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  1. #76
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    Geschäftsführer startet: Armin Veh rechnet nicht mehr mit dem Klassenerhalt



    Armin Veh wurde beim 1. FC Köln vorgestellt.

    Armin Veh (56) wurde am Montag beim 1. FC Köln offiziell vorgestellt

    Um 10 Uhr begann Vehs Köln-Abenteuer! Der neue Sportchef fuhr mit Alexander Wehrle am Geißbockheim vor, um 12.30 Uhr stellte er sich bei der offiziellen Vorstellung in der Pressekonferenz. Ob er noch an den Verbleib in der ersten Bundesliga glaubt? Seine Antwort war klar und deutlich! „Ich bin nicht blauäugig“, sagte der Geschäftsführer am Tag nach der bitteren 3:4-Heimniederlage nach einer 3:0-Führung gegen den SC Freiburg. „Wenn wir gestern gewonnen hätten, hätten wir noch eine kleine Chance gehabt. Jetzt muss man klar sagen, dass du normalerweise anders planen musst.“

    Favoritenrolle in 2. Liga annehmen

    Schon jetzt beginnen die Planungen für den wohl bevorstehenden Gang in die 2. Liga. Veh: „Wenn kein großes Wunder passiert und der FC nächstes Jahr in der 2. Liga spielt, müssen wir eine Mannschaft haben, die sofort die Favoritenrolle annehmen kann.“ Das heiße aber nicht, dass Köln die ausstehenden 19 Spiele abschenke. „Das geht nicht, auch wegen der Konkurrenz nicht. Das ist nicht anständig“, sagte Veh. Zur offenen Trainerfrage wollte sich Veh noch nicht äußern, er möchte erst einmal Interimscoach Stefan Ruthenbeck kennenlernen.

    Veh nicht auf der Trainerbank

    Am Montagmorgen war der neue Sportchef bereits zum ersten Mal im Trainerbüro gewesen und hatte sich vorgestellt. Er schloss aber eines aus: „Ich werde nicht mit auf der Trainerbank sitzen.“ Für Veh ist es die erste Station als Geschäftsführer, zuvor arbeitet er auf dieser Position Interimsweise für ein halbes Jahr beim VfL Wolfsburg als Trainer und Geschäftsführer.

    Einige Kernaussagen während der PK:

    Wehrle zum Stöger-Deal mit dem BVB:
    "War nur ne formaljuristische Geschichte, das haben wir am Sonntagvormittag unbürokratisch geregelt.

    Veh zu Parallelen mit Vor-Vorgänger Volker Finke:
    "Ich kann nicht aus irgendwelchen Dingen etwas ableiten, was bei Volker Finke war."

    Spinner Aussage zur Fanszene:
    "Die Situation mit der aktiven Fanszene ist schwierig, weil alle Themen zusammengemischt werden. Es ist nicht sichtbar, wie wir das wieder hinbekommen. Es ist komplett inakzeptabel, was in Belgrad passiert ist. Wir müssen sehen, wie wir mit der Strafe der UEFA umgehen."

    Veh zur Personalsituation:
    "Es wird sicher einer dazukommen, der mir assistiert, was das Thema Sport anbelangt. Wie seine Funktion dann genannt wird, ist nicht so wichtig."

    Veh und die Fans:
    "Ich kann mir vorstellen, dass der Frust groß ist. Aber wir werden natürlich versuchen, die Fans mitzunehmen."

    Veh über den Job beim FC:
    "Ich habe hier ein halbes Jahr Zeit gehabt, beim Fußball-Lehrer die Stadt kennenzulernen. Ich habe mehr SMS bekommen als bei der Deutschen Meisterschaft mit Stuttgart. Da weiß man, wieviele am Klub teilhaben." Waren das Beileids-SMS? "Teils, teils."

    Veh über aktuelle Verträge:
    "Wenn wir der Meinung sind, dass es gut ist, die Verträge einzuhaten, dann werden wir darauf auch pochen. Aber es ist ja hypothetisch jetzt."

    Veh über das Spiel gegen Freiburg:
    "Ich habe mir gewünscht, dass sie gestern gewinnen, um noch ne kleine Chance zu haben. Das hat leider nicht geklappt."

    Spinner zu den Vorstand raus rufen:
    "Wir haben die Notwendigkeit gesehen, verschiedene Dinge anzusprechen. Wir haben hinter den Kulissen sehr stark gearbeitet. Habe hier eine Aufgabe übernommen, die erfülle ich, so gut es geht.

    Veh über die Rückrunde:
    "Wir haben eine Situation, die es so ja noch nicht gab. Drei oder sechs Punkte in der Winterpause - das ist nicht normal. Wir werden als Klubs nicht in der Rückrunde alles abschenken. Das ist klar."

    Veh über den Trainer:
    "Ich werde nicht auf der Bank sitzen. Bin nicht der Oberaufpasser des Trainers."

    Veh über die dringlichste Aufgabe:
    "Ich muss erst mal den jetzigen Trainer kennenlernen. Keine Entscheidung treffen, die dir die Zukunft am Ende verbauen. Ich habe mir Gedanken gemacht." "Normalerweise musst du jetzt anders planen, ohne die Bundesliga komplett abzuschenken. Das wäre auch nicht anständig. Können jetzt früh anfangen zu planen. Wir müssen eine Mannschaft im Sommer auf den Platz bringen, die die Favoritenrolle in der Zweiten Liga annimmt."

    Veh über das FC Image:
    Veh: "FC hat sich vier Jahre lang ein positives Image aufgebaut. Was jetzt passiert ist, kann ich nicht beurteilen. Es war mein Eindruck, dass der FC gut geführt. Im Sport kann es kleine Dinge geben, die den Ausschlag geben, dass man nicht erfolgreich ist."

    Wehrle über Veh:
    "Bin mir absolut sicher, dass er genau der richtige Mann ist. Auch in Stuttgart gab es schwierige Phasen und da lernt man Menschen kennen. Bin überzeugt, dass er Stabilität in den Verein bringt. Er ist bereit, sich für ein Projekt zu begeistern."


    Quelle: Express
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  2. #77
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    1. FC Köln: Armin Veh steht vor einem Berg von Arbeit



    Alexander Wehrle kam am Montagmittag ein in diesen Zeiten bemerkenswerter Satz über die Lippen. „Heute ist ein sehr guter Tag für den 1. FC Köln“, sagte der FC-Geschäftsführer und schaute dann vom Podium im Presseraum des Kölner Stadions flüchtig, aber freundlich zu Armin Veh. Der 56-jährige gebürtige Augsburger hat beim FC einen Vertrag als Geschäftsführer Sport bis 2020 unterschrieben, beim abgeschlagenen Schlusslicht der Bundesliga allerdings gleich einen Berg von Arbeit vor sich.

    Gefunden, ohne zu suchen

    Veh erklärte, dass er bis zuletzt eigentlich gar nicht gezielt auf der Suche nach einem Job war. Aber die Anfrage des FC, die habe ihn dann sofort gereizt. Dass er möglicherweise nach dem Ende der Verhandlungen mit Horst Heldt (Hannover 96) Kandidat B sein könnte, sei für ihn kein Problem. „Für mich ist der FC ein großer, stolzer Klub. Ich kenne ihn zwar nur von außen, werde ihn nun aber auch von innen kennenlernen. Der Verein hat sich über vier Jahre lang ein gutes Image aufgebaut. Aber es werden schon gewisse Dinge passiert sein, dass er nun in der Liga so dasteht. Ich bin nicht blauäugig“, sagte Veh, der sich natürlich auch zu seinen kommenden Aufgaben äußerte.

    Veh erhält Assistenz

    Auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer wollte er noch nicht konkret eingehen, er möchte erst einmal Interimscoach Stefan Ruthenbeck und dessen Team besser kennenlernen. Klar ist, dass er eine Art Sportdirektor zur Seite gestellt bekommt. „Es wird schon noch einer dazukommen, der mir assistiert“, sagte Veh. Dies wird fast sicher Frank Aehlig (49) sein, mit dem Veh bereits mehrere Jahre zusammengearbeitet hatte. Aehlig steht noch bei RB Leipzig unter Vertrag, die Verhandlungen des FC mit den Sachsen sind allerdings fortgeschritten.

    Veh rechnet nach der dramatischen 3:4-Niederlage gegen Freiburg selbst nicht mehr damit, dass der FC noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt hat. Er plant mit einem abermaligen Neuanfang in der 2. Bundesliga, das war deutlich rauszuhören. „Wenn der FC das Spiel gewonnen hätte, dann hätte man noch eine kleine Chance gehabt. Normalerweise musst du jetzt anders planen. So werde ich auch anfangen“, sagte Veh. Es sei ein Vorteil, dass der Verein wahrscheinlich sehr früh Planungssicherheit habe, im Falle der Rückkehr in die 2. Liga müsse der Klub sofort die Favoritenrolle annehmen. „Dennoch dürfen wir ab sofort natürlich nie Spiele in der Bundesliga einfach abschenken“, forderte Veh, der von Präsident Werner Spinner als „Persönlichkeit“ mit „sagenhafter Erfahrung“ und großen „Kommunikationseigenschaften“ vorgesellt wurde. „Armin Veh hat zudem eine positive Lebenseinstellung“, ergänzte Wehrle, der den neuen Manager aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart gut kennt.

    Erfahrener Mann

    Erfahrung sammelte Veh in erster Linie als Trainer, der seit 27 Jahren im Geschäft ist. Dennoch habe er in diesen Jahren immer auch Manager-Aufgaben mit übernommen. „Für mich ist das also nichts Neues“, erklärte der neue Sportchef, der 2009/10 beim VfL Wolfsburg für sechs Monate auch als Trainer und Manager in Personalunion gearbeitet hatte. Veh machte deutlich, dass er im Gegensatz zu Vorgänger Jörg Schmadtke bei Spielen nicht auf der Bank Platz nehmen wird. „Das wäre als ehemaliger Trainer unvernünftig“, sagte Veh, der in Zukunft durch sein Wirken dem Klub „etwas Langfristiges“ hinterlassen möchte.

    Quelle:KSTA
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  3. #78
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    KSTA Kommentar: Abschied des 1. FC Köln aus der Ersten Liga hat begonnen



    Nächstes Jahr wohl zweitklassig: der 1. FC Köln

    Die Partie am Sonntag gegen Freiburg schien am Ende eine Ewigkeit gedauert zu haben, so viel war passiert. Der wegen des Schnees verzögerte Anpfiff. Die erste halbe Stunde, in der die Kölner ihren Gegner überrannten und scheinbar uneinholbar in Führung gingen. Dann der Kollaps.

    Es hätte der Auftakt sein können für die größte Aufholjagd in der Geschichte der Bundesliga. Doch historisch war nur der Zusammenbruch: Der Abstiegskampf des 1. FC Köln in der Saison 2017/18, er war auf den 10. Dezember beschränkt – und dauerte ziemlich genau 30 Minuten. Zu mehr war die Mannschaft körperlich nicht in der Lage. Sport ist zwar auch eine Frage des Willens. Aber über den totalen Zusammenbruch trägt einen kein Wille. Irgendwann ist es einfach aus.

    19 Spiele sind noch zu absolvieren, und für den 1. FC Köln und seine Verantwortlichen geht es nun darum, sich so würdevoll zu verabschieden, wie es dieser Verein verdient. Die Rufe gegen den Vorstand – sie sind unangenehm. Aber Verantwortung muss man auch im Misserfolg tragen. Sie wiegt in diesen Tagen nur schwerer.

    Wichtiger wird es nun sein, frühzeitig die nächste Saison in der Zweiten Liga so vorzubereiten, dass es bei dieser einen bleibt. Die Kölner müssen das Geld zusammenhalten und mit Weitblick planen. Am Montag wird Armin Veh seine Arbeit am Geißbockheim aufnehmen. Nach Peter Stögers Entlassung, dem Europapokal-Aus in Belgrad und dem Alptraum gegen Freiburg steht er im Trümmerfeld einer sportlichen Abteilung, deren Geschäftsführer er nun sein wird.

    Für die Mannschaft wird es darum gehen, sich in der Rückrunde ordentlich zu präsentieren. Es sollte ihr leicht fallen, Spiele in der Ersten Liga sind Motivation genug. Der Abschied hat begonnen.


    Quelle: KSTA
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  4. #79
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    Neuer Geschäftsführer will "nicht alle Spiele abschenken"

    "Ein guter Tag": Köln stellt Veh auch offiziell vor

    Das 3:4 nach 3:0-Führung gegen den SC Freiburg hallte noch nach, sportlich ist die Lage des 1. FC Köln in der Bundesliga mit nur drei Punkten nach 15 Spieltagen nahezu ausweglos. Am Montag begann für das abgeschlagene Tabellenschlusslicht aber eine neue Zeitrechnung. Armin Veh wurde als Geschäftsführer Sport auch offiziell vorgestellt. Der Schwere der Aufgabe ist sich Veh bewusst, wie er anklingen ließ.



    Amtsantritt beim FC in sportlicher Schieflage: Armin Veh.

    Der Nachfolger von Jörg Schmadtke wurde bereits am vergangenen Mittwoch benannt und hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 unterschrieben. Am Donnerstag musste sich Veh das Aus in der Europa League in Belgrad bei Roter Stern (0:1) und am Sonntag die bittere Pleite im Kellerduell gegen Freiburg ansehen, am Montag hat der 56-Jährige nun seinen Dienst in der Domstadt angetreten. "Hätten wir gegen Freiburg gewonnen, hätten wir noch eine kleine Chance gehabt", meinte Veh bei seinem Amtsantritt: "Ich möchte die Chance nicht in Prozent betiteln. Normalerweise musst du jetzt anders planen. So werde ich die Arbeit auch anfangen."

    Ich habe immer gesagt: Ihr müsst den Kölnern gratulieren, nicht mir! Armin Veh auf die Frage nach Glückwünschen zu seinem neuen Job
    "Heute ist ein guter Tag für den Effzeh. Ich bin fest davon überzeugt, dass Armin Veh uns Stabilität in alle Bereiche der Organisation bringt", freute sich Geschäftsführer Alexander Wehrle, auch FC-Präsident Werner Spinner hob die positiven Eigenschaften des neuen Hoffnungsträgers hervor: "Armin Veh hat große Erfahrung im Fußball. Seine Klarheit, Offenheit, Empathie und sein Optimismus sind Eigenschaften, die wir beim 'Effzeh' gut gebrauchen können."

    Veh soll den Kölnern den Weg aus der Krise weisen, ist sich aber im Klaren darüber, "dass wir einiges an Arbeit vor uns haben". Dies will er "mit Leidenschaft angehen". Und an die Konkurrenz richtet er trotz der prekären sportlichen Situation auch gleich eine Ansage: "Eins ist klar: Dieser Klub, der ein stolzer Klub ist, wird in der Rückrunde nicht alle Spiele abschenken. Das kann man nicht tun, das geht nicht. Das ist nicht anständig."

    Für Veh geht es darum, die von Spinner und Wehrle geforderte Ruhe und Stabilität wieder in den Verein hineinzubringen - und auch einen Trainer zu finden. Einen, der beim "Effzeh" - sollte dieser den Gang in die Zweitklassigkeit nicht doch noch verhindern können - den Neuaufbau und die sofortige Rückkehr ins deutsche Oberhaus bewerkstelligen kann. "Wenn es nicht so sein sollte, dass ein großes Wunder passiert und wir in der 2. Bundesliga anfangen, dann müssen wir eine Mannschaft auf dem Platz haben, die sofort diese Favoritenrolle annimmt", stellt Veh klar. Zunächst will sich Veh in Köln aber "ein Bild machen, dann werden wir Entscheidungen treffen".

    Quelle: Kicker
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  5. #80
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    Das Kölner Fitness-Problem: FC hechelt in der Liga nur noch hinterher



    Der FC brachte es nicht zustande, eine 3:0-Führung nach Hause zu bringen.

    In den Gesichtern der Profis steckte nach dem Abpfiff vieles: Frust, Enttäuschung, Unglaube – aber man sah ihnen auch die Kraftlosigkeit an.Nach den ersten fulminanten 30 Minuten und der 3:0-Führung ging es mit der Ausdauer rapide bergab. Eines wurde für alle deutlich sichtbar: Der FC hat ein eklatantes Fitness-Problem!

    Sie möchten Belege dafür? Die Statistiken der zweiten Halbzeit beschreiben das ganze Dilemma. Freiburg (die zuvor auswärtsschwächste Mannschaft der Liga) hatte in Köln (!) 75 Prozent Ballbesitz, 19 Torschüsse und 7 Eckbälle. Köln? Null Schüsse aufs Tor, null Schüsse neben das Tor und null Eckbälle. Dreimol null is null – in Punkten gesprochen. Kein Wunder, dass die Freiburger die Partie drehten.

    Schon seit Wochen keucht der FC in der Liga nur hinterher

    Natürlich hatte die starke Anfangsphase auf dem schneebedeckten Platz gegen Freiburg Kräfte gekostet. Aber am Ende ging konditionell kaum noch etwas. Dass ein Dominique Heintz, der zuletzt verletzt fehlte, noch einer der agilsten war, ist bezeichnend. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr viel investiert. In der zweiten Halbzeit haben wir dann nachgelassen", sagt der Rückkehrer. Coach Stefan Ruthenbeck: „Ab der 30. Minute kippt das Spiel. Wir haben alles versucht, viel Herzblut gezeigt." Aber am Ende reichten einmal mehr die Kräfte nicht. „Die körperliche Verfassung ist kein Alibi. Ob ich verwundert bin über den Zustand oder nicht, spielt keine Rolle. Ich suche die Fehler bei uns und sonst nirgendwo", sagt der Trainer.



    Dominique Heintz war noch einer der besten Kölner.

    Schon im Sommer Anzeichen mangelnder Fitness

    Schon seit Wochen ist die fehlende Fitness am Geißbockheim ein Thema. Ein Seitenhieb des Vorstandes auf Ex-Trainer Peter Stöger ist im offenen Brief zu finden. So sei die Verletztenmisere auf die sportliche Führung zurückzuführen und nicht etwa reines Unglück. Doch zuletzt wurde Athletiktrainer Benny Kugel nach seiner internen und wohl auch externen Kritik zur Verwunderung vieler kaltgestellt. Dabei gab es schon im Sommer Anzeichen, dass die Mannschaft ein Fitnessproblem bekommen könnte. Nach einer harten Vorbereitung kam zu keinem Zeitpunkt die gewünschte Frische zurück. Die Spieler schnauften Richtung Liga-Start.

    FC-Profis legten die Füße hoch

    Auch der Lebensstil der Profis soll in den Jahren zuvor professioneller gewesen sein, das hört man immer wieder. Einige hatten auch im Sommerurlaub zu sehr die Füße hochgelegt, waren mit dem ein oder anderen Kilo zu viel aus der Pause gekommen. Bezeichnend auch die Aussage von Heintz: „Eine 3:0-Führung hätten wir in den letzten Jahren souverän runtergespielt."


    Quelle: Express
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  6. #81
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    Der Brief der Chefs ist schlechter als Kölns Tabellenplatz

    Nach der amateurhaften Pressekonferenz zur Entlassung Stögers wendet sich der Vorstand des 1. FC Köln in einem offenen Brief an seine Fans. Dass solche Leute einen Traditionsklub führen dürfen, ist ein Armutszeugnis. Wenn nicht gerade Adventszeit wäre, könnte man das konfuse Schreiben vielleicht als Karnevalsgag oder Aprilscherz abtun. So aber, zwei Wochen vor dem frommen Fest, kommt es daher wie ein eilends ausgefüllter Wunschzettel, an dessen Erfüllung ohnehin niemand glaubt.

    Der Vorstand des 1. FC Köln hat sich in einem offenen Brief an seine leidgeprüften Anhänger gewandt und um Verständnis für manch zurückliegende Entscheidung gebeten. Doch das, was Werner Spinner, Markus Ritterbach und Toni Schumacher da so von sich geben, ist noch schlechter als die Tabellenplatzierung der Mannschaft in der Fußball-Bundesliga. Ganze zwei Stunden nach dem turbulenten 3:4 (3:1) gegen den SC Freiburg, das den Abstieg besiegelt haben dürfte, äußern sich die Funktionäre des „Effzeh“ zur brisanten Lage und treten in bester Vorstoppermanier noch mal nach gegen das einstige Erfolgsduo Jörg Schmadtke/Peter Stöger.

    „Wir als Vorstand des 1. FC Köln haben den operativ Verantwortlichen immer großes Vertrauen entgegengebracht, ein Vertrauen, das sie sich über Jahre durch außergewöhnlich erfolgreiche Arbeit für den FC verdient gemacht hatten. Jedoch haben wir dadurch zu spät realisiert, dass das erfolgreiche Duo … nicht mehr funktioniert – mit allen Konsequenzen, die dies bis heute hat“, heißt es in dem Brief etwa. Und weiter: „Wir hätten genauer hinschauen und früher eingreifen müssen. In der Krise haben wir nicht mehr so souverän agiert, wie es unser Anspruch ist. … Wir sind weder handlungsunfähig noch resigniert.“

    Schülerpraktikanten auf dem Podium

    Soll dies die aufgebrachten Fans befrieden? Oder wollen da nur ein paar Wichtigtuer ihre Haut retten? Fest steht: Der Brief ist an Peinlichkeit kaum zu übertreffen und fügt sich in die jüngsten Auftritte der Kölner Funktionäre. Schon bei der Entlassung des beliebten Trainers Stöger hatten sich Präsident Spinner und Geschäftsführer Alexander Wehrle vor einer Woche wie zwei Schülerpraktikanten gegeben, die zum ersten Mal auf einem Podium vor Publikum sprechen. Unvorbereitet, stammelnd, amateurhaft.

    Dass solche Leute einen Traditionsklub führen dürfen, ist ein Armutszeugnis sondergleichen und lässt Zweifel daran aufkommen, ob der FC nach dem unausweichlichen Gang in die Zweite Liga rasch zurückkommt in Deutschlands Eliteklasse.



    Einstiges Erfolgsduo des 1. FC Köln: Manager Jörg Schmadtke (l.) und Trainer Peter Stöger

    Statt neunmalkluge Schreiben zu verfassen, wären sie beim Tabellenschlusslicht besser die wirklich wegweisenden Dinge konsequenter angegangen. Ein neuer Trainer, der Aufbruchsstimmung erzeugen kann, fehlt noch immer. Und ob Armin Veh,der am Montag seinen Dienst am Rhein aufnahm, in seiner Funktion als Geschäftsführer Sport wirklich richtig aufgehoben ist, erscheint auch mehr als zweifelhaft. „In dieser Situation wäre es der einfachste Weg, davonzulaufen und den FC in einer schwierigen Lage anderen zu hinterlassen. Aber das werden wir nicht tun“, schreiben Spinner und Co. in ihrem Brief. „Wir stellen uns der Kritik, und wir stellen uns der Verantwortung, die mit unserer fast einstimmigen Wahl bis 2019 verbunden ist.“

    Man möchte ihnen zurufen: „Wäret ihr bloß losgelaufen!“

    Quelle: Welt
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  7. #82
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    1. FC Köln: Dank Ausstiegsklausel – Jonas Hector im Sommer wohl weg




    Nach der jüngsten 3:4-Heimpleite gegen den Mitabstiegskonkurrenten SC Freiburg dürfte der Abstieg des 1. FC Köln angesichts von nur 3 Punkten nach 15 Spieltagen auf der Habenseite und 12 Zählern Rückstand auf das rettende Ufer nicht mehr zu verhindern sein. Der bevorstehenden Gang in die Zweitklassigkeit wird mit einem personellen Aderlass im Sommer einhergehen, wobei allen voran Jonas Hector zu den begehrtesten FC-Profis gehört. Der Linksverteidiger, der auch in der Nationalmannschaft auf der linke Seite zum Stammpersonal gehört, hat zwei erst zu Saisonbeginn seinen Kontrakt bis 2021 verlängert, doch im Fall eines Abstiegs kann Hector die Domstädter für eine überschaubare, festgeschriebene Ablöse verlassen.

    Auch Horn & Bittencourt mit Ausstiegsklausel


    Zwar ist der 27-Jährige eng mit den Kölnern verbunden und schlug in der Vergangenheit auch schon attraktive Offerten vom FC Barcelona oder Paris St. Germain aus, aber die 2. Liga wird sich Hector nicht antun. Zumal sich der Linksfuß, der aufgrund eines Syndesmosebandriss seit dem 3. Spieltag ausfällt, bei der WM 2018 in Russland ins Schaufenster stellen kann. Anfragen von verschiedenen Topklubs für den Sommer sind wohl sicher und dem 1. FC Köln sind aufgrund der Ausstiegsklausel die Hände gebunden.

    Doch Hector ist nicht der einzige Akteur, der sich für den Abstiegsfall eine Ausstiegsklausel vertraglich gesichert hat. Denn auch Stammkeeper Timo Horn sowie Offensivakteur Leonardo Bittencourt haben einen entsprechenden Passus in ihren Kontrakten und für beide wird es mit Sicherheit Angebote anderer Klubs geben. Und die Möglichkeit, die Spieler für deutlich unter Marktwert zu bekommen, ist verlockend.

    Quelle: Fussball.com
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  8. #83
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    Veh glaubt nicht an Klassenerhalt – Spielerverkäufe im Winter?



    Neues Geschäftsführer-Duo: Alexander Wehrle (l.) und Armin Veh

    Bei seiner offiziellen Vorstellung am Montagmittag beim 1. FC Köln zeigte sich Armin Veh von seiner charmanten, eloquenten Seite, doch eine Sache muss der neue Geschäftsführer des 1. FC Köln noch lernen: Der Name von Erzrivale Borussia Mönchengladbach steht in Köln auf dem Index, zumindest bei den Anhängern des FC. Als Veh gefragt wurde, wie gut er Köln kenne und welches Bild er von Verein und Stadt habe, antwortete er: „Ich bin ja schon mit 18 Jahren nach Mönchengladbach gewechselt. Das ist zwar nicht Köln, aber es ist ja in der Nähe.“ Darauf lachte der 56-Jährige dann selbst.

    Gut gelaunt und gekleidet, motiviert und ausgestattet mit einem Vertrag bis 2020 trat der ehemalige Meistertrainer des VfB Stuttgart seinen neuen Job an. Doch an den Bundesliga-Klassenverbleib des mit drei Punkten abgeschlagenen Tabellenletzten glaubt er dann doch nicht mehr. „Ich bin nicht blauäugig, ich weiß, dass wir sehr viel Arbeit haben“, sagte Veh über den Abstiegskampf, der nach der apokalyptischen 3:4-Niederlage gegen Freiburg für Köln gefühlt keiner mehr ist: Veh: „Hätten wir gegen Freiburg gewonnen, hätten wir noch eine kleine Chance gehabt. Normalerweise musst du jetzt anders planen. So werde ich die Arbeit auch anfangen. Wenn es nicht so sein sollte, dass ein großes Wunder passiert, dann fangen wir in der zweiten Bundesliga an. Dann müssen wir eine Mannschaft auf dem Platz haben, die sofort diese Favoritenrolle annimmt.“

    Verhandlungen mit Aehlig weit fortgeschritten

    Mit Anstand absteigen, das ist offenbar das Motto für den Rest der Saison. Der FC dürfe auch deshalb keine Spiele in der Bundesliga einfach so abschenken. „Das kann dieser stolze Klub nicht, auch wegen der Konkurrenz nicht. Das wäre nicht anständig“, sagte Veh.



    Veh flankiert von Wehrle und Präsident Spinner (r.)

    Auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer wollte er noch nicht konkret eingehen, Veh möchte erst einmal Interimscoach Stefan Ruthenbeck und dessen Team besser kennenlernen. Klar ist, dass ihm eine Art Sportdirektor zur Seite gestellt wird. „Es wird schon noch einer dazukommen, der mir assistiert“, sagte Veh. Das wird fast sicher Frank Aehlig (49) sein, mit dem der Schwabe bereits mehrere Jahre zusammengearbeitet hat. Aehlig steht noch bei RB Leipzig unter Vertrag, die Verhandlungen des FC mit den Sachsen sollen aber weit fortgeschritten sein.

    Seit 27 Jahren ist Veh Bestandteil des Profi-Geschäfts, Erfahrung sammelte er aber in erster Linie als Trainer. Dennoch habe er in diesen Jahren immer auch Manager-Aufgaben mit übernommen. „Für mich ist das also nichts Neues“, erklärte der neue Sportchef, der 2009/10 beim VfL Wolfsburg für sechs Monate als Trainer und Manager in Personalunion gearbeitet hatte. Veh machte deutlich, dass er im Gegensatz zu Vorgänger Jörg Schmadtke bei Spielen nicht auf der Bank Platz nehmen wird. „Das wäre als ehemaliger Trainer unvernünftig.“

    Auf den neuen Sportchef wartet bereits in seinen ersten Tagen eine Flut an Aufgaben. Neben der Trainersuche wird die Kaderplanung seine dringendste sein. Er muss eine Mannschaft zusammenstellen, die im Falle des Abstiegs sofort in der Lage ist, ins Oberhaus zurückzukehren und perspektivisch dann auch dort wieder eine gute Rolle spielen kann. Da der Klassenerhalt in dieser Spielzeit nur noch illusorisch ist, lohnen sich vor Wochen angedachte und eingeleitete Millionen-Transfers wohl nicht mehr.

    Verkauft der 1. FC Köln Leistungsträger?

    Im Gegenteil, der FC muss evaluieren, ob es vielleicht nicht sinnvoller ist, bei entsprechenden Angeboten einige Spieler ziehen zu lassen. Als die begehrtesten gelten sicherlich Torhüter Timo Horn, Dominique Heintz, Jonas Hector, Frederik Sörensen, Salih Özcan, Sehrou Guirassy und Leonardo Bittencourt. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ haben sie mit Ausnahme von Özcan alle Verträge mit einer Ausstiegsklausel, die im Abstiegsfall im nächsten Sommer greift. Horn, der im Fokus des FC Bayern stehen soll, Hector, Heintz und Sörensen haben nicht nur alle einen Marktwert im zweistelligen Millionenbereich, aufgrund ihrer Klasse und gesammelter Erfahrung dürften sie die Spieler sein, die für andere Klubs am interessantesten sind.


    Quelle: KSTA
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  9. #84
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    FC-Fans reagieren auf Brief: „Ihr habt versagt! Stellt euch der Realität entgegen“



    Die Fans haben eine ganz klare Meinung zum FC-Vorstand.


    Der 1. FC Köln hat seiner Misere mit der 3:4-Pleite gegen den SC Freiburg ein weiteres, bitteres Kapitel hinzugefügt.

    Obwohl die Kölner nach 29 Minuten mit 3:0 geführt und den ersten Saisonsieg dicht vor Augen hatten, verpasste das Schlusslicht der Bundesliga diesen erneut.

    Die Emotionen schlugen nach dem Spiel erwartungsgemäß hoch. Die Führung des 1. FC Köln sah sich mit lauten „Vorstand raus“-Rufen konfrontiert und reagierte anschließend mit einem Offenen Brief an die Fans

    Dabei gestanden Präsident Werner Spinner und die Vizes Toni Schumacher und Markus Ritterbach eigene Fehler ein, stellten aber auch den geschiedenen Jörg Schmadtke (Sport-Geschäftsführer) und Peter Stöger (Trainer) kein gutes Zeugnis aus. Einen Rücktritt schloss der Vorstand aus.

    Die Reaktion der FC-Fans ließ nicht lange auf sich warten. Die Mitteilung wurde via Twitter und Facebook rege kommentiert. Die meisten Fans zeigen sich verärgert, insbesondere über die Äußerungen gegen Jörg Schmadtke und Peter Stöger.


    Quelle: Express
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  10. #85
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    Offener Brief an Fans

    Kölner Vorstand versucht vergeblich Wogen zu glätten




    Ein Bild aus erfolgreicheren Zeiten: Das Präsidium singt mit Geschäftsführer Alexander Wehrle (3.v.l.) im Stadion die Hymne.

    Der Vorstand des 1. FC Köln steht massiv in der Kritik. Viele sehen in dem Präsidium um Werner Spinner die Hauptverantwortlichen für die Krise. Nun hat sich die Vereinsführung mit einem offenen Brief an die Fans gewandt. Doch die Wut der Anhänger bleibt.

    Bei der frustrierenden 3:4 (3:1)-Niederlage der Kölner gegen den SC Freiburg gab es im Stadion laute "Vorstand raus"-Rufe. Köln steht mit nur drei Punkten abgeschlagen am Tabellenende, selbst die größten Optimisten glauben nicht mehr an den Klassenerhalt. Wenige Stunden nach dem Spiel veröffentlichte das Bundesliga-Schlusslicht einen Offenen Brief. Darin gestanden Präsident Werner Spinner und die Vize-Präsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach eigene Fehler ein, stellten aber auch den geschiedenen Jörg Schmadtke (Sport-Geschäftsführer) und Peter Stöger (Trainer) kein gutes Zeugnis aus. "Bei allen äußeren Faktoren, die zusammengekommen sind und die wir nicht beeinflussen können, müssen wir selbstkritisch eingestehen, dass ein großer Teil der schwierigen Lage selbstverschuldet ist", hieß es in dem Schreiben. Man habe "zu spät realisiert, dass das erfolgreiche Duo Jörg Schmadtke und Peter Stöger, das wir 2013 zum 1.FC Köln geholt haben, nicht mehr funktioniert - mit allen Konsequenzen, die dies bis heute hat, von Transfer- und Kaderentscheidungen bis zur Zahl der Verletzungen. Wir hätten genauer hinschauen und früher eingreifen müssen."Zuletzt hatte es vermehrt Berichte über Risse im Verhältnis zwischen Schmadtke und Stöger gegeben, aus denen die verkorkste Transferperiode im Sommer resultierte.

    "Kritik ist gerechtfertigt"

    Die Kölner Vereinsführung gab zuletzt in der Krise ein jämmerliches Bild ab. Schumacher äußerte sich in der Personalie Horst Heldt äußerst unglücklich, Spinner ging wochenlang auf Tauchstation. Zudem gerieten immer wieder Interna an die Öffentlichkeit. Ein Zustand, den man aus früheren Zeiten in Köln kennt, der aber der Vergangenheit anzugehören schien. Doch das klappte nur, solange der Erfolg da war. Nach dem Ausscheiden von Schmadtke habe die Führung "intern die nötige Klarheit und Geschlossenheit vermissen und nach außen ein Bild entstehen lassen, das nicht zu dem 1. FC Köln passt, für den wir seit 2013 stehen", hieß es in dem Brief. "In der Krise haben wir nicht mehr so souverän agiert, wie es unser Anspruch ist. Das kreiden wir uns ganz persönlich an und wir bedauern es. Auch in der Mannschaft ist die Geschlossenheit in Teilen verloren gegangen." Insgesamt lautete das Urteil: "Unzulässige persönliche Diffamierungen einmal beiseite lassend, ist die aktuelle Kritik an unserer Amtsführung daher gerechtfertigt."

    Die Kritik riss auch nach dem Offenen Brief nicht ab. Die Reaktionen in den Sozialen Netzwerken fielen fast ausnahmlos negativ aus. "Der Brief kommt zwei Monate zu spät und macht alles nur noch schlimmer. Wer soll dem Vorstand denn jetzt noch vertrauen?", schrieb ein Twitter-User. "Eigentlich ein smarter Move, aber der Seitenhieb auf das Duo Schmadtke-Stöger ist nicht wirklich nett oder professionell", meinte ein anderer. Der Großteil der Fans forderte - mal sachlich, mal mit derben Worten - den Rücktritt des Führungstrios.



    Den lehnt der Vorstand jedoch ab. "In dieser Situation wäre es der einfachste Weg, davonzulaufen und den FC in einer schwierigen Lage anderen zu hinterlassen. Aber das werden wir nicht tun", schrieben Spinner und Co: "Wir stellen uns der Kritik und wir stellen uns der Verantwortung, die mit unserer einstimmigen Wahl bis 2019 verbunden ist." "Nach vier unglaublich erfolgreichen Jahren, die in unserer Bilanz stehen, sind wir tief gefallen. Wir werden gemeinsam wieder aufstehen. Und wir hoffen und wünschen uns, dass Ihr uns dabei unterstützt." Bei Vehs Vorstellung beklagte sich Spinner über eine seiner Meinung nach ungerechte Behandlung in den Medien. "Es gab Berichte und Kommentare, die mich persönlich sehr diffamiert haben. Das finde ich unerträglich", sagte er.
    Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen

  11. #86
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    Erwischt! FC-Nationalspieler Hector wieder am Ball



    Jonas Hector trainiert erstmals nach seiner Verletzung wieder mit dem Ball.

    Endlich auch mal gute Nachrichten!

    Während sich Sportchef Armin Veh im Stadion vorstellte schnürten am Geißbockheim zwei Rekonvaleszenten wieder die Schuhe. Und für einen begann damit die WM-Mission. Denn EXPRESS erwischte Jonas Hector bei seiner ersten Einheit mit dem Ball. Der Nationalspieler absolvierte gemeinsam mit Simon Zoller eine Reha-Einheit im Franz Kremer-Stadion.

    Comeback zu Beginn der Rückrunde geplant

    Nach drei Monaten geht Hectors Leidenszeit langsam dem Ende entgegen. Er hatte sich beim Europa League-Spiel bei Arsenal London einen Syndesmosebandriss im rechten Knöchel zugezogen. Das ist drei Monate her. Lange musste der Linksverteidiger nach seiner Operation auf Krücken gehen. Man hofft, dass er zu Beginn der Rückrunde wieder fit ist. Auch Simon Zoller soll dann wieder dabei sein, er erlitt gegen Mainz eine Muskelverletzung im Oberschenkel.


    Quelle: Express
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  12. #87
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    Kölns neuer Sportchef: Vier FC-Brennpunkte – kann Veh hier zaubern?



    Der neue Geschäftsführer des 1. FC Köln, Armin Veh

    Nach dem Freiburg-Desaster fühlt sich beim 1. FC Köln alles nach Abstieg an, da tritt Armin Veh (56) seinen Dienst an

    Der neue Sportchef macht keinen Hehl aus der Situation: „Wir können für die Zweite Liga planen, alles andere wäre ein Superwunder.“

    Der Mann aus Augsburg kommt in einen „stolzen Klub. Vier Jahre wurde ein positives Image aufgebaut. Was dann passiert ist, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist eine Situation, die es noch nie gab.“

    Und eine Mammutaufgabe für den guten Veh. Denn es brennt an allen Ecken. Er soll Ruhe und Stabilität bringen, für ein Mindestmaß an Aufbruchstimmung sorgen. Denn dem 1.FC Köln steht ein langer Tod in dieser Saison bevor. Bei vier FC-Brennpunkten wäre es toll, wenn der gute Veh auch zaubern könnte.

    Die Mannschaft

    Am Fernseher sah er den wohl endgültigen Untergang, eine Mannschaft, die physisch und psychisch dem Überlebenskampf in der Bundesliga nicht gewachsen ist. Armin Veh weiß spätestens seit Sonntagabend, dass der sportliche Absturz in die Zweite Liga unaufhaltsam ist. „Wir müssen jetzt für die Zweite Liga planen, ohne die Bundesliga abzuschenken. Alles andere wäre auch nicht anständig“, sagt Veh. „Wir sind keine Getriebenen. Aber es hängt auch von den nächsten Spielen ab. Ich muss mir erstmal eine Meinung bilden, bevor ich weiß, was wir tun.“ Allerdings ist die Situation wirklich kurios. Denn schließlich nimmt diese Mannschaft nun – mit Ausnahme des Pokalspiels auf Schalke – bis Mai nur noch bedingt an Pflichtspielen teil. Es geht schließlich „nur“ noch um den eigenen Ruf.

    Stars schon im Winter weg?

    Möglich, dass da im Winter schon die ersten einstigen Leistungsträger über einen Abschied nachdenken. Jonas Hector will sich schließlich für eine WM empfehlen, Timo Horn dürfte interessiert beobachten, wie sich das Torhüterkarussell in Gang setzt, auch für Dominique Heintz gibt es sicher einen Markt. Ob ein Ausverkauf schon im Winter Sinn macht oder ob man auf die Einhaltung der auch für die Zweiten Liga gültigen Verträge pocht, da wollte sich Veh gestern noch nicht zu äußern. „Wenn wir der Meinung sind, dass es gut ist, die Verträge einzuhalten, werden wir darauf bestehen. Da sind wir ja auch mal im Recht. Aber das muss man alles im Einzelfall entscheiden.“ Immerhin kann er mit seiner positiven Art sicher auch für ein wenig Optimismus bei den Dauer-Losern sorgen. Das ist wichtig: „Wir müssen im Sommer eine Mannschaft auf den Platz bringen, die sofort die Favoritenrolle in der Zweiten Liga annimmt“, sagt Veh. Wehrle glaubt, dass er das kann: „Ich bin überzeugt, dass er Stabilität in den Verein bringt. Er ist bereit, sich für ein Projekt zu begeistern.“ Und dieses Projekt heißt ab heute Wiederaufstieg!

    Der Vorstand

    Bei der Veh-Vorstellung saßen auch Geschäftsführer-Kollege Alexander Wehrle und Präsident Werner Spinner auf dem Podium. Man merkte gleich: Der neue Sportchef nimmt ihnen viel Gegenwind aus den Segeln.



    Der neue Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln, Armin Veh (r), und der Geschäftsführer Alexander Wehrle.

    „Die Niederlage gegen Freiburg hat uns erneut einen Schlag in die Magengrube versetzt“, sagte der Präsident. „Das führt dazu, dass die Stimmung am Geißbockheim nicht so gut ist. Umso wichtiger ist, dass wir Armin Veh begrüßen dürfen. Der Geschäftsführer Sport ist unsere wichtigste Position im Sport. Er hat eine sagenhaft große Erfahrung und wird uns eine große Hilfe sein.“ Spinner sprach vor allem positiv über den Charakter von Veh: „Sein Kommunikationsvermögen, seine Offenheit und Klarheit, das wird in Zukunft eine große Rolle beim1. FC Köln spielen.“

    Der Trainer

    Schon wenige Minuten nach seinem Dienstbeginn um 10 Uhr ging Veh von der Geschäftsstelle in den Kabinentrakt. Dort traf er erstmals auf Interimscoach Stefan Ruthenbeck. Die Trainerfrage ist nach dem Stöger-Aus die größte Baustelle für den neuen Sportchef. Ob er weiterhin an Ruthenbeck festhalten wird, oder einen Coach für die Rückrunde holen wird, dazu wollte er sich noch nicht äußern. „Ich muss erstmal den jetzigen Trainer kennenlernen“, sagte Veh. Er erklärte aber auch, dass er sich bereits seine Gedanken gemacht habe, diese aber noch besprechen möchte. Eines steht für den Ex-Coach aber ganz klar fest: „Ich werde nicht mit auf der Trainerbank sitzen.“ Zudem kündigte Veh an, dass er noch einen Zuarbeiter im sportlichen Bereich verpflichten werde – was wohl das Aus für Sportdirektor Jörg Jakobs bedeutet.

    Die Fans

    Vom Europa-Himmel in die Abstiegshölle: Die Fans und Mitglieder des 1. FC Köln müssen einen nie dagewesenen Absturz verarbeiten. Auch ihnen gilt das Versprechen, die restlichen Spiele nicht abzuschenken. „Drei oder sechs Punkte zur Winterpause – das ist nicht normal“, gesteht Veh. „Ich habe mir gewünscht, dass sie gegen Freiburg gewinnen, um noch eine Chance zu haben. Aber das hat leider nicht geklappt. Ich kann mir vorstellen, dass der Frust groß ist. Aber wir werden natürlich versuchen, die Fans mitzunehmen.“ Das wird sicher keine einfache Nummer. Aber Veh hat einen Vorteil: „Ich bin nicht getrieben, ich komme als frischer Mann.“ Und so ist Veh der einzige, der in dieser Situation unbelastet wirken kann. Auch in Richtung der eigenen Fans.


    Quelle: Express
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  13. #88
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    Armin Veh: Aufgeben am ersten Arbeitstag



    Von Philipp Selldorf, Köln

    Nicht viele Menschen besitzen so ein lässiges Lächeln, wie es Armin Veh zu eigen ist. Dieses Lächeln passt hervorragend in einen Western. Es kann dem Helden gehören, aber auch dem Bösen, und zeugt damit von der vielseitigen Natur des Besitzers. Im Laufe seiner 27 Trainerjahre zwischen Bayern- und Bundesliga hat Veh dieses Lächeln als Ausdrucksmittel stets begleitet - in glücklichen Stunden wie beim Meistertitel mit dem VfB Stuttgart oder beim Erreichen des Europacups mit Eintracht Frankfurt. Und im Fall des Misserfolgs, wenn er dem Schauplatz den Rücken kehrte, einen Abgrund hinterlassend.

    Beim 1. FC Köln hat man sich dringend gesehnt nach einem Mann, der ein wenig Lässigkeit verkörpert. Das war nicht zu übersehen, als Präsident Werner Spinner und Geschäftsführer Alexander Wehrle am Montag Veh, 56, in Empfang nahmen. Dankbarkeit und Erleichterung ließen sich bei der Vorstellung des neuen Sportchefs aus den Statements der leidgeprüften Funktionäre hören. Tags zuvor hatte Köln in der Partie gegen Freiburg, von der man nicht wusste, ob sie der Kategorie Klamauk oder Tragödie angehörte, mutmaßlich die Zugehörigkeit zur Bundesliga verspielt.

    Veh ist erklärtermaßen ein Realist

    Aber als Spinner und Wehrle ihren neuen Mitbürger priesen, war der schwarze Sonntag schon wieder weit weg. Veh besitze eine "Erfahrung im Fußball, die wirklich unglaublich groß ist", lobte Spinner, doch noch bedeutender, hob der Präsident hervor, seien zurzeit seine persönlichen Eigenschaften: Empathie und Optimismus, "das ist für uns wahnsinnig wichtig".

    Ein Pessimist wäre am Geißbockheim in der Tat fehl am Platz, nach all den Erfahrungen des Scheiterns, die sich seit dem Saisonstart aneinanderreihen und nun in dem grotesken 3:4 gegen Freiburg gipfelten. 3:2 lagen die Kölner (nach 3:0-Führung) bis in die 90. Minute vorn. Die Mannschaft, die dieses Spiel aufgrund ihrer fußballerischen und konditionellen Nachteile auf nahezu logische Weise noch verloren hat (eine andere Elf steht wegen elf verletzter Profis nicht zur Verfügung), muss am Mittwoch beim FC Bayern antreten.

    Auch deswegen ist der Optimist Veh erklärtermaßen Realist, wenn es darum geht, die Chancen der Kölner im Abstiegskampf zu bewerten: "Wenn wir gestern gewonnen hätten, hätten wir noch eine kleine Chance gehabt", sagte er. Überflüssig zu erwähnen, dass er diese schlimme Diagnose mit Gelassenheit aussprach. "Normalerweise", meint Veh, "musst du jetzt anders planen." Zweitklassig statt erstklassig

    Bis zum Start der nächsten Zweitligasaison vergehen aber noch acht Monate, und für diese schwierige Phase zwischen Untergang und Neuanfang muss Veh Lösungen entwickeln. Zum Beispiel in der Frage, ob der ursprünglich bis Weihnachten datierte Auftrag an Interimstrainer Stefan Ruthenbeck womöglich bis Saisonende verlängert wird. Es würde wahrscheinlich wenig Sinn ergeben, im Winter in einen neuen Mann zu investieren, der dann bis Saisonende eine zum Abstieg verurteilte Mannschaft coacht, die obendrein im Sommer vermutlich auseinanderfällt.

    Markus Anfang vom Zweitligisten Holstein Kiel galt bisher als Favorit für eine perspektivische Besetzung des Trainerpostens. Wenn das immer noch so sein sollte, wäre es wohl klüger, sich bis zum Sommer zu vertagen und die Ablöse an die Kieler zu minimieren. Veh wollte zu solchen Erwägungen und Einzelheiten nichts sagen (außer, dass er sich definitiv nicht auf die Bank setzen werde), er möchte sich erst mal ein Bild vom Kölner Innenleben machen. Seine Aufgabe gehe er nach all den Jahren auf der Trainerbank mit Freude und Neugier an, "das ist der Reiz der Geschichte: etwas anderes zu machen. Das ist für mich die Herausforderung". Wie die aktuelle Mannschaft die nächsten Monate gestalten werde, wisse er nicht, gestand Veh, aber er weiß schon, was sich jetzt gehört: "Der 1. FC Köln ist ein stolzer Klub, da kann man natürlich nicht einfach abschenken."

    "Ich komme als frischer Mann hierher"

    Ansonsten war der Optimist gern bereit, die Vorteile der unglücklichen Lage zu erkennen: "Ich komme als frischer Mann hierher", unbelastet von Verantwortlichkeit für den Niedergang. Der andere Vorteil ist folgender: Die sportliche Wettbewerbssituation ist weitgehend geklärt, "wir sind nicht getrieben, schnell zu handeln". Spielerkäufe in der Winterpause zur Behebung des Notfalls kann sich der FC sparen.

    Wehrle bedankte sich bei Veh, den er aus gemeinsamer Zeit in Stuttgart kennt, "für die Hilfe in schwieriger Zeit". Veh empfahl jedoch, mit Danksagungen zu warten, bis die nächsten zwei Jahre geschafft wären. Sein Optimismus ist nicht grenzenlos.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung
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  14. #89
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    Kommentar zum Veh-Einstand: Bereits jetzt den Wiederaufstieg planen



    Es gibt nun wieder jemanden am Geißbockheim, der in der Verantwortung für das sportliche Abschneiden der Profimannschaft steht. Das ist eine gute Nachricht, denn Jörg Schmadtke und Peter Stöger hatten ein ziemliches Vakuum hinterlassen, was vor allem daran liegt, dass es außer Trainer und Geschäftsführer Sport keine Verantwortlichen gibt für das Abschneiden einer Bundesligamannschaft. Eine so epochale Niederlage wie das 3:4 nach 3:0-Führung am Sonntag gegen Freiburg zum Beispiel ist nur denkbar, wenn eine Mannschaft erst schlecht zusammengestellt und anschließend falsch trainiert wurde.

    Resultate hängen im Profifußball überwiegend vom Wirken des Duos Trainer und Geschäftsführer ab. Im Kölner Fall sind beide nicht mehr da. Es kann also weitergehen mit dem 1. FC Köln, zunächst allerdings erst einmal in Richtung Zweite Liga. Immerhin geht Armin Veh unbelastet an seine neue Aufgabe, das wird helfen auf dem schweren Weg durch die Trümmer dieser Saion. Doch es gibt ja bereits jetzt Möglichkeiten, den Wiederaufstieg zu planen, so kurios das klingen mag. Die Suche nach einem neuen Trainer wird Vehs erste Aufgabe sein. Er sollte sich nicht zu viel Zeit nehmen, denn die Planung der nächsten Saison findet im Winter statt, nicht erst im Mai. Wenn der 1. FC Köln also Markus Anfang will und Markus Anfang den 1. FC Köln, dann müssen die Verhandlungen rasch beginnen. Anstatt im Winter Geld in Spieler zu investieren, die nichts mehr retten können, muss die Trainerfrage bald geklärt sein. Und wenn Köln dafür den Kielern ihren Erfolgstrainer nehmen muss, ist das eben so.

    Auch diese Entscheidung fällt nun in Armin Vehs Zuständigkeit, und momentan ist keine wichtiger. Eines ist allerdings sicher: Die nächste Manager-Trainer-Paarung beim 1. FC Köln wird eine fundamental andere sein als die letzte. Da gab es den grummeligen Geschäftsführer Schmadtke, der immer wieder in kommunikative Löcher stürzte und am Ende den Kontakt zu Trainer und Mannschaft verloren hatte. Und es gab Peter Stöger, den lässigen Österreicher, dem es sogar gelang, von seiner Mannschaft noch geliebt zu werden, als die längst bemerkt hatte, dass sie in einen nicht wettbewerbsfähigen Zustand trainiert worden war.
    Das wird künftig anders sein. Veh gilt als begnadeter Kommunikator. Der nächste Trainer darf also ruhig etwas weniger populär sein. Zumindest bei seinen Spielern.


    Quelle: KSTA
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  15. #90
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    1.FC Köln gegen Bayern München auch ohne Guirassy und Osako

    Die sportliche Misere des 1. FC Köln ist auch eine Verletzungsmisere - und diese nimmt immer schlimmere Züge an. Nun fallen auch noch Sehrou Guirassy und Yuya Osako aus, und das wohl nicht nur für das Spiel beim FC Bayern am Mittwoch (LIVE! ab 20.30 Uhr).



    Nach dem folgenschweren Handspiel nun der Ausfall: Sehrou Guirassy.

    Die Defensive des "Effzeh" war schon sehr ausgedünnt, nun erwischt es die Offensive mit voller Macht. Mit den Ausfällen von Jhon Cordoba, Claudio Pizarro und Simon Zoller war vor dem Gastspiel in München ohnehin schon zu rechnen. Auch "Zulieferer" wie Marcel Risse (Knie), Leonardo Bittencourt (Hüfte) und Konstantin Rausch (Oberschenkel) konnten von Neu-Trainer Stefan Ruthenbeck nicht eingeplant werden.

    Doch auf der Spieltagspressekonferenz am Dienstag zeichnete sich noch ein viel düsteres Bild ab. Zwar konnte Ruthenbeck die Rückkehr von Jorge Meré verkünden, der die Reise gen Süden mit antreten wird, er hatte aber auch weitere - und vor allem schwerwiegende - Ausfälle im Gepäck: Mit Guirassy und Osako fallen auch die letzten gestandenen Angreifer des Profikaders aus.


    Osako setzt eine Lungenentzündung außer Gefecht, der Japaner wird in diesem Jahr wohl nicht mehr auflaufen können. Guirassy leidet an einer Entzündung unter einem Zehnagel, auch bei Kölns bisher mit Abstand bestem Torschützen (vier Tore in 12 Bundesligaspielen) ist ein weiterer Einsatz vor der kurzen Winterpause fraglich.

    Bei Trainer Ruthenbeck ist angesichts von zwölf Ausfällen Improvisationstalent gefragt. Vor der Weihnachtspause haben die Kölner nach dem Auftritt in München noch den VfL Wolfsburg zu Gast (Samstag, 15.30 Uhr), am Dienstag in einer Woche steigt dann noch das Pokal-Achtelfinale bei Schalke 04 (20.45 Uhr).

    Quelle: Kicker
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  16. #91
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    Der 1. FC Köln hat noch eine Menge zu verlieren



    Deshalb ist nicht egal, wie der sieglose Tabellenletzte die Bundesliga-Saison zu Ende spielt. Es geht ums Geld - und um die Gnade des Publikums.

    Kommentar von Philipp Selldorf

    Überall wird jetzt kundgetan, der 1. FC Köln sei mit drei Punkten sogar noch elender dran als Tasmania Berlin, der Inbegriff des Misserfolgs in der Bundesliga-Geschichte. Im Moment mag das stimmen, weil Tasmania 1965/66 nach 15 Spielen zwar noch öfter verloren hatte als die Kölner, aber zwischendurch auch mal ein Spiel gewinnen konnte, was in Kombination mit einem Unentschieden umgerechnet vier Punkte ergibt. Am 34. Spieltag haben sich die Berliner dann mit zehn Punkten und minus 93 Toren verabschiedet. Womöglich für immer und ewig.

    Dem 1. FC Köln wäre es im Prinzip sehr recht, wenn der 34. Spieltag schon am nächsten Wochenende bevorstünde, ihm bliebe dann eine sechs Monate währende Zeit des sportlichen Siechtums erspart. Es ist nicht taktlos und nicht mal morbide, den Verein nach der von allen Beteiligten als final empfundenen 3:4-Niederlage gegen Freiburg mit einem unrettbar Sterbenskranken zu vergleichen.

    Der 1. FC Köln kann noch etwas gewinnen

    Der Vergleich drängt sich ja auf: Im Sommer nach dem Einzug in den Europacup in trügerischen Hochgefühlen, im frühen Winter bereits ein unheilbarer Fall, ein solches Lebensschicksal hat in der Bundesliga-Historie noch kein Klub erlitten. Aber was wird im Mai in den Trauer-Annoncen stehen? Am besten doch dieses: "Verschieden nach langem, würdevoll ertragenem Leiden mit einem Lächeln auf den Lippen." In der einmalig vertrackten Situation, in der sich der Verein befindet, findet sich kein Trost, aber immerhin eine kleine Chance und ein Moment der Befreiung: Man kennt den Befund und weiß bereits um das schlimme Ende.

    Der 1. FC Köln hat schon verloren, doch er kann noch etwas zurückgewinnen: Anstand und Selbstachtung zum Beispiel. Was bedeutet, dass er selbst als designierter Zweitligist immer noch eine Menge zu verlieren hat. Selbstverständlich ist es jetzt nicht egal, wie man die Saison weiterführt. Außer ums öffentliche Ansehen und die Gnade des Publikums geht es für den Klub darum, eine attraktive Adresse für Spieler, Trainer und Geldgeber zu bleiben. Und natürlich geht es auch ums Geld und darum, die besten Spieler in Form zu halten, damit sie beim Verkauf den besten Preis bringen.

    Wie der Verein und seine Mannschaft die sportliche Tragödie verkraften und wie sie mit ihr während der Rückrunde umgehen werden, darüber lässt sich jetzt keinerlei seriöse Prognose wagen. Aber eines ist ziemlich gewiss: Der Rheinländer besitzt die Gunst und die Gabe, auf seiner eigenen Trauerfeier zu singen und zu schunkeln. Man wird es zu honorieren wissen in Köln, wenn der FC es schafft, am Ende mehr Punkte zu machen als Tasmania Berlin.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung
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  17. #92
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    Gründe für das Wunder: Darum darf man den 1. FC Köln noch nicht komplett abschreiben



    Nachdem sich der 1. FC Köln nach 25 Jahren wieder für den Europapokal qualifiziert hatte, gab es kein Halten mehr.

    Abgeschlagen Tabellenletzter, kein Sieg, nur mickrige drei Punkte nach 15 Spieltagen – vom Gefühl her ist der 1. FC Köln nicht mehr zu retten. Und es kommt noch dicker: Nach dem epochalen Einbruch gegen den SC Freiburg müssen die Kölner am Mittwochabend beim Serienmeister Bayern München antreten. Dort wird der Traditionsverein seine miserable Bilanz wohl kaum aufpolieren können.

    Viele glauben nicht mehr an die Rettung. Auch die ganz treuen Geißbock-Fans sind sich sicher: Der sechste Abstieg der Klubgeschichte ist besiegelt. Der Kölner Klub erlebt ein beispielloses Seuchenjahr, in dem die Rheinländer einen Negativrekord nach dem nächsten aufstellen. Genug Gründe für die treue Anhängerschaft, das Schicksal des Traditionsvereins anzunehmen.

    Theoretisch ist für den 1. FC Köln noch alles drin

    Theoretisch ist die Rettung tatsächlich aber noch möglich. Obwohl in der 54-jährigen Geschichte der Eliteklasse noch kein Klub kurz vor Ende der Hinrunde mit einer derartig schlechten Ausbeute die Klasse halten konnte, gibt es noch immer eine Chance. Eine Minichance. Zwölf Punkte beträgt der Rückstand der Kölner auf den Relegationsplatz. Das klingt natürlich viel. Berücksichtigt man aber, dass bis zum 34. Spieltag insgesamt noch 57 Punkte zu vergeben sind, ist die Lage gar nicht so aussichtslos. Natürlich tut man sich schwer, nach den teilweise katastrophalen Leistungen von Lehmann und Co. irgendwie an eine Trendwende zu glauben. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.



    Seltenes Bild: überschwängliche Freude bei den FC-Spielern.

    Lücke zu Platz 16 muss geschlossen werden

    Mit einem Lauf, der im Idealfall im letzten Heimspiel des Jahres gegen den VfL Wolfsburg beginnen sollte, können die Rheinländer die Lücke zu Platz 16 noch schließen. Der FC Augsburg hatte in der Saison 2015/16 ebenfalls eine bemerkenswerte Aufholjagd gestartet. Belegten die Fuggerstädter nach zwölf Spieltagen mit sechs Punkten den letzten Rang, beendete die Weinzierl-Truppe die Spielzeit mit 38 Punkten auf Platz zwölf. Ein weiteres Beispiel, um ein wenig Mut und Hoffnung zu schöpfen, ist der Lauf von Werder in der vergangenen Saison. Nach einem klassischen Fehlstart erspielten sich die Grün-Weißen 29 Punkte in der Rückrunde und verpassten ganz knapp die Qualifikation für die Europa League. Stattdessen schaffte der FC nach 25 Jahren dieses Kunststück. Dieses Wunder sollte an dieser Stelle nochmal erwähnt werden.

    Das Märchen von der 40-Punkte-Marke

    Und die Mär von der 40-Punkte-Marke, mit der man den Klassenerhalt gesichert haben soll, ist sowieso inzwischen widerlegt. Mit 27 Punkten rettete sich der Hamburger SV in der Saison 2013/14 in die Relegation. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste der FC in den ausstehenden 19 Partien im Schnitt 1,26 Punkte holen. Klingt bei der aktuellen Verfassung unrealistisch, ist aber möglich. Armin Veh, Nachfolger von Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke, schätzt die Lage ganz realistisch ein. Bei seiner Vorstellung als neuer Manager im Geißbockheim machte er deutlich, dass er nicht mehr an den Klassenerhalt glaube. „Ich bin nicht blauäugig, ich weiß, dass wir sehr viel Arbeit haben“, sagte Veh am Montag. Seine Beurteilung der Situation ist richtig, alles andere in seiner Position wäre irrational.



    Am 20. Mai brachen im Rheinenergie-Stadion alle Dämme.

    1. FC Köln nicht komplett abschreiben

    Auch wenn es vielen wirklich nicht leicht fällt, sollte man den 1. FC Köln noch nicht komplett abschreiben. Im Idealfall müsste das Verletzungspech den Traditionsverein komplett verschonen, so kann der neue Trainer in der Winterpause die Spieler wieder bundesligafit machen und zum Rückrundenstart auf alle Leistungsträger zurückgreifen. Der Abstecher in die Europa League war zwar wunderschön, hat aber viele Kräfte gekostet. Damit ist es auch vorbei, somit kann man sich voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Und wenn der Videobeweis, mit dem der FC nicht gerade die besten Erfahrungen gemacht hat, einen großen Bogen um die Spiele der Geißböcke macht, dann könnte es mit dem Wunder tatsächlich doch noch was werden.

    Es lohnt sich an das Wunder zu glauben

    Bis Mai fließt schließlich noch viel Wasser den Rhein hinunter, da kann so einiges passieren. Vielleicht auch mal etwas Positives für den 1. FC Köln. Verdient hätte er es. Sollte das Wunder tatsächlich eintreten, werden die Feierlichkeiten alles Dagewesene in den Schatten stellen. Kaum vorstellbar, wenn man bei der Party am 20. Mai dabei war. Dafür allein lohnt es sich an das Wunder zu glauben.


    Quelle: KSTA
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  18. #93
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    Daum kritisiert fehlendes Krisenmanagement



    Tabellenletzter. Drei Punkte. Der 1. FC Köln ist die schlechteste Mannschaft nach 15 Spieltagen in der 55-jährigen Geschichte der Fußball-Bundesliga.

    Der Traditionsklub ist so gut wie abgestiegen. Es ist eine Tragödie. Ohne 13 verletzte Spieler reist der Tabellenfünfte der letzten Spielzeit am Mittwoch (20.30 Uhr) zum Rekordmeister Bayern München. Alles andere als eine weitere Niederlage wäre ein Fußballwunder. Christoph Daum ist überrascht über den plötzlichen Absturz seines Ex-Klubs. „Dieser extreme Abfall innerhalb weniger Monate war in dieser Dramatik nicht vorhersehbar“, sagt der 64-Jährige. Neben dem sportlichen Sturzflug kritisiert Daum das fehlende Krisenmanagement der Kölner. „Ich dachte, dass die Strukturen beim FC stabiler und fester sind. Ich dachte, dass der Zusammenhalt im Klub enger ist. Ich dachte, dass sich der FC von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt. Aber ich habe mich getäuscht. Mein Eindruck ist, dass der Klub von den Ereignissen überrollt wurde.“

    Für den 1. FC Köln kommt es in dieser Saison wirklich knüppeldick. Letzter, kein Sieg in der Liga, Trainer und Sportdirektor weg und jetzt geht es zu den Bayern. Ohne 13 Spieler.

    Kölns einstiger Erfolgstrainer glaubt, dass in den erfolgreichen letzten vier Jahren Fehler begangen wurden, die sich nun rächen. „Beim 1. FC Köln ging es nur nach oben, es war eine einzige Erfolgsstory. Davon hat man sich blenden lassen, man hat sich nicht auf anstehende Konflikte, die immer auftreten können, vorbereitet.“ Daum kritisiert zudem, dass die Entlassung von Sportchef Jörg Schmadtke „schlecht moderiert“ wurde. Das anschließend öffentlich gewordene Interesse an Hannovers Manager Horst Heldt bezeichnet Daum als „unnötig“, das folgende verbale Duell zwischen Heldt und dem FC bei der Frage, wer wen zuerst kontaktiert habe, „war eine Komödie, in der es nur Verlierer“ gegeben habe. Er hoffe nun, dass mit dem neuen Geschäftsführer Sport, dem Ex-Frankfurter Armin Veh, wieder etwas Ruhe in den Klub einkehre. Veh sei „menschlich tadellos“, lobt Daum die Personalie, „er verfügt über eine große Erfahrung und ist kommunikativ. In dieser Phase, in der sich der Klub befindet, ist das sicher die richtige Wahl.“

    Quelle: Reviersport
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  19. #94
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    Stürmerstar im Interview

    Stöger, Ruthenbeck, Transfers: Modeste rechnet mit Köln ab



    Stürmerstar Anthony Modeste hat die Personalpolitik seines Ex-Klubs 1. FC Köln stark kritisiert.

    Modeste, der im Vorjahr 25 Tore für die Kölner erzielte und im Sommer für 35 Millionen Euro Ablöse nach Tianjin (China) verkauft wurde, erklärte im Gespräch mit SPORT BILD den Kölner Absturz von Platz fünf in der Vorsaison ans Tabellenende mit nur drei Punkten aus 15 Spielen: „Das Ganze fing mit dem Theater um meinen Wechsel an und hat mit der Entlassung von Peter Stöger seinen Tiefpunkt erreicht. Diese Entwicklung war absolut nicht absehbar und macht mich sehr traurig.

    Kein Verständnis hat er dafür, dass Köln den ehemaligen A-Juniorentrainer Stefan Ruthenbeck zum Interimstrainer befördert hat: „Dadurch, dass er nur für die letzten 14 Tage der Hinrunde verpflichtet worden ist, halte ich es für die falsche Entscheidung. Es macht einfach keinen Sinn. Jeder Spieler weiß, dass in zwei Wochen der nächste Trainer auf dem Platz steht. Es ist sehr schwer, unter diesen Grundvoraussetzungen etwas zu bewegen.“ Die ersten beiden Spiele unter Ruthenbecks Regie hat Köln verloren: 0:1 beim Europa-League-Aus in Belgrad, 3:4 nach 3:0-Führung gegen den SC Freiburg. Auch die Transferpolitik der Kölner hält Modeste für falsch. Trainer Peter Stöger sei auch zum Opfer dieser verfehlten Einkaufsstrategie geworden „weil der FC die Spieler, die der Trainer neu verpflichten wollte, nicht bekommen hat oder sich für andere Namen entschieden hat. Das Ergebnis war nicht zufriedenstellend. Meiner Meinung nach hätte man auch ein oder besser zwei Spieler mit etwas mehr Erfahrung dazu holen sollen. Besonders in der aktuellen Situation sind solche Spieler besonders wichtig.“

    Matthias Sammer hinterfragt den Wechsel-Wahnsinn in der Bundesliga: „Sich immer hinter dem Trainer zu verstecken, ist zu einfach.“ Modeste ist hingegen sicher, dass Stöger als Interimstrainer bei Borussia Dortmund Erfolg haben wird: „Bei Borussia Dortmund wird er ganz sicher wieder zeigen, was er kann. Peter Stöger ist ein überragender Trainer. Auch seine menschlichen Qualitäten machen ihn dazu. Am Ende wollte er (in Köln) wahrscheinlich selber nicht mehr so richtig. Ich habe ihm geschrieben, dass ich seinen Abschied beim FC für einen Kollateralschaden halte.“

    Quelle: BILD
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  20. #95
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    FC-Vorstand Spinner trotzt der Krise und bekräftigt: „Ich trete nicht zurück!“




    Der Brief des Vorstands war nur einen Tag alt, da waren es für den Präsidenten des 1. FC Köln wieder „die anderen“. Die aktive Fanszene, die alle Themen vermische. Die Medien, die ihn angeblich diffamieren. Während es Armin Veh (56) schaffte, ein wenig Aufbruchstimmung in einer der schwärzesten Stunden der Vereinsgeschichte zu verbreiten, ebbt die Kritik an den Bossen („Vorstand raus!“) nicht ab.

    Werner Spinner war schon daheim, als das Erklärstück über die Krise veröffentlicht wurde. Bis zum Abpfiff hatte es der Präsident mal wieder nicht ausgehalten, aber das war offenbar schon so, als sein Verein noch positive Schlagzeilen schrieb. „Bei allen äußeren Faktoren, die zusammengekommen sind und die wir nicht beeinflussen können, müssen wir selbstkritisch eingestehen, dass ein großer Teil der schwierigen Lage selbstverschuldet ist“, ließen die Vorstände Spinner, Toni Schumacher und Markus Ritterbach wissen.

    „Wir haben dadurch zu spät realisiert, dass das erfolgreiche Duo Jörg Schmadtke und Peter Stöger, das wir 2013 zum 1. FC Köln geholt haben, nicht mehr funktioniert. Unzulässige persönliche Diffamierungen einmal beiseite lassend, ist die aktuelle Kritik an unserer Amtsführung daher gerechtfertigt. “

    FC-Präsident Werner Spinner teilt gerne aus

    Eine etwas späte Erkenntnis der Situation, zu einem Zeitpunkt, als der beispiellose Absturz schon unabwendbar war. Nur durch das Versagen ihrer Aufsichtspflicht konnte es soweit kommen. Bei der Veh-Verpflichtung waren Spinner aber andere Dinge wichtig: „Es gab Berichte und Kommentare, die mich sehr diffamiert haben. Das finde ich unerträglich.“ Dabei attackiert der FC-Präsident auch sehr gerne und persönlich. Wie seine Vorgänger um Wolfgang Overath, die im Brief ungenannt und ohne jede Not wieder einmal ihr Fett wegbekamen. Oder jene Mitglieder, die mit ihrer Initiative 100% FC für eine Investorendiskussion sorgten. Oder die Gegner eines Stadionausbaus. Oder den Geschäftsführer-Kandidaten Horst Heldt auf einer Pressekonferenz. Oder Trainer Peter Stöger und Ex-Sportchef Jörg Schmadtke öffentlich und im kleinen Kreis.

    Verhältnis mit Fans kaum zu kitten

    Unter Mitgliedern und Fans war der Brief des Vorstands jedenfalls zumindest umstritten. Zu spät, zu dünn und zu indirekt kommt das vermeintliche Eingeständnis rüber. Es wird nicht reichen, um das Verhältnis zum Anhang zu kitten. Zumal er auf die Frage, wie er mit den Vorkommnissen in Belgrad umzugehen gedenke, wieder alles in einen Topf warf: „Das war komplett inakzeptabel. Wir haben gerade Probleme mit der aktiven Fanszene, weil es wird alles zusammengemischt, das Thema 100 %, das Thema Stadionneubau, Investoren und die große sportliche Krise. Wie wir das wieder hinkriegen, ist noch nicht sichtbar.“ Trotzdem bekräftigt Spinner: „Ich trete nicht zurück.“


    Quelle: Express
    Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen

  21. #96
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    Festgeschriebene Ablöse: Horn nimmt bei Abstieg Abschied von Köln



    Timo Horn ist in den vergangenen Wochen eines der Gesichter der Kölner Tragödie geworden. In der Schlussphase des Spiels am Sonntag gegen den SC Freiburg (3:4) zum Beispiel. Da tobte er durch seinen Strafraum; schien letzte Reserven seiner Kollegen aktivieren zu wollen. Und konnte doch nichts tun, als Salih Özcan und Sehrou Guirassy in der Schlussminute zwei Elfmeter verursachten, die aus der Chance auf eine Teilnahme am Abstiegskampf 2017/18 das Ende aller Hoffnungenwerden ließen.

    Es ist ein historischer Absturz, auch für Horn. Im Sommer waren alle Träume des 24-Jährigen Wirklichkeit geworden: Erfolg mit seinem Heimatverein, eine internationale Saison, das Spiel beim FC Arsenal. Doch die Begeisterung des Rondorfers ist der puren Verzweiflung gewichen.

    Nach dem Drama gegen Freiburg irrte Horn noch auf dem Rasen umher. Raufte sich die Haare, schlug die Hände vor Gesicht und sah dabei aus, als wolle er nicht wahrhaben, was geschehen war. Doch auch er muss langsam einsehen, dass sein 1. FC Köln in der kommenden Saison in der Zweiten Liga antreten wird. Ebenso wird er akzeptieren müssen, dass er dann nicht mehr im Kölner Tor stehen könnte. Er ist es seiner Klasse schuldig, keinen derartig großen Schritt zurück zu tun. Horn muss sich nach einer erstklassigen Anstellung umschauen. Und das wird er auch tun.

    Die Rede ist von 15 Millionen Ablöse

    Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ kann Horn den 1. FC Köln im Falle des Abstiegs für eine festgeschriebene Ablöse verlassen, von rund 15 Millionen Euro ist die Rede. Sollte im Winter bereits ein deutlich höheres Angebot am Geißbockheim eintreffen, wären die FC-Verantwortlichen wohl gesprächsbereit. Doch die Aussichten sind eher gering. Der FC Bayern sondiert derzeit zwar den Markt für deutsche Torhüter, um hinter Manuel Neuer eine Nummer zwei zu haben, die den Ansprüchen des Rekordmeisters gerecht wird.

    Doch einerseits ist Horn zu ehrgeizig, um sich dauerhaft als zweiter Mann einzureihen. Außerdem gehen die Bemühungen des FC Bayern nach Informationen dieser Zeitung eher in Richtung Kevin Trapp (27), der bei Paris Saint-Germain nach wie vor nur zweite Wahl ist und mit einem Abschied liebäugelt. Ansonsten ist der Markt für Torhüter ein fundamental anderer als der für Feldspieler. Das liegt schon allein daran, dass es in der Bundesliga nur 18 Tore zu hüten gibt. Dass ein Verein auf seine Offensivschwierigkeiten mit der Verpflichtung eines Stürmers reagiert oder einen Innenverteidiger holt, um die Abwehr zu stopfen, ist im Winter nichts Ungewöhnliches.



    Dass aber ein Erstligist auf das Versagen seines Torwarts reagiert, indem er zur Saisonmitte einen neuen verpflichtet, kommt extrem selten vor. Denn Torhüterstellen sind Planstellen. Horn dürfte also erst im kommenden Sommer wechseln, obgleich ein solcher Wechsel schon bald vorbereitet werden wird.

    Mittwochabend gegen FC Bayern

    Zuletzt führte in der Bundesliga allenfalls Borussia Dortmund Diskussionen um den Mann zwischen den Pfosten, Roman Bürki hatte einige schwache Momente in der Hinrunde. Doch nun steht Peter Stöger beim BVB in der Verantwortung, und nach den Eindrücken der vergangenen Monate dürfte Horn nicht gerade erpicht darauf sein, dem Österreicher zu folgen. Horn galt als einer der Oppositionsführer beim FC, mehrfach wies er darauf hin, dass „mehr Zug“ in den Betrieb der Profimannschaft kommen müsse, auch auf dem Trainingsplatz. Dass das Pensum den Ansprüchen nicht genügte, fiel Horn früh auf – und er war der Haupt-Leidtragende. Denn schließlich ist er es, der ständig die Bälle aus dem Netz holen muss. Viel Schuld trug er nicht an den bislang 31 Gegentreffern dieser Bundesliga-Saison. Doch auch am Mittwochabend gegen den FC Bayern München in der Allianz-Arena (20.30 Uhr) wird eine gute Torhüterleistung allein nicht genügen, um eine Niederlage zu verhindern.


    Quelle: KSTA
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  22. #97
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    FC hilft nur noch ein Wunder „Aber wenn es noch einen Funken Hoffnung gibt...“



    Kölns Torwart Timo Horn schmeißt vor Wut und Enttäuschung eine Wasserflasche auf den Boden.

    Anthony Modeste war für die Tore zuständig. 25 Mal hat der Franzose vergangene Saison für den 1. FC Köln geliefert. So weit, so bekannt. Über seine Zuverlässigkeit im gegnerischen Strafraum hinaus schlüpfte der Stürmer auch gerne immer wieder in die Rolle der Stimmungskanone. Etwa wenn es darum ging, vor den Spielen als DJ in der Kabine die richtigen Töne zu finden. Modeste ist seit dem Sommer weg, mit ihm seine Tore, seine Playlists und all das, was den 1. FC Köln vier Jahre lang ausgezeichnet und erfolgreich gemacht hat.

    Nach nur drei Punkten in 15 Bundesligaspielen und einem Niedergang, der in der Geschichte des deutschen Fußballs seinesgleichen sucht, dürfte klar sein, dass Modestes Abgang ein elementarer Mosaikstein des ungebremsten Zerfalls am Geißbockheim ist. Weder ist ein Torjäger seiner Qualität in Sicht noch einer, der den Job des musikalischen Entertainers fest übernommen hat. Im Wechsel haben sich die Kölner Profis bislang vergeblich bemüht, in der Kabine für die richtige Einstimmung zu sorgen. Vielleicht sollten es die Spieler des abgeschlagenen Tabellenletzten am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) vor dem Auftritt beim souveränen Spitzenreiter FC Bayern München mal mit Katja Ebstein versuchen. Interpretierte die Schlagersängerin 1970 doch den Song, der die hoffnungslose Situation des FC am treffendsten anpackt: "Wunder gibt es immer wieder."

    Armin Veh bleibt realistisch

    Genau, ein Wunder brauchen die Geißböcke. Nachdem der neue FC-Sportchef Armin Veh bei seiner Vorstellung am Montag durchaus realitätsnah den Gang in die Zweitklassigkeit als unvermeidbar ausgerufen hatte, sah sich Interimstrainer Stefan Ruthenbeck am Dienstag mit dieser Aussage konfrontiert. Wie er die Spieler motivieren könne, die eigentlich schon wissen, dass sie am Ende der Saison absteigen? "Armin Veh hat auch von einem Wunder gesprochen und davon, dass es passieren kann. Wir wissen, dass die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr gering ist, aber wenn es einen Funken Hoffnung gibt, wollen wir ihn nicht leichtfertig herschenken."

    Der Stöger-Nachfolger unternahm auch vor der Herkules-Aufgabe in der Allianz-Arena alles, um die FC-Kerze im Wind zu halten. Angesichts des brutalen Niederschlags beim 3:4 gegen den SC Freiburg und der dramatischen Personallage mit 13 Ausfällen stellt sich die Situation aber als ausweglos dar. Gegen die Bayern fallen nach Jhon Cordoba, Claudio Pizarro und Simon Zoller auch die restlichen Stürmer aus. Sehrou Guirassy plagt eine Entzündung am großen Zeh. "Der Nagel muss angehoben und gezogen werden", erklärte Ruthenbeck. Auch der zuletzt gesperrte Yuya Osako kehrt nicht zurück. Der Japaner hat eine Lungenentzündung aus Belgrad mitgebracht, sodass der etatmäßige Rechtsverteidiger Lukas Klünter und Außenspieler Christian Clemens in vorderster Linie einspringen müssen. Dritter neuer Ausfall ist Konstantin Rausch. "Er hat sich völlig verausgabt. Ihm tut alles weh, er kann sich kaum noch bewegen", beschreibt Ruthenbeck den Erschöpfungszustands des Linksverteidigers.

    Es ehrt Ruthenbeck, dass er trotz allen Ungemachs Zuversicht ausstrahlt: "Wir versuchen, wieder frech zu sein und zu attackieren. Es gibt nichts abzuschenken. Es heißt, wir haben nichts mehr zu verlieren. Aber wir haben etwas zu verlieren. Der FC ist ein stolzer Club." Recht hat er, denn den Kölnern droht in München nach ihren vielen Minusrekorden dieser Saison nun auch die höchste Bundesliga-Niederlage der Club-Historie. Diese steht bislang mit 0:7 bei den Bayern am 15. Mai 1971. Ein Datum, das dem FC genau wie das Lied von Katja Ebstein aktuell näher ist als der 1. Oktober 2016. Da traf Anthony Modeste zum 1:1-Endstand bei Bayern München - und das war auch schon ein Wunder.


    Quelle:Rundschau
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