    nur ich erfahre es im Nu.

    Ich gebe schon mal das Mandat,
    ansonsten hab ich den Salat,
    und sammle nur die Scherben auf,
    die Liebste nimmt das wohl in kauf.

    Mach ich mir ganz umsonst jetzt Sorgen?
    Vielleicht löst sie am Freitagmorgen,
    ja den Riegel – und sie spricht:
    „Ich bin jetzt fort – ich liebe Dich…“!?!

  36. #336
    Senior Member
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    Lorbeeren

    Lorbeeren – die brauch ich nicht,
    ohne Stürmer gibt’s kein Licht,
    verloren aufgrund Dussligkeit,
    so wird das nichts – es tut mir leid.

    Lorbeeren - die will ich nicht,
    „Herr Sky“ – ja, ich bedanke mich,
    doch wäre mir ein Pünktchen lieber,
    als diese Unlust, dies Geschiebe.

    Den Ball nach vorne – ohne Plan,
    gut gebettet in dem Wahn,
    er kommt vielleicht auch einmal an,
    zumindest dann, zumindest wann.

    Und wenn es dann kein Abseits war,
    dann ist sie plötzlich da – Gefahr,
    doch wenn man solche Stürmer hat,
    macht man die größten Chancen platt.

    Tu ich Unrecht? Ist´s der Frust?
    So langsam fehlt mir jede Lust,
    sich´s immer wieder anzusehn,
    in dem Gedanken: Wird schon gehn.

    Ich habe mich so sehr gefreut,
    auf diesen Tag, auf gerade heut.
    Endlich wieder Bundesliga,
    Eventuell sind wir mal Sieger.

    Doch auf der Bank ein Kindergarten,
    Spieler, die auf Chancen warten,
    die sie nicht bekommen – nein,
    ich glaub, ich steh da nicht allein.

    In Aachen – statt sich einzuspielen,
    da darf sich die Reserve fühlen,
    wie sich´s fühlt vor Publikum.
    Was mir fehlt – ist das Warum.

    So manche Spieler sind entsorgt,
    nichts neu gekauft – und nichts geborgt,
    bis auf den, der warten muss,
    bis 4 Minuten – grad vorm Schluss.

    Zerreißt mich – ich hab keinen Schimmer,
    von Fußballkunst – doch wie auch immer,
    hab ich einen dicken Hals,
    und den, den hab ich allenfalls.

    Was soll das gegen Schalke werden?
    Wir spielen wie die Hammelherden.
    Unter Fußball, Spiel und Tor,
    stell ich mir was anderes vor.

    So werde ich halt weiter warten,
    die Guten kommen in den Garten,
    und wir – wir haben unterdessen,
    die Erinnerung zu vergessen.

  37. #337
    Senior Member
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    Sündenbock

    Mein Bock, wie tut das furchtbar weh:
    Ich kann heut - nicht zum FC,
    und was dabei das Schlimmste ist:
    Nicht die Liebste hat's vermiest.

    Ich kenne ja den Sündenbock,
    und mildert das auch nicht den Schock,,
    so habe ich doch ein Ventil,
    für das nicht besuchte Spiel.

    Nein, Ihr braucht mich nicht zu rächen,
    und kein Eisen, um zu brechen,
    die verschlossene Kellertür.....,
    mein Herzblatt kann heut nichts dafür.

    Ich habe eine leise Ahnung:
    Der DFB mit seiner Planung,
    hat mir - wie man es auch dreht,
    dieses Ei ins Nest gelegt.

    Denn wär das Spiel um fünfzehn-dreißig,
    so wäre ich recht froh und fleißig,
    jubelnd auf der Südtribüne,
    hoch auf der rot-weißen Düne.

    Ja, was nützt das dumme Flehen,
    ich kann das Match halt live nicht sehen,
    doch bin mit etwas Glück dabei,
    und seh es im TV - auf Sky.

    Ich konnt vor Leid nicht richtig schlafen,
    denn beim Zählen all der Schafe,
    sah jedes zweite - das ist dämlich,
    unserem kölschen Hennes ähnlich.

    Statt übern hohen Zaun zu springen,
    hielt es an - begann zu singen,
    die kölsche Hymne unserer Höhner,
    sagt mir Freunde - was ist schöner?!

    Der Gedanke - dieser Bann,
    macht, dass ich nicht schlafen kann,
    kein Schaf springt's virtuelle Gatter,
    bin übermüdet, hab die Flatter.

    Dass das so ist - verzeiht mir bitte,
    nehmt mich auf in Eurer Mitte,
    auch wenn der Reim Euch zweifeln lässt,
    an meinem Hirnschmalz - wird's ein Fest,

    Ich werde aus der Ferne jubeln,
    und hoffen, dass bei allem Trubel,
    auch Grund besteht - rot-weiße Lust,
    nicht - dass ich noch weinen muss.

    Dem Sündenbock zieh ich - nicht bang,
    heut Abend beide Ohren lang,
    auf dass sie sich , nach meinem Fassen,
    vorn zum Schleifchen binden lassen.

  38. #338
    Senior Member
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    Zitat Zitat von Reimbock Beitrag anzeigen
    Sündenbock

    Mein Bock, wie tut das furchtbar weh:
    Ich kann heut - nicht zum FC

    An einen Sieg am heutgen Spieltag glaubt' ich nicht
    die ganze Woche lang; doch jetzt: ich sehe Licht!
    Zwar ist es schad', dass ich unsern Freund, den Reimbock, heut nicht seh -
    doch seine Nichtpräsenz könnt' gut ein Segen sein für den FC!

    Immer wenn der Reimbock reist und/oder weilt an einem andern Ort,
    schwindet Pech, kommt Spielglück zum FC in einem fort.
    Ach wenn es überraschend so denn auch gelänge gegen Sch...04,
    wir alle sängen laut aus voller Brust: Reimbock, wir danken Dir!

  39. #339
    Senior Member
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    Weh ach Weh - Reimbock ist jetzt rehabilitiert -
    mit Wut im Bauch wird Sorry salutiert;

    fürs Desaster gibt es viele Gründe -
    kein Wort hier - mer stonn zesamme, Fründe!

  40. #340
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    Ich weiß nicht, ob ich übertreibe. Das müsst Ihr mir sagen. Und, lieber Ernesto, ich wünschte, Du hättest mir aufgrund meiner Abwesenheit beim gestrigen Spiel heute Morgen einen Sieg "um die Ohren hauen" können....

    1:4 Schalke

    Gestern hab ich noch gedacht,
    dass das Glück mir nicht mehr lacht,
    heute - nach dem Sturz ins Messer,
    heute nun - weiß ich es besser.

    Es nicht zu sehen - eine Gnade,
    weil ich den Knopf zum Drücken habe,
    der das TV schnell schlafen lässt,
    manchmal besser - stell ich fest.

    Der FC hat zwar verloren,
    doch ich habe nicht gefroren,
    und irgendwann wird's fast egal,
    ist das Denken auch fatal.

    Auch wenn mein Herz ja daran hängt,
    fürs nächste Match hab ich verschenkt,
    das Ticket für ins Stadion,
    so weit bin ich letztlich schon.

    Denn im Verein - ich seh das so,
    stimmt es wirklich nirgendwo,
    seit Wochen dieser Eiertanz,
    um Neuverpflichtung - Finke kann's.

    Ein Stürmer steht zur Diskussion,
    jedoch wie stets - und wie gewohnt,
    kommt am Ende - so sieht's aus,
    die berühmte Maus heraus.

    Die Stürmer, die wir jetzt schon haben,
    dürfen an der Linie traben,
    und Nova spielt - das ist wohl Pflicht,
    sieht der Trainer es denn nicht?

    Es krankt in allen Mannschaftsteilen,
    und man sollte sich beeilen,
    sonst stecken wir - wo ist der Sinn?
    Nächsten Sonntag schon tief drin.

    Mit einem Poldi ganz alleine,
    gewinnt man nicht - wie ich wohl meine,
    die Außenbahnen sind ein Witz,
    so gibt das auch in Zukunft nix.

    Das Mittelfeld ist kaum vorhanden,
    lange Bälle - wenn sie landen,
    hat der Gegner im Visier,
    uns fehlt das Können - und Gespür.

    Wo fängt man an, um auszubessern?
    Wir sind die vom stetig Gestern.
    Und machen lieber uns zum Affen,
    als Anzupacken und zu Schaffen.

    Als ich gestern von mir gab,
    dass ich das Schnäuzchen voll nun hab,
    nahm man es gelassen hin,
    doch weiß ich - was ich will und bin.

  41. #341
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    Demontage

    Von der steten Demontage,
    ist´s nicht weit zu der Etage,
    in der man sich „Zuhause“ fühlt,
    und gerne um – den Aufstieg spielt.

    Kein Geld, nicht Plan, kaum Perspektive,
    stur nach vorn die Direktive,
    selbst wenn man – was grad aufgebaut,
    hinten in die Grütze haut.

    Niemand da, der scheinbar weiß:
    Ein Abstieg hat sehr hohen Preis?
    Da wird gewurschtelt, Geld verbrannt,
    ohne Sinn und auch Verstand.

    Hier ein bisschen, dort ein wenig,
    wer entscheiden darf – ist König,
    und wenn nichts zu entscheiden bleibt,
    dann ist´s halt so – verrückte Zeit.

    Chong Tese kommt – und alles stöhnt.
    Sind wir immer noch verwöhnt?
    Oder liegt´s vielleicht daran,
    dass niemand es vermitteln kann?

    Die Presse blökt – und sie posaunt,
    am Ende ist man dann erstaunt,
    wenn der Berg – wie´s auch passiert,
    nur die berühmte Maus gebiert.

    Ich mag dem Mann nicht Unrecht tun,
    doch Grund für uns, sich auszuruhn,
    den sehe ich beileibe nicht,
    selbst bei schönstem Sonnenlicht.

    Und statt hinter den Kulissen,
    gemeinsam ein Signal zu hissen,
    zerfleischt man sich noch hinten rum,
    liebe Leute – das ist dumm.

    In dem Verein den Poldi halten?
    Wo Menschen schalten oder walten,
    als sei es ein Computerspiel?
    Vielleicht ja träume ich zu viel.

    Versteh es nicht – bin halt zu blöde,
    was ich von mir gebe – öde,
    vielleicht zu jung – vielleicht zu alt,
    ganz einfach keine Lichtgestalt.

    Warum geht’s, bitte, anderswo?
    Hier schunkelt man sich selber froh,
    Köln – wie soll´s auch anders sein,
    bleibt ein Karnevalsverein.

    Es wird fleißig demontiert,
    doch egal, was auch passiert:
    Ich bleibe Fan – tut er auch weh:
    Der stete Frust – hier beim FC.

  42. #342
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    Fahne

    Gestern stand ich noch im Regen,
    und heute fiebere ich entgegen,
    unserem allernächsten Spiel,
    ich bin verrückt – und davon viel.

    Da muss man sich auch nicht beschweren.
    Was gestern war – will ich nicht hören.
    Bin das nur ich? Ich ganz allein?
    Gibt’s noch mehr? Das wäre fein.

    Ich halte stets die Wange hin,
    wahrlich ohne jeden Sinn.
    Denn die Erkenntnis – Fußballspaß,
    verdreht sich bei uns – ziemlich krass.

    Wider allen besseren Wissen,
    werde ich die Fahne hissen,
    die man mir zuletzt geschenkt,
    wie schön, wenn´s Herzchen daran hängt.

    Ich werde vor dem Bildschirm hocken,
    der Puls Galopp – die Kehle trocken,
    der Sauerstoff steht schon bereit,
    und Baldrian – ist nicht sehr weit.

    Die Jungs vom Lauterer Betzenberg,
    haben sich wohl sehr verstärkt,
    ach hätten wir – bleibt´s auch geschenkt,
    sie vor paar Jahren dort versenkt.

    Jetzt treten wir dort an – mit Tese,
    ich hoffe, dass ich Sonntag lese,
    er hat den Teufeln – mit Bedacht,
    Feuer unterm Ar… gemacht.

    Vielleicht spielt man ja auch für Stále,
    und zieht sich aus der tiefen Sohle,
    endlich mal mit eigener Kraft,
    dann hätte man – mal was geschafft.

    Nicht hinter irgendwem verstecken,
    nicht die Wunden ständig lecken,
    sondern zeigen – Mann für Mann,
    was der Bock erreichen kann.

    Als Team muss das doch möglich sein,
    ich bin gespannt – und sitz daheim,
    zitternd vor der Flimmerkiste,
    vor der ich meine Fahne hisste.

    3 Punkte – bitte Einsatz zeigen,
    bringt die Kritik abrupt zum Schweigen,
    und auch mein Nach-dem-Spiel-Gedicht,
    ständ mir prima zu Gesicht.

    Hab alles um mich aufgebaut,
    die Liebste kommt kurz rein – und schaut,
    dreht sich resignierend um,
    kennt nicht den Zwang – nicht das Warum.

  43. #343
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    Sonntagmorgen

    Schönen guten Sonntagmorgen,
    eben gerade wach geworden,
    läuft mein Fässchen wieder über,
    wär ich still - wär Euch das lieber?

    Die Luft so kalt, der Himmel blau,
    friedlich sitzt gar meine Frau,
    bei Kaffee - dort am Frühstückstisch,
    und ich - nun ich, entspanne mich.

    Träume was der Tag wohl bringt,
    ob, was ich anpack auch gelingt,
    vom Schmökern eines guten Buches,
    und der Last des steten Fluches.

    Heut Abend gegen 17 - 30,
    begebe ich mich still und fleißig,
    vorn in meine Kemenate,
    zieh den Fußballgott zu Rate.

    Doch der sagt: "Besehen bei Licht,
    bei diesem Club verzweifele ich.
    Bitt mich um Frieden in der Welt,
    das ist's, was eher einfach fällt."

    Nun gut - dann ist das einfach so,
    ich mache mich mit Worten froh,
    und genieße heut die Stille,
    ich entspanne mich, ich chille.

    Werde unseren Hund gleich schleifen,
    mit ihr durch weite Felder streifen,
    und wird der Kopf dann kühl und leer,
    fällt das Schweigen nicht so schwer.

    Sonntagmorgen - einfach gammeln,
    sich für die neue Woche sammeln,
    ach, fiel's doch leicht - das Still-zu-sein,
    bei mir steht da ein klares Nein.

    Ein weiser Mann meint unlängst grade,
    dass ich einen Rappel habe,
    dass ich fast drei Leben lebe,
    nicht, dass ich mich überhebe.

    Ohne WWW - Ihr Lieben,
    wäre ich ganz still geblieben,
    was also kann ich wohl dafür,
    wenn ich die Sucht des Schreibens spür?

    Das iPad früh schon auf dem Schoß,
    aufgeklappt - schon geht es los,
    das ist der Fluch der EDV,
    ich bin schon eine arme Sau.

    Ich bin jetzt still - habt keine Sorgen,
    ich wünsch Euch einen tollen Morgen,
    und gleich 3 Punkte - ach, Ihr ahnt,
    dann reim ich wieder - seid gewarnt.

  44. #344
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    Odise

    Heut Morgen schrieb ich völlig kess,
    vorlaut eine SMS,
    und drückte darin nassforsch aus,
    wir kämen mit dem Sieg nach Haus.

    Doch hab ich's selber nicht geglaubt,
    die Wünsche zwar sehr hoch geschraubt,
    und dachte bei mir - in der Tat:
    Heut Abend hab ich den Salat.

    Denn bei meiner Perspektive,
    dachte ich nicht an - Odise,
    an einen Kopfball wie ein Strich,
    dieses Tor begeistert mich.

    Endlich mal muss ich nicht maulen,
    nicht an meinen Worten faulen,
    sondern darf Platz 9 jetzt feiern,
    endlich wieder gab's den Dreier.

    Gerade auf dem Lauterer Betze,
    bekam ich laufend nur die Krätze,
    jetzt lassen wir sie mal zurück,
    genießen unseren Hauch vom Glück.

    McKenna - jederzeit hellwach,
    beim Kopfball immer Turm der Schlacht,
    und Rensing hielt in größter Not,
    ich liebe unser weiß und rot.

    Ab dem Beginn der Unterzahl,
    fand ich dieses fast fatal,
    weil ich weiß - es spielt der Bock,
    in Überzahl fast wie geschockt.

    Heut zu Siegen war so richtig,
    heut zu Siegen war so wichtig,
    das war heut ein 6-Punkte-Spiel,
    ich war nervös - bis in das Ziel.

    Mein Puls, er tanzte Cha-Cha-Cha,
    zu Berge stand mir jedes Haar,
    zwar hab ich an den Sieg geglaubt,
    und doch hat's den Verstand geraubt.

    Heut darf ich im Bette schlafen,
    mein Zuhause - sicherer Hafen,
    statt Baldrian - gleich literweise,
    wird der Sieg zur Götterspeise.

    Da ich am Morgen hell-gesehen,
    muss die Liebste nun gestehen:
    Sie sieht mich in ganz neuem Licht.
    Vom Zufall sag ich besser nichts!

    Roshi hat nach den Sekunden,
    den Weg des Balls ins Tor gefunden,
    bis Samstag - ganz FC-bekloppt,
    fühle ich mich on the top.

  45. #345
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    Auswärtsspiel

    Und das soll wirklich Liebe sein?
    Ich träum vom Match in Hoffenheim,
    doch die Liebste streikt behände,
    und mein Traum – ist fast zu Ende.

    Und das soll wirklich Freundschaft sein?
    Ich wär so gern in Hoffenheim,
    doch wenn man solch Kollegen hat,
    ist´s Essig mit der fremden Stadt.

    Denn man sagt mir knapp und brüsk:
    Es gibt no Fun, no Fahrt, no Risk.
    Und so bleib ich – so sieht´s aus,
    Anfang März - ganz brav Zuhaus.

    Ich bin im Sternkreis Fisch geboren,
    und sonntags wird wohl nicht verloren,
    da wäre das doch ein Präsent,
    an dem mein Herz gewaltig hängt.

    Jedoch – was nützt mir all mein Klagen,
    an jenen eisig kalten Tagen,
    an denen ich – so voller Frust,
    erneut in meinen Keller muss.

    Die Liebste meint, es sei recht schön,
    würde ich dort in mich gehn,
    und überlegen – ganz gewiss,
    was wohl wirklich wichtig ist.

    Auf der Wange friert die Träne,
    es klappern mir im Frost die Zähne,
    und ich träume nur vom Frühling,
    das wäre das perfekte Feeling.

    Der Atem friert zum dichten Hauch,
    das hätt´s nun wirklich nicht gebraucht,
    und ich ruf zur Kellertüre,
    dass ich ganz entsetzlich friere.

    Die Liebste meint nur kurz und knapp:
    „So schwöre Deinem Wunsch nur ab,
    und Du darfst – so freu Dich nur,
    heute Nacht – mal in den Flur.“

    Beinah hätt ich nachgegeben,
    auch ein Fan will überleben,
    doch dann hab ich mir gedacht:
    „Nur eine weitere kalte Nacht!“

    Auswärtsspiel in Hoffenheim,
    die Chance besteht – oh ja, ich mein,
    dass die Liebste sich besinnt,
    wer stetig bohrt – nun, der gewinnt.

    Ich zieh die Decke übers Haar,
    und demnächst – mach ich es klar,
    klingt es auch vielleicht recht weit,
    das Spiel ist sonntags – ich hab Zeit.

  46. #346
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    Der arme Poet

    Als Spitzweg vor sehr langer Zeit,
    Poeten ein Gesicht verleiht,
    hat er vielleicht in mancher Nacht,
    ja sogar an mich gedacht.

    Haben wir auch nichts gemeinsam:
    Ich bin nicht arm – doch bin ich einsam,
    denn die Liebste – süß und nett,
    verließ mich heut – von Tisch und Bett.

    Der Regen tropft nicht durch die Decke,
    doch sitz ich still in meiner Ecke,
    mit dem Gefühl – ich armer Tropf,
    die Welt – sie fällt mir auf den Kopf.

    Kein Schirm schützt nun mein graues Haupt.
    Allein! Viel schlimmer als geglaubt.
    Wenn sie mir nicht die Richtung weist,
    drehe ich mich nur im Kreis.

    Sie ließ die Tür zum Keller offen,
    sie kennt mein Bangen, kennt mein Hoffen,
    und selbst, wenn ich ins Bett nun darf,
    bin ich auf den Strohsack scharf.

    Dort fühle ich mich halt Zuhause,
    mach vor Kummer eine Pause,
    lutsch am Daumen – schlafe ein,
    das Leben kann so grausam sein.

    Die Liebste fuhr gen Dänemark,
    ließ mich zurück – ich wähnt mich stark,
    doch holt mich ein, das soll es geben,
    mein kleines, ganz reales Leben.

    Die Bücherstapel neben mir,
    mein Haltepunkt – mein Elixier,
    ich schmökere im fahlen Licht,
    bis mein Auge endlich bricht.

    Der Wind zieht heftig durch die Kammer,
    eine Woche – welch ein Jammer,
    ohne meine liebe Frau,
    und Sonntag spielt – der HSV:

    Wobei mich der Gedanke plagt:
    Ich hab´s vergessen – nicht gefragt,
    ob ich die Erlaubnis habe,
    was mach ich nur – das ist die Frage.

    Gehe ich am Ende heimlich?
    Im Endeffekt ist sie nicht kleinlich.
    Und da sie es ja nicht erfährt,
    wär es den Versuch schon wert.

    Doch sie kennt mich - mein Extrem,
    und das wird schließlich zum Problem,
    sie kennt mich – und das ist gefährlich,
    von daher – sind Poeten ehrlich.

  47. #347
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    FC-verliebt

    FC-verliebt – das bin ich schon,
    fast 40 Jahre – nein, kein Hohn,
    wobei die Liebste lang schon ahnt,
    der Geißbock ist mein „Steiler Zahn“.

    Ich geh zu ihm – in seinen Stall,
    schau ihm ins Auge – klarer Fall:
    „Du und ich – das passt perfekt,
    auch Dich schließt man des Abends weg.

    Du im Stall – und ich im Keller,
    Du hast Heu – und ich den Teller,
    wobei der Inhalt ähnlich ist,
    wenn mich die Liebste mal vergisst,

    Dann knabbere ich an süßen Möhren,
    auch wenn heut Morgen – ich könnt´s schwören,
    der Frost die Möhre mürbe macht,
    nach einer solchen kalten Nacht.

    Du und ich – das klappt, zusammen,
    wahre Liebe kennt nicht Schrammen,
    und hab nicht Angst vor meiner Frau,
    die tut nur so – ich weiß genau.

    Sie will ja wirklich nur das Beste,
    schlägt sie mich – dann nicht so feste,
    ja, die kleinen blauen Flecken,
    kann ich sehr geschickt verstecken.

    Wir schlafen ruhig – erzählen was,
    vom Fußball reden, das macht Spaß,
    tja, selbst meckern kann ich auch,
    dafür hätt´s Dich nicht gebraucht.

    Und riecht´s vielleicht auch etwas tierisch,
    nimm es wirklich nicht so schwierig,
    ich bemüh mich – stell das ab,
    atme Du nur flach und knapp.“

    Was schaut Ihr mich so kritisch an?
    Lieg ich falsch – oh, lieber Mann,
    was mir so deutlich einfach schien,
    bezog sich wohl – auf Valentin.

    Nicht nur Ball-ett im Strafraum – Kerzen,
    auch ein Ball entflammter Herzen,
    jetzt zum Match – sprich HSV,
    such Frau den Mann – und Mann die Frau.

    FC-Verliebt – ein Leben lang,
    solche Liebe fängt gut an,
    wenn sie den solchen Rahmen hat,
    in Köln am Rhein – in unserer Stadt.

    Nur eines ist gewiss ganz wichtig,
    dass der Partner auch ganz „dicht ist“,
    hat sie jemand – so wie ich,
    ist´s nicht die Freude – mehr Gedicht.

  48. #348
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    Les ich die Gedichte zum Spiel gegen den HSV
    -wird mir ganz FLAU!

  49. #349
    Senior Member
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    Ich hoffe, es geht Dir besser @Eitorf.... :-))

    Ein Wintermorgen

    Die Liebste weilt im Dänenland,
    und ich - ich warte schon gebannt,
    dass die Uhr nun Stück für Stück,
    nach vorne springt - ist das verrückt?

    Langsam, langsam dreht der Zeiger,
    und ich, als Nicht-der-große-Schweiger,
    kann nicht einfach stille sein,
    niemand hört mir zu - Daheim.

    Die Kinder - nun, sie schlafen noch,
    ich brauche einen Rückzugsort,
    und da kommt Ihr - nu wird Euch schlecht,
    mir im Moment mal grad zurecht.

    Heut Abend kommt der HSV,
    ihn zu schlagen - eine Schau,
    nimmt man den Schwung aus Lautern mit,
    könnt es sein, dass es was gibt.

    Passt mir nur auf - auf den Guerrero,
    auf dass er sich nicht als Tor-ero,
    heut in die Annalen schreibt,
    und bitte fein erfolglos bleibt.

    Auch die weiteren Stürmer sollen,
    sich nach dem Match geschlagen trollen,
    und der Trainer - Thorsten Fink,
    erklären - dass ihm dieses stinkt.

    Nun sagt mir ruhig: "Na, Du hast Sorgen,
    an einem klaren Sonntagmorgen.
    Bleib ganz ruhig - entspanne Dich!"
    Doch, Freunde - nein, das kann ich nicht.

    Es ist kalt, ich werde frieren,
    was kann nicht alles heut passieren,
    es könnt gar sein - das wird sich zeigen,
    dass ich am Ende - sprachlos bleibe.

    Dass ich keine Worte habe,
    (wer hat gesagt, das sei nicht schade?
    Dann habe man mal seine Ruhe...?)
    Versetzt Euch mal in meine Schuhe....

    Ich bin hungrig - Kaffeedurst,
    und hab zum Reimen keine Lust,
    ich sehe das als bloße Pflicht,
    so einfach ist das - weiter nichts.

    Jetzt habt Ihr mich komplett beleidigt,
    ich bin als Dichter nicht vereidigt,
    macht Ihr so weiter - bitte sehr,
    reim ich für Gladbach - fällt's auch schwer.

    Ich reise hin zum Blechpalast,
    wenn auch das Grün zu mir nicht passt.
    Jetzt ist mir schlecht - na Dankeschön,
    mein Magen streikt - ich muss nun gehn.

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