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  1. #1
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    Spanien: La Liga Santander 2017 | 2018

    (04. Spieltag 2017|2018)

    Dembelé verletzt ausgewechselt


    Tabellenführer Barça zittert sich zum 2:1 Sieg

    2:1 beim FC Getafe - der FC Barcelona gewinnt dank ihrer individuellen Klasse auch das vierte Ligaspiel in der neuen Saison. Lange Zeit sprach nicht viel für die Katalanen, die spielerisch ungewöhnlich schwach auftraten. Am Ende waren es zwei platzierte Schüsse, die der Mannschaft von Ernesto Valverde die weiße Weste bewahrten.

    Doppel-Schock für den FC Barcelona in Halbzeit eins: In der 29. Minute ging es für Neuzugang Dembelé nicht weiter, die Muskulatur im Oberschenkel zwickte. Zehn Minuten später nahm Shibasaki einen Querschläger volley und versenkte ihn aus 20 Metern oben im Eck (39.). Die Pausenführung - hochverdient. Nach dem ersten Durchgang lasen sich die wichtigsten Statistiken aus Sicht der Katalanen wie folgt: 1:8 Torschüsse, 44:56 Prozent gewonnene Zweikämpfe. So wurden die stets über 70 Prozent Ballbesitz des großen Favoriten nebensächlich. Gefährlich wurde der FCB nur zweimal: Innenverteidiger Umtiti kam aus elf Metern völlig frei zum Kopfball (31.), Guaita parierte einen sensationellen Freistoß des sonst blassen Messi sehenswert (45.).

    Auch nach der Pause kam von Barca lange Zeit viel zu wenig. Es haperte an der Abstimmung, viele Pässe und Laufwege funktionierten nicht. Schließlich bedurfte es einer Einzelaktion - der eingewechselte Denis Suarez hatte nach einer Kette von Fehlpässen im Strafraum der Gastgeber zu viel Platz und versenkte den Ball aus 13 Metern halbhoch im langen Eck (62.). Getafe trat weiterhin mutig auf, fuhr immer wieder Entlastungsangriffe. In der Defensive zeichneten sie sich durch starke Zweikampfführung aus, weshalb es den Gästen verhältnismäßig schwer fiel, am und im Strafraum zu kombinieren.

    In der 82. Minute rettete der Pfosten Barça-Verteidiger Roberto vor einem Eigentor, nur zwei Minuten später treffen die Katalanen selbst. Messi bediente den eingewechselten Paulinho, der sich im Sechzehner durchsetzte und ins lange Eck schoss. Die Verpflichtung des Brasilianers war beim launischen Barça-Anhang nicht besonders gut angekommen, nun sichert er dem Tabellenführer drei wichtige Punkte. Barcelonas personalgeschwächter Rivale Real Madrid, bereits mit vier Punkten Rückstand, trifft am Sonntag (20.45) auf das toll in die Saison gestartete Real Sociedad. In der Englischen Woche empfängt der FC Barcelona am Dienstag als nächstes Eibar (22 Uhr), Getafe gastiert am Donnerstag (21 Uhr) in Vigo.


    Schock-Nachricht für den FC Barcelona

    Dembele, der Neuzugang von Borussia Dortmund zieht sich im Ligaspiel gegen Getafe eine schwere Oberschenkelverletzung zu und fällt lange aus.
    Schwerer Nackenschlag für den FC Barcelona: Der spanische Pokalsieger muss in den nächsten Monaten auf Ousmane Dembele verzichten. Wie die Katalanen am Sonntag d.17.09.2017 bekanntgaben, erlitt der Neuzugang von Borussia Dortmund beim 2:1-Sieg gegen Getafe am Samstag einen Sehnenriss im linken Oberschenkel.

    Aufruhr bei Barça: Riskierte Dembelé fahrlässig seinen Ausfall?

    Es war vorerst nur ein kurzes Glück, das Ousmane Dembelé (20) durchströmt haben dürfte. Der französische Nationalspieler konnte nach seinem Wechsel zum FC Barcelona noch gar nicht richtig Fuß fassen, da zieht ihn eine schwere Verletzung lange aus dem Verkehr. Heiß diskutiert wurde tags darauf, ob Dembelé seinen Ausfall gar fahrlässig riskierte. Borussia Dortmund entgehen derweil wohl zehn Millionen Euro.

    Das hatte sich Dembelé natürlich ganz anders vorgestellt, nach seiner tollen Saison bei Borussia Dortmund wollte der Franzose nun beim FC Barcelona voll durchstarten. Daraus allerdings wird vorerst nichts, weil sich der Flügelflitzer beim 2:1 in Getafe schwer verletzte. Diagnose: Riss der Bizepssehne des linken Oberschenkels, Ausfallzeit ca 4 Monate. Am Montag wurde Dembelé mit einem Rollstuhl vom Vereinsgelände gefahren, noch in dieser Woche wird er in Finnland von einem Spezialisten operiert. Die Journalisten beschäftigte auf der turnusmäßigen Spieltags-Pressekonferenz aber ein anderes Thema: Riskierte Dembelé fahrlässig seinen Ausfall? Es tauchten nämlich Videos von den letzten Trainingseinheiten der Katalanen und speziell dem Aufwärmen in Getafe auf, wo sich Dembelé mehrmals an den linken hinteren Oberschenkel fasste. Barça-Coach Ernesto Valverde kommentierte: "Es bringt nichts, viel darüber nachzudenken, warum sich Dembelé verletzt hat." Ob nicht speziell das Aufwärmen hätte Warnung genug sein sollen? "Wenn man sich warm macht, fasst man sich an den Bizeps, das Knie, den Quadriceps. Er ist ein sehr schneller Spieler. Die Bewegung, die er machte, ist eines der schlimmsten Dinge, die du dem Oberschenkel antun kannst. Da ist es im Bereich des Möglichen, dass dir etwas passiert", nahm Valverde seinen Schützling zumindest nicht komplett aus der Schusslinie. Aber: "Dembelé ist jung, hatte noch nie eine muskuläre Verletzung und wusste vielleicht nicht, wie sich solche leichten Beschwerden anfühlen." Einem älteren Spieler wäre das allerdings nicht passiert, unterstrich Valverde.

    Diese Gefahr sieht auch Valverde, der anmerkte: "Für einen Spieler wie ihn ist es das größte Übel, wenn er verletzt ist und der Mannschaft nicht helfen kann. Er muss jetzt viel Geduld zeigen." Rund vier Monate könnte die Ausfallzeit betragen. Eigentlich eine sehr schlechte Nachricht, nur die Finanzabteilung der Katalanen kann etwas mit Dembelés Verletzung "anfangen": Nach übereinstimmenden spanischen Medienberichten spart sich Barcelona zehn Millionen Euro, die nicht nach Dortmund fließen müssen. Eine Klausel im Vertrag soll nämlich besagen, dass diese Summe nur aufgerufen wird, wenn Dembelé auf 50 Einsätze in der laufenden Spielzeit kommt - das wird durch die Verletzung unmöglich. Bislang kommt Dembelé erst auf drei Pflichtspiele (eine Vorlage) für den spanischen Vizemeister.
    Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen

  2. #2
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    (03. Spieltag 2017|2018)

    Barças neuer Rekordeinkauf wird gegen Espanyol eingewechselt

    Messi verbucht Derby-Dreierpack, Dembelé ersten Assist

    Drei Spiele, 9:0 Tore, neun Punkte! Der FC Barcelona setzte seinen glänzenden Saisonstart mit dem 5:0-Erfolg im Stadtderby gegen Espanyol fort und hat nach erst drei Spieltagen schon vier Punkte Vorsprung auf den Erzrivalen Real Madrid. Ousmane Dembéle feierte in der Schlussphase sein Debüt als Einwechselspieler. Das Rampenlicht gehörte im Camp Nou aber wieder einmal Lionel Messi.

    Nachdem Real Madrid gegen Levante am frühen Nachmittag erneut gepatzt hatte, bot sich dem FC Barcelona die Chance, mit einem Sieg im Derby gegen Espanyol schon auf vier Punkte davonzuziehen. Klub-Rekordeinkauf Dembelé saß dabei zunächst auf der Bank, Suarez, Messi und Deulofeu bildeten den Angriff.

    Und es war wieder einmal der Argentinier, der die Weichen für Barça auf Sieg stellte. Sein Führungstor nach Pass von Rakitic hätte aufgrund einer Abseitsposition allerdings nicht zählen dürfen (26.). Bei seinem Tor zum 2:0, vorbereitet von Aktivposten Jordi Alba, ging dann alles mit rechten Dingen zu (35.).

    Barça hatte die Partie von Anfang bis Ende komplett im Griff und geriet kaum in Gefahr. Die größte Chance für Espanyol vergab Piatti, der den Ball über ter Stegen, aber neben das Tor hob (52.). Spätestens nach Messis drittem Treffer (67.) war die Entscheidung gefallen. Wieder glänzte Alba als Vorbereiter. Es war der 27. Dreierpack des Argentiniers für den FC Barcelona.
    Dembelé gelingt noch sein erster Assist

    In der 68. Minute war es dann soweit: Dembelé kam für Deulofeu in die Partie und feierte seine Premiere im Trikot seines selbsternannten Traumvereins. Da das Derby in der Schlussphase ein wenig vor sich hinplätscherte, hatte der Franzose zunächst kaum Gelegenheit, erste Akzente zu setzen - konnte es am Ende aber doch. Drei Minuten nachdem Piqué nach einer Ecke zum 4:0 eingeköpft hatte (87.), schickte der ebenfalls eingewechselte André Gomes Dembelé in die Gasse. Der Franzose passte von der rechten Seite maßgerecht in die Mitte. Wo sonst immer Aubameyang stand, rauschte Suarez heran - 5:0, der Schlusspunkt im Camp Nou.
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  3. #3
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    Dembelé-Millionen: Reichtum hat seinen Preis

    Dortmund erhält eine Ablösesumme von 138 Millionen für Dembele

    Den 25. August 2017 wird Michael Zorc wohl immer in Erinnerung behalten. Ausgerechnet an seinem 55. Geburtstag finalisierten Dortmunds Sportdirektor und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke einen Transfer für die Geschichtsbücher. Sie sitzen auf einem Berg von Geld. Und das weckt Begehrlichkeiten.

    Mit einer Ablöse von 138 Millionen Euro inklusive nahezu sicherer Bonuszahlungen wird Ousmane Dembelé zum bisher zweitteuersten Spieler der Fußballgeschichte - nach Neymar, der Paris St. Germain sogar 222 Millionen Euro wert war. Die Fußballwelt spielt verrückt. Nichts ist mehr unmöglich in diesem Sport, der uns schon länger mit seinen finanziellen Exzessen an Toleranz- und Verständnisgrenzen führt.

    Dortmund hat sich in dem Megapoker um Dembelé mit seinen Kernforderungen durchgesetzt. Abzüglich der 20 Millionen Euro, mit denen Stade Rennes am Weiterverkauf des französischen Nationalspielers beteiligt ist, regnen jetzt und im Verlauf der kommenden Jahre insgesamt fast 120 Millionen Euro vom Himmel. Damit hätte die Borussia 2004, als sie haarscharf an der Insolvenz vorbeischrammte, mit einem Schlag alle Schulden tilgen können.

    Heute hat der achtmalige deutsche Meister keine Finanz-Verbindlichkeiten mehr, die Borussia ist kerngesund und kann investieren. Aber dieser plötzliche Reichtum hat seinen Preis: Wenn Dortmund anklopft, gibt es keine Sonderangebote. Die Dembelé-Ablöse, die durch zusätzliche spekulative Prämien um weitere zehn Millionen Euro steigen und somit im günstigsten Fall also 148 Millionen Euro betragen kann, weckt Begehrlichkeiten. Das macht die Suche nach einem Nachfolger nicht leichter.

    Aktuell mag der 20-jährige Flügelspieler als unreifes Bürschchen in Erinnerung bleiben, das die beleidigte Leberwurst mimte, als ihn sein Klub nicht gleich nach Barcelona ziehen ließ. Mit ein wenig Abstand wird man von Dembelé als fantastischem Talent sprechen, das dem Dortmunder Fußball Glanz und Magie verliehen hat.

    Der sportliche Verlust ist daher beträchtlich. Man darf gespannt sein, welche Lösung die Bosse anbieten, um diesen Verlust zu kompensieren. Wie Dagobert Duck in ein Becken mit Münzen zu springen, können sich Watzke und Zorc in den nächsten Tagen nicht erlauben. Die Zeit drängt. Sie müssen handeln.
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  4. #4
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    Neymar-Wechsel nach Paris Die 222-Millionen-Euro-Show


    Der teuerste Fußballer der Welt spielt künftig in Paris. Ist Neymar wirklich der Mann, der PSG sportlich weiterbringt?
    Nebensache. Für Klub und Spieler geht es um etwas anderes.


    222 Millionen Euro Ablöse für einen Fußballer. Kann ein Transfer in dieser Größenordnung überhaupt noch sinnvoll sein? Und falls ja, was versprechen sich die Beteiligten davon? Im Frühjahr 2017 stand Paris St.Germain kurz davor, endlich diesen viel zitierten "nächsten großen Schritt" zu machen. Wieder einmal. Der nächste Schritt, das hieße für PSG: nach vier nationalen Titeln in Serie auch in der CL einmal das Halbfinale oder das Finale erreichen, die ganz große Bühne des Fußballs eben. 4:0 hatten die Franzosen im Achtelfinal-Hinspiel spektakulär den FC Barcelona auseinandergenommen, galten zumindest in den drei Wochen darauf als heißer Titelanwärter. Bis zum Rückspiel: Barcelona glückte "das Wunder von Camp Nou" zwei der sechs Treffer erzielte Neymar.

    Dreimal in Folge war PSG zuvor im Viertelfinale gescheitert, an Chelsea an Man City und schon einmal an Barcelona. 2015 hatte Neymar in den beiden Duellen mit PSG ebenfalls entscheidenden Anteil am Aus der Franzosen gehabt, damals sogar drei der fünf Tore geschossen. Dienen die 222 Millionen Euro, mit denen die katarischen Eigentümer nun den Brasilianer in den Prinzenpark gelockt haben, also in erster Linie der Traumabewältigung? Was du nicht besiegen kannst, das kaufst du einfach? Oder könnte der vermeintliche Wahnsinnstransfer sportlich durchaus begründet sein?

    Eine Torbeteiligung pro Spiel

    Die Zahlen sprechen für sich: Seit Neymar 2013 vom FC Santos nach Barcelona wechselte, erzielte er in 123 Ligaspielen 68 Tore und bereitete 52 weitere vor. 40-mal trat er in der Champions League für die Katalanen an, traf dabei 21-mal und legte zusätzlich 20 Tore auf. Und das in einer Offensivreihe, in der er hinter Messi und Suarez regelmäßig nur der dritterfolgreichste Torschütze war. Allein in diesen beiden Wettbewerben war Neymar in den vergangenen vier Jahren ohne größere Schwankungen an 161 Toren beteiligt - in 163 Spielen. Ein Neymar auf dem Feld garantiert also Tore - und die waren im Fußball noch nie besonders günstig zu haben.

    Ein weiterer Top-Star für die PSG-Offensive, die in den Jahren zuvor mit Edinson Cavani (64 Millionen Euro), Ángel di María (ca. 60 Millionen Euro) und Draxler (ca. 45 Millionen) bereits mit gewaltiger finanzieller Wucht erneuert worden war. Nicht mehr in die Breite der Mannschaft investieren, sondern in die Spitze - das ist die neue Devise. "Wenn wir München, Barcelona und Madrid gefährden und die Champions League gewinnen wollen", sagt Trainer Unai Emery, "müssen wir heutzutage einen der fünf besten Spieler der Welt kaufen."

    Der Transfer ist nicht bloß sportlich zu verstehen, es ist eine Kampfansage an die europäische Konkurrenz. Ronsldo oder Lionel Messi bekommt man nicht, nicht einmal für 222 Millionen Euro. CR7 soll angeblich eine festgeschriebene Ablöse von 1 Milliarde Euro haben. Wohl aber bekommt man, wenn auch nicht ganz ohne Nebengeräusche, einen Neymar - sieben Jahre jünger als Ronaldo, fünf Jahre jünger als Messi. Sobald der Portugiese und der Argentinier einmal abtreten, könnte Neymar der nächste Superstar unter den Superstars werden. Abseits des Platzes ist er es ohnehin schon.




    Neymar, CL-Sieger 2015

    Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes ist Neymar der einzige Spitzenfußballer der Welt, der höhere Einkünfte aus Zusatzgeschäften erzielt (18,6 Millionen Euro) als aus seinem Klubengagement (12,6 Millionen Euro). Knapp 60 Prozent seiner Einnahmen stammen aktuell aus Werbeverträgen, unter anderem mit dem Sportartikelhersteller Nike, der auch PSG ausrüstet. Knapp 79 Millionen Menschen verfolgen das Leben Neymars bei Instagram (Ronaldo 107 Millionen, Messi 77 Millionen), wo er sich auch gern im Kreise anderer Weltstars zeigt. Diesen Glanz bezahlt Paris Saint-Germain mit.

    Schon in Brasilien war man sich der großen Vermarktungspotenziale der Marke Neymar bewusst. In Asien ist der Brasilianer extrem beliebt, in Südamerika sowieso. "Neymar ist ein Kind seiner Zeit", technologisch, musikalisch und modisch, schwärmte vor Jahren schon Armênio Neto, damals verantwortlich für das Marketing beim FC Santos. Neymars Auftritt in den sozialen Netzwerken, seine Frisuren, seine Tattoos - er habe einfach von Natur aus Charisma, "etwas, das du nicht im Supermarkt kaufen kannst". Und auf diese Premiummarke fällt künftig nicht einmal mehr der riesige Schatten des kleinen Argentiniers Messi.

    Der nationalen Konkurrenz ist PSG längst enteilt, auch wenn in diesem Sommer mit der AS Monaco ausnahmsweise mal ein anderer Club vorne lag. Die Spiele gegen Lille, Caen oder Toulouse sind PSG mittlerweile egal, wichtig sind die im Optimalfall 13 Spiele in der Champions League. In den vergangenen vier Jahren hießen dort die Sieger entweder Real Madrid oder FC Barcelona. Und in genau dieser Liga wollen die Katarer mitspielen - koste es, was es wolle. Die Bereitschaft, mit Summen wie bei Neymar den Großangriff zu wagen ist dann im Übrigen auch der Unterschied zu einem anderen Klub, der in den vergangenen vier Jahren beim Anlauf auf das Champions-League-Finale knapp scheiterte - dem FC Bayern.
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  5. #5
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    LaLiga-Spielplan 2017/18: Frühes Derby, später Clásico

    Mit einem Tag Verspätung wurde Freitagmittag der Spielplan zur kommenden Liga-Saison ausgelost. Dabei ergab sich, dass Barça es wie im Jahr zuvor am ersten Spieltag im heimischen Camp Nou mit Betis Sevilla zu tun haben wird. Am dritten Spieltag kommt schon Stadtrivale Espanyol Barcelona ins Camp Nou, während es gegen Real Madrid erst am 17. Spieltag geht. Barçawelt hat sich den Spielplan für euch genauer angesehen.

    Erster Spieltag: 19. oder 20. August

    Die erste Hürde auf der langen Mission, Real Madrid wieder zu entthronen, heißt wie schon letzte Saison Betis Sevilla. Hier ist der FC Barcelona natürlich klarer Favorit, Vorsicht sollte aber trotzdem geboten sein. Zwar konnte Luis Enriques Truppe letzte Saison den Saisonauftakt in einem sehr unterhaltsamen Schützenfest locker mit 6:2 gewinnen, in der Rückrunde in Andalusien folgte aber eine kalte Dusche, als Luis Suárez in Minute 90 nur noch zum äußerst schmeichelhaften Ausgleich für desaströse Katalanen einschieben konnte. Zwar dürfte das diesjährige Supercopa-Rückspiel im Santiago Bernabéu einige Tage zuvor mehr Kraft kosten als das letztjährige Schaulaufen im Camp Nou gegen den FC Sevilla, dennoch muss für die Andalusier so ziemlich alles zusammenlaufen, wollen sie den Mannen um Lionel Messi bei deren Kampf um die ersten drei Punkte der neuen Saison ein Bein stellen.

    Erster El Clásico und erstes Derbi Barceloní zeitlich weit auseinander

    Die erste echte Zerreißprobe in der Liga gibt es für Ernesto Valverde und Co. Am 9. oder 10. September, wenn ein erfahrungsgemäß hochmotiviertes Espanyol Barcelona den Weg ins Camp Nou findet. Das Rückspiel findet übrigens am 3. oder 4. Februar statt. Am 8. Spieltag geht es in das neue Wanda Metropolitano, wo Diego Simeones Atlético Madrid wartet (14. oder 15. Oktober, Rückspiel 3. oder 4. März). Das Spiel aller Spiele fällt heuer jedoch erst auf den 17. beziehungsweise 36. Spieltag: Der Hinrunden-Clásico fällt auf den 20. oder 21. Dezember und wäre damit das letzte Spiel vor Weihnachten. Eine Besonderheit dabei wäre, dass die Katalanen Zinédine Zidanes Mannschaft Spalier stehen müssten, wenn diese einige Tage davor die Klub-Weltmeisterschaft holen. Das beste Mittel, diese Schmach zu verkraften ist es wohl, wenn die Madrilenen am 5. oder 6. Mai genau das gleiche beim bereits feststehenden Meister machen müssten. Sollte dieser zugegebenermaßen sehr optimistische Traum nicht in Erfüllung gehen, hat man im besten Fall immer noch den letzten Spieltag am 20. oder 21. Mai 2018. Hier wird Real Sociedad empfangen, während Madrid ein unangenehmes Gastspiel bei Villarreal hat.

    Der Spielplan des FC Barcelona im Überblick

    Spieltag 01 FC Barcelona - Betis Sevilla Hinspiel: 19./20. August 2017; Rückspiel: 20./21. Januar 2018
    Spieltag 02 Deportivo Alavés - FC Barcelona Hinspiel: 26./27. August 2017; Rückspiel: 27./28. Januar 2018
    Spieltag 03 FC Barcelona - Espanyol Barcelona Hinspiel: 9./10. September 2017; Rückspiel: 3./4. Februar 2018
    Spieltag 04 Getafe CF - FC Barcelona Hinspiel: 16./17. September 2017; Rückspiel: 3./4. März 2018
    Spieltag 05 FC Barcelona - SD Eibar Hinspiel: 20./21. September 2017; Rückspiel: 17./18. Februar 2018
    Spieltag 06 FC Girona - FC Barcelona Hinspiel: 24./25. September 2017; Rückspiel: 24./25. Februar 2018
    Spieltag 07 FC Barcelona - UD Las Palmas Hinspiel: 1./2. Oktober 2017; Rückspiel: 27./28. Februar 2018
    Spieltag 08 Atlético Madrid - FC Barcelona Hinspiel: 15./16. Oktober 2017; Rückspiel: 3./4. März 2018
    Spieltag 09 FC Barcelona - Málaga CF Hinspiel: 22./23. Oktober 2017; Rückspiel: 10./11. März 2018
    Spieltag 10 Athletic Club - FC Barcelona Hinspiel: 29./30. Oktober 2017; Rückspiel: 17./18. März 2018
    Spieltag 11 FC Barcelona - Sevilla FC Hinspiel: 5./.6 November 2017; Rückspiel: 31. März/1. April 2018
    Spieltag 12 CD Leganés - FC Barcelona Hinspiel: 19./20. November 2017; Rückspiel: 7./8. April 2018
    Spieltag 13 Valencia CF - FC Barcelona Hinspiel: 26./27. November 2017; Rückspiel: 14./15. April 2018
    Spieltag 14 FC Barcelona - RC Celta Vigo Hinspiel: 3./4. Dezember 2017; Rückspiel: 17./18. April 2018
    Spieltag 15 Villarreal CF - FC Barcelona Hinspiel: 10./11. Dezember 2017; Rückspiel: 21./22. April 2018
    Spieltag 16 FC Barcelona - Deportivo La Coruña Hinspiel: 17./18. Dezember 2017; Rückspiel: 28./29. April 2018
    Spieltag 17 Real Madrid CF - FC Barcelona Hinspiel: 20./21. Dezember 2017; Rückspiel: 5./6. Mai 2018
    Spieltag 18 FC Barcelona - Levante UD Hinspiel: 7./8. Januar 2018; Rückspiel: 12./13. Mai 2018
    Spieltag 19 Real Sociedad - FC Barcelona Hinspiel: 14./15. Januar 2018; Rückspiel: 19./20. Mai 2018
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  6. #6
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    (02. Spieltag 2017|2018)

    FC Barcelona - Real Betis 2:0 (2:0)

    Wenige Tage nach den verheerenden Anschlägen in Katalonien hat der FC Barcelona einen gelungenen Saisonauftakt in der heimischen Liga gefeiert. Das Starensemble siegte am Sonntagabend 2:0 (2:0) gegen Betis Sevilla. Nationalkeeper Marc-André ter Stegen verlebte einen weitestgehend ruhigen Abend im Tor der Katalanen.

    Das Spiel fand unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt, zudem trugen die Barca-Stars um um den fünfmaligen Weltfußballer Lionel Messi besondere Trikots. Auf dem Rücken stand nicht der Name des jeweiligen Spielers, sondern der Schriftzug "Barcelona". Auf der Vorderseite der Shirts war außerdem der Hashtag "#totssombarcelona" (Wir alle sind Barcelona) zu lesen.

    Barcelona ging durch ein Eigentor von Alin Tosca (36.) in Führung, drei Minuten später sorgte Sergi Roberto (39.) für die Entscheidung. Der Vizemeister hätte noch weitaus höher gewinnen können, allein Messi traf dreimal Pfosten oder Latte. Am Donnerstag und Freitag waren bei zwei Anschlägen in Katalonien 14 Menschen getötet und 120 - darunter mindestens 13 Deutsche - verletzt worden. Zu der Attacke in Barcelona bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
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  7. #7
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    Fünf Jahre: Real Madrid hält am formstarken Isco fest
    Real Madrid hat eine der wichtigsten Personalien für die Zukunft geklärt: Wie die Königlichen am Donnerstagnachmittag bekannt gaben, hat Isco (25) seinen Vertrag vorzeitig bis 30. Juni 2022 verlängert. Der 22-malige spanische Nationalspieler, der sich seit Wochen in herausragender Form präsentiert und auch maßgeblich am Champions-League-Titel in der vergangenen Saison beteiligt war, kokettierte in der Vergangenheit mit einem Wechsel auf die Insel. Nun, da Trainer Zinedine Zidane ihn aber immer öfter einbaut und eine Rolle für ihn gefunden hat, fühlt sich Isco (130 Ligaspiele, 25 Tore) wieder pudelwohl - und will mit den Blancos alt werden. Bis 2022 hat er dafür nun vorerst Zeit. Wie viel er Real bedeutet? Nach Informationen der Sportzeitung "AS" wurde die Ablösesumme für den 25-Jährigen auf sagenhafte 700 Millionen Euro festgeschrieben

    Real Madrid baut weiter auf Carvajal
    Real Madrid baut auch in Zukunft auf Daniel Carvajal. Wie die Königlichen mitteilten, hat der ehemalige Leverkusener seinen Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert. Der 25-Jährige hat sich inzwischen zum Stammspieler bei Real gemausert und ist obendrein fester Bestandteil der spanischen Nationalmannschaft, für die er bislang 13 Spiele bestritt.

    Real arbeitet weiter: Auch Asensio verlängert - bis 2023
    Real Madrid hat in den letzten Tagen und Wochen einige Vertragsverlängerungen bekannt gegeben - und am Donnerstag noch einmal nachgelegt: Die Königlichen banden Marco Asensio, der erst vergangenes Jahr bis 2022 verlängert hatte, bis 30. Juni 2023. Dabei dürfte es vornehmlich um das Gehalt des 21-Jährigen, aber noch viel mehr um die festgeschriebene Ablösesumme im Vertrag gehen. Asensio hat sich unter Trainer Zinedine Zidane prächtig entwickelt, gehört stets zu den ersten Einwechselspielern des Franzosen. In der vergangenen Spielzeit war der spanische U-21-Nationalspieler auch ein Mann für die wichtigen Momente: Im Viertelfinale gegen Bayern bereitete er im Hinspiel ein Tor vor, traf im Rückspiel selbst. Und auch im Finale gegen Juventus Turin (4:1) trug sich Asensio in die Torschützenliste ein.

    Real baut weiter an der Zukunft und verlängert auch mit Raphael Varane bis 2022
    Champions-League-Sieger Real Madrid hat den französischen Innenverteidiger Raphael Varane langfristig an sich gebunden. Wie der amtierende spanische Meister am Mittwoch mitteilte, verlängerte der 24 Jahre alte Varane seinen Vertrag um zwei Jahre und damit bis zum 30. Juni 2022. Über die Höhe einer möglichen Ausstiegsklausel wurde zunächst nichts bekannt. Varane spielt seit 2011 für die Königlichen. Damit banden die Königlichen den nächsten Leistungsträger an sich: Zuvor hatten unter anderem bereits Mittelfeldspieler Isco, der ehemalige Leverkusener Bundesliga-Profi Dani Carvajal (beide bis 2022) und Stürmerstar Karim Benzema (bis 2021) neue Arbeitspapiere erhalten.

    Fix! Iniesta verlängert bei Barca

    Der FC Barcelona vermeldete um 11.38 Uhr die Nachricht, auf die sicherlich viele Fans der Blaugrana gewartet haben: Andres Iniesta, Kapitän der Katalanen, wird seinen Vertrag verlängern. "#siempreiniesta", die Nummer 8 bei Barca bleibt für immer. Genaue Daten werden vielleicht im Rahmen der Pressekonferenz um 13 Uhr verraten, kurz zuvor soll Iniesta das neue Arbeitspapier in Anwesenheit von Klubchef Josep Maria Bartomeu unterzeichnen.
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  8. #8
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    6:1 - Spitzenreiter aus Katalonien ist nicht zu bremsen

    Messi fegt für Barça über Eibar hinweg

    Der FC Barcelona ist in der noch jungen Spielzeit 2017/18 einfach nicht zu stoppen: Beim fünften Sieg im fünften Ligaspiel fegte Superstar Lionel Messi über Eibar hinweg. Alleine vier Tore beim krachenden 6:1-Erfolg erzielte nämlich der Argentinier. Paulinho strafte seine Kritiker derweil Lügen.

    Nur zwei Tage nach dem Dembelé-Schock, der in der katalanischen Presse auch hohe Wellen schlug, musste der FC Barcelona gegen Underdog Eibar ran. Nicht nur der französische Shootingstar fehlte, Coach Ernesto Valverde verzichtete auch auf den nach seiner Verletzung formschwachen Luis Suarez. In der offensiven Dreierreihe wirbelten neben Lionel Messi die jungen Denis Suarez (23) und Gerard Deulofeu (23). Im Mittelfeld durfte der bei den Fans umstrittene Sommer-Neuzugang Paulinho ran. Die Anfangself lief übrigens mit T-Shirts mit der Aufschrift "Courage Ousmane" auf. Eibar wartete unter anderem mit den ehemaligen Bundesligaprofis Takashi Inui (Eintracht Frankfurt) und Alejandro Galvez (Werder Bremen) auf.

    Der erste Hochkaräter im Camp Nou gehörte den Gästen: Sergi Enrich tauchte frei vor ter Stegen auf, doch der Nationalkeeper reagierte glänzend (4.). Barcelona war die ersten 20 Minuten kaum im Spiel, hatte nur 57 Prozent Ballbesitz. Und brauchte deswegen den Gegner, um den Bann zu brechen: Ex-Bremer Galvez checkte Nelson Semedo plump um - Elfmeter. Messi trat an und chippte die Kugel lässig ins linke obere Toreck (21.). Doch auch die Führung half den Katalanen nicht, die gewohnte Dominanz auszustrahlen. Gerard Piqué, der sein 250. Ligaspiel für Barcelona machte, grätschte in letzter Sekunde in einen Inui-Schuss (28.).

    Es brauchte also einen zweiten Standard, um den Spielstand in die Höhe zu schrauben: Dembelé-Vertreter Denis Suarez brachte eine Ecke perfekt in die Mitte, Paulinho kam angeflogen und köpfte wuchtig ein - 2:0 (38.). Mit seinem Tor ließ der Brasilianer seine Kritiker verstummen: Mit seinem erst zweiten Torschuss in der Liga erzielte Paulinho seinen zweiten Treffer.

    Nach dem Wechsel bekamen die Katalanen dann erst so richtig Lust, Messi scheiterte an Marko Dmitrovic - Denis Suarez staubte kühl ab (53.). Eibar kam vier Minuten später aber auch noch zu seinem Tor, weil Sergi Enrich eine tolle Flanke perfekt verarbeitete (57.). Dann war wieder die Zeit für Messi gekommen: Erst schlenzte er die Kugel von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck, dann zerrten zwei Verteidiger an ihm - und "La Pulga" tunnelte Keeper Dmitrovic einfach (59., 62.).

    Eibar, das sich noch wehrte und in Person von Joker Ruben Pena noch einmal den Innenpfosten traf (86.), hatte eigentlich genug. Messi aber war da anderer Meinung: Aleix Vidal bediente den Argentinier im Strafraum, der abermals locker einschob (87.). Das 6:1 war für Messi das 43. Tor in seinem 40. Spiel für die Katalanen im Kalenderjahr 2017 - eine wahnsinnige Zahl. Den nächsten Anlauf, den unangefochtenen Spitzenreiter zu stoppen, nimmt am Samstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) Aufsteiger Girona. Mit realistischen Chancen?
    Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen

  9. #9
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    Blancos gewinnen auch das dritte Heimspiel nicht

    Real in der Krise: Ramos und die Referees

    In dieser Form war der Saisonstart in Spaniens Oberhaus nicht erwartet worden. Während der FC Barcelona nach dem Neymar-Weggang von Sieg zu Sieg eilt, kommt der amtierende Meister Real Madrid nur schwer in die Gänge. Am Mittwochabend schafften es die Blancos auch im dritten Anlauf nicht, ein Heimspiel zu gewinnen. Und sie blieben erstmals seit langer Zeit wieder ohne Torerfolg. Sieben Punkte Rückstand auf Barcelona.

    Es lief die Nachspielzeit im Bernabeustadion. Das Spiel gegen Real Betis steuerte auf eine Nullnummer zu, auf das dritte Unentschieden im dritten Heimspiel in dieser Saison. Und das beim Comeback von Cristiano Ronaldo nach seiner Fünf-Spiele-Sperre. Es sollte noch schlimmer kommen, denn die Beticos hatten sich das Spielgerät geschnappt. Und sie hatten Platz, denn die Königlichen ließen den ballsicheren Gast gewähren. Was zunächst so aussah, als würde Betis nur Zeit von der ablaufenden Uhr nehmen wollen, entwickelte sich plötzlich ganz anders. Antonio Barragan kam auf dem rechten Flügel an die Kugel und durfte ungestört butterweich flanken. Sergio Ramos stand zu kurz und hatte im Rücken den jungen Paraguayer Antonio Sanabria vergessen. Der 21-jährige Stürmer ließ sich die Chance nicht entgehen und köpfte platziert an Keylor Navas vorbei zum Sieg ein.

    Wenig später war der erste Auswärtssieg der Beticos bei Real Madrid seit Oktober 1998 (Siegtorschütze: Finidi George) perfekt. Und zugleich die imposante Serie Reals gerissen: Erstmals nach 73 Spielen mit Torerfolgen gingen die Königlichen leer aus. Damit bleibt Real gleichauf mit Pele-Klub FC Santos an der Spitze dieses Rankings stehen, hält den Rekord aber nicht allein. Schwerer als das wiegt jedoch die (Ergebnis-)Krise der Hauptstädter, die zahlreiche Chancen hatten liegen lassen und immer wieder an einem famosen Antonio Adan, einst ausgebildet bei Real, im Gästetor gescheitert waren.

    Kritik am Schiedsrichter? Ramos geht dazwischen

    Kritik am Schiedsrichter wurde wieder einmal laut. Antonio Mateu Lahoz hätte nach neun Minuten Elfmeter für Real geben müssen - so jedenfalls die Meinung des ehemaligen FIFA-Schiedsrichters Iturralde Gonzalez, der zum Zweikampf zwischen dem angreifenden Marcelo und Javi Garcia (Betis) gegenüber AS sagte: "Das war ein Elfmeter, eine dumme Aktion von Garcia." Auch Ramos war nicht zufrieden mit dem Referee, versuchte jedoch, die aufkommende Kritik einzubremsen. "Je mehr wir über die Schiedsrichter sprechen, desto schlimmer wird es", hielt der Kapitän fest. "Wir müssen die Offiziellen respektieren und hoffen, dass sie ihr Bestes geben."

    Wird Barça bevorzugt?


    So ganz glückten Ramos die mäßigenden Versuche jedoch nicht. Ein Querverweis auf den Erzrivalen sollte nämlich nicht ausbleiben: "Ich bin nicht überrascht, dass wir keine Elfmeter bekommen, Barcelona jedoch schon." (Ein Blick in die Statistik verrät: Die Katalanen bekamen in der noch jungen Saison zwei Strafstöße zugesprochen, Real noch keinen.)
    Ramos fügte allerdings auch hinzu, dass Real sein Spiel wieder verbessern müsse, damit Schiedsrichter-Fehler gar nicht mehr ins Gewicht fallen können. "Wenn wir drei Tore gemacht hätten, würden wir uns jetzt nicht aufregen", sagte der Innenverteidiger.

    "Die Lücke ist noch nicht zu groß"

    Der "frustrierende Saisonstart" macht ihm Sorgen, zumal Gegner im Bernabeu punkten konnten, die normalerweise mit saftigen Niederlagen im Gepäck nach Hause fahren. Nach Valencia (2:2) und Levante (1:1) punktete nun also Betis gleich dreifach. "Wir müssen nach vorne schauen und analysieren", will Ramos natürlich nicht klein beigeben. "Schließlich sind wir die selben Spieler, die vor anderthalb Monaten noch Titel geholt haben." Der amtierende Meister und Champions-League-Sieger dürfe "keine Entschuldigungen" suchen, so Ramos weiter. Sieben Punkte liegt Real gegenüber Barça bereits im Hintertreffen. Kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. "Die Lücke ist noch nicht zu groß, wir konnten in der Vergangenheit schon größere Rückstände aufholen."


    Eins ist klar: Beim kommenden Auswärtsspiel am Samstag (16.15 Uhr, LIVE! bei kicker.de) bei Deportivo Alaves dürfen die Madrilenen keine Federn lassen, sonst ist Feuer unterm Dach. Denn die Basken stehen noch ohne Punkte und Tore als Vorletzter im Tableau.
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  10. #10
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    Verein Spiele S U N Tore Diff. Pkt.
    1 FC Barcelona 5 5 0 0 17:2 15 15
    2 FC Sevilla 5 4 1 0 7:1 6 13
    3 Atlético Madrid 5 3 2 0 10:4 6 11
    4 FC Valencia 5 2 3 0 9:3 6 9
    5 Real Sociedad 4 3 0 1 11:7 4 9
    6 Betis Sevilla 5 3 0 2 6:7 -1 9
    7 Real Madrid 5 2 2 1 9:5 4 8
    8 Athletic Bilbao 5 2 1 2 4:3 1 7
    9 CD Leganés 5 2 1 2 3:3 0 7
    10 FC Villarreal 4 2 0 2 6:5 1 6
    11 UD Levante 4 1 3 0 5:4 1 6
    12 UD Las Palmas 5 2 0 3 5:8 -3 6
    13 SD Eibar 5 2 0 3 3:10 -7 6
    14 Girona FC 5 1 2 2 3:5 -2 5
    15 FC Getafe 4 1 1 2 3:4 -1 4
    16 Deport. La Coruña 5 1 1 3 6:11 -5 4
    17 Espanyol Barcelona 4 1 1 2 3:8 -5 4
    18 Celta Vigo 4 1 0 3 5:7 -2 3
    19 Deportivo Alavés 5 0 0 5 0:8 -8 0
    20 FC Málaga 5 0 0 5 1:11 -10 0
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  11. #11
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    Diego Costa auf dem Sprung zu Atletico Madrid

    Diego Costa steht unmittelbar vor der Rückkehr zu Atletico Madrid. Inzwischen haben sowohl die Colchoneros als auch der FC Chelsea den Transfer bestätigt, nur Medizincheck und Vertragsdetails stehen noch aus. Die Ablösesumme soll 55 Millionen Euro betragen, Bonuszahlungen exklusive.

    Durch die Zuzahlungen könnte die Summe noch auf 65 Millionen steigen. Ein stolzer Betrag für den Angreifer, der bei den Blues unter Trainer Antonio Conte komplett aufs Abstellgleis gerückt war und sich in einem Interview darüber in aller Deutlichkeit beklagt hatte. Statt mit der Reserve zu trainieren, weilte Costa lange in seiner Heimat Brasilien und zahlte dafür saftige, vom Verein auferlegte Strafen.

    Nun aber ist der Spuk für beide Parteien vorbei, Costa soll am Samstag im Estadio Wanda Metropolitano beim Spiel gegen Sevilla präsentiert werden, in den kommenden Stunden wird er den Medizincheck absolvieren. Bei den Colchoneros wird der 28-Jährige einen Vertrag bis 2021 unterschreiben. Spielen darf er aber erst ab der Rückrunde: Die Wechselfrist ist abgelaufen, Atletico wäre aber ohnehin mit einer Transfersperre belegt. Für Costa ist es eine Rückkehr in bekanntes Terrain. In 94 Ligaspielen gelangen ihm für die Rojiblancos 43 Tore, er wurde dort Meister (2014) und Pokalsieger (2013).

    Chelsea lenkte wohl auch ein, da Costas Wert immer weiter fiel, je länger er nicht mehr spielte. Das tat er an sich äußerst erfolgreich für die Blues, in 89 Ligaspielen traf er 52-mal ins Schwarze. Mit 20 Toren trug der Angreifer wesentlich zur Meisterschaft in der Vorsaison bei. Auch 2015 feierte er mit Chelsea die Meisterschaft.

    Dennoch hatte Costa während der Meistersaison immer wieder mit einem Wechsel nach China oder in die Türkei geliebäugelt. Sicherlich einer der Gründe, warum ihm sein Trainer Conte schließlich im Juni eine Nachricht schrieb, deren Inhalt Costa öffentlich machte. "Ich habe eine einfache SMS mit dem Plan des Trainers erhalten. Er hat mir mitgeteilt, dass er nicht auf mich zählt in der nächsten Saison."

    Keine leere Drohung, wie sich herausstellen sollte. Costa stand für die Blues in dieser Saison kein einziges Mal mehr auf dem Rasen.
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  12. #12
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    6. Spieltag: Spitzenspiel zwischen Atletico und Sevilla

    "Alarmierend": Wie meistert Real die königliche Krise?

    Am 6. Spieltag gibt es für Real Madrid keine Ausreden: Die ansonsten erfolgsverwöhnten Königlichen müssen inmitten einer handfesten Krise (erst zwei Siege) beim punkt- und torlosen Schlusslicht Deportivo Alaves definitiv gewinnen. Stadtrivale Atletico erwartet zuvor den starken FC Sevilla zum Spitzenspiel, am Abend feilt Lionel Messi schon an der zweistelligen Torausbeute. Der FC Barcelona muss dafür auch nicht weit reisen.

    Atletico: Die Woche der guten Nachrichten

    In Spanien spricht man dieser Tage vorzugsweise über den Triumphzug des FC Barcelona und die Krise von Real Madrid, weniger aber über Stadtrivale Atletico. Dabei liefern die Colchoneros eigentlich reichlich Gründe: Das brandneue Wanda Metropolitano erhielt den Zuschlag für das Champions-League-Finale 2019, dazu gelang bei der schon länger geplanten Rückholaktion von Diego Costa der Durchbruch. Auch sportlich überzeugte das Team von Diego Simeone zuletzt, bereits zum fünften Mal in Folge stürmte Atletico am Wochenende die andernorts gefürchtete Festung San Mames in Bilbao (2:0). Mit dieser Bilanz stellt der Hauptstadtklub alle Liga-Rivalen in den Schatten.

    Angreifer Antoine Griezmann, der schleppend in die neue Spielzeit gekommen war, glänzte als doppelter Vorbereiter. Die Rojiblancos sind also gerüstet für das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten FC Sevilla, das am Samstag (13 Uhr) den 6. Spieltag einläutet. Die Andalusier mischen auch unter dem neuen Trainer Eduardo Berizzo ganz oben mit, stellen mit 13 von 15 möglichen Punkten aktuell sogar den ärgsten Verfolger von Spitzenreiter Barça. Trotzdem ist Atletico die erste echte Bewährungsprobe für den Coach, die bisherigen Gegner hießen Espanyol, Getafe, Girona, Eibar und Las Palmas.

    Der Nimbus ist zerstört - und Real außer Form

    Beide Teams zählen zu jenem Pool der 35 Mannschaften aus acht verschiedenen Ländern, die in den vergangenen 73 Spielen vergeblich auf ein torloses Real Madrid hofften. Dass die Rekord-Serie der Königlichen (gemeinsam mit dem FC Santos) beim 0:1 gegen Real Betis am Mittwoch ein Ende nahm, ist aktuell das geringste Problem bei den Blancos. Wenn der Rückstand auf Erzrivale Barça nach fünf Ligaspielen schon sieben Zähler beträgt und Real keines von drei Heimspielen gewann (das gab es letztmals im April 2011), darf den Königlichen eine handfeste Krise attestiert werden.

    Platzt bei Cristiano Ronaldo und Real Madrid am 6. Spieltag der Knoten?

    "Es ist ein ärgerlicher, besorgniserregender und alarmierender Beginn, denn es ist seltsam, dass diese Heimspiele so ausgehen, wo die Gegner ansonsten doch mit anderen Ergebnissen vom Bernabeu abgereist sind", rätselte ein bedienter Ramos nach dem 0:1 gegen Betis. Die Gründe für die Flaute sind vielschichtig, die vereinsnahe "Marca" nannte unter anderem die Personal-Entscheidungen von Trainer Zinedine Zidane, die Verletztenmisere und die Abschlussschwäche. Ein Beweis: 65 Schüsse insgesamt und 23 auf das Tor gab Real in den drei Heimspielen gegen Valencia, Levante und Betis insgesamt ab. Mit der mageren Ausbeute von nur drei Treffern.

    Brasiliens Stürmer-Legende Ronaldo, inzwischen Botschafter für die Königlichen, bot sich deshalb schon als Alternative an. "Wenn etwas passiert, werde ich mich in Form bringen", schlug der 40-Jährige scherzhaft vor. Passieren darf beim nächsten Auftritt Reals am Samstag (16 Uhr) bei Alaves definitiv nichts. Der Pokalfinalist der vergangenen Saison startete historisch schlecht, ohne Punkt und Tor stand in der langen LaLiga-Historie nach fünf absolvierten Partien noch nie eine Mannschaft da.

    Messi kratzt an der Zweistelligkeit


    Probleme, die den FC Barcelona gerade überhaupt nicht kümmern. Den Neymar-Abgang und die beiden Clasico-Niederlagen im Supercopa haben die Katalanen problemlos verkraftet, 17:2 Tore und die volle Ausbeute von 15 Punkten sprechen eine deutliche Sprache. Hauptverantwortlich dafür ist der übliche Verdächtige - Lionel Messi. In seiner neuen, alten Rolle als Mittelstürmer blüht der Argentinier auf, knipste in fünf Spielen schon stolze neunmal.
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  13. #13
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    Suarez sorgt für den 3:0-Schlusspunkt

    Gironas Eigentore helfen Barça - Schatten nervt Messi

    Der FC Barcelona feierte am Samstagabend einen schmucklosen 3:0-Auswärtssieg in Girona. Zwei Eigentore brachten den Liga-Neuling auf die Verliererstraße, Luis Suarez besorgte den Endstand. Messi zeigte speziell im ersten Abschnitt eine durchschnittliche Leistung und war genervt von der Manndeckung durch Maffeo. Die Katalanen begannen in Girona trotz des anstehenden Champions-League-Spiels in Lissabon mit fast der kompletten Kapelle - allein Pique und Busquets saßen beim Anpfiff auf der Bank. Vom Anpfiff weg waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt, Barcelona hatte meist den Ball, doch der Außenseiter versuchte durchaus mitzuspielen. Für einen galt das allerdings nicht ganz so eindeutig, denn Maffeo nahm Messi in Manndeckung und verfolgte den Argentinier auf Schritt und Tritt. Und das mit Erfolg, denn der Goalgetter der Blaugrana war davon sichtlich genervt, versuchte immer wieder lange Bälle zu erlaufen, doch der Flo stand einige Male im Abseits. Bis zu Maffeos Auswechslung in der 79. Minute hatte Messi kaum eine Szene aus dem Spiel heraus - und seine Freistöße blieben fast immer harmlos

    Nach einigen Halbchancen für den Spitzenreiter, zirkelte Messi einen Freistoß aufs lange Eck, Keeper Iraizoz parierte zur Ecke und aus dieser resultierte die glückliche Führung von Barca. Jordi Alba nahm den Eckball an der Strafraumkante volley, in der Mitte wollte Aday klären, doch er säbelte die Kugel per Außenrist ins eigene Netz. Bis zur Pause blieb das Duell unterhaltsam, Olunga und Aleix Garcia hatten zwei gute Gelegenheiten, doch ter Stegen war auf dem Posten.

    Im zweiten Abschnitt versuchte Barça schnell den zweiten Treffer zu erzielen, um Kräfte zu schonen für die Königsklasse am Mittwoch. Doch diesen Gefallen übernahm erneut Girona selbst. Vidal war energisch in den Strafraum eingedrungen und versuchte Luis Suarez per Hacke zu bedienen. Der Uruguayer ließ den Ball aber durch die Beine rutschen und der so irritierte Torwart Iraizoz lenkte die Kugel unglücklich ins eigene Tor. Das Spiel war verloren, obwohl Barcelonas keinen Torschützen feiern konnte. Das änderte sich in der 69. Minute: Sergi Roberto wechselte gekonnt die Seite auf Luis Suarez und der ebenfalls schon leicht genervte Stürmer - er war einige Male wegen Abseits zurückgepfiffen worden - vollstreckte aus elf Metern alleine vor Iraizoz eiskalt ins kurze Eck zum 3:0. Es sollte der Endstand sein, die Mannschaft von Trainer Ernsto Valverde feierte den sechsten Sieg im sechsten Liga-Spiel und grüßt weiter von ganz oben
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  14. #14
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    Stürmer kehrt nach Spanien zurück

    Fix! Diego Costa unterschreibt bei Atletico

    Diego Costa kehrt zu Atletico Madrid zurück! Nachdem sich die Rojiblancos vergangene Woche über einen Transfer mit dem FC Chelsea einig geworden sind, hat der 28-Jährige am Montag den Medizincheck bestanden. Costa wird am Mittwoch ins Mannschaftstraining einsteigen, ist aber erst ab Januar 2018 spielberechtigt.

    Costa hatte bereits zwischen 2012 und 2014 das Trikot der Spanier getragen. Nachdem er von Chelsea-Trainer Antonio Conte auf das Abstellgleis geschoben wurde, hatte der spanische Nationalspieler mehrfach offen mit einer Rückkehr geliebäugelt. Diese ist nun seit Dienstagabend perfekt. "Welcome home" titelte Atletico am Dienstagabend auf seiner Website und verkündete damit die Verpflichtung des Stürmers.

    "Ich bin sehr glücklich nach Hause zurückzukehren", sagte Costa. "Ich habe immer gesagt, Atletico ist mein Zuhause. Der gebürtige Brasilianer hatte sich dem Hauptstadtklub bereits 2007 angeschlossen, wurde bis 2012 aber mehrfach verliehen. Insgesamt bestritt er für Atletico 134 Pflichtspiele, erzielte dabei 64 Tore und gab 22 Vorlagen. Auch in London, beim FC Chelsea, konnte er seine Klasse unter Beweis stellen, war unter anderem in der vergangenen Saison an 28 Toren in der Premier League und damit maßgeblich am Titelgewinn beteiligt.

    Bereits am Mittwoch soll Costa mit seiner neuen Mannschaft trainieren. Da er offiziell aber noch beim FC Chelsea unter Vertrag steht, ist er erst im Januar 2018 spielberechtigt. Der Torjäger wird damit auch nicht in den beiden Duellen zwischen dem CFC und Atletico in der Champions-League-Gruppenphase am morgigen Mittwochabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) und Anfang Dezember zum Zuge kommen. Über die Transfermodalitäten und auch über Vertragsdetails gaben alle Beteiligten keine Auskunft.
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  15. #15
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    Auch die Königsklasse steht für die Katalanen auf dem Spiel

    La Liga bald ohne den FC Barcelona?

    Der Countdown zum umstrittenen Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens läuft. Die von den Separatisten angestrebte Loslösung von Spanien würde den FC Barcelona ins Ungewisse stürzen. La Liga könnte ohne den Klub von Lionel Messi und Marc-André ter Stegen vonstatten gehen. Auch ein Ausschluss aus der Champions League ist denkbar.

    Wie sieht die Zukunft des FC Barcelona aus?

    "Nach dem spanischen Sportgesetz gibt es nur einen Staat, dessen Teams in den spanischen Ligen mitspielen können, und das ist (das Fürstentum) Andorra", gab Javier Tebas, der Boss der spanischen Profi-Liga, ganz klar aus. Es ist zwar möglich, das Gesetz im Madrider Parlament zu ändern, allerdings gab Tebas skeptisch zu Protokoll, man werde schauen müssen, "ob die Parteien zustimmen".

    Sollte sich Katalonien tatsächlich von Spanien loslösen, dann hatte eben auch der FC Barcelona ein Problem. Denn in einer rein katalanischen Liga bekämen es Messi & Co. dann beispielsweise mit Mannschaften wie Espanyol Barcelona oder FC Girona zu tun und nicht mehr mit Teams wie Real Madrid, Atletico oder dem FC Valencia. Diese Klasse wäre denn wesentlich schwächer als die aktuelle La Liga. Auch Teams wie Gimnastic Tarragona oder der FC Reus, die aktuell in der 2. Liga kicken, würden in jener Spielklasse an den Start gehen.

    Für Barcelona könnte es sogar noch schlimmer kommen: Da die Katalanen die Unabhängigkeit gegen den Willen der Zentralregierung in Madrid verkünden wollen, würde ein katalanischer Verband zumindest in den ersten Jahren nach der Loslösung laut Tebas nicht damit rechnen können, vom Weltverband FIFA oder dem Europa-Verband UEFA anerkannt zu werden. Dies würde also bedeuten, für Barça könnte auch der Abschied aus der Champions League winken. Der Klub hat sich dennoch mit der Regionalregierung, die das Referendum am Sonntag (1. Oktober) ungeachtet eines Justizverbots durchführen will, solidarisch erklärt. Das Credo vieler in Katalonien: "Ohne Madrid sind wir besser dran.
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  16. #16
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    Spanien : 06. Spieltag Primera Division 2017 | 2018

    Platz Mannschaft Spiele Sieg Remis Verloren Tore Punkte
    1 Barcelona 6 6 0 0 20 - 2 18
    2 Atletico Madrid 6 4 2 0 12 - 4 14
    3 Sevilla 6 4 1 1 7 - 3 13
    4 Valencia 6 3 3 0 12 - 5 12
    5 Betis 6 4 0 2 10 - 7 12
    6 Real Madrid 6 3 2 1 11 - 6 11
    7 Leganes 6 3 1 2 5 - 3 10
    8 San Sebastian 6 3 0 3 13 - 13 9
    9 Levante 6 2 3 1 8 - 8 9
    10 Getafe 6 2 2 2 8 - 5 8
    11 Athletic Bilbao 6 2 2 2 7 - 6 8
    12 Espanyol 6 2 2 2 7 - 9 8
    13 Celta Vigo 6 2 1 3 10 - 8 7
    14 Villarreal 6 2 1 3 6 - 9 7
    15 Las Palmas 6 2 0 4 5 - 10 6
    16 Eibar 6 2 0 4 3 - 14 6
    17 Girona 6 1 2 3 3 - 8 5
    18 Deportivo La Coruna 6 1 1 4 7 - 15 4
    19 Malaga 6 0 1 5 4 - 14 1
    20 Alaves 6 0 0 6 1 - 10 0
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  17. #17
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    FCB gewinnt 3:0 gegen UD Las Palmas

    Doppelter Messi: Barça jubelt im Geisterspiel

    Eine Partie unter ganz besonderen Umständen hat der FC Barcelona mit 3:0 für sich entschieden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit taten sich die Katalanen gegen UD Las Palmas durchaus schwer, letztlich war es aber einmal mehr Messi, der den Unterschied ausmachte.

    Im Vergleich zum 1:0-Sieg in der Champions League bei Sporting wechselte Ernesto Valverde viermal: Mascherano, Vidal, Paulinho und Denis Suarez durften für Nelson Semedo, Umtiti, Rakitic und Iniesta von Beginn an ran.

    Las-Palmas-Coach Pako Aestaran brachte nach dem 0:2 gegen CD Leganes Hernan für Javi Castellano (Bank).

    Rund eineinhalb Stunden vor Anpfiff kursierte die Meldung, das Spiel zwischen Barça und UD Las Palmas sei aufgrund der Unruhen anlässlich des umstrittenen Unabhänigkeitsreferendums in Katalonien abgesagt worden. Auf Druck des spanischen Verbandes fand die Partie doch statt - allerdings als Geisterspiel. Die rund 90.000 erwarteten Fans durften nicht ins Camp Nou.

    Las Palmas lässt nicht viel zu

    In dieser sehr speziellen Atmosphäre entwickelte sich zunächst ein Kick mit Freundschaftsspiel-Charakter. Sergi Roberto sorgte zwar für eine frühe Torannäherung (6.), Druck konnte der FC Barcelona jedoch nicht wirklich aufbauen, da Las Palmas geschickt verschob und die Räume dicht machte. Bis zur 22. Minute hielt der Klub von den Kanaren Ball und Gegner vom eigenen Gehäuse fern, dann mussten allerdings Keeper Chichizola gegen einen Messi-Freistoß und Borja gegen Suarez' anschließenden Nachschuss klären.

    La Liga, 7. Spieltag

    Celta Vigo - FC Girona 3:3 (2:2)

    Deportivo La Coruna - FC Getafe 2:1 (0:0)

    Sevilla - Malaga 2:0 (0:0)

    Levante - Alaves 0:2 (0:1)

    Leganes - Atletico 0:0 (0:0)

    Real Sociedad - Real Betis 4:4 (2:2)

    FC Barcelona - Las Palmas 3:0 (0:0)

    Valencia - Bilbao 3:2 (2:0)

    Villarreal - Eibar 3:0 (1:0)

    Real Madrid - Espanyol 2:0 (1:0)


    Da Barça keine wirkliche Intensität erzeugen konnte, wurden die Gäste stärker und kamen ihrerseits durch Tannane (26.), Calleri (27.) und Aquilani (29.) zu nennenswerten Offensivaktionen, ließen aber letzte Durchschlagskraft vermissen. An Präzision fehlte es auf der Gegenseite Paulinho, der aus elf Metern knapp vorbeiköpfte (34.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Calleri die bis dato größte Chance auf das 1:0, aber der Argentinier traf nur den Pfosten (44.).

    Busquets bringt Barça in Front

    Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren stark los. Doch während der eingewechselte Rakitic (47.) und Messi (48.) noch knapp scheiterten, machte es Busquets nach einem Eckball besser und köpfte zum 1:0 ein (49.). Nur eine Minute später hatte Messi die Chance auf den Doppelschlag, scheiterte aber an Keeper Chichizola.

    Obwohl der FC Barcelona in Durchgang zwei die Kontrolle innehatte, schalteten Messi & Co. in der Folge ein bis zwei Gänge zurück und verwalteten das Ergebnis. Viele Offensivaktionen gelangen den Katalanen nicht, ehe Sergi Roberto einen starken Pass in die Tiefe spielte, Messi Chichizola umkurvte und zum 2:0 einschob (70.). Bereits sieben Minuten später durfte der Argentinier erneut jubeln: Nach Vorlage von Suarez ließ er dem UD-Keeper keine Abwehrchance - 3:0 (77.).

    Lockere Schlussminuten im Camp Nou

    In den Schlussminuten ließen es die Hausherren ruhig angehen, einzig Suarez hatte in der 91. Minute die Möglichkeit, auf 4:0 zu stellen, vergab jedoch freistehend. Letztlich siegten die Katalanen verdient mit 3:0 und bleiben damit in La Liga weiterhin ohne Punktverlust.

    Für den FCB geht es nach der Länderspielpause am Samstag (14. Oktober, 20.45 Uhr) gegen Atletico Madrid. Las Palmas ist zwei Tage später (21 Uhr) gegen Vigo gefordert.



    Iscos Doppelpack beschert Real den ersten Heimsieg

    Real Madrid hat seine Heimmisere beendet und am 7. Spieltag einen 2:0-Erfolg gegen Espanyol eingefahren. Der Matchwinner für die Königlichen war Isco, der erst eine Vorlage von Ronaldo veredelte und in der zweiten Halbzeit nachlegte. Der portugiesische Europameister indes wartet weiter auf seinen ersten Treffer in der Liga.
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  18. #18
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    Lopetegui lehnt Rücktritt des Barça-Stars ab

    "Piqué, hau ab": Spanien bricht Training ab

    Schwere Tage für Gerard Piqué: Barcelonas Innenverteidiger sah sich wegen seiner offenen Unterstützung für die Unabhängigkeit Kataloniens beim Training des spanischen Nationalteams anhaltenden Schmähungen ausgesetzt, woraufhin Nationalcoach Julen Lopetegui die Einheit der Iberer nach etwas mehr als 20 Minuten wieder abbrach. Spanien spielt am Freitag in der WM-Qualifikation gegen Albanien.

    Während der Übungseinheit der Spanier prasselten Pfiffe und Beleidigungen auf Piqué nieder. Zudem hielten einige Zuschauer am Montagabend im Trainingszentrum in Las Rozas bei Madrid Schilder mit Schmähungen wie "Piqué, hau ab" in die Höhe. Piqué, seit langem offener Unterstützer der Unabhängigkeit Kataloniens, hatte am Sonntag seine Stimme beim von der spanischen Zentralregierung nicht anerkannten Referendum abgegeben und sich offen gegen das Einschreiten der Behörden ausgesprochen. Mit Polizeigewalt waren zahlreiche Katalanen an der Abstimmung gehindert worden, mehrere hundert Menschen wurden verletzt.

    Lopetegui lehnt Rücktritt Piqués ab

    Unter Tränen hatte der 30-Jährige nach dem Abpfiff der Meisterschaftspartie gegen US Las Palmas (3:0) seinen vorzeitigen Rücktritt aus dem Nationalteam angeboten - Coach Lopetegui aber lehnte das ab. Barça hatte wegen des Referendums vor leeren Rängen gespielt. Piqué sprach anschließend vom "härtesten Spiel" seiner Karriere.




    FC Barcelona will sich am Generalstreik in Katalonien beteiligen

    "Der Klub wird morgen geschlossen sein"

    Nach der Polizeigewalt beim katalanischen Unabhängigkeitsreferendum am vergangenen Sonntag hat Josep Maria Bartomeu, Präsident des FC Barcelona, sich in einem Statement auf der Website des Vereins zu Wort gemeldet und seine Meinung zu den Ereignissen und dem am Wahltag unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragenen Spiel gegen Las Palmas kundgetan. Zudem kündigte der Verein an, am Dienstag alle Aktivitäten ruhen zu lassen. "Der Standpunkt des FC Barcelona zur Situation in Katalonien ist unverändert", sagte Präsident Bartomeu am Montag nach einer außerordentlichen Versammlung des Board of Directors, die ursprünglich für Dienstag anberaumt war. "Wir erinnern daran, dass wir uns vor wenigen Jahren dem Nationalen Abkommen auf das Recht zur Entscheidung sowie dem Referendum verschrieben haben. Wir haben uns ebenfalls stark dafür eingesetzt, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung im Camp Nou voll ausgeübt werden kann."

    Barça verurteilt die Gewalt aufs Schärfste

    Der 54-Jährige betont, dass sein Verein die "ernsten Ereignisse" im Rahmen der Abstimmung zum Referendum, bei denen Millionen von Menschen mit Gewalt davon abgehalten werden sollten, ihr Stimmrecht auszuüben, ablehne und zugleich aufs Schärfste verurteile. Am Sonntag sah das so aus, dass der Verein das Spiel gegen Las Palmas (3:0) gerne abgesagt hätte, doch der Ligaverband sprach sich dagegen aus und drohte mit einem Punktabzug, sollte Barça nicht antreten."Wir wissen sehr gut, dass viele unserer Fans es lieber gesehen hätten, dass wir das Spiel absagen. Ich muss sagen, das war eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich bisher als Barça-Präsident treffen musste. Wir hatten ernsthaft eine Verlegung des Spiels in Betracht gezogen, doch wir konnten die Professional Football League nicht dazu bringen, unserer Bitte nachzukommen", erklärte Bartomeu, der sich daraufhin dazu entschieden habe, "dass wir hinter verschlossenen Türen spielen, weil wir geglaubt haben, dass das Bild eines Fußballspiels in einem komplett leeren Camp Nou ein verantwortlicher Akt wäre und ein Weg, zu zeigen, wie sehr wir diese unzulässige Situation in Katalonien ablehnen".

    "Internationale Medien mussten die Gründe erklären"

    "Wir wissen, dass die Partie in 174 Länder übertragen wurde und Millionen von Menschen diese außerordentliche Szenerie des Spiels sahen. Das führte dazu, dass führende internationale Medien die Gründe für diese einzigartige Situation im Camp Nou erklären mussten." Am Dienstag will der Klub nun an einem geplanten Generalstreik in der nach Unabhängigkeit strebenden Region Katalonien teilnehmen. "Der Klub wird morgen geschlossen sein", teilte der Verein mit. "Keine Profi- und keine Jugendmannschaft wird morgen in der Ciutat Esportiva trainieren." Die Ciutat Esportiva Joan Gamper ist das Trainingsgelände von Barça. Mehrere Organisationen und Verbände hatten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.
    Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen

  19. #19
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    Tattoos und Kulturbeutel: Filipe Luis schimpft über Jungprofis

    Vor dem Kracher Athletice Madrid - Barcelona SA 14.10.2017 20:45

    Filipe Luis (32) hat vor dem Liga-Kracher gegen den FC Barcelona am Samstag (20.45 Uhr) ein bemerkenswertes Interview gegeben. Darin sprach Atleticos Linksverteidiger über Probleme der Vergangenheit, schmerzhafte Erfahrungen mit Lionel Messi, den neuen "neutralen" Platz - und die Eigenheiten junger Profis.



    Was macht ein hochbezahlter Fußballer eigentlich, wenn der Arbeitstag um ein Uhr mittags zu Ende ist? Zumindest im Leben von Filipe Luis passiert dann "nicht Spektakuläres". Er holt die Kinder von der Schule ab, schaut am Abend noch einen Film oder eine Serie, geht ab und zu Mal essen. "Es ist nicht das Leben eines Rockstars", verrät der 31-malige brasilianische Nationalspieler der spanischen Zeitung "El Mundo". Der Linksverteidiger mit dem großen Offensivdrang und dem feinen linken Fuß ist bei Atletico längst eine feste Institution: 279 Pflichtspiele hat Filipe Luis für die Colchoneros schon absolviert, dabei neun Tore erzielt und 25 weitere vorbereitet. Doch die Leichtigkeit von heute war lange keine Selbstverständlichkeit: Mit zarten 18 Jahren wechselte der Brasilianer mit polnischen Wurzeln von Figueirense zu Ajax Amsterdam. Und weder dort noch während seiner Leihe bei der zweiten Mannschaft von Real Madrid konnte sich Filipe Luis aufs Wesentliche konzentrieren.

    Zu viel unterwegs, zu viel Alkohol

    "Ich habe mich nie wirklich selbst gefunden", sagt Filipe Luis heute über jene Zeit: "Ich hatte Momente, in denen ich mehr weggegangen bin und getrunken habe, als ich vielleicht gesollt hätte. Zum Glück hat mich mein Vater zurück auf den richtigen Weg gebracht." Bei Deportivo La Coruña (130 Partien zwischen 2006 und 2010) konzentrierte sich der Defensivspezialist endlich auf den Fußball - und empfahl sich damit für höhere Aufgaben. Bei Atletico fand er anschließend sein Glück, abgesehen von einem Jahr beim FC Chelsea, wo Filipe Luis schnell das "Heimweh" plagte.

    Beschweren wird sich Filipe Luis über seine Situation so schnell nicht. "Ich habe das große Glück, weil ich 'wenig arbeite'. Mit großem Druck, aber wenigen Stunden und sehr gut bezahlt. Und um mich herum sehe ich das Leben der normalen Leute. Ich weiß, was da läuft", gesteht er. Was ihm in dieser Situation besonders sauer aufstößt: die junge Spielergeneration. Der Grund: "80 Prozent der Spieler leben in einer Blase. Vor alle die jungen, die versuchen, ihre Idole zu imitieren. Sie glauben, wenn sie mit einem Marken-Kulturbeutel unter dem Arm, 400-Euro-Schuhen und acht Tattoos herumlaufen, sind sie Stars und dass die Leute sie deswegen respektieren. Sie vergessen die echte Welt." Ähnlich äußerte sich Manchester Uniteds Juan Mata im April 2016. Es gibt also durchaus Profis, die das aktuelle Business kritisch hinterfragen.

    Messi könnte auch mit "mittelmäßigem Team" Meister werden

    Zurück zum Tagesgeschäft, schließlich wartet der große FC Barcelona. Die Katalanen führen mit sieben Siegen in sieben Spielen (dazu beeindruckende 23:2 Tore) die Tabelle an, liegen damit sechs Zähler vor dem Vierten Atletico. Im Vorfeld beschäftigt einen Verteidiger natürlich das Thema Lionel Messi, der sein Heimatland jüngst im Alleingang zur WM in Russland geschossen hat. "Messi ist so gut, er würde auch mit einem mittelmäßigen Team die Liga gewinnen. Aber in einem solchen spielt er nicht", so Filipe Luis.

    Um die 30-mal habe er Messi nun schon gegenübergestanden. "Um wirklich ehrlich zu sein: Es ist unmöglich, Messi im Eins-gegen-Eins ohne Foul zu stoppen", spricht der Brasilianer aus Erfahrung. Zum umstrittenen Barça-Verteidiger Gerard Piqué hat Filipe Luis auch seine eigene Meinung: "Ich bin Fan von Piqué, obwohl ich im Augenblick nicht das teile, was er sagt. Aber er wagt etwas. Genau wie Arbeloa. Das sind Leute, die keine Angst davor haben zu sagen, was sie denken und sich nicht hinter ihrem Ruhm verstecken. Das ist bewundernswert, und hoffentlich gibt es in Zukunft noch mehr Fußballer, die wie sie sind."

    Das Wanda Metropolitano ist gewöhnungsbedürftig

    Eine Neuerung, die dem immer finanzkräftigeren Business geschuldet war, ist das Wanda Metropolitano - die neue Heimstätte von Atletico. Gewöhnungsbedürftig nach all den glorreichen Schlachten im alten Vicente Calderon, sagt Filipe Luis. "Es ist ein beeindruckendes Stadion, aber es fehlt noch viel, damit sich Fans und Mannschaft daran gewöhnen. Ich werde nicht lügen: Ich vermissen das Calderon, aber das ist vorbei. Unsere Gegner werden beeindruckt sein, wenn sie auf den Rasen kommen. Wir fühlen uns auch noch ein wenig wie auf neutralem Platz, aber wir lernen es immer besser kennen." Gegen Barcelona ist dafür die nächste Gelegenheit.
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  20. #20
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    Goretzka ein Thema: Katalanen wollen im Winter zuschlagen

    Barça bastelt an seinem Weihnachts-Wunschzettel

    Der FC Barcelona ist hervorragend in die Saison gestartet, hat alle seine neun Pflichtspiele gewonnen. So lässt sich im Hintergrund natürlich entspannter am Kader basteln. Der Weihnachts-Wunschzettel füllt sich mit bekannten Namen - darunter auch ein deutscher Nationalspieler. Sieben Siege in sieben Ligaspielen, dazu das beeindruckende Torverhältnis von 23:2 - Atletico (sechs Punkte dahinter) und Real Madrid (sieben Zähler hintendran) können aktuell nicht folgen. Aus sportlicher Sicht bereitet der FC Barcelona den Katalanen gerade ausgesprochen viel Spaß. Im Hintergrund dürfen die Kader-Planer also ohne großen Druck arbeiten.

    Einerseits geht es darum, den aufgeblasenen Kader zu verkleinern. Da ist speziell Arda Turan ein Profi, den man gerne von der Gehaltsliste streichen würde. Bereits im Sommer hätte der türkische Nationalspieler gehen dürfen, entschied sich aber gegen einen Last-Minute-Transfer zurück in seine Heimat. Nun soll im Winter über einen Verkauf - oder zumindest eine Leihe - gesprochen werden. In den Planungen von Trainer Ernesto Valverde spielt Turan überhaupt keine Rolle, wurde in der laufenden Spielzeit in der Liga nicht einmal eingewechselt. Sein Vertrag in Barcelona läuft noch bis 2020, angeblich will Turan diesen aussitzen.

    Anders ist die Lage bei Thomas Vermaelen, den die Bosse auch gerne loswerden würden. Der belgische Innenverteidiger will aber nicht gehen - und kann dabei zumindest auf die Unterstützung von Valverde zählen. Die Argumente von Vermaelen sind aber nicht sehr aussagekräftig: In der laufenden Spielzeit stand er noch keine einzige Minute in einem Pflichtspiel auf dem Platz.

    Kolumbianer Mina kommt wohl erst im Sommer

    In den Startlöchern steht längst Ersatz: Beim kolumbianischen Nationalspieler Yerry Mina haben die Katalanen ein Vorkaufsrecht. Rund neun Millionen Euro soll sein Transfer kosten. Bis Sommer darf der 23-Jährige aber noch bei Palmeiras bleiben, vorausgesetzt bis zum Winter gibt es keine schwerere Verletzung oder keinen Abgang mehr. Und sonst? Barça fahndet auf jeden Fall im Mittelfeld, wo neben Turan auch ein Spieler wie der im Sommer 2016 für viel Geld aus Valencia verpflichtete André Gomes kaum mehr eine Rolle spielt. An dieser Stelle kommt ein gewisser Leon Goretzka ins Spiel, der in den vergangenen Wochen immer wieder in katalanischen Medien als potenzieller Neuzugang gehandelt wurde.

    Goretzka: Die guten Erfahrungen mit ter Stegen

    Der deutsche Nationalspieler, der nicht zuletzt beim 5:1 über Aserbaidschan in der WM-Qualifikation auftrumpfte (kicker-Note 1,5), soll zu den Wunschkandidaten der sportlichen Führung zählen. Mit einem Deutschen, Schlussmann Marc-André ter Stegen, machte der Klub in jüngerer Vergangenheit schon sehr gute Erfahrungen. Nicht nur die Katalanen sind an Goretzka dran, den Schalke 04 gerne halten und dafür auch tief in die Tasche greifen würde. In dieser Saison wollen die Königsblauen Goretzka eigentlich nicht abgeben. Und wenn ein unmoralisches Angebot eintrudelt?

    Im Mittelfeld ist auch Nizzas Jean-Michael Seri weiter ein Thema, im Sommer stand der ivorische Nationalspieler schon zur Diskussion. Und da wäre ja auch noch ein gewisser Coutinho, dessen Wechsel-Theater hohe Wellen schlug. Barcelona würde den Brasilianer aber noch immer gerne verpflichten - wenn möglich natürlich auch im Winter. Diesbezüglich ist es ein Vorteil für die Katalanen, dass Liverpools Verantwortliche den 25-Jährigen auch mit Titelchancen überzeugen wollten. Sieben Punkte Rückstand in der Liga und zwei ernüchternde Remis in der Königsklasse sprechen da aber nicht unbedingt für die Reds. Und Barça-Geschäftsführer Oscar Grau legte am Mittwoch nach: "Wir haben das Geld, um Coutinho zu holen und auch jeden anderen Spieler, um den uns die sportliche Leitung bittet." Eine Kampfansage für die nächste Schlammschlacht im Winter?
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  21. #21
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    La Liga, 8. Spieltag: Erster Punktverlust für den FC Barcelona

    Atletico hält nicht stand: Suarez rettet Barça einen Punkt

    Atletico Madrid hat dem souveränen Spitzenreiter aus Barcelona die ersten Punkte der Saison abgeknüpft. Im neuen Wanda Metropolitano erarbeiteten sich die Katalanen nach Rückstand im zweiten Durchgang ein 1:1. Durch das Remis schrumpfte Barças Vorsprung auf Real Madrid auf fünf Punkte, während Colchoneros-Coach Diego Simeone abermals vergebens auf einen Sieg hoffte.

    Im ersten Spiel nach Kataloniens umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum führte es den FC Barcelona am Samstagabend ausgerechnet in die Hauptstadt Madrid. Dort wurde das Starensemble vor Spielbeginn von mehreren Hundert Atletico-Ultras mit einem Meer spanischer Nationalflaggen und lautstarken "Viva Espana (Es lebe Spanien)"-Sprechchören empfangen.

    In den folgenden 90 Minuten galt die Konzentration aber natürlich dem Showdown auf dem Rasen. Es war keine halbe Minute gespielt, da setzte Messi den Ball schon an den Pfosten. Allerdings sollte nach diesem ersten Ausrufezeichen von Barça lange nichts mehr kommen. Stattdessen zwang Griezmann Torhüter ter Stegen zweimal in Folge zu Glanzparaden (8./9.), ehe Saul Niguez in der 21. Minute Barcelonas Passivität zu einem zielgenauen Distanzschuss nutzte - 1:0 Atletico!

    Der Gastgeber konzentrierte sich daraufhin auf seine Paradedisziplin, das Verteidigen. Barça rannte ideenlos gegen eine Wand, Messi ließ sich immer öfter zurückfallen, um das Spiel selbst nach vorne zu treiben. Bis in die Schlussphase mussten die Katalanen ihre erste Saisonniederlage befürchten, doch die Wechsel von Trainer Valverde fruchteten. Sergi Roberto, Deulofeu und Paulinho kamen für Nelson Semedo, Iniesta und Rakitic.

    Simeones bittere Serie

    Weil Atletico nach vorne nichts mehr investierte und Barcelona seine Bemühungen steigerte, folgte der Ausgleich mit Ansage. Eine Flanke des eingewechselten Sergi Roberto verwertete Suarez per Kopf (82.). Damit war Barcelonas erste Nullnummer der Saison abgewehrt, jedoch bekam die bislang weiße Weste des Tabellenführers erste Flecken.

    Barcelonas Vorsprung auf Verfolger und Titelverteidiger Real Madrid beträgt nun nur noch fünf Punkte. Atletico schob sich durch den Punktgewinn einen Zähler hinter Real zumindest vorläufig auf Rang drei vor. Für Trainer Simeone war es im zwölften La-Liga-Duell mit Barça das vierte Remis bei acht Niederlagen. Sein erster Sieg war so lange zum Greifen nahe.
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  22. #22
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    Pl. Verein Sp. g. u. v. Tore Diff. Pkte.
    1 FC Barcelona (P) 8 7 1 0 24:3 21 22
    2 FC Valencia 8 5 3 0 17:7 10 18
    3 Real Madrid (M) 8 5 2 1 15:7 8 17
    4 Atletico Madrid 8 4 4 0 13:5 8 16
    5 FC Sevilla 8 5 1 2 9:4 5 16
    6 CD Leganes 8 4 2 2 7:3 4 14
    7 Real Sociedad San Sebastian 8 4 1 3 19:17 2 13
    8 Real Betis Sevilla 8 4 1 3 14:13 1 13
    9 FC Villarreal 8 4 1 3 11:10 1 13
    10 Athletic Bilbao 8 3 2 3 10:9 1 11
    11 UD Levante (N) 8 2 4 2 8:10 -2 10
    12 Espanyol Barcelona 8 2 3 3 7:11 -4 9
    13 Celta Vigo 7 2 2 3 13:11 2 8
    14 FC Getafe (N) 8 2 2 4 10:9 1 8
    15 Deportivo La Coruna 8 2 2 4 9:16 -7 8
    16 SD Eibar 8 2 1 5 3:17 -14 7
    17 FC Girona (N) 8 1 3 4 7:13 -6 6
    18 UD Las Palmas 7 2 0 5 5:13 -8 6
    19 Deportivo Alaves 8 1 0 7 3:12 -9 3
    20 FC Malaga 8 0 1 7 4:18 -14 1
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