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  1. #51
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    Exklusiv-Interview mit Kevin Wimmer: Darum ist Stöger der richtige Mann in der Krise



    Kevin Wimmer mit seinen Teamkollegen Mame Diouf (l.) und Xerdan Shaqiri (r.).


    Vor etwas mehr als zwei Jahren wechselte Kevin Wimmer (24) für 7 Millionen Euro zu Tottenham. Er spielte nur selten, dennoch zahlte Stoke City in diesem Sommer 20 Millionen Euro für den einstigen kölschen Liebling! Am Wochenende verbrachte er seine freie Zeit in seiner „zweiten Heimat“ in Köln.

    Das Interview mit dem Ösi

    Kevin Wimmer, wie schön ist es, mal wieder in Köln zu sein?
    Immer wenn ich ein paar freie Tage habe, bin ich gerne hier. Es ist immer schön. Hier kenne ich jede Ecke, habe viele Freunde und noch Kontakt zu den Spielern.

    Im Winter waren Sie schon einmal da – plötzlich kochte die Gerüchteküche.
    Es sind viele Gerüchte kursiert, manches hat sich hochgeschaukelt. Der Kontakt mit dem FC ist nie abgerissen, ich habe ja ein gutes Verhältnis zu allen und schöne Jahre hier erlebt. Aber die Konstellation ließ es zu der Zeit nicht zu.



    Peter Stöger war zwei Jahre Trainer von Kevin Wimmer.


    In Köln sind Sie noch immer beliebt. Hand aufs Herz, haben Sie ihren Wechsel nach Tottenham bereut? Schließlich haben Sie selten gespielt...
    Natürlich denkt man mal darüber nach, was gewesen wäre, wenn. Da muss man ja ehrlich sein. Aber damals war es für mich ein guter Zeitpunkt, um den nächsten Schritt zu wagen, um mich weiterzuentwickeln. Ich hatte bei Tottenham zwei lehrreiche Jahre, die mich besser gemacht haben.

    Nun spielen Sie bei Stoke City, sind für 20 Millionen Euro gewechselt. Wie wohl fühlen Sie sich bereits?
    Ganz ehrlich: Ich habe bei den rot-weißen Farben direkt wieder an den FC gedacht. Ich habe direkt ein positives Gefühl gehabt. Der Trainer redet viel mit mir und ich habe keine Probleme mich einzufinden. Es ist ein tolles Gefühl, dass ich endlich wieder zeigen kann, was ich drauf habe.

    Was ist der Unterschied zwischen der Bundesliga und der Premier League?
    Ganz klar die Intensität im Spiel! Es gibt fast gar keine Pausen, man muss vor allem als Verteidiger immer hellwach sein. In England gibt es gar kein Abwarten. In der Bundesliga legen die Klubs mehr Wert auf das Spielerische.



    Drei Ösis 2013 beim FC: Coach Peter Stöger mit Kevin Wimmer und Co-Trainer Manfred Schmid (v.l.).

    Wer war ihr härtester Gegner?
    Sergio Aguero! Der hat eigentlich alles, was man als Mittelstürmer braucht.

    Wie haben Sie sich privat auf der Insel eingelebt?
    Das Leben gefällt mir sehr gut. Wissen Sie, ich habe zwei Jahre in London gelebt. Das ist der Wahnsinn dort, ein Privileg als junger Mensch dort wohnen zu können. Ich habe ein paar Monate gebraucht, bis ich mich dort überhaupt zurechtgefunden habe. Aber mit Heung-Min Son hatte ich gleich einen Freund in der Mannschaft gefunden, mittlerweile ist er sogar mein bester Freund geworden! Durch ihn habe ich mich schnell an alles gewöhnt.

    Der FC steckt derzeit tief in der Krise. Wie sehr fiebern Sie mit?
    Das nimmt mich sehr mit! Ich war gegen Leipzig zum ersten Mal seit zwei Jahren endlich wieder im Stadion. Das habe ich alles schon sehr vermisst. Ich schaue auch in England jedes Spiel. Jetzt ist gerade eine sehr schwierige Phase. Aber die Mannschaft ist nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz aussagt. Da läuft vieles gegen sie zurzeit.

    Es ist auch die erste Krise von Peter Stöger. Sie kennen ihn. Wird er sie meistern können?
    Wenn das einer kann, dann er! So, wie er immer auftritt, mit so viel Ruhe, da ist er doch gerade der richtige Mann. Er macht das gut und wird es packen. Die Situation ist ja ähnlich, wie bei mir damals.

    Was meinen Sie?
    Als Peter kam, da war ich fast abgeschrieben. Ich hatte unter Stanislawski nie gespielt. Er hat dann, wie mit allen Spielern, das Einzelgespräch mit mir gesucht. Ich habe direkt wieder ein gutes Gefühl gehabt, er hat mir Mut gemacht und weiß einfach, wie man mit Spielern reden muss, auch wenn es mal nicht so läuft. Deswegen glaube ich auch, dass er jetzt die richtigen Worte in der Krise findet.

    Also haben Sie Stöger auch ihre Karriere zu verdanken?
    Das ist nicht weit hergeholt. Ohne ihn wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin. Daran hat er eine sehr große Beteiligung und dafür werde ich ihm auf ewig dankbar sein.

    Werden wir Sie noch einmal im FC-Trikot sehen?
    Das würde ich niemals ausschließen. Köln ist meine zweite Heimat geworden.

    Was bleibt Ihnen am meisten in Erinnerung?
    Der Zusammenhalt. Man denkt ja immer, umso höher man spielt, desto professioneller und cooler wird es. In Köln war es ganz anders. Es war schon schade, als ich damals aus der Whatsapp-Gruppe gelöscht wurde – aber das ist mir jetzt auch bei Tottenham passiert (lacht).


    Quelle: Express
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  2. #52
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    Stürmt Simon Zoller gegen den VFB Stuttgart ? Lehmann ist fit



    Da war es passiert: Jhon Cordoba verletzte sich gegen Leipzig am linken Oberschenkel.

    Vor den richtungsweisenden Partien in Stuttgart und gegen Bremen muss der 1. FC Köln eine bittere Diagnose schlucken. EXPRESS erfuhr: Rekordeinkauf Jhon Cordoba fällt wegen seiner Muskelverletzung mindestens sechs Wochen aus! Wer wird den Kolumbianer ersetzen? Dass Cordoba, der bei der 1:2-Niederlage gegen Leipzig vom Platz gehumpelt war, für die Partie in Stuttgart ausfallen würde, war schnell klar. Doch dass der 17-Millionen-Mann nun voraussichtlich in zehn Pflichtspielen fehlen wird, trifft den FC hart – schließlich stand der 24-Jährige trotz null Bundesliga-Toren immer in der Startelf. Trainer Peter Stöger: „Er ist in Therapie, das wird schon noch die eine oder andere Woche dauern.“

    Bittencourt und Osako gesetzt

    Freitagabend in Stuttgart muss der FC-Coach also erstmals eine Angriffsreihe ohne Cordoba ins Rennen schicken. Leonardo Bittencourt und Yuya Osako, der bei der japanischen Nationalmannschaft getroffen hat, dürften gesetzt sein. Einziges Problem bei Osako: Da Japans Auswahl am Dienstag noch ein Freundschaftsspiel gegen Haiti (3:3) absolviert hat, lässt die Rückkehr des 27-Jährigen zum Geißbockheim auf sich warten.

    Für den vakanten Platz neben Osako und Bittencourt hat Stöger mehrere Alternativen:

    Bei Oldie-Einkauf Claudio Pizarro sollte die Luft für einen Startelf-Einsatz noch nicht reichen. Der 39-Jährige dürfte wie schon gegen Leipzig von der Bank kommen. Stöger erklärt: „Wenn jemand, der ein paar Monate kein Mannschaftstraining gehabt hat, jetzt schon besser drauf wäre als meine Jungs, wäre ich hier schon lange nicht mehr Trainer. Er wird, so wie er sich präsentiert, Einsatzzeiten bekommen. Das werden aber erst mal keine 90 Minuten sein und wird auch damit zu tun haben, wie der Rest performt.“ Heißt: Spielt die Mannschaft gut, wird der Peruaner zunächst wenig auf dem Platz stehen. Verzweifelt sie weiter vor dem Tor, bekommt „Pizza“ trotz seiner Fitness-Rückstände auch schon zu Beginn mehr Einsatzzeit.

    Favorit Zoller

    Für Sehrou Guirassy hat die Woche zwar vielversprechend begonnen – auf dem Trainingsplatz traf er wie am Fließband – doch bei seinen Einsätzen konnte der Franzose bislang nie überzeugen. Aus ihm wird keiner so richtig schlau. Nach der Pizarro-Verpflichtung stand er gegen Leipzig nicht einmal im Kader. Es wäre eine Überraschung, wenn er von der Tribüne in die erste Elf rutschen würde. So deutet viel auf einen Einsatz von Simon Zoller hin. Der schnelle Angreifer ist wieder vollends fit und brennt auf seine Chance. Stöger will sich nicht in die Karten blicken lassen: „Bei uns bekommen viele Spieler ihre Möglichkeit. Es ist immer die Frage, wie man damit fertig wird, nur einen Punkt auf dem Konto und ganz wenige Tore erzielt zu haben. Damit muss jeder selbst zurechtkommen und abliefern.“

    Lehmann wieder dabei

    Positiv: Kapitän Matthias Lehmann, der zuletzt von Achillessehnen-Problemen gebremst wurde, stand am Dienstag wieder mit dem Team auf dem Platz. Nachdem sein Einsatz am Freitag zwischenzeitlich in die Ferne gerückt war, darf Stöger nun wieder auf seinen Routinier zählen. „Es war geplant, dass er aussetzt und nun wieder einsteigt. Darüber sind wir sehr froh, er ist ein wichtiger Faktor für unser Spiel. Wenn alles normal läuft, ist er dabei“, so der FC-Coach.


    Quelle: Express
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  3. #53
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    FC-Manager Schmadtke spricht über Wintertransfers und Trainer Stöger



    Jörg Schmadtke will an Peter Stöger weiter festhalten.

    Der 1. FC Köln braucht am Freitag gegen den VfB Stuttgart (20.30 Uhr/EXPRESS-Liveticker) den ersten Sieg. Mit einem Punkt und einem Torverhältnis von 2:15 steht der FC auf dem letzten Tabellenplatz, mit schon sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz 16.

    In einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sprach Jörg Schmadtke unter anderem über den schlechten Saisonstart, Trainer Peter Stöger und die Transferpolitik im letzten Transferfenster.

    Offensive und Defensive mit Verbesserungspotenzial

    Angesprochen auf den schlechten Start, kritisiert Schmadtke die vielen Gegentore und mangelnde Kreativität in der Offensive. „Nach dem Riesen-Erfolg mit Platz fünf haben wir im Sommer die Leistungsentwicklung nicht so hinbekommen, wie wir das uns vorgestellt haben. […] Allgemein war aber unser Offensivspiel bisher nicht so gut, um klare Torchancen zu kreieren. Zudem haben wir defensiv nicht die Stabilität, die wir über vier Jahre hatten. Wir kassieren für unsere Verhältnisse einfach zu viele Gegentore. Und manchmal fehlt das Spielglück“, so der Manager. Er werde jedoch an Peter Stöger festhalten und habe noch keine Sekunde darüber nachgedacht den Erfolgstrainer der letzten Jahre zu entlassen: „Ich versuche eher, das Gefühl zu vermitteln, dass wir alle gemeinsam durch eine schwierige Situation gehen, zusammen anpacken und wieder in die Spur finden. Wir müssen das jetzt zusammen lösen.“

    „Konnten manche Dinge nicht realisieren“

    Der Manager hat in den letzten Wochen viel Kritik für seine Transferpolitik im letzten Sommer hinnehmen müssen. Diese räumt er zwar nicht ein, sagt aber das es durchaus unglücklich gelaufen sei: „Wenn es jemandem hilft, dann können wir gerne sagen, dass ich Fehler gemacht habe. Wir konnten aus unterschiedlichen Gründen auf dem Transfermarkt ein paar Dinge nicht realisieren, die sinnvoll gewesen wären. Und für manche Außenstehende sind das dann Fehler oder Fehleinschätzungen.“

    Im Winter hat Schmadtke die nächste Chance, den Kader zu verstärken. Grundsätzlich habe man „die finanziellen Mittel, um im Winter noch mal zu reagieren. Diese Transfers müssen aber Sinn machen. Wir arbeiten dran.“ Diese Transfers müssen dann aber auch einschlagen, weil der Druck auf den Manager dann weiter steigen wird.


    Quelle: Express
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  4. #54
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    Umfrage: 1. FC Köln zusammen mit RB Leipzig auf Rang vier der Beliebtheitsskala



    Der 1. FC Köln ist einer der beliebtesten deutschen Fußball-Vereine.

    Der 1. FC Köln belegt auf der Rangliste der beliebtesten deutschen Fußballclubs Platz Nummer vier. Das ergibt eine Umfrage des britischen Meinungsinstituts „YouGov“. Angesichts der stetigen Entwicklung des Clubs und der seit jeher großen Anhängerschaft, die ebenfalls stetig anwächst, ist diese Platzierung nicht unbedingt eine Überraschung.

    RB Leipzig überraschend beliebt

    Verblüffend ist jedoch, dass der FC sich den vierten Platz mit RB Leipzig teilt. Der gerade erst in der Bundesliga etablierte Verein sah sich in der Vergangenheit wegen der millionenschweren Unterstützung des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz massiven Fan-Anfeindungen ausgesetzt, dennoch gaben 4,2 Prozent der befragten Fußball-Interessierten dem Bundesliga-Überflieger ihre Stimme, genauso viele wie dem Kölner Traditions-Club. Eine im Winter letzten Jahres ausgeführte Umfrage des Forschungs- und Beratungs-Unternehmens „Nielsen Sports“ wertete RB Leipzig mit 3,9 Prozent der Stimmen auf Platz Nummer sieben, dicht gefolgt vom 1. FC Köln auf dem achten Platz mit 3,6 Prozent.

    Leipzig und Köln ähneln sich in gewissen Punkten

    Zu erkennen ist, dass die Beliebtheitswerte Leipzigs und die des 1. FC Köln deutlich gestiegen sind. Beim FC stieg die Mitgliederanzahl zuletzt auf über 100.000. Die Gründe sieht das Unternehmen vor allem improfessionellen Auftreten abseits des Platzes. Eine seriöse Vereinsführung und ein skandalfreies Auftreten von Spielern und Verantwortlichen seien Kriterien, die Fans neben der sportlichen Leistung würdigen, sagt das Unternehmen. Dies sind Kriterien, die bei beiden Vereinen in hohem Maße zutreffen.

    Spitzenreiter der aktuellen YouGov-Umfrage ist der deutsche Rekordmeister FC Bayern München mit 17,9 Prozent. Platz zwei belegt Pokalsieger Borussia Dortmund mit 15,1 Prozent gefolgt vom 1. FC Köln und dem Vizemeister Leipzig (beide 4,2). Auf Rang fünf liegt der Hamburger SV (3,7). Hertha BSC ist mit 2,6 Prozent Neunter


    Quelle: KSTA
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  5. #55
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    FC-Vize Schumacher „Ich habe nur Angst vor der zweiten Liga“



    Ein Herz und eine Seele: FC-Vize Toni Schumacher (l.) ist großer Fan von Trainer Peter Stöger.

    Sein Lachen hat Toni Schumacher (63) auch in seiner ersten Krise als FC-Vizepräsident nicht verloren.
    Vergangene Woche scherzte er am Geißbockheim herzhaft mit Trainer Peter Stöger.
    Dem Mann, von dem er hofft, dass er der Arsène Wenger des FC werden könnte.




    Toni Schumacher scherzt mit Peter Stöger und dessen Trainerteam.

    Im EXPRESS-Interview erklärt der „Tünn“, warum er Stöger nicht hinterfragt und was er nun vom Team fordert.

    Wie schwer fällt es Ihnen, mit einem Punkt auf dem Konto gute Laune zu haben?
    Ach, so bin ich, das ist auch nicht aufgesetzt, um Lockerheit reinzubringen. Natürlich ist ein Punkt viel zu wenig, aber man muss auch sehen, wie die Situation zustande gekommen ist. Gegen Leipzig haben wir zum Beispiel ein grandioses Heimspiel gezeigt. Wir sind nach wie vor eine verschworene Gemeinschaft.

    In den kommenden Wochen ist der Teamgeist mehr denn je gefordert…
    Mit Stuttgart und Bremen kommen Mannschaften, die wir auf Augenhöhe sehen. Jetzt darf der Abstand nicht noch größer werden.

    In Sachen Trainer bleibt der Verein ruhig. Die richtige Entscheidung?
    Jeder weiß, wie viel ich von Peter Stöger halte, das muss ich nicht dauernd betonen. Es gibt nun mal solche Phasen, wie wir sie gerade erleben. Und in diesen Zeiten zeigt sich dann auch die Größe und Klasse eines Klubs – wie stark das Verständnis und der Zusammenhalt wirklich sind.

    Gibt es für Sie ein Szenario, in dem für Peter Stöger Schluss wäre? Die Mechanismen des Geschäfts sind bekannt.
    Nur, wenn es ergebnistechnisch so weiterginge und wir überhaupt keinen Punkt holen würden, so dass die Mannschaft das Vertrauen verliert oder wenn die Mannschaft gegen den Trainer spielen würde – aber das sehe ich nicht im Ansatz. Die Mechanismen müssen nicht greifen, nur weil irgendwer von außen meint, dass das so sein muss.

    Was erwarten Sie jetzt von der Mannschaft?
    Für einige Spieler ist diese Erfahrung neu. Diejenigen, die schon mal in einer derartigen Situation gesteckt haben, müssen den anderen signalisieren: Hier kommen wir nur gemeinsam raus! Ich glaube, dass die Mannschaft heiß genug ist.

    Zuletzt stach vor allem Leonardo Bittencourt als Führungsfigur heraus.
    Er geht vornweg, ist frech und sagt: Das lasse ich mir nicht gefallen! Und Leo will andere mitziehen, das finde ich großartig.

    Im Sommer wurden fast ausschließlich Perspektivspieler verpflichtet. War der Kader überschätzt nach dem Jubel um Platz fünf und die Krise so vorprogrammiert?
    Ich glaube nicht, dass irgendjemand den Kader überschätzt hat. Wir haben immer gesagt, dass der fünfte Platz auch dadurch zustande kam, dass andere Teams geschwächelt und ihr Potenzial nicht genutzt haben. Wir haben uns nicht gegen diese Platzierung gewehrt, aber immer betont, dass wir unseren Kader nicht so aufstellen werden, dass wir die Europa League rocken. Wir wollten nicht die Gehälter zahlen, die wir ohne Europapokal nicht mehr zahlen können.

    Wie blicken Sie persönlich auf die Transferphase zurück?
    Ich finde, wir haben genug gemacht. Mal abseits der hohen Transfersummen, für die die Spieler ja nichts können: Wir haben viele junge Leute geholt, großartige Talente. Nehmen wir mal Jorge Meré. Wer 60 Spiele macht in Spanien, kann nicht so blind sein. Der kann auch hier in Deutschland ein Zeichen setzen.



    Trotz der Talente scheinen derzeit, wo noch mit Hector und Risse absolute Leistungsträger ausfallen, die Alternativen zu fehlen.
    Bei uns ist es nicht wie bei den großen Vereinen vor uns, die sagen: Wir werfen jetzt einen von der Bank rein, der ist genauso gut. Trotzdem: Solche Situationen geben einigen Spielern die Chance, aus dem Schatten rauszutreten. Daran muss man die Jungs auch mal erinnern. Auch ich selbst bin wegen einer Verletzung ins Tor gekommen und hab die Chance beim Schopf gepackt.

    Was gibt Ihnen Hoffnung für die kommenden Wochen?
    Ich habe solche Situation schon so oft mitgemacht. Nicht zuletzt selbst als Profi. Aus so einer Situation kommt man nur heraus, wenn die Mannschaft noch weiter zusammenrückt, noch mehr kratzt und beißt. Nur so geht es – nicht fußballerisch. Wir müssen dreckig spielen. Und Peter Stöger wird die richtigen Antworten finden.

    Wenn man mal zusammenrechnet, wie viele Tore die Spieler in ihrer bisherigen Karriere geschossen haben, stellt sich die Frage, wer nun treffen soll…
    Abgesehen davon, dass jeder mehr Tore schießen kann: Wir haben durchaus versucht, weitere Stürmer zu verpflichten. Wie Mark Uth, den Hoffenheim nicht hat gehen lassen.

    Beschreiben Sie uns doch mal das Zusammenspiel von Präsidium und Jörg Schmadtke bei der Kaderplanung. Haben Sie Mitspracherecht?
    Bei den Klausurtagungen wird natürlich darüber gesprochen. Dann verrät er uns, wen er im Auge hat. Wir wissen diese Aufgabe in guten Händen. Wir im Vorstand werden dem Jörg nicht einen Namen nennen können, den er nicht kennt. Aber natürlich diskutiere ich mit. Auch schon mal, wenn ich nicht gefragt werde. (lacht)

    Das ist auch für den Vorstand die erste wirkliche Krise. Haben Sie Angst, dass alles, was Sie aufgebaut haben, wieder einstürzen könnte?
    Das Einzige, wovor ich Angst haben würde, wäre die 2. Liga. Da will ich nicht mehr hin, denn ich bin ein Kind der Bundesliga.

    Hätten die Beteiligten die Kraft, den Karren dann noch mal hochzuziehen?
    Das ist mir viel zu früh für solche Gedanken. Es kommt ja jetzt noch eine Transferperiode und vielleicht kriegen wir dann einen wie Uth.

    Zwischen Trainer und Sportchef scheint es allerdings zum ersten Mal zu knirschen.
    Auch für die beiden ist es eine neue Situation, sie hatten bisher keine große sportliche Krise hier. Im Geißbockheim wird kritisch miteinander diskutiert, alles andere wäre unprofessionell. Aber das Verhältnis aller Verantwortlichen untereinander war und ist in Ordnung. Da müssen wir jetzt alle gemeinsam durch, das ist unser Anspruch.


    Quelle: Express
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  6. #56
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    Oldie-Einkauf: Darum ist Claudio Pizarro schon jetzt wichtig für den 1.FC Köln



    Claudio Pizarro hat gute Laune mit ans Geißbockheim gebracht.


    Hängende Köpfe am Geißbockheim? Keineswegs! FC-Vize Toni Schumacher (63) beschreibt: „Hier herrscht sicher keine Partystimmung, aber auch keine Panik.“

    „Es geht hoch her“

    Aufmerksamen Zuschauern dürften in den vergangenen Tagen vor allem zwei Dinge aufgefallen sein: Im Training ist ordentlich Zug drin. Leo Bittencourt (23): „Normalerweise atmet man in einer Länderspielpause durch, aber bei uns ging es hoch her“. Und: Die Stimmung passt trotz prekärer Lage – es wird gelacht, den Spaß am Fußball lassen sich die FC-Profis nicht nehmen.

    Dazu trägt auch Claudio Pizarro (39) bei. Peter Stöger (51) erklärt: „Er ist mittendrin, man sieht ihn an jeder Ecke mit jemandem reden. Das kann man zwar nicht von ihm verlangen, und das steht auch nicht in seinem Vertrag – aber so ist er eben als Typ. Und das tut uns schon gut.“

    „Pizzas“ Extra-Motivation

    Ein zusätzlicher Motivationsschub für den besten ausländischen Torjäger der Bundesliga-Historie: Peru rutschte als Fünfter der Südamerika-Quali in die Playoffs gegen Neuseeland, kann erstmals seit 1982 wieder eine WM erreichen.

    Dann will Pizarro unbedingt dabei sein. Empfehlen kann er sich nur über den FC, und Stöger merkt ohnehin „jeden Tag, dass er richtig Lust auf das Projekt hier hat.“


    Quelle: Express
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  7. #57
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    Sammer: "Peter Stöger ist etwas Besonderes"

    "Bei Pizarro werden die Jungs mit den Ohren schlackern"

    Der Bundesligastart ist völlig missraten. Platz 18 nach sieben Spieltagen: Der 1. FC Köln kämpft ums sportliche Überleben. Und ist, wie Eurosport-Experte Matthias Sammer betont, bestens beraten, Trainer Peter Stöger zu stützen. Viel erwartet Sammer im Kampf um den Klassenerhalt von einem "kleinen Schlitzohr und fantastischen Fußballer".



    Matthias Sammer (l.) hält viel von Kölns Trainer Peter Stöger (r.).

    Im Eurosport-Interview spricht der frühere Weltklasse-Fußballer unter anderem sehr lobend über den neuen Hoffnungsträger Claudio Pizarro, den Sammer während seiner Zeit beim FC Bayern "kennen und schätzen lernte. Was Claudio in der Box kann, da werden die Jungs beim 1. FC Köln noch mit den Ohren schlackern. Das ist so etwas von außergewöhnlich. Wie er sich bewegt, welche Drehungen er drauf hat. Wie er alles im Überblick hat - obwohl ich in vielen Situationen immer gedacht habe, er sieht jetzt das Tor doch gar nicht mehr - und dieser Instinkt. Das ist etwas Besonderes. Und mit dieser Anerkennung werden dann vor allem die jungen Spieler bei Claudio gut zuhören."

    Pizarro als "Rhythmus-Brecher"

    Sammer erwartet, dass der routinierte Torjäger seine "absolute Fitness sicher in zwei oder drei Wochen erreichen wird. Er ist ein echter Torjäger, ein fantastischer Fußballer, ein wunderbarer Mensch und ein kleines Schlitzohr im positiven Sinne. Sonst kannst du solche Leistungen wie er nicht abliefern." Und der Eurosport-Experte erwartet eine äußert positive Ausstrahlung auf die arg zerzauste Kölner Mannschaft: "Er wird positiven Einfluss auf die Gruppe nehmen. Und das könnte so ein Rhythmus-Brecher sein und sich auszahlen. Du bringst einen, der weiß, wie es geht. Das ist eine gute Verpflichtung."

    "Stöger muss jetzt gestützt und gestärkt werden"

    Überdies geht der Europameister von 1996 auch auf eine Aussage von Trainer Peter Stöger im kicker-Interview (Print-Ausgabe vom Montag) ein, der nächste große Schritt in seiner Karriere wäre, "wenn wir unbeschadet aus dieser Situation herauskommen". Sammer dazu: "Die Menschlichkeit, die in dieser Aussage steckt, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Dementsprechend ist Peter Stöger für die Bundesliga etwas Besonders. Ich wünsche Peter Stöger, alles, alles Gute. Wenn er dieses Ziel erreicht, hat er noch größeren Respekt von mir als ohnehin schon!"

    Offensichtlich schätzt Sammer die Arbeit des Österreichers ganz enorm: "Peter Stöger hat bisher eine grandiose Arbeit beim 1. FC Köln abgeliefert, vor allem kontinuierlich. Und wenn jetzt, in einer sicherlich etwas kritischeren Phase, gleich alles zu bröckeln beginnen würde, wäre ich persönlich traurig und enttäuscht. Ich glaube, die Leistung in Verbindung mit seiner Persönlichkeit hat dem 1. FC Köln so etwas von gut getan." Sammers Ausblick: "Ich erinnere einfach mal an die Zeit zurück, als Köln immer diese Unruhe, diese Fluktuation, diese nicht vorhandene Kontinuität auf der Trainerposition hatte. Deshalb muss Peter Stöger jetzt gestützt und gestärkt werden - und man muss gemeinsam durch dieses kleine Tal durchmarschieren!"

    Quelle: Kicker
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  8. #58
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    Wie Stöger um seinen Job beim 1. FC Köln kämpft

    Der Trainer des Bundesliga-Tabellenletzten über seinen Plan für die Wende, Vorstellungen von einem Scheitern, Erwartungen an Claudio Pizarro und verbliebenes Selbstvertrauen.



    Peter Stöger (51) ist seit 2013 in Köln. Mit dem FC ist er aufgestiegen und vergangene Saison in den Europa-Cup eingezogen. Und jetzt ist er Tabellenletzter der Bundesliga: ein Punkt aus sieben Spielen. Ein Schock. Vielleicht bald auch ein Schnitt? Vom Helden zum Versager in wenigen Monaten? Sind das die Pole, zwischen denen Fußball gespielt wird. Und dazwischen gibt es nichts?

    Fragen an einen Trainer, der keinem Thema ausweicht.


    Herr Stöger, wie empfinden Sie Ihre Probleme selbst?
    Peter Stöger: Schwierig, weil es um einen großen Club geht. Bei 100 000 Mitgliedern hängt schon etwas an der sportlichen Situation. Wenn ich es aber im Vergleich zu anderen Problemen auf der Welt betrachte, dann ist das doch sehr relativ. Dennoch: Wir brauchen sportliche eine Lösung. Wir müssen punkten, damit die Leute an ihre große Liebe wieder eine Freude haben können.

    Zerbröckelt die geschaffene Wohlfühl-Oase 1. FC Köln so langsam, aber sicher?
    Peter Stöger: Als ich hier begonnen habe, hat man mir immer erzählt, wie schwierig und unruhig dieser Club ist. Wenn man jetzt vom schlechtesten Start seit 55 Jahren Bundesliga-Geschichte spricht, dann ist es hier noch verhältnismäßig ruhig. Die Hoffnung und der Glaube daran, dass wir das in dieser Konstellation korrigieren können, ist immer noch relativ groß. Die Zusammenarbeit mit den Spielern ist wie immer gut. Und das ist die Basis dafür, da wieder raus zu finden. Aber verzwickt ist die Situation natürlich schon. Wir brauchen Antworten mit Punkten, nicht mit schönen Spielen. Wenn es ans Eingemachte geht, interessieren die Leute nur die Punkte. Wenn du die Punkte hast, dann wollen sie auch gute und schöne Spiele. Es geht nur über die Arbeit.

    Lucien Favre hat in ähnlicher Situation in Gladbach vor zwei Jahren aufgegeben. Kommt Ihnen das in den Sinn?
    Stöger: Nein. Ich will das auch nicht vergleichen, weil ich dann am Ende derjenige wäre, der bewertet, was richtig oder falsch ist. Ich kenne auch den wahren Hintergrund bei Favre nicht. Wissen Sie, es ist doch so: In der engeren Führung dieses Clubs arbeiten etwa 15 Leute. Wenn ich das Gefühl habe, dass die noch keine Alternative haben oder eine Lösung kennen, der Verein also am Ende in einer schwierigen Situation wäre – ich finde, das geht ganz einfach nicht. Aber ich habe auch immer gesagt, dass dieser Verein permanent Bundesliga spielen muss, wenn er sich nach oben entwickeln will. Klar ist aber auch: Wenn 14 dieser 15 Leute sagen, wir haben eine Alternative, von der wir glauben, dass sie greifen kann, bin ich sicher der letzte, der das nicht versteht.

    Ist Ihnen dieser Mechanismus erklärbar, dass am Ende über den Trainer gesprochen wird? Oder wäre es gerade in Köln an der Zeit, dauerhafteres Vertrauen zu schenken?
    Stöger: Es hat ja jeder Trainer seine eigene Geschichte. Wie ist das Vertrauen zur Mannschaft? Wie bist du integriert in den Verein? Wie ist dieser Verein strukturiert? Was traut man dir zu? Daraus resultiert aber nicht die Erklärung, dass man hier die nächsten Jahre mit einem Ösi durchzieht, egal was kommt.

    In Freiburg geht man mit einem Trainer Christian Streich durch alle Lebenslagen.
    Stöger: Klar, dieser Weg ist sehr sympathisch. Dass man aufsteigt, zusammen Europacup spielt, nach dem Abstieg den Trainer hält und wieder zusammen aufsteigt. Das hat mich schon sehr gefreut. Das hat Charme, ich finde das cool, diese Geschichte kennt man. Aber warum kennt man die so genau? Weil es so selten passiert. Ich weiß nicht, ob so eine Situation in Köln tragbar wäre.

    Es würde immerhin zu der jüngeren Entwicklung in Köln passen, wo man ja viele Dinge unter der Führung von Jörg Schmadtke und Ihnen anders angegangen ist.
    Stöger: Das stimmt. Aber ich weiß nicht, ob das die Begleitumstände zulassen würden. Wenn man das am Ende nicht schafft, muss man sich hinterher noch mal begegnen und sagen können: es war eine coole Zeit, aber es hat eben nicht mehr funktioniert. Aber: Oberstes Ziel ist es, das hier hinzubringen. Nach Aufstieg, Klassenerhalt und Europapokal könnte es dem Verein noch mal einen richtigen Schub geben, wenn wir aus dieser Phase gemeinsam herauskommen.

    Es ist die erste schwierige Phase unter Ihnen.
    Stöger: Nein, die schwierigen Phasen, die wir intern als solche gewertet haben, hat man vielleicht nach außen nicht so mitbekommen, weil wir dann immer rechtzeitig wieder gewonnen haben. Die Jungs haben uns öfter mit außergewöhnlichen spielen die Haut gerettet. Wir sind zum Beispiel in die Zweitliga-Saison mit drei Unentschieden gestartet. Da haben sich hier alle überrascht angeschaut. Vielleicht aber auch nur, weil sie überrascht waren, dass der Österreicher nicht dreimal hintereinander verloren hat (lacht).

    „Ich habe aber auch immer gesagt: Österreichs Teamchef ist total reizvoll.“

    Haben Sie ähnliche Situationen in ihrer Karriere schon erlebt?
    Stöger: Ich bin bei Admira vom Spieler zum Trainer so eingestiegen, damals war ich 37, Admira war Letzter. Das hat gut funktioniert, wir sind noch Fünfter geworden. Ich bin auch in Wien mal mit einer Durchschnittsmannschaft in die 1. Liga aufgestiegen, wo klar war, dass es schwierig wird. Da haben wir uns irgendwann anders entschieden und sind auseinander gegangen. Die Mannschaft hat danach die Klasse gehalten, weil sich ein anderer Verein aufgelöst hat. Also: Ich kenne solche Situationen. Eigentlich habe ich hauptsächlich um die Meisterschaft oder gegen den Abstieg gespielt.

    Müssen oder wollen Sie sich verändern?
    Stöger: Nein, im fünften Jahr in Köln nicht. Spieler wie Lehmann, Risse, Kessler, Horn, Maroh oder Hector würde ich damit eher irritieren als alles andere. Ich werde sicher nichts in der Außenwahrnehmung verändern, damit irgendjemand zu dem Schluss kommt: Na, der Stöger unternimmt aber jetzt wirklich alles. Und im Haus selbst fragen Sie sich zugleich, ob ich noch ganz dicht bin. Ich hab schon das Selbstvertrauen, dass ich sage: unser Ansatz ist gut.

    Was läuft falsch?
    Stöger: Alles, was man braucht, damit es im Fußball funktioniert, funktioniert bei uns nicht optimal: das Verteidigungsspiel der Gruppierung. das Offensivspiel. Wir haben zu viele Fehlerquellen, die der Gegner derzeit auch besonders intensiv ausnutzt. Deswegen stehen wir vielleicht nicht mit einem Punkt zurecht da unten, aber wir stehen zurecht da unten. Ich glaube auch nicht, dass wir im Sturm wesentlich weniger Chancen herausspielen als vorher. Das schmerzt besonders. Wir müssen in die Basics. Wie bekommen wir die Kompaktheit zurück? Wie klappen die Mechanismen? Im Offensivbereich kannst du keinen Zauber anstellen, natürlich üben wir viele Torabschlüsse.

    Welche Rolle spielt jetzt Claudio Pizarro? Und warum haben Sie dem Transfer zugestimmt?
    Stöger: Fakt ist: Wenn wir jetzt zehn Punkte hätten, wäre Pizarro kein Thema gewesen. Aber wir haben gefühlt viele Situationen im Strafraum, aus denen wenig entsteht. Also haben wir uns angeschaut, ob da noch jemand ist, der gerne noch kicken würde, der keinen Verein bekommen hat, weil er vielleicht zu hoch gepokert hat, verletzt war oder auch gefühlt zu alt ist. Und dann landet man schnell bei Pizarro. Warum kommst du auf ihn? Weil er eine absolute Quote hat, und weil er bei jeder Station ein Top-Profi war, der in der Gruppierung immer gut angekommen ist. Seine Gelassenheit und seine Erfahrung können uns jetzt helfen.

    Ist er auch fit?
    Stöger: Wir werden in der nächste Woche nicht in jedem Spiel 90 Minuten von ihm verlangen. Trotzdem kann das mit seiner Erfahrung Sinn machen. Vor Claudio haben alle den größten Respekt. Kürzlich hatte er Geburtstag, und unsere Fan-Gemeinde hat ihm am Trainingsplatz ein Ständchen gesungen. Ich hatte das Gefühl, dass es ihm unangenehm war. Es gibt Leute, die lassen sich da so richtig feiern. Da wusste ich schon: alles richtig gemacht.

    Trotzdem werten viele den Transfer als Eingeständnis einer verfehlten Personalpolitik im Sommer.
    Stöger: Wenn du keine Punkte hast, dann hast du auch keine Argumente. Wir suchen ja alle keine Ausreden. Wenn es nicht läuft, kann ich vieles hinterfragen, auch die Personalpolitik. Das ist aber nicht mein Ansatz. Was weg ist, ist weg. Und was da ist, ist da. Mein Job ist es, daraus das Bestmögliche herauszuholen. Ich verstehe die Frage, das muss man auch aushalten, aber mir hilft es im Moment relativ wenig weiter, verstehen Sie. Deswegen jammern wir nicht. Aber es hat nicht umsonst jemand gesagt, dass am Ende nur das Ergebnis zählt. Das ist die Wahrheit.

    Wann wird Ihnen der derzeit verletzte Stürmer Cordoba helfen können? Man wird ihm in Sachen Einsatz nichts vorwerfen können, aber es verspringen auch viele Bälle, die Modeste vorne gehalten hat, als er noch da war.
    Stöger: Das stimmt, dafür arbeitet Jhon viel mehr als Tony. Wissen Sie, eine Mannschaft braucht von jedem Spieler einen Mehrwert. Beim Jhon ist es die Arbeit, die er leistet. Wenn Tony Lust gehabt hat, hat er richtig gut gearbeitet. Wenn nicht, hat er seine Quote bringen müssen. Wenn er diese Tore nicht erzielt hätte, dann hätte er Ärger bekommen mit den anderen Jungs.

    Ein neuer Trainer würde vermutlich eine Stammelf suchen, der er sein Vertrauen ausspricht. Sie hingegen probieren viel.
    Stöger: Mein Ansatz ist, dass ich mir anschaue, wer jetzt der Sache gewachsen ist. Da haben natürlich jene einen Vorteil, die die Gegebenheiten hier kennen. Aber sie haben auch den Nachteil, dass ich sie schon lange kenne und weiß, wie sie ticken. Deswegen sind wir am Ende wieder da, wo eben die spielen, die gut drauf sind. Ich stehe zu hundert Prozent hinter meinen Jungs. Aber wir sind nicht der FC Bayern, wo Jupp Heynckes mit Weltklassespielern die Gegner zerlegen kann. Das haben wir nicht. Wir haben eine richtig tolle Gruppierung, und die Qualität haben wir uns immer dadurch erhalten, dass wir nach dem Leistungsprinzip gegangen sind. Das hat die Trainingsqualität hoch gehalten, das hat auch die Fitness hochgehalten – und das hat die Qualität bestimmt. Das wird sich nicht ändern.

    Nervt der Europacup schon?
    Stöger: Nein. Wenn wir uns darauf nicht mehr freuen, dann läuft in diesem Geschäft aber alles falsch. Wer weiß, wie oft wir das hier noch erleben? Ich behaupte jetzt mal: nächstes Jahr wird’s nichts (lacht). Wir können doch sagen, dass wir unter der Woche eine zusätzliche Möglichkeit haben, uns Sicherheit zu holen.

    Wollen Sie Österreichs Nationaltrainer werden, wie wieder spekuliert wird?
    Stöger: Glauben Sie mir, ich denke viel über den FC nach. Momentan ist das kein Thema. Ich habe aber auch immer gesagt: Österreichs Teamchef ist total reizvoll. Momentan habe ich das aber für mich nicht auf der Agenda. Und beides zusammen geht ja auch nicht (lacht).

    Ihre Rechnung für diese Saison schaut wie aus?
    Stöger: Wenn wir im Winter nahe an den 20 wären, das wäre schon gut. 19 waren bisher das wenigste bei uns. Also: Mit zehn Punkten würde es heftig werden, wobei Augsburg das auch schon geschafft hat.
    Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen

  9. #59
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    Schmadtkes Pattex-Politik in Sachen Peter Stöger

    An Humor fehlt es Peter Stöger trotz der misslichen Situation nicht. Gerade hatte der Trainer des 1. FC Köln erneut ein Spiel verloren, bereits das achte von zehn Pflichtspielen in der laufenden Saison, da wurde er gefragt, was er denn in den kommenden Tagen im Training plane, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Er wisse es noch nicht genau, antwortete der Österreicher, nur eines könne er sagen: „Ich werde die Tore nicht größer machen lassen.“ Die Kölner sind unten angekommen – zumindest tabellarisch. Vor dem Bundesligaspiel am Freitag beim VfB Stuttgart ist der Druck gewaltig: Bei einer weiteren Niederlage könnte der Abstand des Tabellenschlusslichts zum rettenden Ufer bereits auf neun Punkte anwachsen.

    Und doch widersteht der Klub der Versuchung, nun alles infrage zu stellen. Stöger jedenfalls, dies machte Manager Jörg Schmadtke unmissverständlich klar, stehe nicht zur Disposition. Denn ein Trainerwechsel sei kein geeignetes Mittel, um dem Team zu helfen.

    Keine Abnutzungserscheinungen in Köln

    „Die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt, wie sie mit dem Trainer zusammenarbeitet, spricht nicht dafür, einen Wechsel vollziehen zu müssen. Für mich gibt es da keine Handhabe“, sagte Schmadtke am gleichen Abend, an dem sich Stöger in Galgenhumor geflüchtet hatte – nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig. Er hätte es sich leichter machen können, doch dies sei nicht zielführend, legte der 53-Jährige dar. Er sei niemand, „der gestern und vorgestern vergisst“. Und grundsätzlich niemand, der einen Trainerwechsel vollzieht, „damit der eine oder andere etwas mehr Ruhe hat oder ich vielleicht auch etwas mehr Ruhe habe.“

    Es sind zwei Überlegungen, die Schmadtke veranlassen, Stöger weiter das Vertrauen auszusprechen. Die eine ist rückwärtsgewandt. Es könne doch nicht auf einmal alles schlecht sein, wenn ein Coach wie Stöger über vier Jahre hinweg erfolgreich gearbeitet habe: Die Rückkehr in die Bundesliga im ersten Jahr, der Klassenverbleib im zweiten, der einstellige Tabellenplatz im dritten und die erste Qualifikation für den Europapokal seit 25 Jahren im vierten. Diese Bilanz spricht nicht nur für Stögers Qualitäten, sondern sie verbindet auch Manager und Trainer, die gemeinsam diesen Weg beschritten haben. Sie ist auch in Krisenzeiten ein starkes Band. Derzeit durchlebt Stöger seine erste Krise als Kölner Coach. Mit jeder Krise nutzt sich ein Trainer ab, verliert gegenüber den Spielern ein wenig an Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft. Je häufiger die Ergebnisse ausbleiben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Profis an den Vorgaben eines Trainers zweifeln. Aktuell jedoch gibt es keine Abnutzungserscheinungen

    Auch wenn es sich verwunderlich anhören mag, der Tiefpunkt der Krise, glaubt Schmadtke, sei bereits durchschritten: Seit anderthalb Spielen funktioniert das Team wieder. In der zweiten Halbzeit des Europa-League-Spiels gegen Roter Stern Belgrad und über 90 Minuten gegen Leipzig schaffte es die Mannschaft gar, das Publikum zurückzugewinnen: Es wurde gekämpft, gespielt, und es gab reichlich Torchancen – nur das Tor selbst wurde nicht getroffen. Und Letzteres ist ein Problem, für das Stöger kaum verantwortlich gemacht werden kann.

    Schmadtke räumt Fehler ein

    Dies ist eine Frage der Qualität des Kaders – und dafür ist zuallererst Schmadtke selbst verantwortlich. In der öffentlichen Wahrnehmung in Köln ist vor allem die Transferpolitik der Grund der Misere: Gerade mal zwei Tore in sieben Bundesligaspielen sind erschreckend. Der Hauptvorwurf an Schmadtke: Die Nachfolgeregelung für den nach China verkauften Torjäger Anthony Modeste (25 Treffer in der vergangenen Saison) sei ein Fehler gewesen – wenn nicht gar der Abgang selbst, der den Kölnern immerhin 35 Millionen Euro Ablöse einbrachte. Schmadtke hat mit Jhon Cordoba dann einen anderen Stürmertyp verpflichtet: Einen Kämpfer, jemand der Lücken für torgefährliche Spieler reißt – die Köln ohne Modeste allerdings nicht mehr hat. „Es wäre vermessen zu sagen, wir haben alles richtig gemacht“, räumt Schmadtke Fehler ein. Es wäre jedoch falsch, deswegen alles infrage zu stellen. Der Manager – für ihn ist es ebenfalls die erste Krise in Köln – reagiert mit einer Mischung aus Selbstkritik und Trotz, wenn er attackiert wird.

    Trotz Ergebnis-Krise: Matthias Sammer lobt Peter Stöger

    „Diesem Team fehlt im Vergleich zur Vorsaison nur ein einziger Stammspieler“, rief er auf einer emotionalen Jahreshauptversammlung den Mitgliedern zu: „Sollen wir diese Jungs alle wegschicken? Ist das nicht mehr eure Mannschaft?“ Wenige Tage später besserte er im Personal nach – so gut es noch ging, da sämtliche Transferfenster bereits geschlossen waren. Mit Claudio Pizarro (39) wurde ein vertragsloser Stürmer, von dem allgemein angenommen worden war, dass er seine Karriere bereits beendet hatte, verpflichtet.

    Das Spiel in Stuttgart und die kommenden Wochen werden zeigen, ob Schmadtkes Krisenbewältigungsstrategie erfolgreich sein wird. Nicht wenige wünschen es sich, weil es ein wohltuendes Zeichen gegen den branchenüblichen Aktionismus wäre. Er erinnere sich gut an Zeiten, als in Köln „immer diese Unruhe, diese Fluktuation, diese nicht vorhandene Kontinuität auf der Trainerposition“ geherrscht habe, sagte Matthias Sammer. Das würde sich niemand mehr wünschen. Stöger müsse „geschützt“ und „gestärkt“ werden, so der TV-Experte. Gemeinsam müsse „dieses kleine Tal“ durchschritten werden. Der Respekt der Branche wäre Schmadtke gewiss, wenn er an einer Linie weiter festhalten könnte. Doch dafür müsste Stögers Mannschaft endlich Siege einfahren.

    Quelle: die Welt
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  10. #60
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    Sport Bild Interview | Lehmann: „Die Ruhe hier ist nicht normal“



    SPORT BILD: Herr Lehmann, Sie sagten vor kurzem, Fußball findet zu 80 Prozent im Kopf statt und zu 20 Prozent in den Beinen.
    Wie viel fehlt dem 1. FC Köln momentan im Kopf und wie viel in den Beinen?


    Matthias Lehmann (34)Ich würde sagen, im Kopf sind wir voll da. Das haben die letzten beiden Spiele gezeigt. Das Problem sind eher die Beine, die den Ball nicht über die Linie bringen. Das ist momentan das Hauptproblem: Das Quäntchen Glück und die absolute Überzeugung, den Ball über die Linie zu drücken, fehlen.

    Kann man die Krise denn einfach ausblenden?

    Matthias Lehmann (34) Nein. Denn wie es bislang gelaufen ist, das war ja nicht normal. Die schlechte Chancenverwertung und die Spiele, nach denen man sich fragt: Wie kann man so ein Spiel verlieren? So etwas hat man schon im Hinterkopf. Aber wir hatten ja kaum Zeit, uns mit einem Spiel zu beschäftigen, weil schon wieder das nächste anstand. Deshalb denke ich auch, dass wir relativ klar in der Birne sind.

    Jörg Schmadtke sagte, es fehlt etwas, das könne man aber nicht dem Trainer anlasten. Wem kann man es anlasten?

    Matthias Lehmann (34) Der Mannschaft. Wir sind auf dem Platz und müssen es richten. Das kann nicht der Manager im Büro, der Trainer an der Seitenlinie oder der Fan in der Kurve machen. Wir sind auf einem guten Weg, aber die Ergebnisse passen nicht zu unseren Leistungen. Vielleicht brauchen wir als Dosenöffner einfach mal einen richtig dreckigen Sieg, bei dem wir mit einer Chance das Spiel gewinnen.

    Sprechen wir über die Probleme: Jhon Córdoba ist kein Ersatz für Anthony Modeste.

    Matthias Lehmann (34) Man kann von Jhon nicht erwarten, dass er Tony ersetzt. Die beiden sind zwei unterschiedliche Spielertypen, der Vergleich ist nicht gerecht.

    Warum nicht?

    Matthias Lehmann (34) Tony ist jemand, der im Strafraum lauert, Jhonny arbeitet viel mehr und reibt sich auf dem ganzen Feld auf. Man merkt, dass er alles gibt, ihm die Situation aber auch zu schaffen macht. Dann triffst du selber nicht und bist unzufrieden, machst dir selbst noch mehr Druck, und die Erwartungshaltung wird von Spiel zu Spiel größer. Das merken wir auch in gewissen Situationen im Stadion und im Umfeld.

    Zweites Problem: Die Gegner haben sich aufs Kölner Spiel eingestellt und überlassen Ihnen die Spielkontrolle. Kommt die Mannschaft damit nicht klar?

    Matthias Lehmann (34) Nein, würde ich nicht sagen. Wir haben auch in den letzten Jahren schon versucht, das Spiel zu dominieren. Das Problem sind die Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, wir kriegen zu viele Gegentore durch Konter, da waren wir sonst stabiler.

    Drittes Problem: die Doppelbelastung mit der Europa League.

    Matthias Lehmann (34) Ich würde zustimmen, wenn wir nach jedem Donnerstagabendspiel am Sonntag 15 Kilometer weniger laufen würden. Aber die Statistiken zeigen schon, dass wir trotz Europa League in der Bundesliga alles geben. Der Einsatz passt, das Spielerische passt, die Einstellung passt – nur die Ergebnisse passten nicht.

    Wie gehen die Spieler miteinander um?

    Matthias Lehmann (34) Mit viel Respekt, es zeigt keiner mit dem Finger auf den anderen. Das war schon immer so, das wird unter Trainer Peter Stöger auch so bleiben. Jeder hat den Charakter und die Disziplin, weiter an sich zu arbeiten und nicht auf die anderen zu zeigen. Wir haben uns über Jahre etwas aufgebaut, das ist nicht normal für diesen Verein. Auch die Ruhe momentan ist nicht normal für diesen Verein. Wir lassen uns die vergangenen vier Jahre auch nicht kaputt machen von der ersten schlechten Phase, die wir hier haben.

    Die Erfolge der Vergangenheit zählen nicht mehr.

    Matthias Lehmann (34) Sie zählen insofern, dass man weiß, was man an seinen Mitspielern und an dem Umfeld hat. Wir können uns aufeinander verlassen und haben nicht 15 neue Spieler, bei denen du nicht weißt, was du bekommst. Wir ziehen an einem Strang. Das sieht man auch an der Stimmung, die ist auch nicht normal für einen Tabellenletzten. Es wird weiterhin viel gelacht und gescherzt Wir würden es nur noch schlimmer machen, wenn wir uns gegenseitig über den Platz treten und beleidigen würden. Wenn du aufhörst zu lachen, kannst du den Betrieb auch einstellen. Die Mannschaft kennt sich seit Jahren.

    Braucht sie einfach nach dieser langen Zeit neue Impulse und Veränderungen?

    Matthias Lehmann (34) Was sollen wir denn ändern? Sollen wir durch die Waschstraße laufen? Wir brauchen keine Alibi-Aktionen für die Öffentlichkeit, das hat die Mannschaft nicht nötig.

    Zuletzt wurde auch über einen Rücktritt von Peter Stöger spekuliert. Auch wenn er selbst sagte, daran keinen Gedanken verschwendet zu haben.

    Matthias Lehmann (34) Jeder, der den Trainer kennt, weiß, dass er Bock auf den Verein und die Mannschaft hat. Das Handtuch schmeißen würde er niemals, da bin ich mir sicher.

    Quelle: BILD
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  11. #61
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    Jörg Schmadtke im RP Interview "Alles gut. Also bis auf die Tabelle"



    Die Europapokal-Rückkehr verpatzt, in der Liga Tabellenletzter

    Im Interview mit unserer Redaktion spricht Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke über die aktuelle Situation, Ex-Torjäger Anthony Modeste und sein Verhältnis zu Trainer Peter Stöger.

    Jörg Schmadtke blickt aus dem Fenster seines Büros im ersten Stock des Geißbockheims. Unten auf dem Rasen gibt Trainer Peter Stöger den Spielern Anweisungen. Der Geschäftsführer des 1. FC Köln beobachtet die Szenerie aufmerksam, bevor er sich an den Tisch setzt und am Espresso nippt. "Alles gut", sagt er. "Also bis auf die Tabelle." Am Freitagabend (20.30 Uhr) soll beim VfB Stuttgart im achten Anlauf der erste Saisonsieg gelingen. Und damit der Grundstein gelegt werden für den Weg aus der Abstiegszone.

    RP Herr Schmadtke, wie erleben Sie die Länderspielpause? Ist es schön, die Zeit zur Analyse zu haben, oder ärgert es Sie, so lange auf die Möglichkeit zur Wiedergutmachung warten zu müssen?

    Schmadtke Es war gut für uns. Wir konnten nach den vielen Englischen Wochen mal durchschnaufen und an der ein oder anderen Stelle nachjustieren.

    Nachjustieren – können Sie da etwas mehr ins Detail gehen?

    Schmadtke Wenn man einen Punkt nach sieben Spieltagen hat, liegt ja irgendwas im Argen. Da versucht man den Verbund zu stärken, verschiedene Abläufe zu trainieren. Wir haben das Spiel nach vorne neu sortiert und versucht, nach hinten mehr Stabilität zu erzeugen. Die Dinge angepackt, die man auf dem Fußballplatz so macht.

    Woran liegt es denn, dass der im Sommer aufgestellte Plan bisher nicht aufgeht?

    Schmadtke Wir waren zu Beginn nicht so griffig wie in der Vergangenheit. Daraus resultierten viele Gegentore. Unser Spiel nach vorne war weniger klar und zielorientiert. Wenn du keine erfolgreichen Ergebnisse einfährst, addieren sich die Dinge.

    Wie muss man sich den Austausch zwischen Ihnen und Peter Stöger in diesen Tagen vorstellen?

    Schmadtke Der Austausch ist wie immer. Ich kann die ganzen Gerüchte, die herumwabern, nicht bestätigen.

    Wie beschreiben Sie denn das Verhältnis zwischen Peter Stöger und Ihnen? Sachlich, professionell, freundschaftlich?

    Schmadtke Sachlich, professionell, freundschaftlich.

    Gibt es noch mehr?

    Schmadtke Das Verhältnis ist so, wie es immer war. Ich bin überrascht, dass es Gerüchte gibt, die etwas anderes behaupten. Das ist ein klassischer Fall von: Man muss die Dinge nur häufig genug wiederholen, dann werden sie als wahr wahrgenommen.

    Ist es eine Option, zu sagen: Egal, was in den kommenden Monaten passiert, wir beenden die Saison definitiv mit Peter Stöger?

    Schmadtke Kann sein. Aber das sind keine Szenarien, die ich in der Öffentlichkeit bespreche.

    Welchen Eindruck vermittelt das Trainerteam auf Sie in den vergangenen Tagen?

    Schmadtke Konzentriert. Sie arbeiten in dem Bewusstsein, Dinge verändern zu müssen, verfallen aber nicht in blinden Aktionismus. Sie werfen nicht alles über den Haufen, was vier Jahre lang gut war. Sie sind dabei, die Balance zu finden zwischen Dingen, die gut waren und Dingen, die man verstärkt ansprechen muss. So wie man es sich wünscht.

    Und wie sieht es mit dem Team aus?

    Schmadtke Selbstkritisch, aufnahmefähig – und willig, die Geschichte zu verändern.

    Sehen Sie die Gefahr, dass sich die schlechte Tabellensituation negativ auf das stets hochgelobte Mannschaftsgefüge auswirken könnte?

    Schmadtke Das kann immer sein, stelle ich im Moment aber nicht fest. Ganz im Gegenteil. Wir hatten vielleicht eher zu Beginn ein paar Probleme im Mannschaftsgefüge. Die hat die Mannschaft selbst erkannt, sich zusammengesetzt und ausgeräumt. Allen ist die Situation bewusst, und dass es nur gemeinsam geht.

    Welche Probleme gab es? Die Integration von Zugängen?

    Schmadtke Auch. Insgesamt war es im Mannschaftsgefüge zu Beginn der Saison schwieriger als in den Jahren zuvor.

    Liest man ein paar Kommentare im Internet oder unterhält sich mit manchen FC-Fans, könnte man meinen, hier läuft seit Jahren alles schief, was schieflaufen kann.

    Schmadtke Ich bin kein Freund davon, wenn Menschen aus der Anonymität heraus glauben, jeden Blödsinn loswerden zu können – ohne sich einer Diskussion stellen zu müssen. Aus der Nichtverantwortung heraus ist es nun mal leicht, Dinge zu beurteilen.

    Nun gehört das Internet in unserer heutigen Gesellschaft aber zum Meinungsbildungsprozess dazu. Das überträgt sich auch auf das Umfeld. Wie sehr können sie sich von dieser Kritik abschotten?

    Schmadtke Ich nehme Schwingungen in der Umgebung schon wahr. Aber die beeinflussen mein Handeln nicht. Mein Handeln hängt nur von meiner Wahrnehmung ab.

    Trifft sie diese teils heftige Kritik persönlich?

    Schmadtke Teilweise, ja. Wenn es ins Persönliche geht, ist das unverschämt und nicht legitim. Das passiert auch. Aber das ist vielleicht auch der Zeitgeist, dem man sich unterwerfen muss.

    Unterwerfen? Kann man nichts dagegen tun?

    Schmadtke Ich gebe hier ein Interview und lege meine Sicht der Dinge dar. Mehr kann und will ich nicht tun. Wir leben in einer demokratischen Grundordnung. Da kann jeder seine Meinung äußern. Dennoch muss ich nicht alles als richtig empfinden.

    Ein Angriffspunkt ist die Personalie Jhon Cordoba. Was entgegnen sie Leuten, die ihn jetzt schon als Fehleinkauf abstempeln?

    Schmadtke Transfers sind immer kompliziert. Und es bedarf Zeit. Eine Beurteilung nach zehn Pflichtspielen kann man machen, aber das ist nicht fair und sachgerecht. Dass Jhon Cordoba ein anderer Spielertyp ist als Tony Modeste, wissen wir. Jhon hat andere Qualitäten. Er arbeitet viel fürs Team und wird das auch weiterhin tun. Ich bin davon überzeugt, dass er einen Mehrwert für die Mannschaft hat.

    Peter Stöger hat gesagt, manchmal will Jhon Cordoba dem Team vielleicht zu viel auf einmal zurückgeben. Ist das ein Problem?

    Schmadtke Die Kritik hat auch er mitbekommen, klar. Das macht mit dem ein oder anderen schon etwas. Jhon hat gedacht, er muss am ersten Spieltag vier Tore schießen, um Ruhe zu haben. Das trägt nicht zu einer Leistungsentwicklung bei. Und man muss festhalten, dass die Zulieferung der Bälle nicht perfekt war. Unser Angriffsspiel war in der vergangenen Saison anders geprägt als jetzt. Zudem hat sich durch viele frühe Gegentore unsere Spielbalance verändert. Jhon würde sich sicher leichter tun, wenn wir 40 statt 70 Prozent Ballbesitz hätten.

    Fühlen Sie sich denn ungerecht beurteilt?

    Schmadtke Nein. Ich glaube aber, dass die Bewertung einzelner Transfers nicht ganz sauber ist. Wer sagt: ,Die haben nur unerfahrene Spieler verpflichtet', liegt falsch. Jannis Horn und Cordoba haben Bundesligaerfahrung und Jorge Meré hat über 60 Spiele in der ersten spanischen Liga, einer der besten Ligen Europas. Es wird so getan, als hätten wir ihn aus der A-Jugend geholt. Meré ist jung, aber nicht unerfahren. Sörensen hat auch 60 Bundesliga-Spiele. Da wird die Kritik nicht angebracht. Beurteilungen dürfen auch nicht davon abhängig gemacht werden, ob gerade 1:0 gewonnen oder 0:1 verloren wurde. Das ist ungerecht.

    Das trifft Sie also doch?

    Schmadtke Manchmal sitzt man schon zu Hause und fragt sich: ,Warum?' Aber ich bin 53, habe in dem Geschäft schon einiges abbekommen. Es beschäftigt einen, aber es ist nicht so dramatisch. Ich kann damit umgehen. Zudem ist es von Vorteil, dass sich alles auf meine Person fokussiert. So können die Mannschaft und der Trainer in Ruhe arbeiten.

    Wie bewerten Sie denn Ihre Transfers im Sommer?

    Schmadtke Jeder einzelne macht aus unserer Sicht Sinn. Man kann darüber diskutieren, ob uns der ein oder andere mehr gutgetan hätte.

    Sie haben ja noch mal nachgelegt. Wie fit ist Claudio Pizarro?

    Schmadtke Ihm haben die 14 Tage gutgetan. Er ist aber kein Spieler, der 90 Minuten durch die Gegend rennt und grätscht. Das war er noch nie. Für ihn sind Zweikampf- und Wettkampfsituationen wichtig, damit er seine Sicherheit, die er über Jahrzehnte hatte, wiedererlangt.

    Ab wann kann er dem Team helfen?

    Schmadtke Er hilft seit dem ersten Tag. Durch seine Präsenz, seine Erfahrung, durch Gespräche.

    Er hat seinen Wert also – noch – vor allem neben dem Platz?

    Schmadtke Claudio ist von seiner Struktur ein positiver Mensch und einer, der andere gerne an seiner Erfahrung teilhaben lässt. Das war ein Beweggrund, ihn zu verpflichten.

    Wie sehr ärgert es Sie, dass Sie die Europapokalabende aufgrund der angespannten Situation in der Liga nicht als echte Feiertage genießen können?

    Schmadtke Klar wäre es angenehmer, wenn wir zehn Punkte hätten und die Donnerstage als kleinen Höhepunkt mitnehmen. Frei von allen Belastungen. Das wäre viel schöner. Dennoch ist es für den Klub und jeden einzelnen Akteur ein Mehrgewinn. Die Europa League ist nicht die Belastung, als die sie immer dargestellt wird.

    Daran wird der FC also nicht scheitern?

    Schmadtke Die Dreifachbelastung ist körperlich kein Problem, wenn dann psychologisch.

    Also fehlt hier und da die geistige Frische?

    Schmadtke Nicht mal die geistige Frische. Aber: Wenn du als Underdog Platz fünf erreichst, dann führt das zu einem Durchatmen und einem leichten Nachlassen in dem ein oder anderen Segment. Das ist menschlich. Aber es wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit aus. Diese paar Prozent sind in der Bundesliga verheerend. Das macht den Unterschied zwischen sieben, acht oder einem Punkt aus. Mit 95 Prozent gehen die Dinge nicht. Wir brauchen 100 Prozent von jedem aus der Gruppierung. Jetzt müssen wir uns aufraffen, den nächsten Stein aus dem Weg zu räumen und den nächsten Berg hochzurennen.

    Hat sich das im Sommer schon angedeutet?

    Schmadtke Man kann im Nachhinein immer schlau reden. In der Situation war das so nicht wahrnehmbar. Vielleicht gab es das ein oder andere kleine Anzeichen, aber das ist Schlaubergerei.

    Haben Sie schon Ideen im Kopf, was Sie mit den Modeste-Millionen im Winter anstellen?

    Schmadtke Könnte sein.

    Wollen Sie uns an Ihren Gedankengängen teilhaben lassen?

    Schmadtke Nein.

    Es ist aber realistisch, dass etwas passiert?

    Schmadtke Puh. Was machen wir denn, wenn wir die nächsten sieben Spiele alle gewinnen?

    Schwierige Entscheidung.

    Schmadtke Sehen Sie. Also, lassen Sie uns doch abwarten und nicht irgendwelche Szenarien aufbauen.

    Anthony Modeste war gegen Leipzig auf der Tribüne. Wie kam es dazu?

    Schmadtke Wir haben das mitbekommen und ihn zu uns in die Loge eingeladen.

    Ihr Verhältnis zueinander gilt als belastet nach dem Transfer. Wie passt das zusammen?

    Schmadtke Ihm und mir haben bestimmte Dinge nicht gefallen. Und trotzdem haben wir ihn eingeladen.

    Ist es möglich, dass er – solange Sie hier Geschäftsführer sind – noch einmal das FC-Trikot trägt?

    Schmadtke Warum nicht? Das Leben ist so vielfältig.

    Er könnte also sportlich wieder Teil der Pläne werden?

    Schmadtke Fakt ist aktuell, dass er einen Vertrag unterschrieben hat und das respektieren wir.

    Auch Lukas Podolski hat sich per "Express"-Interview nach dem Pizarro-Transfer wieder beim FC ins Spiel gebracht. Wie sehen Sie das?

    Schmadtke Ich habe das mit einem Augenzwinkern wahrgenommen. Man kann es natürlich auch als ,Drohung" wahrnehmen, dass er wieder zurückkommt. (lacht) Da kann man gelassen sein. Mit Lukas Podolski passt alles. Wir sind in einem vernünftigen Austausch.

    Beschäftigt Sie die Akte Podolski denn sportlich?

    Schmadtke Nein.

    Was wünschen sie sich vom Umfeld für die kommenden Wochen?

    Schmadtke Die gleiche Unterstützung, die die Mannschaft in den vergangenen Wochen erfahren hat. Die war großartig. Das ist für Leute außerhalb Kölns vielleicht ungewöhnlich, zeigt aber, dass hier etwas gewachsen ist. Zudem brauchen wir einfach die ersten drei Punkte.

    Quelle: RP Online
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  12. #62
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    Live Ticker 1. Halbzeit | VFB Stuttgart - 1.FC Köln 1:0

    0:1-Rückstand FC bricht nach einer halben Stunde ein

    Halbzeit Fazit:
    Eine Partie mit viel Tempo und vielen Torchancen geht in die Pause. Der FC spielte in der ersten halben Stunde sehr aktiv und mit viel Offensivdrang. Gute Chancen von Osako, Zoller und Lehmann besorgten aber nicht die Führung. Stattdessen wurden die bis dahin passiven Hausherren mutiger. Der agile Donis traf durch die Beine von Timo Horn. In der Folge setzte es noch beste Chancen für den VfB. Der FC kann froh sein, hier nicht mit einem 0:2 in die Pause gehen zu müssen. Die Frage ist jetzt: Wann kommt Pizarro?

    Abpfiff - erste Halbzeit

    45. Horn muss einen langen Ball vor dem heranrauschenden Terrode entschärfen.

    43. Der FC sucht nach einer Antwort. Viel fällt den Gästen, die hier in der ersten halben Stunde den Ton angegeben haben, aber nicht ein. 1:0 für Stuttgart: Die FC-Abwehr steht zu weit weg vom Mann. Ein einfacher Ball in die Spitze findet Donis, der sich gegen Sörensen durchsetzt und zur Führung trifft.

    36. Horn überragend! Das muss eigentlich die Führung für den VfB sein. Ein Schuss wird von der FC-Abwehr zur Seite abgefälscht. Dort steht Donis blank und schießt, aber Horn rauscht heran und kratzt den Ball von der Linie.

    34. Wieder Stuttgart - und so kann sich das Blatt wenden. Freistoß für den VfB: Badstuber kommt zum Kopfball. Wieder knapp vorbei. Der FC muss jetzt höllisch aufpassen.

    32.
    Die größte Chance für den VfB Stuttgart: Donis wird plötzlich frei im FC-Sechzehner angespielt. Der Stürmer nimmt den Ball direkt, knapp am Tor vorbei.

    30. Bittencourt nimmt es über links gleich mit drei VfB-Spielern auf. Er schafft es bis in den Strafraum. Dann ist Schluss.

    27. Lehmann versucht es aus der Distanz und aus dem Stand. Was sich jetzt nicht vielversprechend anhört, wird verdammt knapp. Horn klatscht seinem Kapitän Beifall.

    25. Zoller mit der nächsten FC-Chance: Badtstuber verpasst den Ball im Duell mit dem Kölner. Zoller kann sich drehen und schießen - knapp links vorbei.

    23. Bittencourt dreht auf und erzwingt die nächste Ecke für den FC. Die bringt nichts ein.

    21. Ecke für den VfB: Die Kölner Hintermannschaft klärt souverän. Ein Nachschussversuch fliegt in den Abendhimmel.

    20. Wechsel beim VfB- Beck kommt für den verletzten Kaminski

    18. Und auch die fliegt nicht ungefährlich in den VfB-Strafraum. Am langen Pfosten können die Stuttgarter nur unter Druck klären.

    17. Und nochmal Osako: Rausch findet Zoller mit einem starken Pass über links. Der Stürmer steckt weiter auf Osako. Der Japaner hat gleich zwei Möglichkeiten, den Ball ins Tor zu schießen. Doch Zieler ist nah am Angreifer dran. Ecke.

    14. Ein knappe viertel Stunde ist rum. Der FC geht hier sehr konzentriert zu Werke, ist bislang die bessere Mannschaft. Stuttgart schafft es überhaupt nicht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Der FC dagegen sucht stets den schnellen Weg nach vorn.

    10. Jetzt aber die Hausherren: Zoller leistet sich einen leichtfertigen Ballverlust. Über Brekalo läuft der Konter. Der Kroate findet Donis. Dessen Schuss rauscht nur knapp über das Tor von Timo Horn hinweg.

    08. Die Kölner geben hier in den ersten Minuten klar den Ton an. Die ersten Vorstöße haben der Mannschaft offenbar Selbstvertrauen gegeben. Von Stuttgart kommt bislang noch nichts.

    05. Wieder Osako und die erste Großchance der Partie: Nach einem feinen Pass, versucht es der Japaner per Direktabnahme. DEr Ball geht knapp am VfB-Kasten vorbei.

    03. Der FC macht Druck: Jojic versucht Osako mit einem Querpass in den Sechzehner in Szene zu setzen. Doch Zieler kann zugreifen

    01. Der FC stößt an und spielt gleich nach vorne. Eine Hereingabe erreicht Rausch. Der Linksverteidiger muss aber seinen rechten Fuß nehmen. Abgefälscht.

    Anpfiff, erste Halbzeit

    20:21 Uhr:
    Zum dritten Mal kehrt übrigens Alexander Wehrle als Geschäftsführer des 1. FC Köln zu einem Spiel bei seinem Ex-Klub zurück. Erst zum dritten Mal, denn der FC und der VfB Stuttgart gingen sich in den vergangenen Jahren auch durch verschiedene Ligazugehörigkeiten manchmal aus dem Weg. „Bei der ersten Rückkehr war es vielleicht noch ein komisches Gefühl, heute freut man sich eher drauf, alte Weggefährten zu sehen“, sagt der 42-jährige Schwabe.

    20:14 Uhr:
    Einen kleinen TV-Hinweis schieben wir hier einfach mal dazwischen: FC- Geschäftsführer Jörg Schmadtke wird am Sonntag ab 10.45 Uhr bei „Wontorra - der Kia Fußball-Talk“ zu Gast sein. Egal wie das hier heute Abend ausgeht, seine Einschätzung zur Partie und zur Lage des FC dürfte interessant werden.

    20:07 Uhr:
    Eurosport-Experte Matthias Sammer gerät in Sachen Claudio Pizarro ins Schwärmen: Er habe ihn ja lange erlebt, und die Frage sei nur: Halten seine Muskeln, halten seine Bänder? Alles andere sei bei ihm nach wie vor vorhanden, ein Schlitzohr, der dem FC spielerisch und vor allem auch psychisch weiterhelfen kann. 90 Minuten brauche er dafür gar nicht zu spielen. „Da reichen 30, oder auch mal 60.“

    20:01 Uhr:
    Peter Stöger am Spielfeldrand: „Ich gehe optimistisch ins Spiel. Es hat natürlich eine besondere Brisanz und die Frage ist jetzt, wer da die bessere Psyche hat. Aber ich glaube an meine Jungs.“

    19:55 Uhr:

    Aus der Kategorie „Interessante Statistiken, die aber nix bedeuten“: Köln ist in Stuttgart seit 21 Jahren ungeschlagen und hat nur gegen den FC Schalke 04 (36 Siege) häufiger gewonnen als gegen den VfB (35 Siege). Aber hilft das heute weiter? Die Schwaben dagegen sind im Kalenderjahr 2017 zu Hause noch unbesiegt. Klingt irgendwie beeindruckender. Dafür hat der FC offenbar die Simpsons auf seiner Seite:

    19:50 Uhr:
    Matthias Sammer sinniert bei Eurosport über den 1. FC Köln. Lange Sätze, eher wenig Inhalt. Ein Beispiel: "Wenn dann die Automatismen dann auf einmal nicht mehr so funktionieren und die Ergebnisse dann ausbleiben, dann geht das natürlich an die Nerven und man braucht dann eine Weile, um das Ganze zu verarbeiten." Nun, ja. Wir haben jetzt möglicherweise noch ein "dann" vergessen, aber egal. Jörg Schmadtke hört ruhig zu. Seine Einstellung zur Situation dann mal stark zusammengefasst: "Wir brauchen jetzt einfach Vertrauen in uns".

    19:42 Uhr:

    Der 1. FC Köln muss auf Jhon Cordoba verzichten. Der Kolumbianer ist am Oberschenkel verletzt. Neuzugang Claudio Pizarro ist noch keine Option für die Startelf, Yuya Osako trotz Länderspielreise dagegen schon. Der Japaner beginnt neben Simon Zoller. Interessant: Von den Sommer-Neuzugängen hat es nur Tim Handwerker in den FC-Kader geschafft.Der VfB wird wie gewohnt mit einer Dreierkette beginnen. Im Sturm sieht das nach einer Doppelspitze mit dem ehemaligen FC-Profi Terodde und Donis aus.

    19:35 Uhr:
    Die Aufstellung des 1. FC Köln:



    Bank:
    Kessler, Maroh, Olkowski, Handwerker, Höger, Guirassy, Pizarro

    Und so spielt der VfB Stuttgart:

    Zieler – Baumgartl, Badstuber, Kaminski – Aogo, Mangala, Ascacibar, Pavard, Brekalo – Donis, Terodde

    19:32 Uhr:
    Der FC ist mit einem kümmerlichen Punkt und ohne Sieg Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga. Aber auch die Schwaben müssen nach unten schauen: im Falle einer Niederlage könnte es von Rang 14 auf 17 runtergehen.

    19:30 Uhr:
    Herzlich willkommen zum Liveticker der Partie des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart am Freitagabend! Für die Kölner geht es heute um mehr als nur um drei Punkte – es geht darum, wieder Selbstvertrauen in die eigenen Stärken zu erspielen.
    Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen

  13. #63
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    Live Ticker 2. Halbzeit | VFB Stuttgart - 1.FC Köln 2:1

    1. FC Köln verliert dramatische Partie in Stuttgart



    Schiedsrichter Benjamin Cortus nimmt Kontakt mit dem Videoassistenten auf.


    Was für eine Partie in Stuttgart: Der 1. FC Köln verliert mit 1:2 und bleibt in der Fußball-Bundesliga damit weiter ohne Sieg. Dabei hätte der Sieger kurz vor Schluss auch 1. FC Köln heißen können, da dem FC ein Elfmeter, der nach einem vermeindlichen Foulspiel an Guirassy zunächst von Schiedsrichter Benjamin Cortus gepfiffen wurde, in Folge des Videobweises verwehrt wurde. In der Folge kassierte das Team von Peter Stöge durch ein Tor von Chadrac Akolo in der Nachspielzeit noch den Treffer zur Niederlage.



    Schiedsrichter Benjamin Cortus sioeht sich die entscheidende Szene an.

    Mit nur einem Punkt liegt der FC, der durch Dominique Heintz (77.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich gekommen war, weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz. Die Stuttgarter, für die zunächst Anastasios Donis (38.) getroffen hatte, belegen mit zehn Zählern den zehnten Platz.



    95. Der FC nochmal mit einer Riesenchance: Guirassy nimmt ein feines Zuspiel direkt. Sein Volleyschuss zischt knapp am Tor vorbei.

    93. 2:1 für den VfB: Akolo dribbelt sich durch den FC-Strafraum. Sein Schuss wird noch unglücklich von Handwerker abgefälscht und trudelt ins Tor. Bitter!

    90. Der Schiedsrichter hat sich die Szene selbst angeschaut und auf Hochball entschieden, nachdem sein erster Eindruck zu einem Elfmeterpfiff geführt hatte. Die Nachspielzeit läuft. Kein Elfmeter für den FC - Videoassistent im Einsatz. Bekommt der FC einen Elfmeter? Guirassy kam im Strafraum zu Fall. Schwierige Szene. Sieht nicht nach Foul aus.

    86. Handwerker darf den nächsten Freistoß reinbringen. Ein Schubser von Pizarro gegen Zieler beendet die Situation.

    85. Der VfB will hier wieder die Führung. Aogo kommt im FC-Strafraum an den Ball und will querlegen. Auch hier: Im letzten Moment rettet ein Kölner Fuß.

    83. Heintz klärt vor Ginczek im aller letzten Moment. Eine Hereingabe kann Sörensen klären. Die FC-Abwehr ist hier weiter gefordert.

    80. Die Stuttgarter kommen jetzt. Ginczek gleich mit einer guten Chance. Aus spitzem Winkel darf der Stürmer schießen. Horn pariert.

    78. Wechsel beim VfBTorschütze Donis geht raus, Ginczek kommt ins Spiel

    75. 1:1: Wenn die Stürmer nicht treffen, dann macht es eben Dominique Heintz. Der Innenverteidiger nimmt aus sechzehn Metern Maß und schlenzt den Ball in den Winkel. Starkes Tor zum Ausgleich! Tor für den FC!

    73. Den Freistoß darf Handwerker auch gleich treten. Der Ball rauscht flach in die VfB-Abwehr. Keine Gefahr. Wechsel beim FC. Handwerker kommt für Rausch.

    71. Guirassy hält den Ball am VfB-Strafraum eigentlich zu lange. Doch dann das Foul. Freistoß FC.

    69. Der eingewechselte Akolo mit der nächsten Chance für Stuttgart. Der Flachschuss verfehlt das Tor nur knapp. Der FC verliert hier mehr und mehr den Zugriff.

    65.
    FC Wechsel - Guirassy kommt für Jojic in die Partie.

    65. Wieder darf sich Donis versuchen. Der Grieche zieht nach innen und zieht ab. Weit vorbei.

    63. Rausch sieht Gelb nach einem Foul auf seiner linken Seite. Der Freistoß von Aogo ist leicht zu verteidigen.

    60. Pizarro mit einer Kopfballchance. Jojic mit Freistoß in den Strafraum. Der Peruaner stützt sich auf seinem Gegenspieler auf und köpft am Tor vorbei.

    59. Wenn der FC so weiterspielt, wird das heute nichts mehr. Riesige Räume tun sich auf, sobald der VfB in Ballbesitz kommt und umschalten darf.

    57. Der Konter der Hausherren: Donis rennt über das halbe Feld, versucht es aus der zweiten Reihe und verzieht völlig.

    56. Klünter setzt sich mal stark auf der rechten Seite durch. Seine Hereingabe sorgt für Durcheinander im VfB-Strafraum. Fast kann Osako profitieren.

    54. Chance für den VfB: Brekalo kommt frei zum Schuss. Horn pariert. Der Ball fällt Donis vor die Füße. Der zögert zu lange. Chance vertan.

    51. Durch die Umstellung ist auch klar: Der FC wird anfälliger für Konter. Aogo hat nur noch einen FC-Spieler vor sich und versucht, Terrode zu finden. Abgefälscht.

    50. Der FC nähert sich dem VfB-Tor. Eine lange Ballbesitzphase gibt Selbstvertrauen. Gefährlich wird es aber nicht.

    48. Es sind aber die Stuttgarter, die hier erstmal das Kommando übernehmen.

    46. Die Partie läuft wieder. Der FC ist jetzt mit Pizarro für Özcan wesentlich offensiver aufgestellt.

    Köln -
    Der FC ist beim VfB Stuttgart gefordert. Aktueller Spielstand: 1:0 für den VfB

    1. FC Köln:
    Horn - Rausch, Heintz, Sörensen, Klünter - Bittencourt, Özcan (ab 46.Pizarro), Lehmann, Jojic (ab 65.Guirassy) - Osako, Zoller

    VfB Stuttgart:
    Zieler - Baumgartl, Badstuber, Kaminski - Aogo, Mangala, Ascacibar, Pavard, Brekalo - Donis, Terodde
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  14. #64
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    Furiose Schlussphase in Stuttgart: Videobeweis und Tor

    Akolo setzt dem Wahnsinn die Krone auf

    Die Krise des 1. FC Köln geht nahtlos weiter: Auch am 8. Bundesliga-Spieltag gelang den Rheinländern nicht der so sehnlichst erhoffte erste Dreier. Dabei hatte es zu Gast beim VfB Stuttgart am Anfang so gut ausgesehen, doch spielstarke Rheinländer brachten den Ball nicht ins Tor - und fingen sich defensiv das spielentscheidende 0:1 sowie in allerletzter Sekunde das 1:2. Somit steht fest: Köln wartet saisonübergreifend seit zwölf Auswärtsspielen auf einen Sieg.



    Traf zum vielumjubelten 2:1-Sieg für den
    VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln: Chadrac Akolo.


    VfB-Trainer Hannes Wolf wechselte nach der knappen wie erst ganz spät kassieren 1:2-Niederlage vor der Länderspielpause gegen Eintracht Frankfurt auf drei Stellen: Mangala, Brekalo und Terodde begannen anstelle von Beck, Akolo und Ginczek (allesamt auf der Bank).

    Kölns Coach Peter Stöger, der sich nach dem katastrophalen Saisonstart mit nur einem Punkt aus sieben Spielen selbst in die Schuld genommen hatte ("Ich bin nicht derjenige, der keine Fehler gemacht hat, du hinterfragst dich permanent") brachte im Vergleich zum 1:2 gegen RB Leipzig für den verletzten Cordoba (Muskelverletzung) Zoller im Sturmzentrum. Neuzugang und Oldie Pizarro (39), der noch nicht bei 100 Prozent war, saß zum zweiten Mal auf der Bank. Außerdem: Der angeschlagene Kapitän Lehmann (Achillessehne) war rechtzeitig fit geworden.

    Osako und Zoller machen Druck

    "Wir sind gefordert, etwas mitzunehmen", hatte Stöger im Vorfeld verkündet - und in der Tat ließ seine Mannschaft diesen Worten Taten folgen: Die Rheinländern waren über die kompletten ersten 30 klar tonangebend, überzeugten mit aggressiver Zweikampfführung, bestachen mit klarem Passspiel und erspielten sich aussichtsreichste Möglichkeiten. Das 1:0 lag mehr als nur in der Luft - doch teils beste Chancen ließen die Kölner teils kläglich liegen: Osako schoss knapp rechts vorbei (5.), der Japaner scheiterte zudem zweimal aus kurzer Distanz an VfB-Schlussmann Zieler (17.), ehe Zoller nach einem Abwehrfehler von Badstuber verzog (25.). Gerade die beiden Kölner Angreifer machten in diesen Minuten der Stuttgarter Abwehr das Leben schwer, wenngleich sie es einfach nicht schafften, die Führung zu verbuchen. Das sollte sich rächen...

    Donis tunnelt Horn - und die Kölner Köpfe sinken

    Die letzte Viertelstunde in Abschnitt eins gehörte nämlich den Schwaben, die urplötzlich ins Spiel fanden und den FC teils heftig hinten einschnürte: Donis jagte zunächst einen Schuss neben Gehäuse (32.), ehe Badstuber einen aussichtsreichen Kopfball links vorbei setzte (34.) und Brekalo/Donis eine gewaltige Dreifach-Chance nicht nutzten (38.) - dabei war unter anderem Horn auf der Linie angeschossen worden. Der Chancenwucher war wenig später aber vergessen: Nach Steilpass von Terodde hing Donis den bereits verwarnten Sörensen im Zentrum ab und tunnelte auch noch Kölns Torhüter Horn. Mit seinem ersten Bundesliga-Tor im siebten Spiel verzeichnete der im Sommer von Juventus Turin gekommene Grieche sein erstes Tor (38.). Der "Effzeh" dagegen lag abermals am Boden und musste sich schnellstens für die zweite Hälfte aufrichten.

    VfB-Abwehr steht

    Doch eines vorneweg: Köln konnte in den zweiten 45 Minuten die Wende nicht mehr herbeiführen. Obwohl mit dem 39-jährigen Routinier und Neuzugang Pizarro ein weiterer Angreifer gebracht wurde, fehlte es den nicht mehr so druckvollen Rheinländern lange Zeit an Ideen. Die inzwischen viel besser organisierte VfB-Defensive um Badstuber ließ wenig bis nichts anbrennen, Bittencourt, Osako & Co. rannten reihenweise ohne Erfolgserlebnis an.

    Donis wirbelt

    Die Stuttgarter Offensive auf der anderen Seite um den spielstarken Donis, der von der FC-Abwehr überhaupt nicht mehr in den Griff zu kriegen war, spielte derweil einen Konter nach dem anderen zu ungenau aus. Vor allem der Grieche selbst hätte weitere Treffer nachlegen müssen: Der 21-Jährige verpasste in Minute 55, in Minute 57 und scheiterte mit einem saftigen Freistoß an den Fäusten von Torhüter Horn in Minute 65.

    Akolo setzt den nächsten Kölner Nackenschlag

    Und so lebte die FC-Hoffnung auf Punkte noch - und wurde durch einen traumhaften Schlenzer von Heintz in den linken Winkel genährt (77.). Beim 1:1 sollte es aber nicht bleiben - und zwar aus drei Gründen: Zunächst nahm Schiedsrichter Benjamin Cortus eine zunächst getroffene Elfmeterentscheidung zugunsten des "Effzeh" (Duell zwischen Aogo und Guirassy) nach angewandtem Videobeweis wieder zurück (90.+1), ehe auf der anderen Seite Stuttgarts Joker Akolo loszog sowie mit einem von Handwerker abgefälschten Flachschuss aufs glückliche 2:1 stellte (90.+4) und wiederum auf der anderen Seite Guirassy das mögliche 2:2 aus kürzester Distanz verpasste (90.+5). Einmal mehr lief alles gegen den FC...

    Während es in der Bundesliga für den VfB, der zu Hause nach vier Spielen bei stolzen zehn Punkten steht, am nächsten Samstag bei RB Leipzig (15 Uhr) weitergeht, ist der 1. FC Köln bereits am Donnerstag (19 Uhr) in der Europa League beim weißrussischen Vertreter BATE Baryssau gefordert. In der Liga geht es für die Domstädter, die weiterhin bei einem kümmerlichen Punkt stehen, am darauffolgenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen Bremen weiter.

    VFB Stuttgart Aufstellung:
    Zieler - Baumgartl, Badstuber, Kaminski - Pavard , Aogo - Mangala , Ascacibar - Brekalo , Donis - Terodde

    Einwechslungen:
    18. Beck für Kaminski
    61. Akolo für Brekalo
    80. Ginczek für Donis

    Reservebank:
    A. Meyer (Tor), Insua, Asano, Burnic

    Trainer:
    Wolf


    1.FC Köln Aufstellung:
    T. Horn - Klünter, Sörensen, Heintz, Rausch - Özcan, M. Lehmann - Jojic , Bittencourt - Osako, Zoller

    Einwechslungen:
    46. Pizarro für Özcan
    66. Guirassy für Jojic
    72. Handwerker für Rausch

    Reservebank:
    Kessler (Tor), Maroh, Olkowski,Höger

    Trainer:
    Stöger


    Tore & Karten

    Torschützen
    1:0
    Donis (38., Rechtsschuss, Terodde)

    1:1
    Heintz (77., Linksschuss)

    2:1
    Akolo (90. + 4, Linksschuss, Beck)
    Gelbe Karten
    Stuttgart:
    Ascacibar (4. Gelbe Karte)

    Köln:
    Sörensen (4. Gelbe Karte)
    Rausch(3.)
    Klünter(2.)


    Quelle: Kicker
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  15. #65
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    Videobeweis-Chaos – Brutale Niederlage für den 1. FC Köln



    Stuttgarts Orel Mangala (l.) im Zweikampf gegen Kölns Matthias Lehmann

    Die Kölner Krise wird nach einer Last-Minute-Pleite gegen Stuttgart schlimmer. Kurz vor Schluss nimmt Schiedsrichter Cortus nach dem Videobeweis einen Foulelfmeter für die Kölner zurück.


    Die sportliche Krise des 1. FC Köln nimmt immer bedrohlichere Formen an. Zum Auftakt des 8. Spieltags der Fußball-Bundesliga verlor der Tabellenletzte selbst bei Lieblingsgegner VfB Stuttgart mit 1:2 (0:1) und damit erstmals seit über 21 Jahren wieder bei den Schwaben. Anastasios Donis (38. Minute) und Chadrac Akolo in der Nachspielzeit sorgten mit ihren Treffern am Freitagabend dafür, dass die Kölner nun mit einem Punkt und einem verheerenden Torverhältnis die schlechteste Mannschaft in der Liga-Geschichte nach acht Spieltagen überhaupt sind. Die Diskussionen um Trainer Peter Stöger dürften damit in den nächsten Tagen immer größer werden. Die Stuttgarter freuten sich vor 58 716 Zuschauern dagegen nach zuletzt drei sieglosen Spielen über einen kleinen Befreiungsschlag. Dank seines dritten Saisonsiegs rutschte der Aufsteiger vorerst ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle.

    Foulelfmeter nach Ansicht der Videobilder zurückgenommen

    In der Schlussminute hatte es schon vor dem Stuttgarter Treffer mächtig Aufregung gegeben, weil Schiedsrichter Benjamin Cortus einen zunächst gegebenen Foulelfmeter für die Kölner nach Ansicht der Videobilder zurücknahm. „Der Schiedsrichter trifft eine Entscheidung, und es ist keine klare Fehlentscheidung“, polterte FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke über die strittigste Szene des Spiels bei Eurosport: „Aber ich werde die nächsten drei Tage von allen Experten erklärt bekommen, warum das kein Elfmeter war.“

    Die Gäste erwischten den besseren Start und hatte bereits in der fünften Minute eine dicke Chance: Nach einer flachen Hereingabe von Lukas Klünter verfehlte Yuya Osako das Stuttgarter Tor nur um wenige Zentimeter. Auf der Gegenseite vergab Donis mit einem Distanzschuss die erste Gelegenheit für die Schwaben (11.).

    Spielerisch präsentierte sich Köln zunächst deutlich stärker als die in der Anfangsphase völlig verunsicherten Gastgeber. Der FC trat keinesfalls wie ein siegloser Tabellenletzter auf und erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten. Osako scheiterte aus leicht spitzem Winkel an Ron-Robert Zieler im VfB-Tor (17.), Simon Zoller verfehlte sein Ziel freistehend (25.) und ein Versuch von Matthias Lehmann flog nur knapp über die Latte (27.). Der einzige Vorwurf, dem man den Rheinländern machen konnte: Die mangelnde Chancenverwertung.

    Heintz mit sehenswertem Fernschuss

    Bei Stuttgart fehlte dagegen in der ersten halben Stunde die Struktur im Aufbauspiel. Eher zufällig kam Donis zu einem weiteren Abschluss (32.). Der Grieche traf das Tor nicht, rüttelte seine Mannschaft mit seiner Gelegenheit jedoch offensichtlich wach. Holger Badstuber per Kopf (34.) und erneut Donis (36.) verpassten den Führungstreffer noch, ehe der bis dahin agilste Stuttgarter für das vielumjubelte 1:0 sorgte.

    Stöger reagierte und brachte nach der Pause Neuzugang Claudio Pizarro für Salih Özcan. Die erhofften Offensiv-Impulse blieben jedoch zunächst aus. Der VfB war dem zweiten Treffer lange Zeit näher, als der Club aus der Domstadt dem Ausgleich. Santiago Ascacibar scheiterte mit einem Schuss aus dem Hintergrund an FC-Keeper Timo Horn (55.), der eingewechselte Akolo brachte den Ball nach schönem Doppelpass mit Simon Terodde nicht kontrolliert Richtung Tor. Fast aus dem Nichts gelang Heintz dann mit einem sehenswerten Fernschuss in den Winkel der Ausgleich, ehe Akolo der Lucky-Punch gelang.

    Quelle: die Welt
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  16. #66
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    1. FC Köln - Schmadtke genervt: "Das stimmt einfach nicht, das ist falsch"

    Köln-Geschäftsführer Jörg Schmadtke hat genervt auf die Trainer-Debatte um Peter Stöger reagiert.

    Bei Eurosport erklärt er, dass es keinen Zoff zwischen ihm und dem FC-Coach gibt. Zwar würden beide nicht immer die gleichen Ansichten teilen, doch Schmadtke stellte klar, dass er Stöger nicht in Frage stellt. Der 1. FC Köln ist nach sieben Spieltagen Tabellenletzter.
    Die Druck auf Trainer Peter Stöger ist nach dem miserablen Saisonstart des 1. FC Köln groß. Die Kritik wurde zuletzt immer größer.



    Jörg Schmadtke und Peter Stöger

    Dennoch nahm Geschäftsführer Jörg Schmadtke den Coach am Freitagabend vor dem Spiel beim VfB Stuttgart live bei Eurosport in Schutz:
    "Ich starte keine Trainer-Debatte. Peter Stöger ist unser Trainer. Ich schütze ihn und vermittle das Gefühl, dass wir alle zusammen eine schwere Aufgabe zu lösen haben."

    Von atmospährischen Störungen zwischen Stöger und ihm will Schmadtke nichts wissen.
    "Wir hatten vier sehr erfolgreiche Jahre. Ich kann vier Jahre nicht ausradieren."

    Schmadtke weiter:
    "Wenn man unterschiedliche Auffassungen hat, ist das ziemlich normal. Das gehört auch ein Stück weit dazu. Aber es gibt keine innere Spannung. Das wird zwar im Moment vermehrt kolportiert, dass Peter und ich im völligen Dissens wären. Aber das stimmt einfach nicht, das ist falsch.

    Als eine der wichtigsten Aufgabe sieht Schmadtke an, zwischen Trainer und Mannschaft zu vermitteln:
    "Das ist das Einzige, was man tun kann, oder man reagiert hektisch, aber dazu tendiere ich weniger. Das Wichtigste ist, dass man Ruhe und Sicherheit vermitteln muss "

    Wie Schmadtke bei Eurosport weiter erklärte, war "die Mannschaft insgesamt ein bisschen instabil, dann kamen neue Spieler hinzu". Nun zähle es für Köln, dass in der Krise alle an einem Strang ziehen, um sich wieder aus dem Tabellenkeller zu befreien"Da gab es natürlich eine gewisse Unsicherheit und es haben ein paar Dinge nicht funktioniert."
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  17. #67
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    VfB Stuttgart gegen 1. FC Köln
    Stuttgarter bezwingen Angstgegner in letzter Minute


    Durch ein Tor in der Nachspielzeit kann der VfB Stuttgart drei Punkte gegen den 1. FC Köln einheimsen und den Angstgegner nach Jahren endlich bezwingen.



    Der VfB Stuttgart hat seinen Angstgegner besiegen können. Am Freitagabend spielte das Team von Hannes Wolf 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln. Die Kölner bleiben somit in der Fußball-Bundesliga weiter ohne Sieg. Die Stuttgarter freuten sich vor 58.716 Zuschauern dagegen nach zuletzt drei sieglosen Spielen über einen kleinen Befreiungsschlag. Dank seines dritten Saisonsiegs rutschte der Aufsteiger vorerst ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle.

    Die sportliche Krise des 1. FC Köln nimmt immer bedrohlichere Formen an. Zum Auftakt des 8. Spieltags der Fußball-Bundesliga verlor der Tabellenletzte selbst bei Lieblingsgegner VfB Stuttgart mit 1:2 (0:1) und damit erstmals seit über 21 Jahren wieder bei den Schwaben. Anastasios Donis (38. Minute) und Chadrac Akolo in der Nachspielzeit sorgten mit ihren Treffern am Freitagabend dafür, dass die Kölner nun mit einem Punkt und einem verheerenden Torverhältnis die schlechteste Mannschaft in der Liga-Geschichte nach acht Spieltagen überhaupt sind. Die Diskussionen um Trainer Peter Stöger dürften damit in den nächsten Tagen immer größer werden.

    In den Schlussminuten hatte es schon vor dem Stuttgarter Treffer mächtig Aufregung gegeben, weil Schiedsrichter Benjamin Cortus einen zunächst gegebenen Foulelfmeter für die Kölner nach Rücksprache mit dem Videoassistenten und anschließender eigener Ansicht der Videobilder zurücknahm. „Der Schiedsrichter trifft eine klare Entscheidung und es ist keine klare Fehlentscheidung“, sagte der sichtlich verärgerte Kölner Sportdirektor Jörg Schmadtke bei Eurosport. Er verstehe nicht, warum der Assistent dann eingreife.

    VfB-Angreifer Simon Terodde sagte zu der heiß diskutierten Szene: „Das war für beide Mannschaften kein schönes Gefühl, minutenlang hier auf dem Platz zu stehen und nicht zu wissen, wie es weitergeht.“ Der 29-Jährige stellte fest: „Am Ende waren wir die etwas glücklichere Mannschaft.“

    Stuttgartern fehlte zu Beginn die Struktur

    Dabei hatten die Gäste den besseren Start erwischt und bereits in der fünften Minute eine dicke Chance: Nach einer flachen Hereingabe von Lukas Klünter verfehlte Yuya Osako das Stuttgarter Tor nur um wenige Zentimeter. Auf der Gegenseite vergab Donis mit einem Distanzschuss die erste Gelegenheit für die Schwaben (11.).

    Spielerisch präsentierte sich Köln zunächst deutlich stärker als die in der Anfangsphase völlig verunsicherten Gastgeber. Der FC trat keinesfalls wie ein siegloser Tabellenletzter auf und erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten. Osako scheiterte aus leicht spitzem Winkel an Ron-Robert Zieler im VfB-Tor (17.), Simon Zoller verfehlte sein Ziel freistehend (25.) und ein Versuch von Matthias Lehmann flog nur knapp über die Latte (27.). Der einzige Vorwurf, dem man den Rheinländern machen konnte: Die mangelnde Chancenverwertung.

    Bei Stuttgart fehlte dagegen in der ersten halben Stunde die Struktur im Aufbauspiel. Eher zufällig kam Donis zu einem weiteren Abschluss (32.). Der Grieche traf das Tor nicht, rüttelte seine Mannschaft mit seiner Gelegenheit jedoch offensichtlich wach. Holger Badstuber per Kopf (34.) und erneut Donis (36.) verpassten den Führungstreffer noch, ehe der bis dahin agilste Stuttgarter für das vielumjubelte 1:0 sorgte.

    Stöger reagierte und brachte nach der Pause Neuzugang Claudio Pizarro für Salih Özcan. Die erhofften Offensiv-Impulse blieben jedoch zunächst aus. Der VfB war dem zweiten Treffer lange Zeit näher, als der Club aus der Domstadt dem Ausgleich. Santiago Ascacibar scheiterte mit einem Schuss aus dem Hintergrund an FC-Keeper Timo Horn (55.), der eingewechselte Akolo brachte den Ball nach schönem Doppelpass mit Terodde nicht kontrolliert Richtung Tor. Fast aus dem Nichts gelang Heintz dann mit einem sehenswerten Fernschuss in den Winkel der Ausgleich, ehe Akolo der Lucky Punch gelang (90.+4).

    Quelle: Stuttgarter Nachrichten
    Bei jeder Streitfrage gibt es zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen

  18. #68
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    FC-Spieler in der Einzelkritik: Heintz und Horn beste Kölner – Jojic bleibt blass



    Trifft den Ball perfekt: Dominique Heintz bei seinem Treffer zum 1:1

    Timo Horn - Note: 2,5
    Erst stark im Duell gegen Donis, dann von diesem zum 1:0 getunnelt. Rettete später mehrfach. Beim 1:2 auf dem falschen Fuß erwischt.

    Lukas Klünter - Note: 4
    Setzte Osako gekonn t in Szene. Verlor dann aber auch den Zugriff.

    Frederik Sörensen - Note: 5
    Gerade mit Gelb verwarnt, verlor er den entscheidenden Zweikampf vor dem 0:1 gegen Donis.

    Dominique Heintz - Note:2
    Es war vielleicht bezeichnend, dass er zum Ausgleich traf. Willensstark und bester Kölner.

    Konstantin Rausch - Note: 4,5
    Hätte energischer in die Zweikämpfe gehen müssen, so auch vor dem 0:1. Und seine Flanken.

    Salih Öczan - Note: 5
    Verlor den Ball vor dem 0:1. Das war entscheidend. Da half auch ein guter Start nicht mehr.

    Matthias Lehmann - Note: 3,5
    Der Kapitän eroberte anfangs viele Bälle, zog einmal mutig ab. Stemmte sich gegen die Niederlage.

    Milos Jojic - Note: 5
    Blasser Auftritt und einfach viel zu harmlos im Abschluss.

    Leonardo Bittencourt - Note: 4
    Auf technisch ganz starke Szenen folgten zu Beginn miese Abschlüsse. Dann folgte nur noch wenig.

    Yuya Osako - Note: 3,5
    Zu Beginn sehr auffällig – trotz Reisestrapazen. Hatte früh die Chancen zur Führung, vergab sie aber.

    Simon Zoller - Note: 4
    Ordentlicher Vorbereiter, im Abschluss will ihm fast nichts gelingen. Schlecht für einen Stürmer.

    Claudio Pizzaro - Note: 3
    Wurde zweimal gefährlich. Seine Präsenz ängstigte den Gegner.

    Serouh Guirassy - Note: 3
    Wurde im letzten Moment von Badstuber noch gestoppt. Ihm fehlt ein Erfolgserlebnis.

    Quelle: KSTA
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  19. #69
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    Köln verliert in Stuttgart: FC erlebt Drama in der Nachspielzeit – Schmadtke schimpft



    Schiedsrichter Cortus befragt den Video-Assistenten, Torhüter Zieler beschwert sich, Guirassy schaut zu.

    Als der 1. FC Köln letztmals ein Bundesliga-Spiel in Stuttgart verloren hatte, war Stammtisch-Experte Peter Neururer FC-Trainer und beim VfB saß der heutige Bundestrainer Joachim Löw auf der Bank. Das war vor über 20 Jahren am 5. Spieltag der Saison 1996/97. Der FC hat nicht viele solche Positiv-Serien, einen brutal hektischen, aus Kölner Sicht grausamen Freitagabend in Stuttgart überstand sie nicht mehr. Das

    Was für ein Drama für den FC. Die Mannschaft von Trainer Peter Stöger war dabei, einen Punkt aus dem Schwabenland zu entführen. Dominique Heintz hatte in der 76. Minute die Gäste mit seinem sehenswerten Tor per Schlenzer zum 1:1 nach vielen vergebenen Chancen endlich erlöst. Danach war der FC am Drücker. In der 90. Minute gab es nach einem angeblichen Foul von Aogo an dem eingewechselten Sehrou Guirassy riesige Aufregung, aber keinen Elfmeter für die Kölner. Schiedsrichter Benjamin Cortus nahm einen verhängten Strafstoß zurück, nachdem er den Video-Assistenten angehört und dann die Szene am Spielfeldrand selbst verfolgt hatte.

    Schmadtke schimpft

    Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke regte sich furchtbar über die Bewertung der Szene als glasklare Fehlentscheidung auf. Etwas anderes hätte laut Regularien die Rücknahme einer solchen Entscheidung nicht zugelassen „Das war niemals eine glasklare Fehlentscheidung“, schimpfte er. In der fünften Minute der Nachspielzeit schlug das Schicksal dann zu. Akolo dribbelte sich in den Kölner Strafraum. Der Stuttgarter zog ab, sein Schuss wurde vom 19-jährigen Tim Handwerker noch abgefälscht und trudelte ins Tor. 2:1 für den VfB, das Stadion bebte. Sekunden danach hatte Guirassy tatsächlich noch die Chance auf den Ausgleich, scheiterte aber am starken VfB-Keeper Ron-Robert Zieler, einem gebürtigen Kölner und früheren FC-Spieler.

    Weiter abgeschlagen Letzter

    Mit nur einem Punkt bleibt der FC abgeschlagener Bundesliga-Letzter und hat den schlechtesten Start aller Bundesligisten in der Geschichte nach acht Spielen hingelegt. Stögers Team startete aggressiv und schwungvoll in die Partie. Doch trotz Dominanz und großer Chancen ging der Gast einfach nicht in Führung. Bereits nach fünf Minuten hatte Yuya Osako, der gerade erst von zwei Testländerspielen für Japan zurückgekehrt war, eine gute Möglichkeit, schoss aber knapp vorbei. Auch danach waren die Gäste am Drücker, erarbeiteten sich besten Chancen – und vergaben sie alle.

    Und das rächte sich, denn der VfB wachte nun auf und hatte selbst durch Anastasios Donis und Holger Badstuber zwei Hochkaräter (32./34.). Eine letzte Warnung sollte es eigentlich gewesen sein, dass kurz darauf Donis aus kurzer Distanz und völlig frei an FC-Keeper Timo Horn scheiterte. War es aber nicht. Nach einem folgenschweren Ballverlust von Salih Özcan schickte der Ex-Kölner Simon Terodde Donis steil. Der Stürmer schüttelte den gerade zuvor verwarnten Frederik Sörensen ab und tunnelte Horn zum 1:0 für den VfB (38.). A. Donis bestrafte also die zu lässigen Kölner.

    Pizarro kam zur zweiten Halbzeit

    Zum zweiten Durchgang reagierte Stöger, brachte Stürmer-Neuzugang Claudio Pizarro, der mit seinen 39 Jahren das Elend im Kölner Abschluss beheben sollte. Doch die erste Chance hatten die Schwaben, Horn konnte erneut gegen Donis retten (55.). Danach wurde Pizarro zweimal gefährlich, traf aber das Tor nicht-. Der VfB konnte oder wollte das Spiel nicht entscheiden und nutzte seine vielen Konter nicht. Und wenn die Kölner Stürmer oder Mittelfeldspieler schon beste Gelegenheiten auslassen und nicht treffen, dann macht es eben Dominique Heintz, der Innenverteidiger. Als viele Kölner Fans schon nicht mehr dran glaubten, dass ihre Mannschaft auch einmal einen Treffer erzielen konnte, erlöste sie ein Abwehrspieler. Heintz nahm aus 16 Metern Maß, guckte sich den Torwart aus und schlenzte den Ball zum 1:1 in den Winkel. Der Bann schien gebrochen. Aber danach fing das richtige Drama erst an.


    Quelle: KSTA
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  20. #70
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    FC-Drama in der Nachspielzeit: Erst Video-Ärger - dann der K.o.



    Nach dem Spiel herrschte beim FC Fassungslosigkeit.

    Der nächste Video-Wahnsinn in Köln. Es ist 22.15 Uhr, als minutenlang die Zeit still zu stehen scheint. Elfmeter oder nicht? Die Kölner hoffen auf den Wunder-Sieg, doch Schiri Benjamin Cortus spricht erst mit Video-Referee Harm Osmers in Köln, schaut sich dann wieder und wieder die Szene an – und widerruft seine Elfmeter-Entscheidung!

    Doppeltes Pech für die Kölner

    Und es kommt noch dicker: Plötzlich dribbelt Charles Akolo durch die FC-Defensive, bekommt nur noch einen Kullerschuss hin – doch der junge Tim Handwerker fälscht den unhaltbar für Timo Horn ins eigene Netz ab (90.+4). Ein Punkt aus acht Spielen und 3:17 Tore – der schlechteste Start der Bundesliga-Historie ist perfekt. Wie geprügelte Hunde schlichen die FC-Profis nach vom Platz.

    Toller Start in die Partie

    Dabei hatten sie sich toll in die Partie gekämpft, sich einige Großchancen erarbeitet. Yuya Osako, Simon Zoller oder Milos Jojic ließen teilweise beste Gelegenheiten liegen. „Die sind zu blöd“, lästerte ein Fan auf der Haupttribüne nicht zu Unrecht. Die Quittung kam postwendend: Am Ende einer Drangphase traf Anastasios Donis gegen Timo Horn – vorher hatte Özcan einen unnötigen Ballverlust produziert. Es war passiert. Die Mannschaft von Peter Stöger, die einmal mehr all ihren Charakter zeigen wollte, endlich den Befreiungsschlag landen wollte, sie musste erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Aber dann war der VfB zu blöd, ließ gegen taumelnde Gäste gleich eine ganze Reihe von Großchancen sträflich liegen. Und auch das wurde bestraft.

    Innenverteidiger Heintz beendet die Torflaute

    Heintz hielt es irgendwann nicht mehr hinten aus und als er dann aus knapp zwanzig Metern Meter die Chance bekam, machte er das, was all seine Offensivkollegen nicht hinbekamen: Er nahm Maß und setzte das Ding in den Knick (77.). Plötzlich war der FC am Drücker und durfte auf einen Last-Minute-Sieg durch Elfmeter hoffen, nachdem Guirassy am Boden lag. Doch Schiri Cortus war sich unsicher, bemühte den Videobeweis, ging dann auch noch mal selbst zum Fernseher. Und es kam, wie es in dieser Saison für den FC kommen musste: Der Referee kassierte die eigene Entscheidung wieder ein. FC-Sportchef Jörg Schmadtke bändigte zwar seine Spieler, schäumte aber dann später im Interview: „Da ist ein Kontakt, das ist doch keine klare Fehlentscheidung! Das war genug Kontakt für einen Elfmeter. Aber in den nächsten Tagen werde ich wieder von allen Experten hören, warum das kein Strafstoß war.“

    Zwei Tiefschläge hintereinander

    Die Kölner wollten wütend weiter stürmen – und kassierten dann doch noch den nächsten Nackenschlag. Akolo traf zum VfB-Sieg, die Schwaben enteilen dem FC auf neun Punkte Vorsprung (90.+5). Trainer Peter Stöger versuchte, seine Mannschaft im Kreis aufzurichten. Gegen Bremen scheint die letzte Chance für eine Wende.
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  21. #71
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    Schmadtke: "Ich starte keine Trainerdebatte"

    Die Luft für den 1. FC Köln wird dünner

    Die Dinge haben sich anscheinend gegen den 1. FC Köln verschworen, dieser Eindruck wurde nach dem Freitagabendspiel beim VfB Stuttgart weiter verschärft: Anfangs brachte ein spielstarker "Effzeh" kein Tor zustande, ehe nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich erst ein zugesprochener Elfmeter wieder aberkannt wurde und Chadrac Akolo zum finalen 1:2-Nackenschlag ausholte. Bediente und niedergeschlagene Kölner zeigten sich im Anschluss. Eine Trainerentlassung soll aber nicht die Lösung sein.


    Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke.


    Die sportliche Krise des 1. FC Köln nimmt immer bedrohlichere Formen an: Zum Auftakt des 8. Spieltags verlor der Tabellenletzte selbst bei Lieblingsgegner VfB Stuttgart mit 1:2 (0:1). Die Konsequenz daraus: Die Rheinländer rangieren mit weiterhin nur einem (!) mickrigen Punkt am Tabellenende, kommen auf ein Torverhältnis von 3:17 (!) und warten obendrein saisonübergreifend seit zwölf (!) Auswärtsspielen auf einen Sieg.

    Umso bitterer, dass gerade das Spielende die Gefühlswelt der Gäste einmal mehr komplett durcheinanderwirbelte: Nach dem sehenswerten Ausgleich von Dominique Heintz nahm Schiedsrichter Benjamin Cortus erst einen Foulelfmeter nach Videobeweis und minutenlanger Diskussion zurück, dann folgte der Knock-out in der Nachspielzeit durch Chadrac Akolo, dessen Abschluss obendrein von FC-Akteur Tim Handwerker unhaltbar für Torhüter Timo Horn abgefälscht wurde.

    Die furiose wie erneut aus FC-Sicht mit reichlich Pech gepaarte Schlussphase rief sogar Stuttgarts Abwehrspieler Holger Badstuber auf den Plan, der Mitleid mit den Kölnern zeigte: "Das ist brutal, das entscheidet über Sieg und Niederlage. Die Kölner können einem leid tun, die erwischt es dieses Jahr bitterböse."

    Man kann auch hektisch agieren, dazu neige ich aber weniger.Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke

    Die Rote Laterne - sie bleibt fest in den FC-Händen. Der Druck auf Trainer Peter Stöger wird zudem größer - und der Frustpegel schlägt erneut aus. Allen voran bei Geschäftsführer Jörg Schmadtke, der speziell die Situation um den wieder aberkannten Elfmeter in der Nachspielzeit (vermeintliches Foul von Dennis Aogo an Sehrou Guirassy) ansprach: "Der Schiedsrichter trifft eine Entscheidung, und es ist keine klare Fehlentscheidung. Aber ich werde die nächsten drei Tage von allen Experten erklärt bekommen, warum das kein Elfmeter war."



    Was hilft den Geißböcken nun mit Blick auf die kommenden Aufgaben, mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Werder Bremen? Eine Entlassung bzw. eine Kurzschlussreaktion offenbar nicht. Denn zu einer etwaigen Trainerdiskussion ließ sich Schmadtke nicht verleiten: "Dass man mal unterschiedlicher Auffassung ist, gehört dazu und das halte ich für normal. Es gibt keine innere Spannung. Im Moment wird vermehrt kolportiert, dass Peter und ich im völligen Dissens sind. Das ist einfach falsch. Je häufiger man das wiederholt, desto mehr ist es in der Öffentlichkeit. Aber deswegen wird es nicht richtiger. Es ist Teil des Geschäfts, das muss man ertragen. Ich starte keine Trainerdebatte, sondern ich schütze den Trainer und vermittle das Gefühl, dass wir als Gruppierung eine schwierige Aufgabe zu lösen haben. Man kann auch hektisch agieren, dazu neige ich aber weniger."

    Bemerkenswert, dass die FC-Verantwortlichen in eigentlich unruhigen Fußballzeiten weiterhin Einheit demonstrieren und gemeinsam aus der Krise kommen wollen. Dennoch: Die Vorzeichen wurden durch die nächste Pleite schlechter.

    Zumal sogar eine gewaltige Serie endete - nur ein weiteres Indiz dafür, dass sich anscheinend vieles gegen den 1. FC Köln verschworen hat: Denn erstmals seit September 1996 entschied wieder die Heimmannschaft das Bundesliga-Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem "Effzeh". Heißt im Umkehrschluss: Nach 21 Jahren reisten die Domstädter wieder mit einer Niederlage im Gepäck aus dem Schwabenland ab - und erneut mit zusätzlichen Fragezeichen im Hinblick auf den Saisonausgang...

    Quelle: Kicker
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  22. #72
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    1. FC Köln - Jörg Schmadtke kocht wegen Elfmeterszene:

    "Warum mischen die sich da ein?"


    Riesenaufregung beim Spiel VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln! Schiedsrichter Benjamin Cortus gibt in der 88. Minute erst einen Elfmeter für Köln, nimmt ihn aber nach längerer Beratung mit dem Video-Assistenten zurück. In der Nachspielzeit kassiert Köln prompt das 1:2. FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke platzt nach dem Abpfiff bei Eurosport der Kragen.

    Jörg Schmadtke konnte seine Wut am Eurosport-Mikrofon nicht mehr zurückhalten, denn die Entscheidung des Videoassistenten sowie die Nachbetrachtung von Schiedsrichter Benjamin Cortus fielen zu ungunsten der Kölner aus. Was war passiert? Sehrou Guirassy und Dennis Aogo gehen in der 88. Minute beim Stand von 1:1 im VfB-Strafraum zum Ball - Guirassy mit der offenen Sohle eher Richtung Aogo. Der Kölner trifft Aogo auch am Schienbein, der Stuttgarter schiebt jedoch mit seinem Fuß den des Kölners zur Seite, beide fallen.

    Video-Beweis zum Nachteil vom 1. FC Köln

    Cortus zeigt zunächst zum Punkt und entscheidet auf Elfmeter für Köln, hält aber nochmal Rücksprache mit dem Video-Assistenten Harm Osmers in Köln. Die Szene zieht sich - erst nachdem Cortus sich die Bilder auch am Spielfeldrand ansieht, nimmt er seine Elfmeter-Entscheidung zurück. Bitter für Köln: In der Nachspielzeit fällt durch Chadrac Akolo das 2:1 für Stuttgart (90.+4).



    Sehrou Guirassy und Dennis Aogo fallen im Strafraum

    Schmadtke war danach vollkommen aufgelöst - erneut fühlte sich der Kölner durch den Video-Assistenten benachteiligt. Er berief sich bei Eurosport darauf, dass der Video-Assistent nur klare Fehlentscheidungen des Schiedsrichters beeinflussen soll. Eine solche läge aber nicht vor:

    "Der Schiedsrichter hat eine Entscheidung getroffen in dem Moment und das ist keine klare Fehlentscheidung. Dann frage ich mich, warum sich die da in Köln da einmischen? Das muss mir einer erklären. Wir haben in dieser Saison so viele Situationen, aber das war ein Kontakt."

    Damit geht der Schiedsrichterfrust bei den Kölnern weiter. Am fünften Spieltag gab's bereits Ärger wegen eines umstrittenen Elfmeters, weil Schiedsrichter Martin Petersen nach einem Kontakt zwischen Torwart Timo Horn und Mijat Gacinovic auf den Punkt zeigte. Köln verlor sein Heimspiel durch den Treffer von Sébastian Haller (21.) gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1.

    Ärger bereits gegen Dortmund und Frankfurt

    Nur elf Minuten später wurde den Geißböcken ein Strafstoß verwehrt, nachdem Leonardo Bittencourt von Frankfurts Simon Falette im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Aber Petersen ließ das Spiel weiter laufen, der Videoschiedsrichter korrigierte diese Entscheidung nicht.

    Beim 0:5 gegen Borussia Dortmund am 4. Spieltag gab's ebenfalls Zoff. Streitpunkt war der irreguläre Treffer zum 2:0 durch Sokratis, den Schiedsrichter Patrick Ittrich mit Hilfe von Videoschiedsrichter Dr. Felix Brych anerkannte. Kurz nach der Pause (58.) folgte der nächste Videobeweis, der zum 3:0 für den BVB führte, weil Kölns Lukas Klünter den Ball mit der Hand im Strafraum berührte.

    Demenstprechend groß war der Ärger nach dem nächsten Nackenschlag in Stuttgart.


    Schmadtke flüchtete sich in Sarkasmus:

    "Ich werde die nächsten drei Tage von allen möglichen Experten erklärt bekommen, warum das kein Elfmeter ist. Die Szene zeigt, dass das, was besprochen wurde und das, was getan wird, zwei unterschiedliche Dinge sind."

    Die Kölner haben nach acht Spieltagen nur einen Punkt und drei Tore auf dem Konto. Die Nerven liegen blank, denn das Team von Peter Stöger verliert als Tabellenletzter immer mehr den Anschluss.

    Eurosport-Experte Matthias Sammer zur Szene:

    "Es wird keine 100-prozentige Sicherheit geben. Jemand muss es entscheiden, und der soll es erklären. Ich bin auch überfordert mit der Situation, es ist diskutabel."

    Diskussion hin oder her. Dafür können sich die Kölner nichts kaufen, die mit einem Elfmeter zumindest die Chance auf ihren ersten Sieg in dieser Saison gehabt hätten.

    Quelle: Eurosport
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  23. #73
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    Die Stimmen zum Spiel „Das passt zu unserer Situation, da fehlen mir die Worte“



    Der FC ist am Boden, die Stuttgarter hatten allen Grund zur Freude.

    Der FC ist nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart am sportlichen Tiefpunkt angekommen. Videobeweis-Durcheinander und viel Pech begünstigten die Niederlage gegen die Schwaben.

    Wir haben die Stimmen zum Spiel!

    Sehrou Guirassy: „Er trifft mich klar am Bein, ich habe keine Chance. Wahnsinn. Das ist ein klarer Elfmeter!“

    Dominique Heintz: „Das ist natürlich sehr bitter. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert in unserer Situation, haben in den ersten 35 Minuten gute Torchancen herausgespielt aber einfach kein Tor gemacht. Das fehlt uns im Moment einfach. Die Chancen muss man eiskalt nutzen um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es ist in Führung zu gehen. Wenn wir in der ersten Halbzeit ein oder zwei Tore machen gewinnen wir das Spiel auch. Es ist natürlich bitter, wenn man dann so ein Tor kassiert, wo der Ball unserem Spieler gegen die Hacke prallt und der Ball dann ins lange Eck kullert. Wenn man dann da vorne den Elfmeter kriegt, dann gewinnt man das Spiel vielleicht auch. Das passt halt einfach alles ein bisschen zu unserer Situation gerade, da fehlen mir auch einfach die Worte. Wir müssen weitermachen, Köpfe hoch, man sieht, dass wir eine Mannschaft sind, zusammen kämpfen und genauso spielen, wie wir es auch schon machen, dann werden wir da auch rauskommen, auch wenn es ein weiter Weg wird. Wir haben da weitergemacht, wo wir gegen Leipzig aufgehört haben, nur halt wieder die Tore nicht gemacht. Da brauchen wir von außen gar keine Diskussionen aufkommen lassen. Wir müssen einfach so hart arbeiten, dass das Glück wieder zu uns kommt.“

    Peter Stöger: „Wir haben richtig gut ins Spiel gefunden, hatten gute Möglichkeiten. Dann waren wir zehn Minuten nicht so gut organisiert und haben da das Gegentor hinnehmen müssen. In der zweiten Halbzeit haben die Jungs das Spiel drehen wollen, die Endphase war schwierig. Wir müssen schauen, dass wir das Spiel nach dem 1:1 nach Hause bringen. So ist es bitter, weil wir für den Aufwand mit null Punkten nach Hause fahren.“

    Hannes Wolf: „Wir haben nicht gut ins Spiel reingefunden, da kann Köln führen. Wir hatten Glück und einen starken Zieler im Tor. Die zweite Halbzeit hat lange uns gehört, am Schluss wurde es dann sehr wild. Wir sind sehr glücklich über die Punkte, müssen aber besser und stabiler werden.“


    Quelle: Express
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  24. #74
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    Bittere Niederlage: Die FC-Spieler in der Express Einzelkritik



    Schiedsrichter Benjamin Cortus zeigt Kölns Frederik Sörensen (r.) die gelbe Karte.

    Der FC verliert. Mal wieder! Diesmal allerdings mit ganz schön viel Pech. Nach einem Videobeweis-Durcheinander mit schlechtem Ende für die Kölner, kassierte Stögers Team in der Nachspielzeit das bittere Tor zum 2:1 durch den Stuttgarter Akolo.

    Wie sich die einzelnen FC-Kicker geschlagen haben, lesen Sie in der EXPRESS-Einzelkritik.

    Timo Horn 3
    Bügelte so einiges aus. Aber alles kann man eben nicht verhindern.

    Lukas Klünter 4
    Starke Hereingabe auf Osako. Hat Herz und Mut, was nicht jeder von sich behaupten kann.

    Frederik Sörensen 5
    Früh gelbbelastet. Durfte Donis auf dem Weg zum Tor dann nicht mehr regelwidrig stoppen.

    Dominique Heintz 3
    Hätte beherzter vor dem Gegentor hingehen müssen. Das machte er aber dann mit seinem Traumtor wieder gut.

    Konstantin Rausch 5
    Anfangs solide, wenn er nach vorne gehen musste, wie immer schwierig.

    ab 72. Handwerker –
    Fälschte Akolos Schuss unglücklich zum 2:1 ab

    Matthias Lehmann 4
    Versuchte es mal aus 30 Metern – gar nicht schlecht (27.)

    Milos Jojic 5
    An vielen gefährlichen Aktionen beteiligt. Es fehlte die Dynamik und der letzte Wille.

    ab 66. Guirassy –
    Hätte einen Elfmeter kriegen können. Doch per Videobeweis gestoppt. Riesenchance zum 2:2.

    Salih Özcan 5
    Fouls an der Strafraumgrenze dann der finstere Ballverlust vor dem Gegentor – ein Abend zum Vergessen.

    ab 46. Pizarro 4
    Musste früher kommen als allen lieb war.

    Leonardo Bittencourt 4
    Anfangs wirbelte er, dann tauchte er ab.

    Simon Zoller 5
    Frei vor Zieler setzte er den Ball neben das Tor. Wird angeblich auf der falschen Position eingesetzt. Auf der richtigen klappte es auch nicht.

    Yuya Osako 4
    Früh mit der Riesenchance zur Führung (5.). Dann scheiterte er an Zieler.

    Quelle: Express
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  25. #75
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    1. FC Köln II

    Von der Beerdigung direkt auf den Platz




    Die Zweitvertretung des 1. FC Köln musste am Freitag die Beerdigung des verstorbenen Co-Trainers Uwe Fecht durchstehen. Danach spielte die Mannschaft beim 2:2 (1:2) gegen RWO stark auf. André Pawlak, neuer Trainer des 1. FC Köln II fand nach dem 2:2 (1:2)-Remis gegen Rot-Weiß Oberhausen ausschließlich lobende Worte für seine Mannschaft. Erst 50 Minuten vor Anpfiff traf das Team wieder im Geißbockheim ein, um sich auf das Spiel gegen Oberhausen vorzubereiten, nachdem die Mannschaft in Wuppertal am Mittag an der Beerdigung des kürzlich an einem Herzinfarkt verstorbenen Co-Trainers Uwe Fecht teilnahm.



    "Wie die Mannschaft diese schwierigen Tag weggesteckt hat, ist wirklich absolut hervorzuheben", erklärte der Trainer nach der Partie. "Ich habe wirklich überlegt, wie wir an diesem Tag noch noch zur Normalität zurückkehren können. Aber wie die Jungs vor allem nach dem zweifachen Rückstand reagiert haben und zurück ins Spiel gekommen sind, verlangt mir allen Respekt ab."

    Nachdem Fecht plötzlich verstarb, war sogar Ex-Trainer Patrick Helmes von seinem Amt zurückgetreten. "Die vergangenen Tage waren für die Jungs wirklich nicht leicht und dafür war das wirklich ein Spitzenspiel meiner Mannschaft."

    Auch sein Gegenüber, RWO-Trainer Mike Terranova, fand lobende Worte für die Mannschaft des 1. FC Köln: "Unvorstellbar, wie schwierig das für die Jungs von André gewesen sein muss, kurz nach einer Beerdigung schon wieder auf dem Rasen zu stehen. Rot-Weiß Oberhausen zieht vor euch den Hut."
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