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  1. #26
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    Zusammenhalt und Glaube:

    Der FC baut sich an seiner starken Leistung gegen Leipzig auf. Es gibt keine Trainerdiskussion.

    Der Misserfolg treibt so seine Blüten. Als der tiefe Fall des 1. FC Köln am Sonntagabend kurz vor 20 Uhr durch die 1:2-Heimschlappe gegen RB Leipzig um ein Kapitel angereichert war, konfrontierte ein Journalist Peter Stöger mit einer eigenartigen Frage. Ob es leichter für ihn als FC-Trainer sei, mit Niederlagen nach guten Leistungen seiner Mannschaft umzugehen als nach schlechten Leistungen, wollte der Herr wissen. Diese Frage brachte das ganze Dilemma des Tabellenfünften der Bundesliga-Saison 2016/17 zum Vorschein. Das Thema sind Niederlagen, wie auch immer sie zustande gekommen sind.

    Stöger hatte wenig Mühe, die Frage zu beantworten: „Natürlich ist es angenehmer, wenn die Mannschaft gut spielt. Die Jungs sind richtig fleißig und mental gut unterwegs“, sagte der Österreicher. Es nützt aber alles nichts, wenn die Tabelle den FC nach sieben Spieltagen mit einem Punkt und 2:15-Toren als Liga-Schlusslicht ausweist: „Am Ende reden wir von Ergebnissen. Wenn die trotz guter Leistungen auf Sicht nicht stimmen, weiß ich nicht, was das mit einem macht. Irgendwann kannst du das nicht mehr kompensieren.“

    Der 51-Jährige fiel auch nach der erneut unglücklichen Niederlage gegen Leipzig nicht in Depressionen. Er verschwendete auch keinen Gedanken daran, seine erste sportliche Krise in Köln als aussichtslos zu bezeichnen und hinzuschmeißen: „Es ist gerade schwierig, und jetzt soll ich mich verpissen? Für mich ist das überhaupt kein Thema. Der Verein ist mir ganz wichtig. Wenn jemand allerdings das Gefühl hätte, es würde nicht mehr passen, müsste man reden.

    Auf diese Art von Unterhaltung wartet Stöger wohl vergeblich. Auf die erstmals auftauchende Trainerfrage fand Manager Jörg Schmadtke jedenfalls eine klare Antwort: „Wie die Mannschaft spielt und wie Mannschaft und Trainerteam miteinander arbeiten, spricht nicht dafür, dass wir einen Wechsel vollziehen müssten“, erklärte der Sportchef und manifestierte seine Worte über den Augenblick hinaus: „Ich bin kein Freund davon zu vergessen, was gestern oder vorgestern war. Die Frage ist, wie arbeitet die Gruppe zusammen? Und das funktioniert.“

    Der Glaube an bessere Zeiten ist trotz der misslichen Lage also vorhanden und stützt sich nicht allein auf das Prinzip der Hoffnung. „Was ich an unserer Mannschaft so toll finde, ist, dass viele andere bei einem 0:2-Rückstand in der 80. Minute den Kopf in den Sand stecken würden. Wir wollten das Spiel aber unbedingt drehen“, startete FC-Stürmer Leonardo Bittencourt nach dem Spiel gegen Leipzig einen flammenden Appell. „Wenn wir so weitermachen, respektieren die Fans das auch. Ich ziehe den Hut davor, wie sie uns nach dem Spiel gefeiert haben. Wie wir in der zweiten Halbzeit gegen Belgrad und heute 90 Minuten aufgetreten sind, zeigt, dass die Mannschaft Bock darauf hat, diese Situation zu überstehen. Mit dem Trainer, mit allen. Wenn man sieht, wie wir zusammenstehen, kann das nur der Weg sein.“

    Ein schwieriger Weg, auf dem es neben den zuletzt starken Leistungen und der fantastischen Unterstützung durch die Fans weitere Anlässe zur Hoffnung gibt. Zum Beispiel die selbstbewusste und starke Performance von Tim Handwerker auf der offensiven linken Seite mit der gefühlt besten FC-Flanke der Saison zum 1:2 von Yuya Osako (82.). Zudem deutete der ob seines Alters viel diskutierte Neuzugang Claudio Pizarro an, welchen Wert er für den FC noch haben kann. Nach seiner Einwechslung (54.) hatte er einige gute Aktionen, machte den Ball fest und setzte seine Mitspieler gekonnt ein. Die Präsenz und Persönlichkeit des Peruaners auf dem Platz könnte ferner den Druck von anderen Spielern nehmen.

    „Als er reinkam, dachte ich, wir hätten ein Tor geschossen, so laut war es. Wir brauchen seine Hilfe“, sagte Bittencourt. „Claudio hat uns ohne Anlaufzeit sofort gut getan“, ergänzte Kapitän Matthias Lehmann. Und Stöger? „Ich glaube, er kann der Gruppierung helfen. Aber er ist nicht der alleinige Heilsbringer.“ Stimmt, denn dafür braucht es Ergebnisse, wie Jörg Schmadtke betonte: „Wir können über alles diskutieren, aber am Ende wird es um Punkte gehen.“



    Quelle: Generalanzeiger
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  2. #27
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    Von Euphorie zum Abstiegskampf: Was beim 1. FC Köln jetzt passieren muss



    In der Länderspielpause hofft der FC die dringend benötigte Ruhe zu finden.

    Tausende Fans stürmten siegestrunken den Rasen, als der Pfiff ertönte und das letzte Spiel der vergangenen Saison gegen den FSV Mainz 05 gewonnen war. Die Fans bejubelten ihre Helden in rot und weiß, die vollbracht hatten, was seit 25 Jahren nur ein Traum in den Köpfen der FC-Anhänger war: Den Einzug in den Europa-Pokal. Vor allem ein Spieler wurde gefeiert und auf Schultern getragen: Anthony Modeste, der die Saison seines Lebens gespielt und mit 25 Toren wesentlichen Anteil daran hatte, den lang ersehnten Traum wahr werden zu lassen. Ein paar Monate vorgespult in die Jetztzeit und nüchterne Realität ist der Kater umso heftiger: Nur ein Punkt nach sieben Spielen, zwei Treffer und 15 Gegentore, ebenso zwei Niederlagen aus zwei Spielen in der Europa-League, sind bislang die erschreckende Ausbeute der neuen Saison.

    Woran liegt die Misere ?


    Mögliche Gründe für die Probleme lassen sich in der neuen Doppelbelastung durch die Europa League, im schweren Startprogramm in der Bundesliga und auch in der nicht zufriedenstellenden abgelaufenen Transferperiode finden. Der Name Modeste geistert noch immer überall umher, obwohl nach dem unrühmlichen Theaterspiel rund um seinen Transfer nach China eigentlich nach vorn geblickt werden und mit dem Geld der Kader verstärkt und für die kommenden Herausforderungen geformt werden sollte.



    Anthony Modeste war eine der tragenden Säulen in der erfolgreichsten Saison seit 25 Jahren

    Jhon Cordoba, dem FC-Neuzugang aus Mainz, gelingt es bisher nicht, die von Modeste gerissene Lücke auszufüllen. Das soll er auch nicht, wurde von der Vereinsführung mehrfach ausgedrückt. Doch wer soll sie dann füllen? Die weiteren Transfers, allesamt junge Talente mit vielversprechendem Potential, können zwar durchaus als lohnende Investition in die Zukunft betrachtet werden, sind jedoch alle in der Defensive eingesetzt. Immerhin zeigte Tim Handwerker in seinem Debüt gegen RB Leipzig, welch offensives Potential in ihm steckt. Peter Stögers geheimnisvolle Andeutungen bezüglich des Neuzugangs aus Leverkusen lassen dementsprechende Überlegungen erahnen.

    Schmadtke räumt Fehler ein

    Auch Jörg Schmadtke räumte ein, dass ihn das Ergebnis der Transferperiode nicht zufriedengestellt hat. „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir alles richtig gemacht haben. Im Moment muss man festhalten, dass uns der eine oder andere Spieler noch gut tun würde. Wir wollten den Kader nicht in der Breite, sondern in der Spitze verbessern. Das ist uns zugegebenermaßen nicht gelungen.“ Neben Cordoba standen wohl noch bis zu drei andere Offensivkräfte auf der Einkaufsliste des FC, doch am Ende kam es zu keiner Einigung. Ein erster, aus der Stunde der Not geborener, Lösungsversuch wurde bereits in die Tat umgesetzt: Der vereinslose Claudio Pizarro hat seinen Weg in die Reihen der Geißböcke gefunden. Pizarro ist eine Legende in der Bundesliga. Mit 191 Toren in 430 Spielen für Werder Bremen und den FC Bayern ist seine Saga bereits geschrieben. Und genau hier liegt aber auch das Problem. Der Stürmer ist mit 39 Jahren nicht gerade ein Youngster. Dennoch kann Pizarro mit seiner Erfahrung, seinem fröhlichen Charakter und seiner möglicherweise immer noch vorhandenen Torgefahr der rettende Anker in dem unruhigen Meer sein, auf dem die Geißböcke gerade segeln.



    Der neue Mann im Kölner Sturm: Claudio Pizarro.

    Wie geht es jetzt weiter ?

    Das Spiel gegen Leipzig war der vorerst letzte Termin einer intensiven Phase mit Spielen in der Bundesliga und der Europa League. Durch die Länderspielpause hat die Mannschaft nun bis zum 13. Oktober Zeit, sich von der zurückliegenden Tortur zu erholen und sich zu sammeln. Die Aufgaben während dieser Zeit sind klar: Pizarro muss in den Kader eingegliedert werden und seine Physis auf das notwendige Niveau bringen. Im Spiel gegen Leipzig hat er seine Qualitäten in Ansätzen gezeigt, es waren aber auch noch deutliche Mängel in Sachen Fitness und spielerischer Routine bemerkbar. Cordoba muss sich von seiner, im Spiel gegen Leipzig erlittenen, Muskelverletzung erholen. Es ist nicht klar, ob er im kommenden Spiel gegen VfB Stuttgart im Kader stehen wird. Dennoch sollte in der Pause der Fokus darauf liegen, das Zusammenspiel mit dem Rest der Offensiv-Kräfte zu optimieren. Auch hier kann Pizarro aufgrund seiner Sprachkenntnis ein entscheidender Faktor sein, da Cordobas Deutsch- und Englischkenntnisse immer noch dürftig sind und sich die Kommunikation auf dem Feld daher manchmal schwierig gestaltet. Durch sein Spanisch kann Pizarro zudem auch die Kommunikation mit Jorge Meré und Joao Queiros verbessern.



    Hat bisher noch nicht den Durchbruch geschafft: Jhon Cordoba.

    Ein entscheidender Faktor ist zudem der mentale Zustand der Spieler. In einer Phase mit englischen Wochen und internationalen Spielen hat man zwar viele Gelegenheiten seine Fehler wieder gut zu machen, aber wenn es nicht laufen will hat man eben auch keine Zeit, sich von negativen Erfahrungen zu erholen und die zuletzt erlebte Negativserie kann auch am Selbstvertrauen von Profispielern nagen, die für diese Art von Herausforderung ausgebildet sind. Auch hier kann Pizarro eine Rolle spielen. Sein Profil, seine Erfahrung und seine Mentalität können positiven Einfluss auf die Mannschaft nehmen und für die dringend benötigte Ruhe sorgen.

    Die kommenden Aufgaben

    Die kommenden Bundesliga-Gegner heißen VfB Stuttgart und Werder Bremen, beide Mannschaften liegen in der unteren Tabellenzone, Bremen mit gerade einmal drei Punkten Vorsprung direkt über Köln auf dem 17. Platz. Nach schwerwiegenden Aufgaben wie Dortmund, Hannover und Leipzig hat der FC hier die Chance, sich den Anschluss zu erkämpfen. In der Europa League steht als nächstes das Auswärtsspiel gegen BATE Borisov an. Eine ganz entscheidende Eigenschaft zu haben, die in der kommenden Zeit darüber entscheiden wird, ob die Saison noch in sichere Schienen gleitet, oder komplett entgleist, hat Leonardo Bittencourt in seiner emotionalen Ansprache nach der unglücklichen Niederlage gegen RB Leipzig bewiesen: „Wie wir in der zweiten Halbzeit gegen Belgrad und heute 90 Minuten aufgetreten sind, zeigt, dass die Mannschaft Bock darauf hat, diese Situation zu überstehen. Mit dem Trainer, mit allen. Wenn man sieht, wie wir zusammenstehen, kann das nur der Weg sein. Ich hoffe, dass wir jetzt in der Länderspiel-Pause alles abschütteln können. Dann greifen wir an. Ich kann Euch versprechen, wenn diese Mannschaft in die Erfolgsspur findet und die Punkte holt, dann wird es schwer sein uns zu stoppen. Diese Mannschaft ist nicht tot, diese Mannschaft hat Bock. Und ich verspreche Euch, dass wir bald richtig viel punkten werden.“ Zumindest eines ist sicher: Die Kölner glauben noch an sich.

    Quelle: KSTA
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  3. #28
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    Kölns große Hoffnung wird heute 39 Jahre alt

    Claudio Pizarro ist beim 1. FC Köln angekommen und soll die Tor-Flaute im Rheinland beenden. Der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte will seinen Rekord weiter ausbauen. Er erzielte bereits 191 Treffer in der Bundesliga, ist damit bester ausländischer Torjäger in der Geschichte. Jetzt soll Claudio Pizarro den 1. FC Köln aus dem Keller schießen. Sein Alter ist ihm egal.

    Claudio Pizarro verkündete seine Botschaft in drei Sprachen. „Okay, jetzt noch Spanisch“, sagte der neue Stürmer des FC als er von Interview zu Interview zog, und wiederholte dann noch einmal, was er zuvor bereits auf Deutsch und Englisch erklärt hatte. Für ihn sei es überhaupt kein Problem, in einer Mannschaft zu spielen, die es in sieben Bundesligaspielen fertiggebracht hat, nur ganze zwei Tore zu schießen. „Natürlich ist Druck da“, sagte der Routinier: „Aber ich kenne das. Ich habe in großen Mannschaften gespielt, ich kenne Druck und ich brauche ihn auch. Ich habe den Jungs gesagt deshalb gesagt: ‚Überlasst mir den Druck, versucht euch zu entspannen. Und gemeinsam versuchen wir dann, das Spiel zu gewinnen.‘“

    Solche Sätze tun beim 1.FC Köln, dem Tabellenschlusslicht der Bundesliga, allen gut: Spieler, Trainer, Vorstand und Fans. Sie machen Mut, obwohl auch das erste Spiel mit Pizarro bei RBL wieder verloren gegangen war. Am Freitag war der ehemalige Angreifer von Bayern München verpflichtet und am Rhein vorgestellt worden, am Samstag hatte er erstmals mit dem Team des Tabellenletzten trainiert. Und am Sonntag musste er gleich ran. In der 54. Minute, nachdem sich Jhon Cordoba, der tragische Held der derzeit schwächsten Offensive der Liga, verletzt hatte und nicht mehr weiterspielen konnte, wurde Pizarro beim Stand von 0:1 eingewechselt. Am Ende hieß es 1:2.

    Großer Jubel bei Pizarro-Einwechslung

    Dabei hätte es um ein Haar eine echte Heldengeschichte gegeben. Als Pizarro das Spielfeld betrat, brandete lauter Jubel auf. „Zuerst dachte ich, wir hätten ein Tor geschossen, als er reinkam“, sagte Leonardo Bittencourt. Kurz darauf schoss der Deutschbrasilianer tatsächlich einen Treffer – auf Vorlage von Pizarro. Allerdings stand Bittencourt im Abseits.



    Die 54. Minute gegen Leipzig: Pizarro betritt zum ersten Mal im Kölner Trikot den Rasen

    Als Verweis auf die Qualitäten des Peruaners, der 191-mal in der Bundesliga getroffen hat, taugte Pizarros Pass jedoch allemal. „Ich denke, dass der ‚Panikkauf‘ dann zumindest doch ein belebendes Element war“, sagte Kölns Manager Schmadtke an die Adresse seiner Kritiker. Die hatten die Verpflichtung des vereinslosen Routiniers scharf verurteilt. Sie sei das „Eingeständnis des vollständigen Versagens der Kölner Kaderplanung“, hatte der „Kölner Stadtanzeiger“ in der vergangenen Woche geschrieben. Doch darum geht es in der prekären aktuellen Lage nur am Rande. Die fünf Niederlagen, die die Kölner schon vor dem siebten Saisonspiel angesammelt hatten sowie die zwei Niederlagen in der EL haben unabhängig von Versäumnissen der Vergangenheit zum Handeln gezwungen. Und da das branchenübliche Mittel für solche Situationen, ein Trainerwechsel, nicht zur Anwendung kommt, blieben nicht viele Möglichkeiten.

    „Werde mich nicht verpissen“

    „Ich bin niemand, der einen Trainerwechsel vollzieht, damit der eine oder andere etwas mehr Ruhe hat oder ich selbst vielleicht auch“, sagte Schmadtke und betonte damit noch einmal, dass Peter Stöger nicht zur Disposition stehe. „Die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt und wie sie mit dem Trainer zusammenarbeitet, spricht nicht für einen Wechsel“, erklärte er. Stöger selbst denke ebenfalls nicht daran, sich in einer schwierigen Lage „zu verpissen“, wie er sich ausdrückte.

    Vor diesem speziellen Hintergrund wird klar, dass Schmadtke in Pizarro nicht nur eine sportliche Verstärkung sieht, sondern jemanden, an dem sich die verunsicherten Spieler aufrichten können. Und Pizarro verspricht, alles dafür zu tun. In der Länderspielpause werde es die Gelegenheit geben, um an den Abläufen zu arbeiten. Dann werde er auch besser ins das Team hereinfinden. „Ich brauche noch viel mehr Zeit“, sagte er: „Das Gute ist, dass ich zwei Wochen habe, um mich auf das nächste Spiel vorzubereiten.“ Dann, so Schmadtkes Hoffnung, werde Pizarro mit seiner Gerissenheit und seiner Ruhe auch in brenzligen Situationen eine Hilfe sein.



    Claudio Pizarro nimmt sich selbst nicht so wichtig. Er will Druck von den Schultern der Mitspieler nehmen, scherzt hier auf der Bank

    Die hat Stögers Mannschaft auch bitter nötig. Die Kölner, das machte die Niederlage am Sonntag deutlich, sind derzeit unfähig, sich zu belohnen: Sie kämpfen aufopferungsvoll, doch vergeben selbst größte Tormöglichkeiten. „Im Fußball gibt es schlechte Phasen, in denen man viel mehr arbeiten muss als normalerweise, bis sich Sachen ändern“, prognostizierte Pizarro und hörte sich dabei an wie ein Trainer: „Aber mit der Qualität der Jungs schaffen wir das.“ Der neue alte Kölner Heilsbringer wird am Dienstag 39. Vormittags muss er jedoch trainieren. Er hat es nicht anders gewollt.
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  4. #29
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    Wieder die Hüfte: Kölns Keeper Timo Horn wird geschont



    Timo Horn im Spiel gegen RB Leipzig.

    Während Ersatzkeeper Thomas Kessler mit den Feldspielern ein wenig trainierte, war Timo Horn am Dienstag beim Training nicht zu sehen. Die Nummer eins war zwar am Geißbockheim, doch Horn soll in der Länderspielpause einen Gang runterschalten und geschont werden.

    „Er hat ein bisschen Probleme mit der Hüfte und deswegen nehmen wir ihn ein oder zwei Tage raus“, sagt Trainer Peter Stöger. „Wir wollen ihn schonen.“

    Die Probleme schleppt Horn seit Saisonbeginn mit sich, setzte auch bei der ersten Länderspielpause deswegen aus. Nach den zwar erfolglosen, aber dennoch anstrengenden ersten englischen Wochen wird das Trainingspensum ein wenig reduziert. „Es wird ein technisches Training sein mit Flankenbällen, Abschlüssen und Spielformen. Es wird nicht so intensiv sein, wie normalerweise. Körperlich sind die Jungs ganz gut drauf“, sagt Peter Stöger.


    Quelle: Express
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  5. #30
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    Angreifer feiert 39. Geburtstag und hofft auf den Knotenlöser

    Pizarro: "Druck? Das brauche ich"

    Am vergangenen Sonntag wurde Claudio Pizarro unter großem Getöse und mit vielen Erwartungen beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen RB Leipzig eingewechselt. Den erneuten Rückschlag konnte der Routinier beim 1:2 gegen die Sachsen zwar nicht abwenden, dennoch lobte der Stürmer die Qualität seiner neuen Mannschaft und zeigte sich im Abstiegskampf optimistisch. Persönlich sah er in der Länderspielpause viel und harte Arbeit auf sich zukommen. Auch an seinem 39. Geburtstag am heutigen Dienstag war Schuften angesagt.

    Doch bevor der Schweiß floss, durfte sich der Peruaner am Trainingsgelände über ein Ständchen von einigen FC-Fans freuen, die ihm singend alles Gute zum 39. Geburtstag wünschten. Keine Frage, in Köln steht Pizarro derzeit voll im Mittelpunkt. "Für mich ist das kein Problem, ich bin es gewöhnt, im Fokus und unter Druck zu stehen. Das brauche ich", sagte Pizarro nach der Trainingseinheit am Dienstagvormittag.

    Dass mit ihm als Führungsspieler nun aber alles besser laufen würde und der Tabellenkeller mit dem besten ausländischen Torjäger der Bundesliga bald verlassen werden könnte, das wollte er so nicht stehen lassen. "Die Jungs sind alle Bundesligaspieler, die wissen, wie es geht", sagt Pizarro. "Die Situation ist eine Kopfsache. Wir müssen immer weiterarbeiten und brauchen Punkte, egal wie. Das ist das Wichtigste." Der frühere Bremer, der auch mit Werder zuletzt auch mit Existenzkampf beschäftigt war, hofft auf einen baldigen Knotenlöser für die noch sieglosen Kölner, denn: "Mit einem Sieg würde alles sofort einfacher laufen."

    Auch FC-Trainer Peter Stöger baut auf den Faktor Pizarro - trotz noch der mangelnden Fitness des Angreifers. "Er hat schon einiges erlebt in seiner Karriere und bringt seine Erfahrung ein, zudem hat er fußballerisch immer noch große Qualität, gerade im Strafraum. Aber natürlich planen wir ihn momentan nicht für 90 Minuten ein. Ihm fehlt Fußballtraining. Die kommenden zwei Wochen mit dem Team werden ihm daher guttun."

    Horn und Lehmann geschont - Clemens krank


    Bei der restlichen Kölner Trainingsgruppe wurden Timo Horn und Matthias Lehmann geschont, sie trainierten ebenso individuell wie Simon Zoller, der nach den Kollegen auf den Platz ging. Die Verletzten Marcel Risse, Jonas Hector und Jhon Cordoba waren für Behandlung und Reha-Training ebenfalls am Geißbockheim. Christian Clemens pausierte krankheitsbedingt.

    Zudem sind Yuya Osako, Konstantin Rausch, Jorge Meré und Joao Queiros mit ihren Nationalteams unterwegs. Die deutschen U-21-Nationalspieler Lukas Klünter und Jannes Horn bleiben nach Absprache mit dem DFB in Köln, auch Salih Özcan war am Dienstag mit dabei.

    Quelle: Kicker
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  6. #31
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    Pro und Kontra - Packt Köln noch die Wende ?



    Der FC im freien Fall. Führt dieser Absturz am Ende sogar in die 2. Liga ?

    Der Klub steckt rein sportlich zumindest in der schlimmsten Krise seit dem Abstieg 2012. Gab es vor fünf Monaten noch Euro-Jubel auf Platz 5, herrschen sieben Spiele später Frust, Verzweiflung und Verunsicherung auf Platz 18.Köln in Abstiegs-Angst.

    ► „Die Situation ist prekär“, sagt Trainer Peter Stöger (51) selbst.
    ► „Nur die Ergebnisse zählen. Wir müssen versuchen so schnell wie möglich Spiele zu gewinnen“, sagt Sport-Boss Jörg Schmadtke (53).

    Durch die Länderspielpause bleiben dem FC knapp zwei Wochen zur Krisen-Bewältigung.
    Dann steht der dritte Neustart diese Saison an – 27 Spieltage vor Saisonende, am Freitag den 13.10. 2017 in Stuttgart.


    BILD sagt, was dann FÜR und GEGEN die Rettung spricht

    Darum packt der FC die Wende!

    1. Das Leipzig-Spiel
    Es hat gezeigt, dass die Mannschaft viele Start-Probleme in den Griff bekommen hat. Allein Leo Bittencourt (23) hat endlich wieder zu alter Form gefunden. Vor allem aber stimmen Einstellung,Engagement und Willen. Die Mannschaft gibt sich nicht auf und bricht nicht auseinander.

    2. Die Ruhe im Klub
    Statt Trainer-Diskussionen, gegenseitigen Schuldzuweisungen und Aktionismus ziehen Bosse, Trainerteam und Spieler an einem Strang. „Wir haben Bock darauf, diesen Weg mit diesem Trainer zu gehen“, sagt Bittencourt. Auch Sport-Boss Schmadtke stärkt Stöger. So kann er mit dem Team in Ruhe daran arbeiten, die Kurve zu kriegen.

    3. Der Zusammenhalt
    Es war DER Trumpf im Rennen um Europa. Es ist auch jetzt Kölns größtes Faustpfand im Kampf gegen den Abstieg. Die Mannschaft ist mehr als eine Einheit und muss in dieser Phase nicht erst durch Hauruck-Aktionen von außen eingeschworen werden. Beispiel: Das „Krisen-Mittagessen“ vorm Hannover-Spiel, das die Spieler selbst einberufen hatten.

    4. Die Geschichte
    Von sieben Teams mit gleichem Fehlstart, schafften vier am Ende die Rettung – darunter der FC. 1992/93 (1 Punkt nach 7 Spielen) packte Köln am Ende Platz 12.

    5. Die Qualität
    „Die Mannschaft hat letzte Saison Sensationelles erreicht und mit Modeste nur einen Spieler verloren. Sie kann nicht so schlecht sein“, stellt Claudio Pizarro (39) klar. Die Spieler haben die Qualität zu viel mehr als nur Abstiegskampf. Müssen das nur wieder abrufen.

    6. Das Winter-Konto
    Es ist auch nach dem Pizarro-Deal prall gefüllt. Selbst wenn die Not bis Weihnachten andauert: Der 1.FC Köln ist handlungsfähig, Schmadtke kann im Winter für 25 Mio Euro nachlegen.
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  7. #32
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    Jhon Cordoba ist verletzt: Welche offensive Alternativen hat der FC noch ?



    Jhon Cordoba wird in der nächsten Partie gegen den VfB Stuttgart wohl nicht für den 1. FC Köln zur Verfügung stehen. Am Dienstag teilte der Verein mit, dass der Stürmer sich eine Muskelverletzung im Spiel gegen Leipzig zugezogen hat und nun pausieren muss. Wie lange diese Pause dauern wird, wurde nicht bekannt gegeben, es ist jedoch zu befürchten, dass der Kolumbianer mehrere Wochen fehlen wird.

    Welche Alternativen gibt es noch?

    Aufgrund der ohnehin angespannten Lage in der Offensive der Kölner dürfte der Ausfall Cordobas Trainer Peter Stöger zusätzlich unter Druck setzen. Zumindest einige Optionen bleiben dem Österreicher: „Yuya Osako kann immer ganz vorne in der Spitze spielen. Wir schauen, wann Simon Zoller zurückkommt. Vielleicht spielen wir auch mit einem verstärkten Mittelfeld“, äußerte sich Stöger zu möglichen Alternativen für die Spitze. Claudio Pizarro dürfte wohl noch keine Option für die Startelf sein, da seine körperliche Verfassung dies noch nicht zulässt. Mit Rudnevs hat vor wenigen Tagen ein weiterer Sturmersatz den 1. FC Köln verlassen. Der Lette hatte darum gebeten, seinen Vertrag aufgrund von persönlichen Gründen aufzulösen.

    Verletztenliste ist lang

    Neben dem jüngsten Ausfall von Cordoba plagen den FC mit Marcel Risse (Meniskus-Operation) und Jonas Hector (Syndesmose-Operation) weitere Verletzungssorgen und Ausfälle von Stammkräften. Auch Keeper Timo Horn wird in der Länderspielpause geschont. „Er hat ein bisschen Probleme mit der Hüfte und deswegen nehmen wir ihn ein oder zwei Tage raus“, sagt Trainer Peter Stöger. Beim Training am Dienstag war Horn zwar anwesend, trainierte jedoch nicht mit. (red)


    Quelle: KSTA
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  8. #33
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    Pizarro-Faktor: Neue Hoffnung in den Reihen des 1. FC Köln



    Als Claudio Pizzaro in der 54. Minute gegen Leipzig eingewechselt wurde, brandete frenetischer Jubel im Rhein-Energie-Stadion auf. Die Kölner Fans feierten das Debüt der Bundesliga-Legende fast schon wie das Erscheinen eines neuen Messias. Diese Art der überschwänglichen Begeisterung ist in den Reihen der Kölner Anhänger nichts Neues. Podolski, Littbarski, Polster und viele weitere haben es in der Vergangenheit zu einem halbgottartigen Status gebracht. Claudio Pizarro passt mit seiner beeindruckenden Liste an Erfolgen und seinem unverwechselbaren Charme gut in diese Art von Spielerprofil. Angesichts der derzeitigen Lage kann man den Wunsch der FC-Fans nach einem neuen Hoffnungsträger verstehen.

    Pizarro bringt neue Hoffnung in die Reihen des FC

    Und es scheint, dass der Neuzugang durchaus neuen Wind in die Mannschaft bringt. Allein durch die Präsenz des Stürmers haben die restlichen Spieler offenbar neuen Mut geschöpft. „Wir sind sehr froh, dass er so kurzfristig dazu gestoßen ist. Er bringt unglaublich viel Erfahrung mit. Man sieht die spielerische Qualität, und auch menschlich ist er ein sehr wichtiger Spieler“, sagte etwa Torwart Timo Horn. Gar als „Legende“ betitelte FC-Kapitän Matthias Lehmann den Neuzugang. „Wie wir ihn bisher kennen gelernt haben, ist er ein überragender Typ“, zeigte sich auch Verteidiger Dominique Heintz begeistert.

    Pizarros Verpflichtung scheint bereits positive Auswirkungen auf die Moral der Mannschaft zu haben – womöglich einer der Gründe, warum ihn die Verantwortlichen nach Köln geholt haben. Am Dienstag feierte der Peruaner seinen 39. Geburtstag. Die aufgrund des Feiertages zahlreich anwesenden FC-Fans begrüßten ihn beim Training mit einem Geburtstagsständchen. Nach der absolvierten Einheit antwortete Pizarro noch auf einige Fragen. Dass er zur Zeit besonders im Fokus der Aufmerksamkeit steht, ist für den Peruaner normal: „Für mich ist das kein Problem, ich bin es gewöhnt, im Fokus und unter Druck zu stehen. Das brauche ich.“ Er selbst sieht die derzeitigen Probleme pragmatisch: „Wir müssen immer weiter arbeiten und brauchen Punkte, egal wie. Das ist das Wichtigste. Mit einem Sieg würde alles sofort einfacher laufen.“

    Angesichts der verzweifelten Lage ist auch der Trainer froh über die Verstärkung des Kaders. „Er hat schon einiges erlebt in seiner Karriere und bringt seine Erfahrung ein, zudem hat er fußballerisch immer noch große Qualität, gerade im Strafraum“, äußerte sich Stöger über den Stürmer. Dieser dürfte angesichts der jüngsten Verletzung Cordobas und der damit gerissenen Lücke in der Offensivabteilung des FC umso tragender werden. Dennoch sieht Stöger die Einsatzmöglichkeiten des Stürmers realistisch: „Natürlich planen wir ihn momentan nicht für 90 Minuten ein. Ihm fehlt Fußballtraining. Die kommenden zwei Wochen mit dem Team werden ihm daher gut tun.“

    Pizarro: „Wieder auf dem Platz zu sein, ist für mich das Wichtigste“

    Auch Pizarro selbst weiß, dass in den kommenden Tagen einiges an Arbeit auf ihn zu kommt. „Gerade ist es etwas schwierig, Ich bin ein bisschen müde. Aber wieder auf dem Platz zu sein, ist für mich das Wichtigste. Immer, wenn ich auf dem Platz bin, fühle ich mich gut. Die ganze Mannschaft hat mir gratuliert“, sagte der Stürmer zu seiner derzeitigen Verfassung.

    Das weitere Programm des FC: Am Mittwoch und Donnerstag stehen für die Profis jeweils zwei Einheiten auf dem Programm. Eine weitere Einheit folgt am Freitagvormittag. Im Fokus stehen Passübungen, Technik, Spielformen und Torschüsse. In Sachen Fitness sieht Trainer Stöger derzeit keine Defizite: „Im körperlichen Bereich sind die Jungs gut drauf, da müssen wir nicht so viel tun.“


    Quelle: KSTA
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  9. #34
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    Sportliche Krise beim 1. FC Köln | Zusammenhalt und Glaube werden beschworen



    Der 1. FC Köln überzeugte mit guter Leistung und verlor dennoch gegen RB Leipzig.

    Der Misserfolg treibt so seine Blüten. Als der tiefe Fall des 1. FC Köln am Sonntagabend kurz vor 20 Uhr durch die 1:2-Heimschlappe gegen RB Leipzig um ein Kapitel angereichert war, konfrontierte ein Journalist Peter Stöger mit einer eigenartigen Frage. Ob es leichter für ihn als FC-Trainer sei, mit Niederlagen nach guten Leistungen seiner Mannschaft umzugehen als nach schlechten Leistungen, wollte der Herr wissen. Diese Frage brachte das ganze Dilemma des Tabellenfünften der Bundesliga-Saison 2016/17 zum Vorschein. Das Thema sind Niederlagen, wie auch immer sie zustande gekommen sind.
    Stöger hatte wenig Mühe, die Frage zu beantworten: "Natürlich ist es angenehmer, wenn die Mannschaft gut spielt. Die Jungs sind richtig fleißig und mental gut unterwegs", sagte der Österreicher. Es nützt aber alles nichts, wenn die Tabelle den FC nach sieben Spieltagen mit einem Punkt und 2:15-Toren als Liga-Schlusslicht ausweist: "Am Ende reden wir von Ergebnissen. Wenn die trotz guter Leistungen auf Sicht nicht stimmen, weiß ich nicht, was das mit einem macht. Irgendwann kannst du das nicht mehr kompensieren."

    Hinschmeißen ist kein Thema

    Der 51-Jährige fiel auch nach der erneut unglücklichen Niederlage gegen Leipzig nicht in Depressionen. Er verschwendete auch keinen Gedanken daran, seine erste sportliche Krise in Köln als aussichtslos zu bezeichnen und hinzuschmeißen: "Es ist gerade schwierig, und jetzt soll ich mich verpissen? Für mich ist das überhaupt kein Thema. Der Verein ist mir ganz wichtig. Wenn jemand allerdings das Gefühl hätte, es würde nicht mehr passen, müsste man reden."

    Auf diese Art von Unterhaltung wartet Stöger wohl vergeblich. Auf die erstmals auftauchende Trainerfrage fand Manager Jörg Schmadtke jedenfalls eine klare Antwort: "Wie die Mannschaft spielt und wie Mannschaft und Trainerteam miteinander arbeiten, spricht nicht dafür, dass wir einen Wechsel vollziehen müssten", erklärte der Sportchef und manifestierte seine Worte über den Augenblick hinaus: "Ich bin kein Freund davon zu vergessen, was gestern oder vorgestern war. Die Frage ist, wie arbeitet die Gruppe zusammen? Und das funktioniert." Der Glaube an bessere Zeiten ist trotz der misslichen Lage also vorhanden und stützt sich nicht allein auf das Prinzip Hoffnung. "Was ich an unserer Mannschaft so toll finde, ist, dass viele andere bei einem 0:2-Rückstand in der 80. Minute den Kopf in den Sand stecken würden. Wir wollten das Spiel aber unbedingt drehen", startete FC-Stürmer Leonardo Bittencourt nach dem Spiel gegen Leipzig einen flammenden Appell. "Wenn wir so weitermachen, respektieren die Fans das auch. Ich ziehe den Hut davor, wie sie uns nach dem Spiel gefeiert haben. Wie wir in der zweiten Halbzeit gegen Belgrad und heute 90 Minuten aufgetreten sind, zeigt, dass die Mannschaft Bock darauf hat, diese Situation zu überstehen. Mit dem Trainer, mit allen. Wenn man sieht, wie wir zusammenstehen, kann das nur der Weg sein."

    Fans sind Gold wert

    Ein schwieriger Weg, auf dem es neben den zuletzt starken Leistungen und der fantastischen Unterstützung durch die Fans weitere Anlässe zur Hoffnung gibt. Zum Beispiel die selbstbewusste und starke Performance von Tim Handwerker auf der offensiven linken Seite mit der gefühlt besten FC-Flanke der Saison zum 1:2 von Yuya Osako (82.). Zudem deutete der ob seines Alters viel diskutierte Neuzugang Claudio Pizarro an, welchen Wert er für den FC noch haben kann. Nach seiner Einwechslung (54.) hatte er einige gute Aktionen, machte den Ball fest und setzte seine Mitspieler gekonnt ein. Die Präsenz und Persönlichkeit des Peruaners auf dem Platz könnte ferner den Druck von anderen Spielern nehmen. "Als er reinkam, dachte ich, wir hätten ein Tor geschossen, so laut war es. Wir brauchen seine Hilfe", sagte Bittencourt. "Claudio hat uns ohne Anlaufzeit sofort gut getan", ergänzte Kapitän Matthias Lehmann. Und Stöger? "Ich glaube, er kann der Gruppierung helfen. Aber er ist nicht der alleinige Heilsbringer." Stimmt, denn dafür braucht es Ergebnisse, wie Jörg Schmadtke betonte: "Wir können über alles diskutieren, aber am Ende wird es um Punkte gehen."


    Quelle: KSTA
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  10. #35
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    Niederlage vor dem EU-Gericht | 1. FC Köln darf „Spürbar anders“ nicht schützen lassen




    Auf dem Rasen kassierte der 1. FC Köln zuletzt acht Niederlagen in den vergangenen neun Pflichtspielen, vor Gericht kommt seit Mittwoch eine weitere hinzu. Die sechste Kammer des Gerichtshofs der Europäischen Union mit Sitz in Luxemburg hat entschieden, eine Marken-Klage der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA abzuweisen. Der Klub wollte bereits seit geraumer Zeit erreichen, dass der FC-Vereinsslogan „SPÜRBAR ANDERS.“ – in Großschreibung und mit Punkt – als Unionsmarke beim Amt der EU für geistiges Eigentum (EUIPO) eingetragen wird und somit geschützt ist. Die Eintragung als Unionsmarke, vormals EU-Gemeinschaftsmarke, hätte für den Klub den Vorteil gehabt, dass der Slogan EU-weites Markenschutzrecht genießt und von niemandem sonst genutzt werden darf.

    Doch das Motto „Spürbar anders“ ist für das EU-Gericht offenbar nicht spürbar anders zu anderen. Denn die Klage des FC gegen das EUIPO wurde im wesentlichen mit der Begründung der „fehlenden Unterscheidungskraft“ des Slogans abgewiesen, der zudem von „maßgeblichen Verkehrskreisen nur als bloßer Werbespruch“ wahrgenommen werde. Da der Verein unterlag, trägt er die Kosten des Verfahrens. Der FC wollte sich am Mittwoch noch nicht zu dem Urteil äußern.

    „Mia san mia“ ist geschützt

    Interessant: Im Februar 2013 erreichte der FC Bayern München nach einigem Hin und Her, dass das Vereinsmotto „Mia san mia“ im EU-Markenregister eingetragen und geschützt wurde. Und dies, obwohl es keine Erfindung des FC Bayern ist, denn bereits die kaiserlich-königliche Armee zu Zeiten des Kaisers Franz Joseph wollte so ihr Überlegenheitsgefühl zum Ausdruck bringen. Vielleicht hätte der 1. FC Köln einfach einen kölschen Spruch nehmen sollen, um damit möglicherweise mehr Aussicht auf einen Erfolg vor dem EU-Gerichtshof zu haben.

    Quelle: KSTA



    „Spürbar anders“ FC erwägt weitere Schritte, um Slogan zu schützen

    Der 1. FC Köln sieht das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union im Rechtsstreit um seinen Vereinsslogan „Spürbar anders“ sehr kritisch und überlegt, in die nächste Instanz zu gehen. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete, hatte die sechste Kammer des EuG eine seit dem 18. November 2014 anhängige Klage des Vereins am Mittwoch abgewiesen. Demnach ist der FC-Slogan „Spürbar anders“ kein geschütztes geistiges Eigentum.
    Der FC kann die Entscheidung aus Luxemburg nicht nachvollziehen.
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  11. #36
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    Sportliche Krise beim 1. FC Köln - Wunden lecken im Albtraum-Alltag



    Länderspielpausen gehören zum festen Repertoire im Alltag eines Fußball-Bundesligisten. So verlässlich die Unterbrechungen des Ligabetriebs durch Spiele der Nationalmannschaften im Herbst auftauchen, so standardisiert sind auch die Fragen, die sich daraus ergeben. Kommen die Pausen zur rechten Zeit, um sich zu sammeln und neu auszurichten oder nicht, weil es gerade richtig gut läuft und der positive Lauf unterbrochen wird? Peter Stöger hat diese wiederkehrenden Fragen in der Vergangenheit meistens mit einem kölschen Achselzucken beantwortet. "Es ist wie es ist und wir nehmen es, wie es ist", sollte diese Geste ausdrücken. Nur im Moment ist beim 1. FC Köln und seinem Trainer eben anders als sonst.

    Auch wenn Peter Stöger es nicht explizit zum Ausdruck bringt, die zweite Länderspielpause dieser Saison kommt für den FC alles andere als ungelegen. Nach inzwischen acht Niederlagen in zehn Pflichtspielen haben die Kölner dringend Erholung vom "Albtraum-Alltag" nötig. Zumal die Geißböcke nach diesen knapp zwei Wochen mit den Partien beim VfB Stuttgart und Zuhause gegen Werder Bremen zwei Spiele vor der Brust haben, in denen sie als mit nur einem Punkt ausgestattetes Schlusslicht dringend anschreiben müssen.

    In diesen Tagen ist am Geißbockheim also weiter "Wunden lecken" angesagt - auch im wahrsten Sinne der Worte. Christian Clemens (erkrankt) und Simon Zoller (verletzt) fehlten auch in den beiden Einheiten am Mittwoch. "Bei Grille müssen wir schauen, bis die entsprechenden Werte wieder stimmen. Bei Zolli wird es wohl diese Woche nicht mehr werden", erklärte Peter Stöger zum Stand der Dinge. Auch Torwart Timo Horn und Kapitän Matthias Lehmann waren am zweiten Trainingstag der Woche nicht auf dem Platz. Das Duo absolvierte eine individuelle Einheit in der Halle. Horn schlägt sich schon seit Wochen mit einer Schleimbeutelentzündung in der Hüfte herum. Er soll nächste Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren und auf jeden Fall in Stuttgart auflaufen können.

    Gleiches gilt für Lehmann. "Bei Matze haben wir vergangene Woche schon besprochen, dass wir ihn mal rausnehmen. Er hat viele Spiele gemacht und so seine Wehwehchen davongetragen", sagte sein Trainer. Eine klare Aussage traf der Österreicher im Hinblick auf die Rückkehr von Jhon Cordoba: "Seinen Einsatz für nächste Woche schließe ich zu 100 Prozent aus." Der kolumbianische Stürmer fällt also mit seiner Muskelverletzung im Oberschenkel für die Begegnung in Stuttgart ebenso aus wie die Langzeitverletzten Jonas Hector und Offensivmann Marcel Risse.

    Weil sich mit Yuya Osako, Jorge Meré und Konstantin Rausch drei weitere Stammkräfte bei ihren Nationalmannschaften aufhalten, ist die Trainingsgruppe überschaubar. Auch deshalb hat der Trainerstab diesmal auf das obligatorische Länderspielpausen-Testspiel verzichtet. "Diese Spiele müssen ja langfristig geplant sein. Wir haben durch die Europa League und die vielen englischen Wochen eine neue Situation und konnten deshalb nicht so lange im Voraus sagen, wie die Jungs drauf sind", erklärt der FC-Coach.

    Das alles hat ebenso wenig wie die sportliche Talfahrt zu großen Erschütterungen im Binnenverhältnis der Mannschaft geführt. Am Dienstag war sogar Zeit, den 39. Geburtstag von Neuzugang Claudio Pizarro ein wenig zu feiern. "Die Stimmung bei uns ist trotz der sportlichen Situation relativ normal", freute sich Peter Stöger über die Atmosphäre in den Trainingseinheiten. Alles so wie immer also in Länderspielpausen, wäre da nicht diese böse Bilanz aus den ersten sieben Bundesligaspielen und der Rückstand von nun schon sechs Punkten auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz.


    Quelle: KSTA
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  12. #37
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    Der FC in großer Trauer | U21-Co-Trainer Uwe Fecht ist verstorben



    Uwe Fecht

    Der nächste Trauerfall beim 1. FC Köln – wieder steht der Klub unter Schock! Vor zwei Wochen erlitt U21-Assistenztrainer Uwe Fecht einen Herzinfarkt in der Trainerkabine. Wie der FC bestätigte, hat er nun den Kampf verloren. Der erst 58-Jährige starb an den Folgen der Herzattacke in der Uniklinik Köln. Die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten. In der Nacht zu Donnerstag verstarb Fecht.

    Patrick Helmes hatte aufgrund der Vorkommnisse um die Aufhebung seines Traineramtes der U21 gebeten, schließlich erlebte er den Schicksalsschlag mit eigenen Augen mit. Fecht erlitt den Herzinfarkt im Trainerbüro im Geißbockheim. „Das ist ein schweres Schicksal, das uns alle beim FC sehr getroffen hat. Nach dem dramatischen Vorfall im Geißbockheim waren wir immer in Kontakt mit Uwe Fechts Familie und haben gehofft, dass er sich erholt und die Situation übersteht“, sagt FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke. „Wir trauern mit seiner Frau und seinen Kindern und wünschen ihnen in diesen schweren Tagen ganz viel Kraft.“

    Es ist der nächste Schock innerhalb weniger Tage. Vergangene Woche war bereits FC-Urgestein Rolf Herings nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Nun muss der FC erneut trauern, da gerät die sportliche Krise völlig in den Hintergrund.


    Quelle: Express
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  13. #38
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    1. FC Köln Pizarro und Bittencourt harmonieren – Zoller ist fit und trainiert wieder

    Der Sport und die mehr als prekäre Situation in der Bundesliga geraten für den 1. FC Köln in diesen Tagen in den Hintergrund. Zwei Todesfälle in nicht einmal einer Woche schocken den Klub. Ende vergangener Woche verstarb die Kölner Trainer-Ikone Rolf Herings, in der Nacht zu Donnerstag Uwe Fecht, der Co-Trainer der U21. Man spürt, dass das im Klub Spuren hinterlässt. Trainer Peter Stöger muss die Länderspielpause aber natürlich trotzdem nutzen, um seine Mannschaft bestmöglich auf die so wichtige Aufgabe 13. Oktober beim VfB Stuttgart vorzubereiten. Trotz eines Schrumpf-Kaders aufgrund von Verletzungen und Länderspiel-Abstellungen. Der 51-Jährige wirkt aber nicht konsterniert, sondern eher konzentriert und sogar ein Stück weit zuversichtlich.

    Der Trainer als Seismograph

    Stöger versucht sich als Seismograph seines Vereins. Als solcher habe er festgestellt, dass mittlerweile (und vielleicht endlich) alle verstanden hätten, in welch misslicher Lage sich der FC befinde. Das ist gut, denn die Kölner sind mit nur einem Zähler abgeschlagen Letzter in der Bundesliga und punktlos in der Europa League. Der Coach habe zwar keine eigenen Erfahrungswerte in Köln für eine handfeste Krise, aber Stöger gefällt zumindest der Umgang mit ihr. „Mein Gefühl ist, dass wir hier jetzt die Situation klarer begreifen. Dass sie schwierig ist und auch über einen längeren Zeitraum gehen wird. Selbst wenn wir jetzt zwei Spiele in Folge gewinnen, sind wir noch unten drin – und wenn wir sie verlieren sowieso. Wir können das also nicht direkt reparieren. Ich glaube, das ist bei allen angekommen.“

    Stöger erwähnt in diesem Zusammenhang das durchaus ruhige Umfeld („Das können wir schon einordnen“), die Fans („außergewöhnlich“) und natürlich Verein und Team. „Wir haben auch schon andere Länderspielpausen gehabt, in denen die Jungs nicht so aktiv waren wie jetzt. Das zeigt mir, dass jedem klar ist, dass viel zu tun ist.“

    Personell ist die Situation zwar weiter sehr angespannt, aber es gibt auch positive Nachrichten. Am Donnerstag mischte Simon Zoller nach überstandener Muskelverletzung wieder auf dem Trainingsplatz mit. Davon war selbst Stöger überrascht, er hatte frühestens in der kommenden Woche mit der Rückkehr des Offensivspielers gerechnet. Mit ihm hat der Coach für die Partie in Stuttgart wieder eine Alternative mehr. Zoller könnte ein Kandidat für die rechte Seite sein oder auch für seine eigentliche Lieblingsposition im Sturmzentrum, da Jhon Córdoba verletzt ausfällt.

    Youngster sind beim Training dabei

    Auch Salih Özcan absolvierte die Einheit mit. Entgegen der Ankündigungen reiste der 19-jährige Mittelfeldspieler doch nicht zur U-20-Auswahl des DFB, die gegen die Niederlande und die Schweiz spielt. „Nach Rücksprache mit dem Spieler und dem DFB wurde entschieden, dass Salih in Köln bleibt“, sagt Manager Jörg Schmadtke, der so auch schon die U-21-Nationalspieler Lukas Klünter und Jannes Horn frei bekam. Und was Stöger auch gefällt: Im Training harmonieren der derzeit kaum zu bremsende Leonardo Bittencourt und Neuzugang Claudio Pizarro auffallend gut, sie suchen und finden sich. Stöger: „Das Spielverständnis und die Qualität, die Pizarro hat, die nimmt ihm keiner – auch wenn er 39 ist. Man sieht immer noch, dass er ein richtig guter Kicker ist. Und Leo hat eine gute Phase.“ Auf die hofft Stöger schnell für den ganzen Klub. Sie wird ja auch dringend benötigt.


    Quelle: KSTA
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  14. #39
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    1. FC Köln in der Krise - Leonardo Bittencourt geht voran



    Peter Stöger lag daneben - und zwar ein gutes Stück weit. "Von meiner Einschätzung her sah es so aus, als würde es diese Woche nichts mehr werden", räumte der Trainer des 1. FC Köln ein. Dann lächelte der Österreicher und freute sich über seinen Irrtum: "Es gibt auch positive Nachrichten bei uns", kommentierte er die überraschende Teilnahme von Simon Zoller am Mannschaftstraining am Donnerstag. Wie gesagt: Eigentlich hatte Stöger aufgrund von Zollers Muskelverletzung frühestens nächste Woche mit der Rückkehr des Stürmers gerechnet.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Peter Stöger auch bei der Einschätzung der aktuellen sportlichen Situation des FC irrt, tendiert gegen Null. Der 51-Jährige hatte schon nach der 1:3-Heimniederlage gegen den Hamburger SV am zweiten Spieltag von einer "neuen, spannenden Situation" für den Club gesprochen. Inzwischen sind fünf weitere sieglose Bundesligapartien hinzugekommen und die Kölner zieren mit nur einem Punkt das Ende der Tabelle.

    Stöger beschreibt die Lage als schwierig

    Auf die Frage, wie sich die neue Situation nun über Wochen hinweg anfühlt, antwortete der FC-Coach, dass im Bewusstsein seiner Mannschaft eine Entwicklung stattgefunden hat: "Vom Gefühl her ist es so, dass wir es in der jetzigen Phase klarer aufnehmen als zu Beginn. Die Lage ist jedem bewusst." Die Lage beschreibt er als schwierig: "Wir werden über einen längeren Zeitraum da unten stehen. Das kann man nicht in zwei Wochen reparieren. Selbst wenn wir die nächsten beide Spiele in Stuttgart und gegen Bremen gewinnen, bleiben wir voll drinnen. Ich glaube, das ist auch bei allen angekommen."

    Mit allen meint der Trainer auch das Umfeld. Ihn beeindruckt vor allem die Sensibilität der eigenen Fans: "Sie haben die Situation erkannt und wissen, dass wir ihre Unterstützung brauchen. Gerade wenn es nicht so läuft." Er hat zudem während der ersten Trainingseinheiten in der zweiten Länderspielpause der Saison 2017/18 Unterschiede zu den Vorjahren ausgemacht: "Von der Stimmung her haben wir schon Pausen gehabt, in denen die Jungs nicht so aktiv waren. Ihnen ist klar, dass etwas zu tun ist."

    Einer der Besten seiner Mannschaft

    Leonardo Bittencourt gehört zu denen, die in dieser Hinsicht vorangehen. Zu Beginn der Saison war der 23-Jährige seiner Form nach zwei Verletzungen im vergangenen Jahr noch hinterher gelaufen. Zuletzt aber zeigte er einen klaren Aufwärtstrend und gehörte in Hannover sowie gegen Belgrad und Leipzig zu den besten seiner Mannschaft. "Er merkt, dass er wieder im Rhythmus ist", erklärt Peter Stöger. Bittencourt sorgt im Training für Stimmung und putscht die Mitspieler mit großem Einsatz und Ehrgeiz auf. "Bei Leo ist die Stimmung immer gut, wenn er auf dem Platz stehen kann. Nur wenn er nicht spielen darf, ist er unausstehlich", sagt sein Trainer, der ihn in die Rolle eines Führungsspielers hineinwachsen sieht.


    Quelle: Rundschau-Online
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  15. #40
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    Krisen-Interview Thomas Kessler: „Gemeinsam schaffen wir es da unten wieder raus zu kommen“



    Nein, auf der Deutzer Kirmes war Thomas Kessler (31) in diesem Jahr nicht. Einerseits, weil Töchterchen Emelie (7 Monate) den Ersatzkeeper auf Trab hält. Aber da ist auch der miese FC-Start. „Das macht eben mit sechs Siegen auch mehr Spaß, als nur mit einem Punkt“, sagt er zum Ende unseres Interviews. Kessler kennt den Puls des Klubs, der Stadt. Er weiß, wie die Menschen mit der Mannschaft fiebern und jetzt leiden. Das Interview mit der kölschen Seele des FC.

    Im Mai erlebte ganz Köln einen fetten Partyrausch. Platz 5, Europa. Jetzt sieben Spiele, nur ein Punkt. Ist das der üble Kater?
    Kessler: Wir sind einfach 5 bis 10 Prozent weniger der FC vom Vorjahr und das bedeutet leider Platz 18. Es sollte jedem klar sein, dass wir nicht Fünfter geworden sind, weil wir die fünftbeste Einzelqualität hatten. Wenn der ein oder andere nicht an sein Niveau vom Vorjahr rankommt, spüren wir das sofort. Wir kommen durch das Kollektiv und das ist uns anfangs ein wenig abhandengekommen. Aber der Trend zuletzt ging in die richtige Richtung.

    10 Prozent – war das ungefähr das, was Anthony Modeste ausmachte?
    Nein, es wäre unfair dies zu sagen. Der ein oder andere ist nicht so in Tritt gekommen wie zum Ende der letzten Saison. Das merkt man uns direkt an. Was aber Mut macht: Alle sind jetzt wach und seitdem das so ist, werden die Leistungen immer besser. Allerdings müssen wir jetzt mit dem Punkten beginnen.

    Wie nehmen Sie die Stimmung rund um den Klub wahr?
    Ich glaube, dass das Umfeld ein gutes Gespür für die Situation hat. Aber auch der Klub ist stark: Es wird die Ruhe bewahrt, weil der Trainer und die Mannschaft funktionieren. Ich habe noch nie eine Mannschaft erlebt, die so selbstkritisch ist und sich so gemeinsam mit der Situation auseinandersetzt. Wir geben ohne Ende Gas, aber brauchen jetzt den Turnaround.

    Der Trainer sagt, er möchte nichts verändern, schließlich habe es vier Jahre so funktioniert. Ist das der richtige Weg?
    Im Fußball ist immer der erfolgreiche Weg der richtige. Das wissen wir alle und auch der Trainer. Allerdings habe ich noch nie einen Trainer erlebt, der sich so treu und authentisch bleibt. Deshalb möchte jeder von uns gemeinsam wieder zurück in die erfolgreiche Spur und gibt alles dafür.

    Auch die Anhänger sind sehr ruhig bislang.
    Ja, und das ist für mich ganz viel Wert. Denn es ist ehrliche Unterstützung und mir sogar wichtiger, als 50.000 auf dem Rasen im Stadion nach dem Europapokaleinzug. Ich hatte nach dem Spiel gegen Leipzig beim Gang in die Kurve Gänsehaut. Diesen Weg können wir nur gemeinsam bestreiten und das wissen unsere Fans genau.

    Aber ist der Kader denn stark genug für den Klassenerhalt?
    Selbstverständlich! In unserem ersten Bundesliga-Jahr waren wir sicher schwächer besetzt - und wir haben souverän die Klasse gehalten! Natürlich haben wir immer einen guten Start gehabt und davon gelebt. Jetzt ist die Situation eine andere. Dies ist ein Lernprozess für unsere noch junge Mannschaft. Wir werden gemeinsam da unten rauskommen und es wird uns noch stärker machen als zuvor. Die nächsten beiden Spiele in Stuttgart und zu Hause gegen Bremen sind elementar wichtig für unseren Weg. Hier müssen wir den Grundstein für die Aufholjagd legen.

    Kann die Mannschaft die Europa League denn überhaupt genießen in der Krise?
    Man könnte sie mit Erfolgen am Wochenende mehr genießen – das ist keine Frage! Dennoch haben wir uns das erarbeitet und es ging nicht nur um ein Spiel in London. Wir haben keine Lust das abzuschenken, sondern wir müssen uns dort das Selbstvertrauen für das Wochenende holen.

    Wie schwer ist es für Sie in solch einer Phase, nur zuschauen zu können?
    Das bereitet mir viele schlaflose Nächte! Daran sind allerdings nicht meine Einsatzzeiten schuld, sondern unsere Situation. Es vergeht kaum eine Minute, in der ich mir keine Gedanken mache, wo man vielleicht eine Kleinigkeit verändern könnte um erfolgreicher zu sein. Dies ist auch fürs Familienleben anstrengend. Meine Frau muss im Moment eine Menge ertragen.

    Wie gut tut Claudio Pizarro der Mannschaft?
    Für mich ist es ein Privileg, mit so einem Spieler zusammenzuspielen. Er ist eine lebende Legende. Wenn jemand Claudio nicht zuhört, dann kann man demjenigen auch nicht mehr helfen. Er ist von seiner Klasse und seinem Typ her unbestritten. Ich bin froh, dass wir ihn dazu gewinnen konnten.


    Quelle: Express
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  16. #41
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    Pyro beim Derby | 1. FC Köln muss erneut 10.000 Euro bezahlen



    Die Fans des 1. FC Köln bereiten dem Verein immer wieder Sorgen.

    Wegen des Zündens von Pyrotechnik oder Bengalischen Feuern hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes gleich drei Bundesliga-Vereine zu Geldstrafen verurteilt, darunter den 1. FC Köln. Das gab der DFB am Donnerstag bekannt.

    Hohe Strafe für den FC

    Der 1. FC Köln muss 10.000 Euro zahlen, weil die Anhänger des Vereins während des Derbys bei Borussia Mönchengladbach gleich zweimal auffällig wurden. Am ersten Spieltag zündeten die Kölner Fans Bengalos und der Verein wurde nun bestraft. Ligarivale Eintracht Frankfurt wurde zur Zahlung von 9000 Euro verurteilt. 8000 Euro muss der FC Bayern München zahlen, weil kurz vor Beginn des Pokalspiels beim Chemnitzer FC gleich fünf Bengalische Feuer im Bayern-Block abgebrannt wurden. Alle drei Vereine haben ihrem Strafmaß bereits zugestimmt.


    Keine Kollektivstrafen mehr
    Das sagt FC-Präsident Spinner zum DFB-Vorstoß




    Der DFB geht einen Schritt auf die Ultras zu.

    Im Streit um die zunehmenden Fan-Krawalle in deutschen Stadien haben der DFB und auch ein erster Landes-Innenminister einen großen Schritt auf die umstrittene Ultra-Bewegung zu gemacht. Kollektivstrafen für Fußball-Fans, eines der großen Reizwörter in dieser aufgeheizten Debatte, soll es laut DFB-Präsident Reinhard Grindel zumindest vorerst nicht mehr geben. „Bis auf Weiteres“ wolle man „keine Sanktionen wie die Verhängung von Blocksperren, Teilausschlüssen oder Geisterspielen mehr“, sagte Grindel in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung seines Verbandes. Der DFB werde seinem Kontrollausschuss empfehlen, „bis auf Weiteres darauf zu verzichten, Strafen zu beantragen, die unmittelbare Wirkung auf Fans haben, deren Beteiligung an Verstößen gegen die Stadionordnung nicht nachgewiesen ist“.

    „Es war dringend an der Zeit“

    Der 1. FC Köln unterstützt den Vorstoß des DFB. „Ich begrüße den Schritt von Herrn Grindel ausdrücklich und schließe mich der Unterstützung an, die die Deutsche Fußball-Liga dem Vorstoß gibt. Es war dringend an der Zeit, dass der DFB insbesondere seine Praxis der kollektiven Bestrafung von Fan-Fehlverhalten überdenkt“, ließ FC-Präsident Werner Spinner verlauten. Und weiter: „Ich hoffe, dass es unter anderem auf Grundlage der Erklärung nun möglich ist, auf allen Seiten – DFB, Liga, Vereine und Fans – eine neue Vertrauensbasis aufzubauen, die zum Schaden des deutschen Fußballs in den letzten Jahren leider verloren gegangen ist. Daher warne ich auch davor, das Gelingen des Dialogs, zu dem es keine Alternative gibt, als selbstverständlich anzunehmen. Bis zu einer gemeinsamen Basis ist es noch ein weiter Weg, Gespräche sollten auf allen Seiten ehrlich geführt werden und möglichst ohne Vorbedingungen stattfinden. Die aktuellen Schritte gehen aber in die richtige Richtung.“
    FC-Präsident Werner Spinner

    Minister bringt Pyro-Legalisierung ins Spiel

    Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ging in einem „Sport Bild“-Interview sogar noch weiter und regte zumindest an, die von den Ultras so geliebte Pyrotechnik zumindest in bestimmten Bereichen eines Stadions zuzulassen. Bengalos seien „gefährlich, das kann man nicht einfach mal so abfeuern“, meinte der SPD-Politiker. „Nun sage ich: Okay, wenn einige Ultras-Gruppen ganz viel Wert darauf legen, Pyrotechnik zu zünden, kann man sich darüber unterhalten, dafür bestimmte Bereiche im Stadion zu schaffen.“
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  17. #42
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    FC-Profi Konstantin Rausch feiert Debüt in der russischen Nationalmannschaft




    Der Bundesliga-Profi Konstantin Rausch vom 1. FC Köln ist zufrieden mit seinem Länderspiel-Debüt für die russische Fußball-Nationalmannschaft. „Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen haben und alles gut ausgegangen ist heute“, sagte er nach dem 4:2-Sieg gegen Südkorea am Samstagabend in Moskau. Trainer Stanislaw Tschertschessow habe ihn beim ersten Auftritt für den WM-Gastgeber 2018 unterstützt, sagte er Agenturen zufolge. „Er hat mir gezeigt, wo ich stehen und was ich tun soll, um Fehler zu vermeiden“, sagte er. Rausch wurde in der 64. Minute für Juri Schirokow eingewechselt.

    Kritik vom Trainer


    Der Abwehrspieler ist in Deutschland aufgewachsen und hat in mehreren deutschen Jugend-Nationalmannschaften gespielt. Seit 2015 hat er den russischen Pass. Coach und Ex-Bundesligaprofi Tschertschessow hatte Rausch bereits im September zu einem Spiel gegen den Traditionsclub Dynamo Moskau eingeladen. Die Partie gegen Südkorea in der Moskauer VEB-Arena war jedoch sein erstes Länderspiel für die Sbornaja.Trotz des Vorrundenausscheidens der Sbornaja beim Confederations Cup bewertete Tschertschessow die Team-Leistung gegen Südkorea schlechter als diesen Sommer. Es habe an Gründlichkeit gefehlt, beim Confed Cup sei das russische Spiel besser organisiert gewesen, meinte er. Am Dienstag trifft Russland bei einem Testspiel in Kasan auf den Iran.

    Bei Sieg über Neuseeland FC-Stürmer Yuya Osako trifft für Japan




    Die bereits für die WM qualifizierte Fußball-Nationalmannschaft Japans hat ein Länderspiel gegen Neuseeland in Nagoya mit 2:1 (0:0) gewonnen.

    Der Angreifer traf zur Führung (50.), nach dem Ausgleich der Gäste durch Chris Wood (59.) sorgte Shu Kurata für die Entscheidung (87.). Shinji Kagawa (Borussia Dortmund) stand wie Osako in der Startaufstellung der Japaner, die sich bereits Ende August ihren Startplatz für die WM 2018 in Russland gesichert hatten.

    Neuseeland muss in den Play-offs gegen die Solomon Inseln bestehen und würde im Falle eines Erfolges in einem weiteren Play-off-Duell gegen ein Team aus Südamerika antreten.


    Quelle: KSTA
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  18. #43
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    FC-Krise: Kommt Bayer-Ösi Baumgartlinger im Winter?



    Ein Mann für den FC? Julian Baumgartlinger

    Der Reporter des österreichischen Kurier sparte nicht mit Lob in seiner Bewertung. „Julian Baumgartlinger erfreute sich seines Berufs, den er in Leverkusen viel zu selten ausüben darf. Waltete und schaltete im Mittelfeld mit physischer Stärke und Übersicht am Ball. Zeigte diesmal auch technische Einlagen.“ Und auch wenn Kölns Trainer Peter Stöger den Auftritt des Nationalmannschaftskapitäns nicht im Ernst-Happel-Stadion sondern auf der heimischen Couch verfolgte, dürfte er sich einmal mehr gefragt haben, ob es die schwere Ergebniskrise beim FC gegeben hätte, wenn sein Wunschtransfer im Sommer Wirklichkeit geworden wäre.

    „Den hätte mein Trainer gerne“, hatte Schmadtke Anfang August zugegeben. Doch finalisieren konnte er den Transfer nicht. Was ein Grund dafür war, dass der Haussegen zwischen dem Sportchef und Stöger über Wochen schiefhing – und bis heute belastet scheint.

    Stöger wollte mehrere Österreicher

    Es war nicht der einzige Landsmann, den Stöger zur Diskussion gebracht haben soll, aber auch den Flügelspieler Markus Suttner (von Ingolstadt in zu Premier-League-Aufsteiger Brighton gewechselt) oder Angreifer Michael Gregoritsch (von Hamburg nach Augsburg) lehnte Schmadtke am Ende ab. Stattdessen verpflichtete er neben Modeste-Ersatz Jhon Cordoba mit Jannes Horn, Jorge Meré und Joao Queiros blutjunge und unerfahrene Talente, die dem Abgang von Mergim Mavraj im Winter schwächelnden Defensiv-Verbund nicht wirklich Stabilität verleihen konnten. Und auch im Offensivspiel schafft man es nicht, die durch Modestes Superquote übertünchten Defizite auszubügeln. Gefährlich vor so einer Mammutsaison.



    Julian Baumgartlinger (l.) im Duell mit Nemanja Matic.

    Deshalb fahndet man mit Hochdruck nach Verstärkungen für den Winter, auf der Zehn, auf den Außen – und eben für das defensive Mittelfeld. Julian Baumgartlinger steht da gleich oben auf der Liste.
    Denn bei Bayer Leverkusen ist der 29-Jährige immer mehr außen vor, auch nach dem Abgang von Kevin Kampl kam der 1,83 Meter große Ex-Mainzer einer tragenden Rolle nicht näher – im Gegenteil: Gegen Schalke stand er nicht einmal mehr im Kader. Da könnte ein Wechsel von allen Seiten Sinn machen.


    Quelle: Express
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  19. #44
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    Stöger über Europa & Krise beim FC
    Manche haben psychologisch zu kämpfen!



    Peter Stöger hat Vertrag bis 2020 in Köln. Der Trainer ist beim Klub und den Fans mega beliebt

    Das große BILD-Interview mit Peter Stöger (51).
    Im zweiten Teil spricht der FC-Trainer u.a. über die Euro-Belastung, die Sturm-Krise und warum Pizarro kein Panik-Kauf war.


    BILD: Herr Stöger, warum ist es bisher so schlecht gelaufen?
    Stöger: „Wenn man es nüchtern sieht, könnte man sagen: Die anderen nutzen unsere Fehler mehr aus. Wir haben viele Fehler gemacht. Und wir haben eine schlechtere Trefferquote als letzte Saison – das ist ein Fakt. Wir haben relativ viele Torschüsse für unseren Tabellenplatz, aber es fehlen Tore. Und weil in der ausgeglichenen Liga Kleinigkeiten entscheiden, stehen wir dort, wo wir jetzt stehen.“

    BILD: Ist Europa eine Belastung, weil man an den Liga-Problemen nicht intensiv genug arbeiten kann?
    Stöger: „Nein, Europa darf keine Belastung sein. Wenn wir das auch noch als unangenehm empfinden würden, könnte es sein, dass wir irgendwann keine positiven Ansätze mehr finden. Dann tust du dir nur noch selbst leid und hast keine Chance mehr.“



    Stöger und seine Jungs: Frust nach der Europa-Pleite gegen Belgrad (0:1)


    BILD: Was braucht die Mannschaft jetzt?


    Stöger: „Punkte! Wir brauchen keine guten Spiele, sondern Siege, gute Ergebnisse. In der letzten Saison wurde oft darüber diskutiert, warum wir so oft Remis spielen. Jetzt wären wir froh über ein paar Unentschieden. Mit 13 Punkten würden wir jetzt da sitzen und sagen: ‚Alles richtig gemacht.’ Es ist und bleibt eine Ergebnis-Geschichte.“

    BILD: Was ärgert Sie am meisten?
    Stöger: „Dass es uns genauso geht wie Augsburg, Freiburg und Mainz. Und wir nicht vom Start weg ein stabiles Jahr nach der Europa-League-Quali spielen. Das ärgert mich ganz einfach, weil ich der Meinung bin, dass es kein körperliches Problem ist. Es hat nichts mit einer Drei-, Sechs- oder Achtfach-Belastung zu tun. Wir haben die angesprochenen Probleme – und es hat vielleicht auch damit zu tun, dass manche psychologisch mit der Situation doch ein Stück weit zu kämpfen haben. Alles ist neu, alle reden immer über Europa – vielleicht war das für den ein oder anderen zu viel.“


    Die BILD-Reporter Bauer (r.) und Frank mit FC-Trainer Stöger beim Interview

    BILD: Hätte man im Sommer den Kader anders zusammenstellen müssen?
    Stöger: „Im Nachhinein ist es immer leicht, solche Dinge zu besprechen. Wir haben versucht, noch einen Offensiv-Mann dazu zu holen. Das hat nicht funktioniert. Es ist müßig, jetzt über den Sommer zu diskutieren.“

    BILD: Muss die Mannschaft im Winter auf jeden Fall verstärkt werden?
    Stöger: „Ich kann das jetzt nicht sagen. Die Frage ist ja: Welche Spieler bekommst du dann? Passen sie zur Situation und in die Gruppe? Oder machst du etwas, weil alle danach schreien? Wir werden nicht zwangsläufig die Kohle zum Fenster rausschmeißen, um aktionistische Maßnahmen zu ergreifen. Das habe ich noch nie verlangt, für dieses Vorgehen steht der Klub nicht.“

    BILD: War Pizarro ein Panik-Kauf?
    Stöger: „Warum?“

    BILD: Weil es ungewöhnlich ist, einen arbeitslosen Spieler zu holen, der zudem auch noch 39 Jahre alt ist!
    Stöger: „Ich habe Claudio jetzt ein paar Tage im Training. Egal, ob er jetzt 15 oder zwei Tore macht – es war ganz einfach eine richtige Entscheidung, ihn zu holen. Er ist einfach so, wie man ihn wahrnimmt. Pizarro nimmt sich nicht wichtig, hat Erfahrung. Er hat alles gewonnen, schwierige Phasen erlebt.“




    Claudio Pizarro soll mit seinen Toren Köln aus der Krise schießen

    BILD: Kann er sportlich wirklich helfen?
    Stöger: „Kann er. Wir erwarten natürlich nicht nur, dass er uns im mentalen Bereich hilft, sondern trauen ihm auch zu, dass er ein paar Tore macht. In unserer Situation könnten ein, zwei, drei Tore ganz, ganz wichtig werden. Dass wir ihn nicht für seine sportliche Weiterentwicklung geholt haben, ist doch klar. Ich bin als Trainer nicht so gut, dass ich Claudio bei uns noch zu einem Quantensprung in seiner Entwicklung verhelfen kann.“

    BILD: Und wenn die Sache schief geht?
    Stöger lacht: „Dann können alle sagen: ‚Da haben der Düsseldorfer Schmadtke und der Ösi Stöger einen Bock geschossen.’ Aber es wäre mir lieber, wenn alle sagen: ‚Es war ein genialer Schachzug!’ Und da sind wir wieder bei den Ergebnissen, die wir brauchen.“

    BILD: Sind Sie enttäuscht von Ihren Stürmern. Bisher hat nur Osako getroffen...
    Stöger: “Auch, wenn es jetzt nicht so ausschaut: Am Ende der Saison wird unser bester Stürmer mindestens zehn Tore haben. Ob es dann Cordoba, Pizarro, Osako oder Zoller ist – einer wird diese Quote haben.“

    Quelle: BILD
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  20. #45
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    Wildes England-Gerücht: Aston Villa scharf auf FC-Stürmer Cordoba?



    Mit einem Schuss aus rund 40 Metern sorgte Jhon Cordoba im Emirates Stadium für Aufsehen.

    Jhon Cordobas Traumtor bei Kölns 1:3-Niederlage in London (hier mehr dazu lesen) hat offenbar Eindruck hinterlassen. Englischen Medienberichten zufolge zeigt Zweitligist Aston Villa Interesse an dem kolumbianischen Stürmer. Laut „The Sun“ ist Trainer Steve Bruce, der mit dem Verein aus Birmingham derzeit Siebter ist, auf der Suche nach einem neuen Stürmer, der im Winter verpflichtet werden soll. Bruce sei überzeugt, dass Clubbesitzer Tony Xia die Geldbörse öffnet.

    Cordoba in der engeren Auswahl

    Mit Ross McCormack wurde unlängst ein Mittelstürmer nach Melbourne verliehen, um Platz für einen frischen Offensivmann zu schaffen. FC-Stürmer Cordoba soll in der engeren Auswahl stehen. Aber: Selbst wenn Aston Villa tatsächlich interessiert sein sollte, dürfte die Wahrscheinlichkeit eines Wechsels äußerst gering sein. Die FC-Verantwortlichen glauben fest an die Fähigkeiten von Rekordeinkauf Cordoba (kam für rund 17 Millionen aus Mainz) – auch wenn dieser in zehn Pflichtspielen erst zweimal getroffen hat.

    Verkauf unwahrscheinlich

    Nach dem Fehlstart sucht Manager Jörg Schmadtke bereits nach Verstärkungen für die Winterpause (hier mehr über das Interesse an Julian Baumgartlinger). Ein Verkauf von Cordoba würde für eine zusätzliche Baustelle sorgen, die der Geschäftsführer sicher nicht gebrauchen kann.
    Außer die Engländer kommen mit einem unmoralischen Angebot um die Ecke...


    Quelle: Express
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  21. #46
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    FC Wehrle:„Wir lassen derzeit 12 Millionen pro Jahr liegen“

    Sprudelnde TV-Gelder, rasant steigende Sponsorenerlöse, 35 Millionen aus dem Modeste-Verkauf und obendrauf die Europa League – der 1.FC Köln kann finanziell aus dem Vollen schöpfen. Doch CFO Alexander Wehrle warnt vor Übermut.

    Im Sommer haben Sie 35 Millionen Euro Ablöse für Anthony Modeste kassiert. Die Summe floss schon komplett in Ihre Kassen – abzüglich von 5 Millionen, die laut Medienberichten Modestes vorherigem Verein TSG Hoffenheim zustehen. Was will der 1. FC Köln mit diesem Rekorderlös machen?
    Wir hatten ja auch schon vor dem Modeste-Transfer Einnahmen generiert und über den Sommer bereits über 30 Millionen Euro in unseren Kader investiert, unter anderem eine zweistellige Millionenablösesumme für unseren neuen Stürmer Jhon Cordoba. Mit dem Rest wollen wir unser Liquiditätspolster und unser Eigenkapital stärken. Im Winter und im nächsten Jahr stehen ja wieder Transferausgaben an.

    Wie ist der aktuelle Stand bei Ihren Überlegungen zu einem Aus- oder gar Neubau Ihres Stadions?
    Wir prüfen gerade, ob ein Ausbau des bisherigen Stadions technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist, analysieren gleichzeitig aber auch mögliche Standorte für einen Neubau. Das Ergebnis ist offen, aber unstrittig ist der Bedarf. Aktuell haben wir in unserem Stadion eine Kapazität von 50.000 Plätzen. Es stehen nur 15.000 Tageskarten zur Verfügung, und darauf haben unsere über 95.000 Mitglieder ein Vorkaufsrecht. Unsere Warteliste für Dauerkarten umfasst 15.000 Namen. Mit dieser Nachfrage könnten wir eine Stadionkapazität von 75.000 anbieten und wären immer noch meistens ausverkauft.

    Wie viel Geld lassen Sie derzeit wegen des zu kleinen Stadions liegen?
    Wir schätzen 12 bis 15 Millionen Euro pro Jahr. In dieser Höhe halten wir auch deshalb Mehreinnahmen für realistisch, weil sich die Zahl unserer Logen und Business-Seats vor allem bei einem Stadionneubau deutlich erhöhen würde. Aktuell können wir nur 3.000 Business-Seats und 1.000 Logenplätze verkaufen.

    Könnte sich der FC den Bau eines eigenen Stadions überhaupt leisten?
    Das müssten wir natürlich genau durchrechnen, aber ich glaube schon, dass das machbar wäre. Unser Eigenkapital, das am Ende der Saison 2015/16 9 Millionen Euro betrug, ist in der abgelaufenen Saison deutlich gestiegen – die genaue Zahl nennen wir in wenigen Tagen, Ende September. Und wir zahlen heute 10,2 Millionen Euro pro Jahr Stadionmiete, damit sind wir Nummer Eins oder Zwei in der ganzen Bundesliga. Wenn man diese Summe statt für Miete in Kreditzinsen veranschlagt, könnte der FC eine ganze Menge Fremdkapital für einen möglichen Stadionbau aufnehmen.

    Mehr Gewinn, weniger Schulden: Der Turnaround des 1.FC Köln
    (Angaben in Mio. €)

    Operativer Gewinn (Ebitda)Zinstragende Verbindlichkeiten2011/122012/132013/142014/152015/1607.5152330
    Jahr Operativer Gewinn (Ebitda) Zinstragende Verbindlichkeiten
    2011/12 9.3 20.5
    2012/13 2.3 27.1
    2013/14 10.1 25.2
    2014/15 15.5 22.9
    2015/16 21.9 19.9



    Der 1. FC Köln könnte die Fananleihe zügig tilgen

    Aktuell hat der 1.FC Köln immer noch fast 20 Millionen Euro Finanzschulden, die aus der Zeit stammen, als der FC in schwerer Schieflage war. 15,5 Millionen Euro sind in Form einer noch lange laufenden Fananleihe strukturiert. Könnten Sie diese Finanzierung vorzeitig ablösen, wenn Sie wollten?
    Nicht komplett, aber wir können das Anleihevolumen deutlich reduzieren. Wir haben uns gegenüber den Anleihezeichnern im Depot dazu verpflichtet, pro Jahr mindestens 1,3 Millionen Euro zurückzuführen. Optional können wir aber auch bis zu 3,2 Millionen pro Jahr sondertilgen. In diesem Sommer haben wir nur das Minimum getilgt, im nächsten Sommer könnte es mehr werden. Das ist auch so gewollt: Ich habe die Struktur bewusst so gewählt, damit wir nicht bis 2023 die vollen 15,5 Millionen Euro vor uns her schieben, auch wenn wir längst die Mittel hätten, uns zu entschulden oder günstiger zu finanzieren.

    Wie sehen Ihre Schulden jenseits der Fananleihe aus?
    Der 1.FC Köln hatte noch Schulden in Höhe von 3 Millionen Euro bei privaten Darlehensgebern. Die haben wir im Sommer komplett abgelöst. Das hat unsere Finanzierungsstruktur deutlich vereinfacht. Jetzt – zum Stand unseres jüngsten Bilanzstichtags, dem 30. Juni 2017 – gibt es neben der Anleihe nur noch zwei Annuitätendarlehen mit unseren beiden Banken über 3,4 Millionen Euro, die wir laufend tilgen.

    FC-CFO Wehrle: „Wachsen beim Sponsoring um 15 bis 20 Prozent“

    Bereinigt – ohne Transfererlöse und Europacup-Einnahmen – dürfte der FC aktuell bei einem Umsatz von knapp über 100 Millionen Euro stehen. Das dürfte zu wenig sein, um sich auf Dauer in den Top 6 der Bundesliga zu etablieren.
    Das sehe ich optimistischer. Wir sind auf einem klaren Kurs auf einen normalisierten Umsatz von 130 Millionen Euro pro Jahr. Unsere Europacup-Teilnahme wird uns nach den einmaligen Einnahmen aus dieser Saison auch in den Jahren danach noch mehrere Millionen Euro pro Jahr an Prämien bringen. In der Bundesliga sind wir im TV-Ranking von Platz 14 auf 9 gesprungen, das bringt uns weitere 10 Millionen pro Jahr. Ich würde sagen, wir liegen im oberen Mittelfeld der Bundesliga – mit einem stabilen Aufwärtstrend.

    Zeigt sich die überraschend gute sportliche Entwicklung der letzten zwei Jahre – den schwachen Saisonstart einmal ausgeklammert auch in besseren Perspektiven für Ihr Sponsoring und das Merchandisinggeschäft?
    In der Saison 2016/17 haben wir unsere Merchandisingeinnahmen von 9,5 auf 13,1 Millionen Euro gesteigert. Damit gehören wir zu den Top 5 der Bundesliga. Bis 2020 peilen wir Erlöse von 20 Millionen an. Und bei den Sponsoringerlösen wachsen wir seit langem um 15 bis 20 Prozent pro Jahr. Große Hebel, dort weiter zu wachsen, ist auch bei uns die Internationalisierung.

    Eine Untersuchung der Business-School HHL Leipzig hat dem FC jüngst große Schwächen bei der Internationalisierung bescheinigt.
    Dieses Urteil kann ich nicht nachvollziehen. Wir sind der erste deutsche Verein, der eine Kooperationsvereinbarung mit einem chinesischen Klub geschlossen hat. Dort vor Ort bauen wir auch gemeinsam mit den Chinesen eine Fußballakademie. Daraus erhoffen wir uns einen Imagetransfer – zuerst einmal nur in die Provinz, wo wir präsent sind. Aber dort allein leben 40 Millionen Menschen, und ab Sommer 2018 wird in China jedes Bundesligaspiel im Fernsehen gezeigt.

    Wehrle: „Der 1.FC Köln produziert keine Etatlöcher“

    Welchen Anteil der ganzen zusätzlichen Einnahmen werden Sie in den Spieleretat stecken?
    In die Mannschaft zu investieren, ist unsere oberste Maxime. 2016/17 hatten wir einen Etat von 38 Millionen Euro. Damit ist man in Europa nicht wettbewerbsfähig. Daher haben wir den Etat für die laufende Saison auch deutlich ausgeweitet. Wir stecken aber keine Sondererlöse in die Mannschaft, sondern nur das, was nachhaltig erwirtschaftet wird und wiederkehrend ist, zum Beispiel die zusätzlichen TV-Erlöse. Auf keinen Fall produzieren wir Etatlöcher in der Hoffnung, dass später vielleicht der sportliche Erfolg kommt.

    Frisches Kapital von Investoren könnte den 1.FC Köln auf die nächste Stufe heben.
    Das ist für uns derzeit kein Thema, und schon gar nicht, um ausschließlich die Mannschaft zu verstärken. Eine strategische Beteiligung anzustreben macht aus unserer Sicht nur Sinn, wenn damit ein langfristiges Infrastrukturvorhaben finanziert wird und damit nachhaltig wieder höhere Einnahmen generiert werden können. Alles andere ist Spekulation.
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  22. #47
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    Verein zahlte für Böllerwurf: 1. FC Köln will 30.000 Euro vom Fan zurück



    Der 1.FC Köln streitet sich weiter mit einem Fußballfan, der beim Zweitliga-Heimspiel gegen Paderborn 2014 Knallkörper gezündet und dadurch sieben Zuschauer verletzt hatte. Das Oberlandesgericht hatte entschieden, dass der Fan 20 340 Euro plus Zinsen an den FC zahlen muss. Das entspreche seinem Anteil an der dem Verein vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) auferlegten Verbandsstrafe von 60 000 Euro. Der Verein hatte 30 000 Euro vom Übeltäter gefordert, ein Rabatt des DFB hätte nach Ansicht des FC nicht herangezogen werden dürfen. Der Verein legte daher Berufung gegen das Urteil vom März ein. Am 9. November wird sich nun erneut der Bundesgerichtshof mit der Sache beschäftigen.

    Der 1. FC Köln war nicht nur wegen des Böllerwurfs, sondern wegen dreier weiterer Vorfälle vom Verband bestraft worden. An den weiteren Vorfällen, war der nun beschuldigte Fan aber nicht beteiligt gewesen. Der DFB verlangte vom Verein zwei Mal 20 000 Euro, ein Mal 38 000 Euro und für den Böllerwurf 40 000 Euro. In der Summe wären das also 118 000 Euro gewesen. Neben einem Strafrabatt wurde dem Verein zugute gehalten, dass er einiges unternommen hatte, um Fan-Ausschreitungen zu bekämpfen, etwa hatte er ein Kamerasystem zur Videoüberwachung im Stadion installiert. Am Ende musste der FC 60 000 Euro überweisen.

    Der 7. Zivilsenat des Oberlandesgerichts entschied im März, dass der Fan nur den prozentualen Anteil zahlen muss, der sich auf die Summe der Einzelstrafen (118 000 Euro) bezog. Da 40 000 Euro für das Zünden des Feuerwerkskörpers waren, entsprach dies 20 340 Euro von den überwiesenen 60 000 Euro. Mit der Argumentation des Vereins, der Anteil sei im Verhältnis zur Höhe der Gesamtstrafe von 80 000 Euro zu bemessen, konnte sich der Verein nicht durchsetzen. Der FC hatte argumentiert, der Übeltäter würde nun profitieren von Maßnahmen, die der Verein bezahlt habe. Der Zivilsenat betonte, nur das Verhältnis der einzelnen Strafe zur Summe aller Einzelstrafen sei eine verlässliche Bemessungsgrundlage. Nun wird die Frage der Berechnungsart höchstrichterlich entschieden.


    Quelle:Rundschau
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  23. #48
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    FC Stürmer Jhon Cordoba fällt wochenlang aus – Lehmann ist ebenfalls nicht fit



    Nach diesem Zweikampf mit Leipzigs Ilsanker verletzte sich Jhon Cordoba.

    Es wird eine richtungsweisende Woche für den 1. FC Köln mit Spielen beim VfB Stuttgart (Freitag 20.30 Uhr) und gegen Werder Bremen, unterbrochen durch die kräftezehrende Reise nach Weißrussland bei Bate Borisov.

    Cordoba fehlt sechs Wochen

    Und ausgerechnet jetzt gehen Coach Peter Stöger im ohnehin dünn besetzten Kader die Spieler aus. Angefangen mit dem Sturmzentrum. Da wird 17-Mio-Rekordeinkauf seine Quote von null Bundesligatoren bis in den Dezember nicht verbessern können, denn EXPRESS erfuhr: Der Angreifer wird dem FC mindestens sechs Wochen fehlen!

    Der 24-Jährige musste gegen Leipzig runter, „Muskelverletzung“ lautete nach der MRT-Untersuchung die Aussage.

    Dass es mit dem Einsatz in Stuttgart eng werden würde, wurde da schon allen klar. Dass Cordoba aber wohl in den nächsten zehn Pflichtspielen fehlt, ist dann doch eine bittere Nachricht. Bis dahin wird nicht nur in der Europa League alles durch sein, auch in der Liga muss der FC höllisch aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren!

    Auch Lehmann fällt aus

    Damit nicht genug: Während Jonas Hector weiter Krücken trägt und Marcel Risse auf unbestimmte Zeit in der Reha ist, meldet sich jetzt auch noch Kapitän Matthias Lehmann (34) ab. Achillessehnen-Probleme bremsen den Routinier aus.



    Matthias Lehmann wird gegen Stuttgart nicht spielen können.

    Stögers schwieriges Stuttgart-Puzzle: Wie will er so eine siegfähige Mannschaft beim VfB aufstellen? Die Abwehr stellt sich fast von selber auf, lediglich Maroh wäre noch eine Option, eine Viererkette mit Rausch, Heintz, Sörensen und Klünter gilt aber als wahrscheinlicher. Im zentralen Mittelfeld dürfen sich dann wieder Marco Höger, Milos Jojic und wohl auch Salih Özcan bewesen.

    Osako hat eine lange Anreise

    Im Angriff werden dann wohl Yuya Osako und Leonardo Bittencourt versuchen, die Qualitäten des schnellen Simon Zoller herauszukitzeln. Das Problem bei Osako: Der Japaner kommt erst am Donnerstag von seiner Länderspieltour aus Asien zurück. Da hat er dann allerdings noch den Jetlag in den Knochen.



    Yuya Osako war mit der japanischen Nationalmannschaft unterwegs und traf einmal.

    Wenn die Partie beim VfB um 20.30 Uhr angepfiffen wird, ist es in Japan tiefste Nacht (3.30 Uhr). Immerhin: Das fehlende Training soll kein Problem darstellen. „Yuya ist in einer guten Verfassung und kennt die Mannschaft in und auswendig“, sagt Coach Peter Stöger. „Wir haben immer gesagt, dass er auch im Zentrum spielen kann. Das macht er ja auch im Nationalteam.“


    Quelle: Express
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  24. #49
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    Schmadtke: „Transfer Aktivitäten im Winter müssen Sinn machen. Wir arbeiten daran“



    Herr Schmadtke, wie erklären Sie sich den derart schlechten Saisonstart ?
    Jörg Schmadtke: Der Start ist in der Tat unbefriedigend und nicht prickelnd. Dass da Kritik aufkommt, ist verständlich – wenn sie bei der Sache bleibt. Es gibt ein paar Erklärungsansätze, die ich aber nicht alle der Öffentlichkeit preisgeben werde.

    Aber einige Erklärungen könnten Sie uns jetzt schon geben.
    Jörg Schmadtke: Nach dem Riesen-Erfolg mit Platz fünf haben wir im Sommer die Leistungsentwicklung nicht so hinbekommen, wie wir das uns vorgestellt haben. Dazu haben wir Tony Modeste verloren und versucht, ihn zu ersetzen. Das haben wir – zwar nicht eins zu eins – mit Jhon Cordoba getan. Allgemein war aber unser Offensivspiel bisher nicht so gut, um klare Torchancen zu kreieren. Zudem haben wir defensiv nicht die Stabilität, die wir über vier Jahre hatten. Wir kassieren für unsere Verhältnisse einfach zu viele Gegentore. Und manchmal fehlt das Spielglück.

    Trainer Peter Stöger hat jetzt erklärt, dass er auch im Falle weiterer Niederlagen nicht zurücktreten wird. Trotz seiner Verdienste: Wann wäre für Sie der Zeitpunkt gekommen, an dem eine Trennung unausweichlich ist?
    Jörg Schmadtke: Es gibt für alles immer irgendwelche Szenarien. Aber ich muss anders beurteilen: Wie wird gearbeitet? Wie sind der Zugang und das Verhältnis zur Mannschaft? Wie sind Leistungsentwicklungen? Hier nimmt man eine Bewertung vor und entscheidet.

    Gibt es eine Frist, wann die Erfolge wiederkommen müssen?
    Nein. Derzeit sehe ich weiter ein Trainerteam und eine Mannschaft, die gut miteinander arbeiten. Es gibt gute Elemente und Phasen im Spiel, es fehlt ja nicht viel. Was wir jetzt brauchen, sind Punkte.

    Mit Stöger hatten sie viel Erfolg, Ihr Verhältnis galt immer als gut.
    Jörg Schmadtke: Warum galt? Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander.

    Wäre es brutal für Sie, ihm irgendwann sagen müssen, dass es nicht mehr geht?
    Jörg Schmadtke: Klar. Das ist immer eine unangenehme Situation, denn das ist für mich immer ein Ausdruck dessen, dass etwas total schief gelaufen sein muss. Ich habe aber Vertrauen zu Peter und denke nicht an solche Szenarien. Ich versuche eher, das Gefühl zu vermitteln, dass wir alle gemeinsam durch eine schwierige Situation gehen, zusammen anpacken und wieder in die Spur finden. Wir müssen das jetzt zusammen lösen.

    Haben Sie Fehler gemacht – und wenn ja, welche?
    Jörg Schmadtke: Wenn es jemandem hilft, dann können wir gerne sagen, dass ich Fehler gemacht habe. Wir konnten aus unterschiedlichen Gründen auf dem Transfermarkt ein paar Dinge nicht realisieren, die sinnvoll gewesen wären. Und für manche Außenstehende sind das dann Fehler oder Fehleinschätzungen.

    Haben Sie zu sehr auf Perspektivspieler gesetzt?
    Jörg Schmadtke: Das ist mir zu oberflächlich betrachtet. Wenn man nur aufs Alter schaut, geht zum Beispiel unter, dass ein Spieler wie Jorge Meré knapp 60 Spiele in Spaniens erster Liga absolviert hat.

    Verstärkungen oder Hilfen sind die meisten Neuzugänge bisher nicht. Hätte der FC nicht mehr gestandene Spieler verpflichten müssen?
    Jörg Schmadtke: Wir haben uns um einige Spieler bemüht, bei denen es nicht geklappt hat. Aber wir verpflichten doch nicht einfach irgendjemanden, um den Kader aufzufüllen.


    Quelle: KSTA
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  25. #50
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    Schalke: Das sagt Kapitän Ralf Fährmann zur Kölner Talfahrt



    Schalkes Kapitän Ralf Fährmann kann nachempfinden, was derzeit beim Bundesliga-Konkurrenten 1. FC Köln abgeht.

    Die Domstädter liegen mit einem Punkt nach sieben Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Fährmann erlebte eine ähnliche Negativ-Spirale im Vorjahr mit Schalke: Fünf Spiele, fünf Pleiten, Schlusslicht. Dann gab es den Hallo-Wach-Effekt gegen Borussia Mönchengladbach. Schalke siegte 4:0 und erarbeitete sich in Meisterschaft, DFB-Pokal sowie Europa League eine Serie von zwölf Partien ohne Niederlage. Am Ende landeten die Königsblauen auf Platz zehn in der Bundesliga – hinter dem 1. FC Köln, der sich für den internationalen Wettbewerb qualifizierte.

    Der konnte gefühlt von der Mittellinie draufschießen. Er hat nicht nur die Tore gemacht, sondern auch brutale Zeitpunkte erwischt
    Ralf Fährmann über Anthony Modeste

    „Bei den Kölnern hat im letzten Jahr alles gepasst, jetzt sind sie im Negativstrudel“, analysiert Ralf Fährmann. Für ihn ist eine Personalie ganz entscheidend. „Hinzu kommt: Der nach China gewechselte Anthony Modeste hat im letzten Jahr alles getroffen. Der konnte gefühlt von der Mittellinie draufschießen. Er hat nicht nur die Tore gemacht, sondern auch brutale Zeitpunkte erwischt. Da waren viele wichtige Treffer dabei, die dann einen Sieg oder ein Unentschieden gebracht haben.“ Nur mit einem Knall-Effekt, wie ihn Schalke im Vorjahr herbeiführte, könne der FC sich aus dem Sumpf wieder befreien.

    Auch in der Euro League legten die Rheinländer einen Fehlstart hin. Gegen Arsenal London (1:3) und Roter Stern Belgrad (0:1) setzte es zwei Pleiten. Schalke holte sich in der vergangenen Saison international Schwung, gewann in der Euro League-Gruppe I fünf von sechs Gruppenspielen und scheiterte erst im Viertelfinale an Ajax Amsterdam.

    Dass die Bundesligisten zuletzt sechs Niederlagen in der Champions League und der Euro League kassiert haben, ist für Fährmann allerdings kein Anlass zur Panik. „Man muss es einfach mal hinnehmen, so Spieltage gibt es. Auch, wenn es komisch klingt: Es ist einfach blöd gelaufen.“ Fährmann sieht die deutschen Vertreter trotz allem gut aufgestellt. „Gerade, was das Taktische angeht, sind wir in Deutschland weit vorne. Man muss das aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Die Deutschen neigen halt dazu, wenn es schlecht läuft, sofort mit dem Finger auf alles zu zeigen. Wenn Bayern München international ein Spiel gewinnt, heißt es nur: Glückwunsch.“

    Quelle: Reviersport
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